gegrillte aubergine - rezept - die frau am grill

Aubergine grillen – als Scheiben oder auf Grillspießen

gegrillte aubergine - rezept - die frau am grill

Es kann ja nicht nur Fleisch und Wurst sein, was während der Grillsaison auf dem Grill landet, oder? Und bei Vegetariern schon gleich gar nicht. Abwechslung darf also mal sein! Fenchel grillen sowie Zucchini grillen haben wir bereits ausführlich behandelt. Darum geht es heute ums Aubergine grillen. Und zwar sehr ausführlich. Wenn dir der Beitrag zur gegrillten Aubergine zu lange erscheint, dann scrolle einfach zum Rezeptformular hinunter.

Wann haben Auberginen Saison?

Laut Vegpool von Mai bis September. Das bezieht sich natürlich auf Freilandhaltung. Im Supermarkt hat die „Eierfrucht“, wie die Aubergine auf Grund ihrer Form auch genannt wird, ganzjährig Saison. Klar, sie kommt in den kalten Monaten entweder aus dem Gewächshaus oder wird eingeflogen oder eingeschifft. Angebote gibt es dennoch immer wieder, unabhängig der Herkunft.

aubergine grillen rezept pinterest - die frau am grill

Woher stammt die Eierfrucht?

Woher die Aubergine geschichtlich stammt erklärt uns die Webseite gemüse-info.de. Und zwar aus Asien. Wer sich näher darüber informieren will folgt einfach dem Link.

Weitere wissenswerte Facts:

  • Die Vitamine A, C und manche der B-Gruppe sind in Auberginen enthalten. Das Grillen ändert da übrigens nicht – sprich: sie gehen beim Grillen nicht verloren. Darüber hinaus sind Spurenelemente und Mineralstoffe enthalten. Die Vitamine sind auch besonders in der Schale enthalten. Darum: diese unbedingt mit verzehren!
  • Auberginen enthalten Nikotin! Ja, Auberginen enthalten Nikotin, wie rohkost.de bestätigt- einen sehr verschwindend geringen Anteil jedoch. So dass keine Gefahr besteht.
  • Sie gehört zu der Familie der Nachtschattengewächse, ähnlich wie Tomaten oder auch die Chilischote, Peperoni bzw. Paprika. Man nennt diese Art von Gemüse unter Anderem auch „Fruchtgemüse“.

Auf was ist beim Einkauf zu achten?

Eigentlich ganz einfach:

  • Feste Auberginen kaufen, die keine Druckstellen haben.
  • Alternativ: Auberginen selber anbauen, hier ein Video zum Thema:

Ist die rohe Aubergine giftig?

Früher war dies der Fall. Bei heutigen Züchtungen kommt dies aber fast nicht mehr vor. Denn Auberginen enthalten als Bestandteil das Alkaloid Solanin. Und das ist dem menschlichen Körper nicht zuträglich. Laut wir-essen-gesund.de soll man diese Auberginen auch roh essen können, wenn man durch Salzen die Bitterstoffe entzieht. Dafür (oder am besten allgemein) den Stielansatz aber entfernen.

Wie sieht es mit Lagern aus?

Tja, wer Auberginen zum Grillen kauft verwendet diese meist zeitnah. Dennoch: Auberginen bitte nur maximal einen Tag im Kühlschrank aufbewahren. Sollten längere Zeitfenster überbrückt werden müssen: Ab damit in den kühlen Keller oder Hausflur – empfiehlt gartentipps.com.

Vorbereitungen:

Tja, natürlich kommt es immer darauf an, wie man die Aubergine auf der Glut grillen mag. Wer gefüllte Auberginen bevorzugt, wird diese nicht in dicke Scheiben schneiden😊. Darum hier erstmal paar generelle Infos:

  • Das Salzen

Wie oberhalb erklärt können Auberginen Bitterstoffe enthalten. Wenn ihr euch beim Einkaufen informiert und versichert habt, dass eure Aubergine keine Bitterstoffe enthält, könnt ihr diesen Schritt überspringen, sonst: mit Salz bestreuen (z. B. Meersalz) und für 20-30 Minuten liegen lassen. Die Flüssigkeit bzw. das Wasser, das bei diesem Vorgang entsteht, einfach entsorgen.

gegrillte auberginen - grillrezept - die frau am grill

  • NICHT schälen

Wie ebenfalls oberhalb schon angeführt enthält die Haut der Aubergine Vitamine. Zudem: Die Haut hält auch das Fruchtfleisch schön zusammen. Und überhaupt: wer gefüllte Auberginen grillt, der wird es wohl nicht in Erwägung ziehen diese zu häuten😊

  • Nicht zu früh schneiden…

…denn im Zusammenspiel mit Luft und Feuchtigkeit nimmt das Fruchtfleisch schnell eine bräunliche Farbe an. Wer seine gegrillte Aubergine für das Grillbuffet ohnehin dunkelbraun grillt, der braucht dies natürlich nicht zu beachten.

