Spätzle Rezept nach Oma | mit selbstgemachtem Spätzleteig

Autor:Anja Würfl

spaetzle rezept Direkt zum Rezept

In dem einen oder anderen Rezept habe ich schon einmal Spätzle als Beilage serviert – nun kamen ein paar Emails mit der Frage „Kannst Du nicht einmal ein Video drehen, in dem Du zeigst, wie man schnell und einfach leckere Spätzle selber machen kann“. Logo, kein Ding! Es ist wirklich kein Hexenwerk…. Und es ist überraschend, wie schnell das geht. Auch der Spätzleteig ist rasch zusammengerührt und die Zutaten, die dazu benötigt werden hat man meist sogar eh schon im Haus.

Spätzle passen perfekt zu Gerichten wie einem Hirschgulasch – manche essen sie sogar zum Schweinebraten, obwohl mir da ein Kartoffelknödel lieber ist. Spätzle selber machen ist natürlich eine feine Alternative für alle die zum Beispiel keinen Reis, Kartoffeln oder andere Beilagen mögen. Die Anleitung zum selber machen und alles, was ihr zu den Spätzle wissen müsst, findet ihr in diesem Artikel. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Spätzleteig Rezept Video

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Omas Spätzle selber machen – als Hauptspeise!

Natürlich sind Spätzle auch eine beliebte Hauptspeise. Wer liebt sie nicht, die Käsespätzle? Mit Röstzwiebeln – und wer es gar nicht ohne Fleisch aushält: Speckwürfel sind schnell klein geschnitten und angebraten. „Spätzli mit Soße“ sind besonders beliebt bei Kindern. Meine Mutter hat uns diese oftmals am Sonntagmittag zubereitet, als Alternative zu Braten mit Knödel. Auch Spinatspätzle sind eine Idee für mehr Abwechslung. Und frisch gemacht schmecken Spätzle natürlich einfach am allerbesten.

Was benötigt man zum Spätzle selber machen?

Die Vorstellung, dass Spätzle selber machen mit großem Aufwand verbunden ist: ein Trugschluss! Zugeben, für das Abspülen der Spätzlereibe hinterher braucht man ein wenig Geduld, aber das nimmt man für so etwas Leckeres gerne in Kauf. Zum Spätzle selber machen braucht man nämlich nicht viel. Benötigt werden lediglich drei Grundzutaten: Eier (Frischei), Mehl und Wasser. Und schon geht’s los mit den Spätzle.

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Und ein paar Küchengeräte, die Spätzlereibe habe ich bereits erwähnt. Alternativ kann auch ein Spätzle Sieb verwendet werden. Dieses kann einfach auf den Topf gestellt, und der Spätzleteig mit einem Spatel ins kochende Wasser gerieben werden. Außerdem einen Schaumlöffel, einen großen Topf mit Salzwasser und eine Schüssel zum Warmhalten. Ein Stück Butter in die noch warmen Spätzle geschmolzen verhindert ein Verkleben und machen sie gleich noch leckerer.

Kleiner Tipp: Wer einen Holzlöffel/Kochlöffel beim Kochen über die Mitte des Topfes legt, verhindert ein Überschäumen des Kochwassers der Spätzle. Durch das Holz wird die Oberfläche des Schaums durchbrochen und der heiße Dampf kann durch den Spalt entweichen. Beim Spätzle Kochen lässt sich so eine mittelgroße Sauerei auf dem Herd vermeiden. Die sollte nämlich, in Form eines Schweinebratens im Backofen stattfinden…

Es empfiehlt sich die fertigen Spätzle während der Zubereitung und bis der ganze Teig aufgebraucht ist warm zu halten. Entweder im Backofen oder wie im Video zu sehen ist, auf einer Seite im Grill in der indirekten Hitze.

Welche Konsistenz braucht der Teig beim Spätzle selber machen?

Da die Spätzle mit Hilfe einer Spätzlereibe in das kochende Wasser (alternativ auch Brühe) gegeben werden, muss der Teig dafür die richtige Konsistenz aufweisen. Wäre er zu fest würde er sich nur schwer durch die Spätzlereibe drücken lassen und bei zu flüssigem Teig fließt er, ohne in Form zu kommen, als Brei in das Kochwasser. Dann heißt es „Spätzle ade“.

