Reh-Bratwurst selber machen

Reh-Bratwurst selber machen – Rezept für jedermann

Der Herbst steht vor der Türe. Was das kulinarisch zu bedeuten hat? Bald startet sie wieder, die Wildsaison. Reh, Wildschwein aber auch Geflügel wie Enten stehen sodann hoch im Kurs. Und nachdem ich ja schon Rezepte mit Ente und Reh beziehungsweise Hirsch veröffentlicht habe, wollte ich mich nun mal an eine Wildwurst wagen und zwar an eine Reh-Bratwurst…

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Wo bekommt man das Fleisch für die Reh-Bratwurst her?

Entweder vom Metzger seines Vertrauens oder man kennt einen Jäger. Bei mir ist glücklicherweise Zweiteres der Fall. Und zur Info: Im Fall des vorliegenden Rezeptes wurden Hals und Läufe des Rehs entbeint um das Fleisch für die Reh-Bratwurst zu gewinnen. Hierbei übrigens die Knochen keinesfalls wegwerfen, sondern zu einem Wildfond auskochen. Dieser lässt sich wunderbar bei der Zubereitung von Hirschgulasch oder einem Rehbraten verwenden.

Welche Vorbereitungen sind für die Zubereitung zu treffen?

Wichtig sind – so man sich das Fleisch nicht gleich vom Metzger durch den Fleischwolf drehen lässt: klar, ein Fleischwolf. Dieser ist bereits sehr günstig ab 50 Euro aufwärts im Handel zu erwerben. Wer hierfür kein Budget zur Verfügung hat, sollte sich einfach mal im Verwandten- und Bekanntenkreis umhören und sich einen ausleihen. Außerdem muss natürlich ein Befüller her. Auch diesen gibt es bereits ab 20 Euro aufwärts im Handel zu erwerben.

Wurst-Befüller

Warum wird das Rehfleisch für die Reh-Bratwurst mit Schweinebauch vermischt?

Ach ja, richtig, das hätte ich fast vergessen: Rehfleisch alleine ist eher nicht besonders fettig und somit besteht die Gefahr, dass die Angelegenheit, beziehungsweise die Würste hernach ein wenig trocken geraten. Schweinbauch mit einem hohen Fettanteil eignet sich deshalb hervorragend zum Untermischen bei der Zubereitung der Reh-Bratwurst. Ein weiterer Vorteil: Menschen die einen dezenten Wildgeschmack favorisieren, können das Mischungsverhältnis selber bestimmen. Bei mir lief es auf 50:50 hinaus.

Die Gewürze, welche für die Reh-Bratwurst verwendet werden

So pauschal kann hier leider keine Hilfestellung gegeben werden. Was bei meiner Reh-Bratwurst ins Brät kam: Majoran, Oregano, edelsüßes Paprikapulver, Salz und Pfeffer. Das war es auch schon und die Würste haben genial geschmeckt. Jedem bleibt es natürlich überlassen hierbei mit seinen eigenen Gewürz-Vorlieben zu operieren und auch zu experimentieren.

Was gibt es beim selber Wursten zum Thema Darm zu sagen?

Die Wurst muss natürlich in den Darm – wir wollen ja keine Reh-Cevapcici (obwohl das auch mal eine tolle Rezeptidee wäre). Eigentlich gibt es zum Darm nicht viel zu sagen – weil der Fall klar ist: Ein Naturdarm sollte es auf alle Fälle sein. Und hierbei am besten vom Schaf. Dieser ist sehr fein und lässt Rauch und auch Räucheraromen gut ans Fleisch der Reh-Bratwurst ziehen. Beim Anbiss ist die Wurst zudem knackig. Erhältlich ist dieser Naturdarm meist beim Metzger seines Vertrauens. (Achtung: eventuell sollte man diesen vorbestellen, da nicht jeder Metzger diesen immer zur Verfügung hat). Wer sich noch genauer übers Thema informieren möchte kann dies auf der Webseite des Zentralverbandes Naturdarm e.V. machen. Dieser Verband präsentiert übrigens auf einer Facebook-Seite feine Rezepte zum Thema Wurst.

Welche Beilagen empfehlen sich zur Reh-Bratwurst?

Oft schreibe ich bei meinen Rezepten, dass bei der Auswahl der Beilagen keine großartigen Grenzen gesetzt sind. Aber bei einer Reh-Bratwurst? Na ja, natürlich darf jeder essen was er oder sie möchte. Aber bei mir gibt es meistens ein oder zwei Beilagen aus der folgenden Aufzählung: Brezeln, KartoffelsalatKrautsalat, Bratkartoffeln, Rote Bete Salat, gemischten Salat oder Kartoffelpüree. Die Liste ist aber keineswegs abschließend…was esst ihr denn gerne zur Bratwurst? Schreibt es mir jederzeit in die Kommentare!

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Reh-Bratwurst selber machen – Rezept für jedermann
Yum
Portionen Vorbereitung
5 Personen 50 Minuten
Kochzeit Wartezeit
10 Minuten 1 Stunde
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10 Minuten 1 Stunde
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5 Personen 50 Minuten
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10 Minuten 1 Stunde
Zutaten
  • 500 g Rehfleisch Rücken oder Keule
  • 500 g Schweinebauch
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1 EL Oregano
  • 1 EL Majoran
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 EL Salz Faustregel: 22 g Salz pro Kilogramm Fleisch
  • Schafsdärme Am besten beim Metzger für die gewünschte Menge bestellen
Portionen: Personen
Anleitungen
  1. Da der Darm in Salzlake gelagert wird sollte man ihn zirka eine Stunde vor dem Wursten in lauwarmes Wasser einlegen und quellen. (Nicht über 40 Grad) So wird der Naturdarm dehnbarer und lässt sich leichter verarbeiten.
  2. Rehfleisch und Schweinebauch in Gulaschgroße Stücke schneiden.
  3. Die Fleischstücke mit Paprikapulver, Oregano, Majoran, Salz und Pfeffer würzen und im Anschluss durch den Fleischwolf drehen.
  4. Das Brät zu einer feinen Masse verkneten. (Es empfiehlt sich vor dem Wursten etwas von der Fleisch-Masse zum Test in einer Pfanne anzubraten, ggf. nachwürzen.)
  5. Nun wird der Befüller mit dem Wurstbrät befüllt.
  6. Anschließend wird der Schafsdarm auf den Befüllstutzen aufgezogen und das Ende des Naturdarms verknotet.
  7. Den Naturdarm vorsichtig und nicht zu fest befüllen.
  8. Nach dem Befüllen können nun die Rehbratwürste in die gewünschte Wurstlänge abgedreht werden.
  9. Die Rehbratwürste auf dem Grill bei direkter mittlerer Hitze grillen. Alternativ natürlich auf dem Herd in der Pfanne.

2 Kommentare

  1. Danke für praktische Hinweise. Wir sind keine Feinschmecker, aber mögen am Wochenende gemeinsam grillen. Eine selbst zubereitete Wurst dazu wäre eine prima Idee. Danke!

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