  • In welche Formen wird geschnitten?

Da kommt es nun darauf, an, was euch in Sachen Verwendung vorschwebt…

Scheiben: Ihr könnt eure flach auf dem Schneidebrett liegende Aubergine entweder vertikal in längliche Stücke oder horizontal in runde Scheiben schneiden. Beim Artikel Zucchini grillen haben wir ja empfohlen runde Scheiben zu schneiden. Weil bei der Zucchini bei länglichen dünnen Stücken die Gefahr besteht, dass diese (zumindest wenn es sich um größere Exemplare mit einem größeren Kerngehäuse handelt) in der Mitte auseinander brechen – zum Beispiel beim Wenden auf dem Grill. Am besten schneidet ihr sie in ca. 1 cm dicke Scheiben.

Geviertelte Scheiben: Eine Scheibe eben in Viertel schneiden, so dass sie wunderbar auf einen Grillspieß passen:

grillspiesse mit auberginen - die frau am grill

Hälften: Einmal in der Mitte der Länge nach. Wie man auch mit einer gefüllten Zucchini verfährt. Ihr könnt diese Hälften auf dem Rost grillen oder ein wenig vom Kerngehäuse entfernen und eine Füllung eurer Wahl verwenden.

Grundsätzlich gehen aber alle Varianten. Vom Geschmack her verändert sich nichts. Ihr könnt sie also je nach Belieben schneiden.

Gewürz-Tipps

Oh Mann – das wäre ja eigentlich ein eigener Artikel für sich. Und ihr erwartet euch nun sicherlich einige tolle Vorschläge. Verständlich. Ich möchte euch paar Möglichkeiten für Gewürze vorstellen:

  • Eine Fertiggewürzmischung. Da könnt ihr zu dem greifen, was euch im Supermarkt ins Auge sticht.
  • Man geht analog zum Rezept fürs Zucchini grillen vor. Da mischen wir lediglich Currypulver mit Olivenöl und streichen mit der Marinade die Auberginen vor und während dem Grillen ein. Zusätzlich wäre auch möglich noch etwas frisch gepressten Knoblauch beizugeben.
  • Alternativ dazu kann man das Gleiche auch mit Paprikapulver machen. Chiliflocken bzw. Cayennepfeffer gehen auch, wenn man auf die Schärfe von Chili steht.
  • Und, jetzt kommt doch noch eine vierte Variante – da müsst ihr beim Aubergine grillen aber selber kreativ werden: Ihr schaut mal in euren Gewürzschrank und schnappt euch die Kräuter und Gewürze, die euch zusagen. Entweder im Sinne von Einzelgewürzen oder ihr kombiniert diese. Koriander, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Thymian, völlig egal, es gibt nicht das richtige an Gewürzen, sondern nur das, was euch schmeckt. Was auch geht ist einfach Öl, z.B. Olivenöl, oder Limettensaft. Eure Kreativität gibt den Auberginen die gewisse Note. Von was ich ein großer Fan bin: Kreuzkümmel. Doch der ist sehr intensiv und die Aubergine hat ja wenig Eigengeschmack. Wenn zu viel rankommt habt ihr eine Kreuzkümmel-Gine. Sprich: Fruchtfleisch das nach Kreuzkümmel schmeckt. Eine Kreuzkümmel-Frucht. Probiert doch einfach mal herum und wenn ihr über was Gigantisches stolpert: ab mit euren Ideen in die Kommentare unterhalb, dann hat die weitere Leserschaft auch noch was von euren Antworten!

Wie grillt man denn nun?

Naja, auf den Grill und diesen richtig einheizen, oder? Tja, im Prinzip schon, nur: Habt ihr dicke oder dünne Scheiben? Das wäre wichtig zu wissen. Doch darum geht es gleich unterhalb. Woher ihr übrigens wisst, ob die Aubergine fertig gegrillt ist? Einfacher Tipp: Anschneiden und probieren.

Man kann hierbei keine 100 % genaue Zeitangaben geben, denn: Zum einen sind die Scheiben immer unterschiedlich dick. Zum anderen möchte der eine die Konsistenz etwas fester, der nächste weicher. Also: Probieren ist angesagt!

