Rehkeule Rezept | zart und saftig

Rehkeule Rezept | zart und saftig

Draußen lässt das typische Herbstwetter bereits grüßen, was gibt es dann Feineres, als es sich drinnen mit einer Rehkeule mit tollen Beilagen gemütlich zu machen? Wenig, also legen wir gleich los und schauen uns an, welche Zutaten wir fürs Rehkeule Rezept benötigen und wie die Zubereitung gelingt…

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Rehkeule Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Rehkeule steht natürlich im Mittelpunkt dieses Wildgerichts. Das Fleisch schmeckt kräftig, bleibt bei passender Garzeit schön saftig und passt hervorragend in die kühle Jahreszeit.
  • Frühstücksspeck schützt das magere Wildfleisch beim Schmoren vor dem Austrocknen. Gleichzeitig zieht während der Garzeit zusätzlich Würze in die Rehkeule ein.
  • Rotwein ergänzt die kräftige Sauce mit Tiefe und passt geschmacklich sehr gut zu Wildgerichten. Beim Schmoren verbindet sich der Wein schön mit Fond, Gemüse und Fleischsaft.
  • Wildfond unterstützt den intensiven Charakter der Sauce und hält die Rehkeule während der Garzeit saftig. Gemüsebrühe funktioniert ebenfalls gut, wenn gerade kein Wildfond verfügbar ist.
  • Waldpilze passen geschmacklich wunderbar zu Reh und machen die Sauce noch kräftiger. Gerade im Herbst landet diese Kombination bei mir regelmäßig auf dem Tisch.
  • Karotten, Sellerie, Lauch und Zwiebeln bilden die klassische Grundlage für die Sauce. Beim Schmoren entsteht daraus ein kräftiger Geschmack, der sehr gut zum Wildfleisch passt.
  • Knoblauch ergänzt die übrigen Zutaten mit einer würzigen Note, ohne sich zu stark in den Vordergrund zu drängen. Zusammen mit den Kräutern entsteht dadurch ein stimmiges Gesamtbild.
  • Rosmarin, Oregano und Thymian passen hervorragend zu geschmortem Wild. Vor allem der Rosmarin macht sich bei diesem Gericht später auch im Duft sofort bemerkbar.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rehkeule Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Zutaten vorbereiten

Gemüse, Kräuter und Pilze zunächst vorbereiten und das Fleisch sauber parieren. Danach alle Zutaten griffbereit neben dem Bräter bereitstellen.

2. Fleisch anbraten und Sauce ansetzen

Die Rehkeule kräftig anbraten und anschließend mit Gemüse, Kräutern, Fond und Rotwein ergänzen. Danach den Speck auflegen und den Bräter verschließen.

3. Rehkeule schmoren und Sauce vollenden

Die Rehkeule langsam schmoren lassen und anschließend die Sauce passieren sowie andicken. Zum Schluss das Fleisch aufschneiden und gemeinsam mit der Sauce servieren.

Ein weiteres von etlichen feinen Rezepten mit Wild auf meinem Blog. Neben dem Rehgulasch, dem Rehragout und dem Rehbraten.

Rehkeule Rezept Video

Wie wird die Rehkeule nicht trocken?

Bei Rehfleisch handelt es sich um sehr mageres Fleisch. Um ein Austrocknen beim Braten zu verhindern, gibt es einen ganz besonderen Trick. Hierfür legt man dem Braten, ob Rehkeule, Rehschulter oder Rehbraten, ein wenig Speck auf. Und zwar hauchdünne Frühstückspeckscheiben.

Das bringt neben dem Schutz vor dem Austrocknen noch zusätzlich einen tollen Geschmack. Dem Schmoren voraus geht meist ein Anbraten des Fleisches, damit nicht auf Röstaromen verzichtet werden muss. Und dies wirkt sich natürlich später auch auf den Geschmack der Soße aus.

Die Kerntemperatur der Rehkeule

Das Kerntemperaturthermometer sollte nah am Knochen der Rehkeule eingeführt werden. Wenn eine Kerntemperatur von 54 bis 58 Grad erreicht ist, ist das Fleisch innen rosa. Höher als 60 bis 65 Grad sollte man allerdings nicht gehen, da sonst das Fleisch zu trocken wird. Mehr zum Thema im Beitrag Rehbraten Kerntemperatur.

FAQs zum Rehkeule Rezept

Wie lange muss man eine Rehkeule braten?

Je nach Größe und Ofentemperatur beträgt die Garzeit etwa 1,5 bis 2 Stunden. Wichtig ist, die Rehkeule regelmäßig zu begießen und am Ende die Kerntemperatur zu prüfen.

Wie viel kostet 1 kg Rehkeule?

Der Preis liegt in der Regel zwischen 25 und 35 Euro pro Kilogramm – je nach Region, Jagdsaison und Anbieter. Direkt vom Jäger ist das Fleisch meist besonders frisch und aromatisch.

Wie bereite ich Rehfleisch richtig vor?

Das Fleisch sollte vor dem Braten gewaschen, trocken getupft und von Silberhaut befreit werden. So können sich Röstaromen besser entwickeln und die Fasern bleiben zart.

Bei welcher Temperatur ist Rehkeule gar?

