Spargelcremesuppe Rezept - die frau am grill

Spargelcremesuppe | klassisches Rezept in 6 einfachen Schritten

Spargelcremesuppe Rezept - die frau am grill

Früher erging es mir beim Verzehr der Spargelcremesuppe genauso, wie bei vielen weiteren Suppen und Eintöpfen: ich vermutete ein Hexenwerk dahinter, weil mir das Gericht wie ein Kunstwerk vorkam – also weniger optisch als mehr geschmacklich.

Die Frage war: wie kann man aus Spargelstangen so schnell eine wunderbar leckere und cremige Spargelcremesuppe zubereiten, wie sie meine Oma aus der Hand zauberte? Und das ohne eine Fertigbrühe oder Fleischbrühe?

Poah, inzwischen, einige Jahre später, oder besser gesagt viele Jahre später, bin ich hinter das Geheimnis gekommen. Und soll ich euch was sagen? Ich bin enttäuscht! Denn das Ganze ist gar kein Hexenwerk. Inzwischen kann ich auch in nur 6 (!!!) einfachen Schritten das beste Spargelcremesuppe Rezept der Welt umsetzen. Meine Oma wäre bestimmt so stolz auf mich…

einfache Spargelcremesuppe

Spargel kaufen – auf das musst du achten!

Inzwischen kann man Spargel das ganze Jahr hindurch kaufen. Die Haupterntezeit hierzulande ist aber April bis Ende Juni. Und zu jener Zeit hat natürlich auch die Spargelcremesuppe, wie so viele andere Spargel Rezepte, Hochkonjunktur.

Erwerben lassen sich die meist weißen oder grünen Stangen wirklich überall: direkt beim Spargelbauern, an Verkaufsständen an Bundesstraßen oder in Supermärkten. Auch beim Gang über den Wochenmarkt fallen einem die vielen Angebote regelmäßig auf. Ihr seht: es gibt diesbezüglich, sprich der Verfügbarkeit, schon mal keine Ausrede sich nicht ans Spargelcremesuppe Rezept zu machen.

Auf was man beim Spargel kaufen achten sollte:

  • Die Stangen sollten nicht gebrochen sein
  • Die Spitzen sollen fest und knackig sein
  • Weißer Spargel sollte weiß sein – und nicht bräunliche Schlieren auf der Oberfläche haben
  • Der untere Abschnitt sollte nicht modrig sondern ebenfalls einigermaßen frisch rüberkommen

Spargelcremesuppe mit schalen - die frau am grill

So gesund ist Spargel

Auch das wussten die Oma und meine Eltern schon: sehr gesund! Denn Spargel enthält viele Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. Und auch wichtige Vitamine, unter anderem Vitamin C, E, B1 und B2 sowie wertvolle Aminosäuren. Außerdem wirkt der Spargel harntreibend und somit entschlackend.

Viele bezeichnen die grünen und weißen Stangen auch als Jungbrunnen. Und mit ihrem hohen Wassergehalt und gleichzeitig hohem Nährstoffgehalt bringt er, Dank der wenigen Kalorien, Pfunde zum Schmelzen. Gut, in einer Spargelcremesuppe dient er nicht primär der schlanken Linie. Das ist aber dem Beiwerk geschuldet. Von seinen positiven Eigenschaften profitiert man aber neben seinem einzigartigen Geschmack allemal.

Spargel schälen

Ist der Spargel mal gekauft und in der heimischen Küche angekommen, geht es in den ersten Vorbereitungshandlungen ums Spargel schälen. Dafür benötigt man in der Regel einen Spargel Schäler. Welchen ihr da kauft, bleibt euch überlassen, ich greife da gern auf meinen 0815-Karotten- und Gurkenschäler zurück. Er tut auch beim Spargel gute Dienste.

schnelle Spargelcremesuppe

Spargelcremesuppe mit Schalen?

Bei dieser Frage wären meiner Oma die Hare zu Berge gestanden. Warum? Weil die Frage an sich schon impliziert, dass es auch nur die theoretische Möglichkeit geben würde, die Schalen nicht zu verwenden und zu entsorgen. Wäre gar nicht gegangen. Darum: klar verwenden wir für unser Spargelcremesuppe Rezept auch die Schalen.