Gasgrill und Kohlegrill

Gehüpft wie gesprungen würde ich sagen. Sprich: egal. Ihr bekommt mit beiden Grills optimale Ergebnisse zustande! Und auch völlig egal ob ihr eine Grillschale, eine Grillpfanne oder direkt auf dem Grillrost grillt.

  • Dünne Scheiben grillen

Diese in der direkten Hitze bei mittlerer Temperatur (200 bis 230 Grad) etwa fünf Minuten von jeder Seite grillen.

  • Dicke Scheiben grillen

Wenn ihr diese solange von beiden Seiten grillt, bis sie gar sind, könnten sie außen etwas zu trocken geraten. Darum: Diese entweder in der direkten Hitze für paar Minuten angrillen und dann in der indirekten Hitze gar ziehen.

Tipp: Wem der Genuss von “natur” gegrillter Aubergine zu langweilig ist: Einfach Tomaten, Feta und Basilikum klein schneiden und über die gegrillte Aubergine streuen – wie auf dem Bild unterhalb.

gegrillte auberginen mit feta und tomate - die frau am grill

  • Grillspieße

Eine ganz feine Sache: Auberginen einen Platz auf Grillspießen zuzuteilen. Die Spieße, egal ob vegetarisch oder mit Fleisch, grillt ihr einfach in der direkten Hitze von allen Seiten bei rund 220 Grad. Wann sie fertig sind? Das kommt darauf an, wie eng ihr das Grillgut auf den Spieß gesteckt habt bzw wie dick die einzelnen Stücke sind.

Am besten von allen Seiten jeweils drei bis 5 Minuten grillen und dann einfach mal probieren. Geht auch in der Pfanne, ist aber nicht so geil, da fehlen die typischen Röstaromen.

Bei vegetarischen Grillspießen gesellen sich die Auberginen wunderbar zu Cocktailtomaten, Paprika, Champignons und Zwiebeln. Gerne auch mit Knoblauchzehen dazwischen, für den besonderen Geschmack. Sicherlich fallen euch auch noch andere Gemüsesorten ein, die ihr für eure vegetarischen Grillspieße mit Aubergine verwendet.

Beim Fleisch läuft es eigentlich genauso wie bei der vegetarischen Variante – alles ist erlaubt. Hierbei ist Putenbrust sehr beliebt. Diese hat keine allzu lange Garzeit. Wer noch ein wenig Pfiff mit auf den Spieß bringen will packt auch noch geräucherten Bauchspeck mit drauf und würzt das Ganze mit Kräutern.

  • Die gefüllte Aubergine

Ok, das ist jetzt eigentlich ein Thema für sich – und wir werden dieses irgendwann auch noch in diesem Magazin behandeln. Es würde sicherlich den Rahmen von diesem Beitrag sprengen.

Zubereitung auf dem Kontaktgrill

Auf dem Kontaktgrill kann man Aubergine grillen. Natürlich jetzt keine gefüllten – das dürfte jedem einleuchten. Wie ihr die Aubergine auf dem Kontaktgrill zubereitet wird in diesem Video anschaulich erklärt:

Gegrillte Aubergine als Hauptspeise oder Beilage genießen

Das bleibt jedem selber überlassen. Ein paar Scheiben gegrillte Aubergine sind vielleicht für sich alleine ein bisschen wenig um als Hauptmahlzeit angesehen werden zu können, sondern wenn überhaupt als Vorspeise. Aber mit der richtigen Soße, Folien-Kartoffeln, ein paar Stück Weißbrot sowie einen Gurkensalat mit Dill dazu – warum nicht als Hauptgang? Ansonsten geben gegrillte Auberginen natürlich eine tolle Grillbeilage ab. Wer gleichzeitig dazu noch Zucchini und/oder Paprika mit auf den Grill legt, der kann sich das Zubereiten von Beilagensalaten sparen.

Soßen beim Aubergine grillen…

…sind sehr viele denkbar. Mir persönlich würde Ketchup, Salsa und BBQ Sauce nicht besonders zusagen – aber hey, die Geschmäcker sind verschieden. Meine Tipps: Sour Cream, Knoblauchsoße oder auch als Dip ein Ranch Dressing.

Zu welchen Hauptspeisen passen Auberginen?

Ich liebe sie zu gegrilltem Fleisch wie Nackensteaks, Cevapcici, Bauchscheiben, Bratwürsten aber auch zu Rindersteaks wie Entrecote oder Flank Steak.

