bratensosse selber machen

Bratensoße selber machen – falls mal keine oder zu wenig Soße da ist

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Viele werden sicherlich schon einmal einen Braten aufgetischt und bemerkt haben: „Huch, da ist ja ganz schön wenig Soße für so viele hungrige Mäuler am Tisch“. Oder es ist gar keine Soße vorhanden, zum Beispiel wenn man einen Rollbraten oder eine Schweinshaxe am Spieß macht. Oder zum Beispiel Roastbeef grillt – auf dem Schwenkgrill. Andere möchten gerne zu einer panierten Milzwurst eine Soße. Und und und…Deshalb dreht es sich in diesem Beitrag darum, wie man eine leckere Bratensoße auf Vorrat macht. Mit diesem Bratensoße Rezept…

Welches Fleisch und welche Knochen benötigt man?

Da es sich um eine Bratensoße zu Schweinefleisch handelt ist klar: Knochen vom Schwein. Und zwar am besten mit noch ordentlich Fleisch daran, das durchaus mit Fett durchwachsen sein darf. Denn: Der Fleischsaft ist essentiell für eine gute Soße, Fett ein super Geschmacksträger und die Knochen geben auch nochmals ein tolles Aroma in die Soße ab. Das ist ja hinlänglich bekannt, wie zum Beispiel aus Rezepten zu Rinderbrühe oder Wildfond.

Die weiteren Zutaten

Das Knochenfleisch wird lediglich mit einer Mischung aus Salz, Pfeffer und Paprika gewürzt. Des Weiteren wandert Suppengrün in die Bratform. Dazu noch Knoblauch, frisches Maggikraut (Liebstöckel) und ganze Kümmelkörner. Wer letzteren nicht möchte der kann entweder gemahlenen Kümmel verwenden oder lässt ihn einfach beiseite. Aufgegossen wird mit Wasser.

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Zu welchen Gerichten passt dieses Rezept?

Wie eingangs schon erwähnt auf jeden Fall schon einmal zu allen Arten von Schweinebraten. Sei es die Schulter, der Schweinebauch oder ein Rollbraten. Aber auch zu einer überbackenen Milzwurst oder Wollwurst.

Tipp: gleich größere Mengen  produzieren und einfrieren

Das vorliegende Rezept für die Bratensoße ist sehr einfach, denn: Wenn einmal alle Vorbereitungen getroffen sind, macht sich die Soße auf dem Grill oder im Backofen von selbst. Lediglich zum Schluss muss noch einmal für rund 10 Minuten Hand angelegt werden, wenn es darum geht ob man eine dickflüssige oder dünnflüssige Soße erhalten möchte. Die Bratensoße sollte sodann in gut verschlossenen Gefäßen eingefroren werden. Bei Bedarf ist sie in Windeseile aufgetaut und erhitzt.

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Erhalte ich nach eine dickflüssige oder dünnflüssige Soße?

Das direkte Ergebnis ist natürlich eine dunkle und dünnflüssige Bratensoße. Da die Geschmäcker aber verschieden sind, kann die Bratensoße mit einem kleinen Trick auch zu einer dickflüssigen Bratensoße „transformiert“ werden: Der abgegossenen Bratensoße wird dabei einfach in einem Topf unter Rühren Speisestärke hinzugefügt bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Hierfür sollte man am besten einen Schneebesen verwenden.

Kann ich dieses Soße auch mit anderen Soßen kombinieren?

Selbstverständlich mit anderen Bratensoßen Rezepten die auf Schweinefleisch- und Knochen basieren. Bemerkt man nämlich beim Zubereiten des Schweinbratens, dass eventuell wenig Soße rausspringt ist die eingefrorene Bratensoße schnell aufgetaut und kann problemlos mit der „aktuellen“ Bratensoße gemischt werden.

Wie wird aus dieser Bratensoße eine leckere Biersoße?

Manche werden sie kennen: Die leckere Dunkelbiersoße. Es muss aber nicht unbedingt ein Dunkelbier sein. Ein Helles tut es auch. Hierfür muss einfach nur ein Viertelliter bis halber Liter Bier (je nach Geschmack) rund 30 Minuten vor Ende der „Garzeit“ der Bratensoße hinzu gegeben werden. Der Alkohol verkocht in dieser Zeit.

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Bratensoße selber machen – falls mal keine oder zu wenig Soße da ist

Bratensoße Rezept
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit1 Std. 30 Min.
Arbeitszeit1 Std. 45 Min.
Gericht: Soße
Land & Region: International
Keyword: kräftig
Portionen: 1 Liter
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 2 kg Fleischknochen (vom Schwein)
  • 250 g Suppengrün
  • 1 Bund Maggikraut (Liebstöckel)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Paprikapulver (edelsüß)
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 1 EL Kümmel (ganz oder gemahlen)
  • 1 Liter Wasser

