sonntagsbraten rezept - die frau am grill

Sonntagsbraten – einfach & mit feiner Soße

sonntagsbraten rezept - die frau am grill

Wenn ich, was ich mit meinem Mann zusammen bestimmt jedes zweite Wochenende mache, zu meinen Eltern ins Altmühltal fahre, dann gibt es immer einen Jour fixe: das sonntägliche Mittagessen. Und meist steht dann dort, so gegen halb eins Mittags, der Sonntagsbraten auf dem Tisch. Da wir ja selber einmal im Jahr schlachten, ist die Kühltruhe mit Schweinefleisch gut bestückt – so dass immer unterschiedliche Teilstücke vom Schwein ihren Weg in den Bräter finden. Abwechslung ist diesbezüglich also angesagt.

Selten, wirklich nicht oft, besteht das Mittagessen am Sonntag auch aus einem Rinderbraten, einem Sauerbraten oder einer Ente aus dem Bräter. Aber das kommt nicht allzu oft vor. Aus diesem Grund, und weil ich wirklich ein Fan vom Sonntagsbraten bin, möchte ich euch heute eine von vielen Varianten vorstellen.

Hier das Video zum Rezept

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Welches Stück vom Schwein schnappen wir uns fürs Rezept?

Mir hat wieder einmal der Gang zur Tiefkühltruhe sowie der anschließende Blick hinein die Entscheidung abgenommen: Ein Schweinehals, den ich von OTTO Gourmet zugeschickt bekommen habe, schaute mich an. Aber nicht lange, denn dann ist der auch schon zum Auftauen in den Kühlschrank gewandert. Managlitza Schwein war es genauer gesagt. Schon nach dem Auftauen stand für mich fest: das wird eine sehr saftige und keinesfalls trockene Angelegenheit. Weil das gute Stück ebenso unglaublich toll marmoriert war.

Das Schöne am Sonntagsbraten

Da muss ich echt mal ein Wort für Braten fast aller Art einlegen: ist einmal, nach kurzer Vorbereitung, alles im Grill oder Backofen, hat man am Sonntagvormittag keinen Stress mehr. Außer die Verwandtschaft hat sich zum Essen angekündigt. Dann muss gesaugt, gewischt und Kuchen gebacken werden – aber das ist ein anderes Thema.

sonntagsbraten mit kloss

Die Zubereitung

Nichts einfacher als das! Vier einfache Schritte, es klingt schon fast nach Zauberei!

  • Den Schweinenacken waschen, trockentupfen und von allen Seiten mit Salz und Pfeffer bestreuen. Dann mit dem Senf ringsherum einreiben.
  • Die Zwiebeln halbieren oder vierteln, die Karotten schälen und in große Stücke schneiden, sowie den Knoblauch schälen.
  • Den Schweinenacken nun in einen Bräter setzen, das Dunkelbier und die Fleischbrühe hineingießen, das Gemüse ringsherum platzieren, sowie das Graubrot und den Kümmel.
  • Den Deckel auf den Bräter legen und für 2 Stunden bei 180 Grad schmoren lassen.

Kürzere und längere Garzeiten

Klar, wer nun nicht wie ich ein 2-Kilo-Stück vom Schweinehals für seinen Sonntagsbraten verwendet, der mag andere Garzeiten benötigen. Ein Kilo und drei Kilo werden mehr oder weniger Zeit benötigen. Darum empfiehlt es sich ein Kerntemperatur Thermometer zu verwenden, das ihr ins Fleisch einführt. Zwischen 60 und 65 Grad müssen es sein, dann ist es soweit – und es kann serviert werden.

Stopp, die Soße!

Damit steht und fällt der Sonntagsbraten natürlich. Ich habe einfach alles zum Schluss püriert. Das muss man keinesfalls, normalerweise mache ich das auch nicht. Aber in diesem Fall war mir einfach danach. Wie ich im Video schon sage: die Soße ist mir sehr dickflüssig geraten. Normalerweise passiert mir beim Sonntagsbraten genau das Gegenteil und ich muss andicken. Falls ihr auch püriert: die Soße, so sie euch zu dickflüssig erscheint, einfach mit ein bisschen Wasser aufgießen. Und keine Angst: sie ist so geschmacksintensiv, dass sie euch nicht so schnell zu dünn wird.

Beilagen

Naja, was soll ich sagen? An dieser Stelle kann ich leider keine kulinarischen Geheimnisse verraten. Bei uns gibt’s wirklich immer Kartoffelknödel dazu. Und einen Beilagensalat. Mal einen Gurkensalat mit Dill, mal einen Endiviensalat oder auch einen Rote Bete Salat.

Fazit

Wie eingangs gesagt: dieses Sonntagsbraten Rezept ist nur eines von vielen Möglichen. Sei es, weil man ein anderes Stück vom Schwein verwendet. Oder man doch lieber zu Rindfleisch greift. Oder zu Geflügel. Auch in Sachen Gewürze und Gemüse sind Änderungen möglich und erlaubt. Und bei den Knödeln dürfen es auch Serviettenknödel oder Semmelknödel sein.

Mein persönliches Fazit von diesem Rezept: leckeres und saftiges Fleisch. Sehr viel würzige Soße. Was will man mehr – es ist uns selbstverständlich ein Teil des Stücks übrig geblieben. Und da eignet sich der Sonntagsbraten wunderbar um die Woche hindurch, in dünne Scheiben geschnitten, auf dem Brotzeit-Brett zu landen. Natürlich mit feiner Meerrettich Sahne. So fällt Wurst und Aufschnitt einkaufen auch schon wieder aus…

Alternativen zum Sonntagsbraten:

  • Lummerbraten – eine ganz feine & raffinierte Angelegenheit
  • Rehragout: ein Rezept aus Omas Winter-Küche
sonntagsbraten rezept - die frau am grill
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Sonntagsbraten - einfach & mit feiner Soße

Einfaches Rezept für leckeren Sonntagsbraten
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit2 Stdn.
Gericht: Festtagsessen, Mittagessen, sonntagsessen
Land & Region: Deutsch
Keyword: einfach, festliches Gericht, lecker, saftig, würzig
Portionen: 6 Personen
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 2 kg Schweinenacken
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 2 Scheiben hartes Graubrot
  • 1 EL Kümmel
  • 300 ml Dunkelbier
  • 300 ml Fleischbrühe
  • mittelscharfen Senf (zum Einreiben)
  • 1 EL Salz
  • 0,5 EL Pfeffer
  • etwas Wasser zum Aufgießen

Anleitungen

  • Den Schweinenacken waschen, trockentupfen und von allen Seiten mit Salz und Pfeffer bestreuen.
  • Dann mit dem Senf ringsherum einreiben.
  • Die Zwiebeln halbieren oder vierteln, die Karotten schälen und in große Stücke schneiden, sowie den Knoblauch schälen.
  • Den Schweinenacken nun in einen Bräter setzen, das Dunkelbier und die Fleischbrühe hineingießen, das Gemüse ringsherum platzieren, sowie das Graubrot.
  • Den Deckel auf den Bräter legen und für 2 Stunden bei 180 Grad schmoren lassen.
  • Das Fleisch aus dem Bräter nehmen und in Scheiben schneiden.
  • Die Soße mit etwas Wasser aufgießen und dann samt Gemüse und Brot pürieren, gegebenenfalls mit einem Schuss Sahne verfeinern, sowie mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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