Beim Spätzle selber machen gilt somit: „Wenn der Spätzleteig Blasen wirft und zäh vom Kochlöffel fließt, hat er die richtige Konsistenz.“ Aber keine Angst, wenn man sich an das Rezept unterhalb hält kann nichts schief gehen.

omas selbstgemachten spaetzle

Statt einem Spätzlehobel, verwenden einige auch eine Spätzlepresse. Diese Variante ist vor allem im Schwabenland anzutreffen, weswegen man die Presse auch Spätzleschwob nennt. Die Löcher der Presse sind feiner als beim Hobel und haben nur einen Durchmesser von 3 mm, bei handelsüblichen Hobeln sind die Löcher einen Zentimeter groß.

Manche machen sich auch die Mühe und schaben die Spätzla von einem Spätzlebrett mit einem Messer direkt ins heiße Wasser. Ich finde die Variante mit der Spätzlereibe am einfachsten. Bei dieser Art der Zubereitung gelingen die Spätzle auch ohne viel Übung.

In den verschiedenen deutschen Regionen unterscheidet sich das Aussehen der Spätzle. Die Spezialität der Schwaben sind eben die längeren „Fäden“, die eben durch die feineren Löcher der Presse entstehen, wohingegen es in Bayern oder auch in Österreich Tradition ist, Knöpfle zu servieren.

Weitere Tipps für die Verarbeitung der Spätzle

Vielleicht fragt ihr euch jetzt, welches Mehl für die Verwendung am besten geeignet ist. Da kann ich euch nur sagen, dass ihr im Supermarkt zwar gern beim speziellen Spätzlemehl zugreifen könnt, mit Weizenmehl, wie zum Beispiel Type 550, funktioniert es in der Regel aber genauso gut. Solltet ihr vorhaben mit Vollkornmehl oder Dinkelmehl zu experimentieren, kann es sein, dass ihr bei der Menge variieren müsst, um die richtige Konsistenz zu erhalten.

spaetzle selber machen

Manche geben auch einen Schuss Mineralwasser in den Teig, um ein luftigeres Ergebnis zu erhalten. Andere wiederum rühren Milch statt Wasser zu Mehl und Ei. Aber da muss jeder selbst entscheiden, ob das einen Unterschied in der Qualität macht. Zum Anrühren des Teigs nehmt ihr am besten ein Rührgerät mit Knethaken.

Je nachdem in welchem Tempo und in welchem Abstand zum kochenden Wasser ihr den Teig durch den Hobel drückt, erhaltet ihr längere oder kürzere Varianten. Auch wenn sich die Methoden zur Verarbeitung des Teiges unterscheiden, der Geschmack bleibt der gleiche. Hier könnt ihr euch nach Belieben für einen Favoriten entscheiden. Wollt ihr den Teig durch einen Spätzleschwob pressen oder die Spätzle von einem Brett in den Topf schaben, sollte er besser etwas dickflüssiger sein.

Wie serviert man die Spätzle am besten?

Wie bereits erwähnt, lohnt es sich ein bisschen Butter zu den fertigen Spätzle zu geben, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Serviert ihr die Spätzle als Beilage, könnt ihr einfach ein wenig frische Kräuter wie beispielsweise Petersilie darüber geben. Bleibt Mal etwas übrig, halten sie sich für ein paar Tage gut im Kühlschrank. Wegen den Eiern würde ich aber nicht allzu lange mit der Weiterverarbeitung warten.

Anschließend kann man aus den Resten Kässpätzle zaubern oder sie am nächsten Tag in erneut in einer Pfanne mit Speck und Sauerkraut anbraten. Ich freue mich natürlich immer über neue Inspirationen. Schreibt mir deshalb gern, wie ihr die Spätzle am liebsten esst!

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Spätzle Rezept nach Oma | mit selbstgemachtem Spätzleteig

Spätzle sind eine beliebte Beilage. Mit Käse und Röstzwiebeln sogar ein sehr leckeres Hauptgericht. Spätzle selber machen geht so einfach...
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Gesamtzeit35 Minuten
Gericht: Beilage
Küche: Deutsch
Keyword: einfach, lecker, schnell
Portionen: 4 Personen
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 100 ml Wasser
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Butter

Anleitungen

  • Das Mehl und Salz in eine Schüssel geben, verrühren und eine Mulde hineindrücken.
  • Die Eier hineinschlagen, sowie Wasser unter Rühren zugeben und alle Zutaten zu einem zähen Teig verrühren. (Den Teig gegebenenfalls vor dem Kochen im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort zwischenlagern.)
  • Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Teig mit einer Spätzle-Reibe in das kochende Wasser reiben. Die Spätzle sind in wenigen Sekunden fertig. Wenn sie oben schwimmen mit einer Schaumkelle abschöpfen und zum Warmhalten in eine Schüssel geben
  • Ein Stück Butter vorsichtig unter die noch warmen Spätzle heben

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Bilder: istock

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