Weitere Verwertungsmöglichkeiten

Da gibt es einige Optionen die mir neben dem Grillen der Auberginen noch einfallen! Als da wären:

  • Ratatouille – das liebe ich. Auberginen machen sich im Ratatouille immer gut. Besonders wenn es noch heiß daher kommt liebe ich Ratatouille. Deshalb aber eher wenn’s draußen ein wenig kälter ist. Hier ein Video dazu:

  • Moussaka – klar, kennt jeder!
  • Antipasti Salat – der kennt keine Jahreszeit. Er geht im Sommer beim Grillabend genauso gut wie beim Silvesterbuffet – meine Meinung. Einfach mit einem Löffel mit Schafskäse in einer Schüssel mischen und mit Balsamico Essig (dem orig. Aceto Balsamico) beträufeln. Oder zusammen mit Frischkäse-Füllung und Frühlingszwiebeln bzw. Lauchzwiebeln und ein wenig Parmesan sowie Fladenbrot. Oder in den Antipasti Salat kann man auch gegrillte Auberginen wunderbar einarbeiten. Wenn euch das interessiert, hier ein Video dazu:

  • Auberginenröllchen – da gibt’s wirklich viele Möglichkeiten diese zuzubereiten. Damit werden wir uns in der Zukunft im Magazin auch noch beschäftigen.
  • Auberginenpizza – eine ausgefallene Pizza, genauso ausgefallen wie unsere Ramen Pizza. Vielleicht habt ihr darauf ja mal Lust.

Fazit

Nur nicht den Überblick verlieren! Aubergine grillen kann man auf viele Weisen. Der Knaller dabei: sie ist gut für eure Gesundheit, hat keinerlei Fett und kaum Kalorien, dafür reich an Ballaststoffe. Um zu schließen: sie macht sich super auf dem Teller! Und schmeckt ober-lecker!

gegrillte aubergine - rezept - die frau am grill
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Aubergine grillen – als Scheiben oder auf Grillspießen

Aubergine grillen ist auf viele Arten möglich. Wir stellen leckere Varianten für die gegrillte Aubergine vor. Mit allen Tipps & Tricks.
Vorbereitungszeit10 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Gericht: Beilage, Gemüse
Land & Region: International
Keyword: einfach, grillen, lecker, marinieren, schnell
Portionen: 2 Portionen
Autor: Matthias Würfl

Zutaten

  • 1 Aubergine
  • Olivenöl oder Sonnenblumenöl
  • Salz (zum Würzen)
  • Pfeffer (zum Würzen)

Anleitungen

Dünne Auberginenscheiben "natur" grillen

  • Wascht zur Vorbereitung die Aubergine und trocknet sie ab.
  • Schneidet dünne Scheiben ab (bis max. 1 Zentimeter)
  • Salzt die Scheiben und lasst sie 30 Minuten liegen. Das dabei ausgetretene Wasser könnt ihr entsorgen.
  • Pinselt mit dem Olivenöl bzw. Sonnenblumenöl die Scheiben ein.
  • Jetzt bei ca. 200 Grad ab auf die direkte Hitze auf eurem Grill.
  • Von beiden Seiten etwa 5 Minuten grillen.
  • Nach dem Servieren kann sich jeder seine Scheiben individuell mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.

Dicke Auberginenscheiben "natur" grillen

  • Wascht die Aubergine und trocknet sie ab.
  • Schneidet dicke Scheiben ab (mehr als 1 Zentimeter)
  • Salzt die Scheiben und lasst sie 30 Minuten liegen. Das dabei ausgetretene Wasser könnt ihr entsorgen.
  • Pinselt mit dem Olivenöl bzw. Sonnenblumenöl die Scheiben ein.
  • Jetzt bei ca. 200 Grad ab auf die direkte Hitze auf eurem Grill.
  • Von beiden Seiten etwa 5 Minuten grillen.
  • Nun in die indirekte Hitze-Zone vom Grill legen und für ein paar Minuten liegen lassen.
  • Nach dem Servieren kann sich jeder seine Scheiben individuell mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.

Grillspieße mit Auberginen bestücken

  • Schneidet euch 2 Zentimeter dicke Scheiben von der Aubergine.
  • Diese Scheiben vierteln.
  • Mit den Vierteln (und gegebenenfalls anderen - in mundgerechte Stücke geschnittenen - Zutaten wie Fleisch, Tomate, Zwiebeln, Paprika etc.) den Grillspieß bestücken.
  • Zum Schluss alles auf dem Grillspieß mit Olivenöl einpinseln und ab damit auf die direkte Hitze bei rund 200 Grad.
  • So lange grillen, bis zumindest das Fleisch gar ist. Beim Gemüse muss jeder selber entscheiden, wie "knackig" man es genießen möchte - am besten einmal probieren vor dem Servieren.

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