Aber keine Sorge: wir verzehren sie nicht, benötigen sie aber als Aroma-Geber.

Die Zubereitung

Das Spargelcremesuppe Rezept, also zumindest dieses, besteht aus sechs einfachen Schritten:

  • Den gewaschenen Spargel schälen und die Enden abschneiden. Den Rest der Stangen in zwei bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden.
  • Die Schalen und die Enden werden im Wasser für rund 20 Minuten gekocht. Danach ab durch ein Sieb und den Sud auffangen und diesen zurück in den Kochtopf geben. Schalen und Enden benötigt ihr für die Spargelcremesuppe nicht weiter.
  • Im Sud nun die Spargelstückchen für 15 Minuten weichkochen. Sie sollten hierbei allerdings nicht zerfallen (also je nach Dicke vom Spargel kürzer oder länger kochen). Dann wieder alles durch ein Sieb und den Sud auffangen. Den Spargel beiseite stellen.
  • Im Topf erhitzt ihr nun die Butter bis sie zerflossen ist und schüttet unter Rühren das Mehl darauf bis es klumpt. Und bereitet so praktisch eine Mehlschwitze zu. Jetzt den Spargelsud nach und nach unter Rühren angießen, so dass aus Mehlschwitze und Sud eine leicht dickflüssige Suppe entsteht.
  • Ihr verfeinert nun mit Sahne, Zucker, geriebener Muskatnuss und Zitronensaft und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.
  • Im letzten Schritt gebt ihr ein Drittel der Spargelstückchen wieder hinein und püriert alles. Dann wandern die restlichen Stücke wieder hinein, ihr kocht die Spargelcremesuppe noch einmal für paar Minuten auf und serviert!

klassische Spargelcremesuppe

Beilagen

Ganze ehrlich: diese einfache Spargelcremesuppe ist so herrlich dickflüssig, dass es fast keine Beilagen braucht. Zudem kommt sie ja auch mit feiner Spargel-Stückchen-Einlage daher. Maximal, aber auch maximal, würde ich ein oder zwei Scheibchen Baguette dazu reichen.

Einlagen

Da würden mir schon etliche einfallen:

  • Spargelcremesuppe mit Speckwürfel: den Bauchspeck einfach in Stifte oder kleine Würfel schneiden, in der heißen Pfanne auslassen und in die Suppe geben.
  • Spargelcremesuppe mit Croutons: ein paar Toastscheiben klein würfeln und in der Pfanne (mit oder ohne Öl) erhitzen. Wenn die gewünschte Röstung der Croutons erreicht ist raus damit und ab in die Spargelsuppe.
  • Spargelcremesuppe mit Krabben: eine ganz piekfeine Nummer. Mehr sage ich nicht dazu…
  • Spargelcremesuppe mit Kochschinken: nicht ganz so piekfein aber auch sehr lecker. Dazu einfach den gekochten Schinken in Würfel schneiden und zum Ende der Kochzeit mit erhitzen.

einfache Spargelcremesuppe

Fazit

Jetzt muss ich sie mal in den Mund nehmen. Beziehungsweise in die Tasten hacken und sie niederschreiben. Worte, die sehr viele Gerichte beschreiben. Und auch sehr gerne gelesen werden, weil sie sich bei jeder Rezept-Leserschaft gut machen: „Einfach, schnell & lecker“.

Wobei: schnell? Naja, du musst schon erst schälen und dann ein wenig auskochen. Aber im Prinzip, man sieht es an den oberhalb aufgeführten sechs Pipifax-Arbeitsschritten, ist diese Spargelcremesuppe sehr flott zubereitet.

Geschmacklich zudem äußerst fein. Das Andicken macht die Suppe sehr cremig, die Zitrone gibt ihr ein klein wenig Frische, wobei der Zucker aber natürlich gegen eine allzu heftige Säure seine Wirkung entfaltet. Was halt echt top ist: frischer Schnittlauch oder Kresse als Topping. Das rundet diese einfache Spargelcremesuppe wundervoll ab. Sie lässt sich übergings sowohl als Vorspeise als auch als Hauptspeise genießen.