Die ideale Kerntemperatur liegt zwischen 54 und 58 Grad für ein rosa Ergebnis. Wer es etwas durchgegarter mag, lässt sie bis etwa 65 Grad ziehen.

Wie lange muss Rehkeule in den Ofen?

Bei 160–180 Grad im Backofen beträgt die Garzeit etwa 90 Minuten bis zwei Stunden, abhängig von Größe und Gewicht.

Wie lange sollte man eine Rehkeule einlegen?

Wer das Aroma mildern möchte, legt sie 12 bis 24 Stunden in Buttermilch, Rotwein oder eine klassische Beize ein. Frisches, junges Rehfleisch kann aber auch ohne Einlegen zubereitet werden.

Warum sollte man Rehkeule in Buttermilch einlegen?

Die Milchsäure in der Buttermilch macht das Fleisch besonders zart und reduziert den typischen Wildgeschmack. Das Einlegen lohnt sich vor allem bei älterem Wild.

Welche Gewürze passen zu Rehkeule?

Klassiker sind Wacholder, Lorbeer, Rosmarin, Thymian und Piment. Auch etwas Knoblauch, Rotwein und Preiselbeeren runden den Geschmack harmonisch ab.

Bei welcher Temperatur Rehkeule schmoren?

Ideal sind 160 Grad Ober-/Unterhitze oder eine vergleichbare Temperatur im geschlossenen Bräter. So bleibt die Rehkeule saftig und gart gleichmäßig durch.

Wie lange braucht eine Rehkeule mit Knochen im Backofen?

Bei 160 Grad etwa zwei Stunden. Wichtig: Zwischendurch immer wieder mit Bratensaft übergießen und am Ende kurz ruhen lassen.

Die Beilagen zur Rehkeule

Als Beilagen bieten sich hier entweder Kartoffelknödel an, aber auch Semmelknödel oder Spätzle. Aber nicht nur das, auch Salzkartoffeln, Kartoffelbrei, Kroketten oder Kartoffelpuffer wären möglich. Und nicht zu vergessen: selbstgemachter Rotkohl und Preiselbeeren.

Zutaten und Zubereitung

gebratene rehkeule auf brett neben messer
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Rehkeule Rezept | zart und saftig

Dieses Rehkeule Rezept macht sich fast von selbst. Wirklich. Fleisch anbraten, alle Zutaten rein und schmoren. Überzeugt euch selbst.
Vorbereitungszeit20 Minuten
Zubereitungszeit1 Stunde 30 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 50 Minuten
Gericht: Abendessen, Festtagsessen, Hauptgericht, Mittagessen, sonntagsessen
Küche: International
Stichwort: einfach, fein, lecker, wild
Portionen: 4 Personen
Kalorien: 1028 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

Anleitung

  • Die Waldpilze, Karotte, Sellerie, Lauch, Zwiebel und Knoblauch klein schneiden.
  • Die Rehkeule waschen und trocken tupfen. Nun eine möglicherweise anhaftende Silberhaut entfernen.
  • Das Schmalz in einen Bräter, Bratentopf oder eine hohe Pfanne geben, erhitzen und die Rehkeule scharf von beiden Seiten anbraten.
  • Die Rehkeule rund herum mit Meersalz und Pfeffer würzen.
  • Die Waldpilze und das Suppengrün dazugeben und mit Wein und Wildfond ablöschen. Die Rehkeule sollte nur zu einem Viertel in Flüssigkeit liegen.
  • Nun die Keule mit Bacon belegen. Die Kräuter dazugeben.
  • Im nächsten Schritt mit einem Deckel verschließen und die Rehkeule entweder auf indirekter Hitze am Grill oder im Backofen bei 160 bis 180 Grad Ober Unterhitze zirka 1,5 Stunden schmoren lassen. (Kerntemperatur 65-75 Grad.)
  • Nach dem Schmoren die Rehkeule warm halten und die Sauce durch ein Sieb gießen. Das Gemüse aufbewahren und die Soße in einen Topf geben und zum Kochen bringen.
  • Die Speisestärke in eine Tasse geben und zwei bis drei Esslöffel von der Soße hineinrühren.
  • Die angerührte Speisestärke nun unter Rühren mit einem Schneebesen in die Bratensoße geben und diese somit andicken. Wenn die gewünschte Konsistenz noch nicht erreicht ist den Vorgang wiederholen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Anschließend das Gemüse wieder in die Sauce geben.
  • Die Rehkeule tranchieren und mit Sauce sowie Beilagen nach Wahl servieren.

Video

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 1028 kcal | Kohlenhydrate: 19 g | Protein: 131 g | Fett: 34 g | Gesättigte Fettsäuren: 12 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 6 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 12 g | Transfette: 0.1 g | Cholesterin: 486 mg | Natrium: 1994 mg | Kalium: 2031 mg | Fasern: 3 g | Zucker: 6 g | Vitamin A: 3226 IU | Vitamin C: 11 mg | Kalzium: 107 mg | Eisen: 20 mg

2 Kommentare

  1. Avatar
    Marci

    5 Sterne
    Sehr leckeres Rezept, wir hatten es jetz schon das 2.mal und die kinder lieben es auch. 😋

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Grüß dich Marci,
      das freut mich wirklich sehr 😊 Und wenn die Kinder begeistert mitessen, ist das meistens das schönste Lob überhaupt.

      Liebe Grüße, Anja

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