Anleitungen

  • Die Fleischknochen waschen, trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.
  • Das Suppengrün und die Zwiebeln in grobe Stücke schneiden.
  • Alles zusammen mit den Knoblauchzehen und dem Kümmel in einen Bräter geben.
  • Mit 500 ml Wasser aufgießen und bei 180 Grad für 90 Minuten auf den Grill bzw in den Ofen geben.
  • Zwischenzeitlich überprüfen ob sich noch genügend Wasser im Bräter befindet, gegebenenfalls mit den restlichen 500 ml nachgießen.
  • Fleisch und Gemüse aus dem Bräter nehmen und nun mit der heißen Soße den Rand des Bräters „säubern“ (mit Hilfe eines Löffels, so wandern weitere Röstaromen in die Bratensoße)
  • Die Bratensoße in einen Topf abgießen und probieren. Sie dürfte sehr intensiv schmecken, so dass man sie mit Wasser verdünnt. So dass etwa ein Liter Soße "rausspringt".
  • Wer eine dickflüssige Soße erhalten möchte gibt nun noch unter Rühren mit einem Schneebesen Speisestärke zu bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  • Die Soße kann, nachdem sie abgekühlt ist, portionsweise eingefroren werden.

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8 Kommentare

  1. Eigentlich kocht man die Knochen und dasFleisch das sich auf diesen befindet noch richtig aus, da ist noch jede menge Geschmack drinnen.

  2. Ich finde die Menge der Zwiebeln, die erwähnt werden,nicht bei den Zutaten.

  3. 4 stars
    Das ist eine schöne Grundlage für eine Sauce. Leider ist nicht viel Sauce entstanden. Ich selbst röste die Knochen erst kräftig mit Tomatenmark an (schmeckt man nicht mehr raus nach dem anrösten), dadurch bekommt die Sauce eine tiefere und frische Farbe, gebe danach soviel Wasser zu, dass sie gut schwimmen und dadurch so ziemlich sämtliche Aromastoffe übergehen.. so entsteht ebenfalls ein sehr kräftiger Sud, nur eben mehr für den Vorrat (falls sie nicht direkt ins gewünschte Rezept gegeben wird, ich bin ein Saucentiger und brauche immer richtig viel) Dazu nehme ich auch etwas mehr Gemüse wegen der Wassermenge und kräftig salzen. Liebstöckel kenne ich noch nicht, weil ich eigentlich immer diese Flüssigwürze in die Nase steigt, was ich nicht so mag, aber vielleicht ist er ja frisch gut. Wenn du ihn liebst und du weißt genau, was du tust, wäre es einen Versuch wert. Kümmel klingt auch toll. Ich habe ihn erst vor einigen Jahren kennen und lieben gelernt. In einer Schweinebratensauce nach bayrischer Art wird er essentiell sein.
    Ein kleiner Tip für den Kameramann, der gerne Knochen abnagt, was mich zum schmunzeln bringt. Ich nämlich auch. So sehr, dass ich mir manchmal Putenhälse besorge (Gregor mag es nicht, bleibt mehr für mich 🤣). Einfach zubereiten, wie du es gerade mit den Schweineknochen gemacht hast, Kochzeit ist etwas kürzer und Beißerchen reinhängen. Ohne Alles. Superlecker. Die Idee kam früher, als meine Mutter die Hälse immer weggeworfen hat. Sie konnte nicht verstehen, was ich daran so liebte. Und nun, wenn es mich packt und was zum abnagen möchte, Hälse mit Salz und Paprika würzen, rein in wenig Gemüsesud, warten, genießen. Müsste ihm doch eigentlich zusagen 😉 nur im Sud gekocht auch eine tolle Basis für Sauce zu Hühnerfrikassee, wenn man kein komplettes Huhn kochen möchte.

    • Also Mechthild, das hab ich ja noch nie gehört, aber ich bin nicht abgeschreckt, eher interessiert! 🙂 Das muss ich mal ausprobieren. Danke und wieder was gelernt! LG Anja

  4. Jo. Wahrscheinlich bin ich der einzige Mensch in Deutschland, der das kennt und liebt. Kam aus Kinderzeiten, als ich immer die mitgegrillten Hähnchenhälse knabberte, wenn es Grillhähnchen gab. Ich war immer knatschig, weil sowenig dran war. Irgendwann war ich bei meiner Großtante und sie lebte als Kriegswitwe an der Armutsgrenze, also gab es Hühnersuppe aus Putenhälsen, die es damals noch überall zu kaufen gab. Da hatte ich aber strahlende Momente. Hälse zum knabbern mit richtig viel Fleisch dran. Und gegrillt klassisch mit Öl, Salz und Paprika auch superklasse. Ab und zu führt sie sie unser einziger Supermarkt sogar regulär, aber meistens muss man vorbestellen. Ich vermute, da sie nicht mehr modern sind, landen sie wahrscheinlich im Tierfutter, was wirklich traurig ist. Die Menschen sind so richtig geeicht auf mageres Steakfleisch und ekeln sich eher vor so etwas.

    • Ja, es ist schade, was kulinarisch alles aus der Mode gekommen ist. Da verpasst man eigentlich vieles wenn man nur das Filet oder die "besseren" Stücke bevorzugt. Na ja, vielleicht kommt nun wieder ein umdenken. Gerade in der aktuellen Zeit, so alles teurer wird. Danke für Deinen Beitrag und liebe Grüße, Anja

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