Weitere wichtige Infos zur Spargelcremesuppe

Wie lange ist die Spargelcremesuppe haltbar?

Also im Kühlschrank gelagert und gut abgedeckt lässt sich die Spargelcremesuppe sicher noch zweimal problemlos aufwärmen. Wer möchte, der kann sie also durchaus zwei bis drei Tage hintereinander genießen.

schnelle Spargelcremesuppe

Wie kann man Spargelcremesuppe verfeinern?

Oh, da gibt es viele Möglichkeiten. Die Spargelcremesuppe wie beschrieben nicht komplett pürieren, sondern etliche Spargelstückchen übriglassen und diese damit garnieren. Oder ihr wandelt das unten genannte Rezept ein wenig ab und gebt statt Wasser einen Teil Weißwein in die Suppe.

Und nicht zu vergessen: verschiedene frische Kräuter, wie Petersilie, Schnittlauch, Kerbel oder Kresse. Mein Geheimtipp: Kräuteröle, wie beispielsweise Basilikum-Öl. Das gibt neben dem Geschmack auch noch ein herrliches Tellerbild ab wenn man es in Schlieren über die Spargelcremesuppe träufelt.

Wie kann ich Spargelcremesuppe andicken?

Wem die Einbrenne, also die Mehlschwitze, die Suppe für den persönlichen Geschmack noch nicht dickflüssig genug gemacht hat, dem hilft Speisestärke. Einfach in etwas Wasser auflösen und unter die Spargelcremesuppe rühren.

Wann hat Spargel Saison?

Mitte bis Ende April kann der Spargel geerntet werden. Grundsätzlich kommt es natürlich auch immer auf die Wetterlage an. Aber Anfang April kann man durchaus schon mal nach den leckeren Stangen Ausschau halten.

Paar weitere Spargel Rezept-Tipps:

Unbedingt empfehlenswert ist es, Spargel einmal zu Spargel Quiche zu verarbeiten. Oder wie wäre es mit Spargel grillen? Auch ein leckerer Spargel Eintopf lässt die Herzen von Spargelfans höher schlagen. Oder man verfeinert seine Schinken-Nudeln mit Spargel.

Spargelcremesuppe Rezept - die frau am grill
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Spargelcremesuppe | in 6 einfachsten Schritten

Das Spargelcremesuppe Rezept gehört schon zu den feineren seiner Art. Einfaches Rezept. Cremiges Ergebnis. Viele Einlagen-Tipps.
Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit45 Min.
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen, Suppe, Vorspeise
Land & Region: Deutsch
Keyword: cremig, einfach, fein, lecker
Portionen: 6 Portionen
Autor: Matthias Würfl

Zutaten

  • 1 kg weißer Spargel
  • 2 L Wasser
  • 80 g Butter
  • 60 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 200 ml Sahne
  • 0,5 TL geriebene Muskatnuss
  • 0,5 Zitrone (Saft davon)
  • Salz (zum Abschmecken)
  • Pfeffer (zum Abschmecken)
  • 1 Bund frischer Schnittlauch

Anleitungen

  • Den gewaschenen Spargel schälen und die Enden abschneiden. Den Rest der Stangen in zwei bis drei Zentimeter lange Stücke schneiden.
  • Die Schalen und die Enden werden im Wasser für rund 20 Minuten gekocht. Danach ab durch ein Sieb und den Sud auffangen und diesen zurück in den Kochtopf geben. Schalen und Enden benötigt ihr für die Spargelcremesuppe nicht weiter.
  • Im Sud nun die Spargelstückchen für 15 Minuten weichkochen. Sie sollten hierbei allerdings nicht zerfallen (also je nach Dicke vom Spargel kürzer oder länger kochen). Dann wieder alles durch ein Sieb und den Sud auffangen. Den Spargel beiseite stellen.
  • Im Topf erhitzt ihr nun die Butter bis sie zerflossen ist und schüttet unter Rühren das Mehl darauf bis es klumpt. Und bereitet so praktisch eine Mehlschwitze zu. Jetzt den Spargelsud nach und nach unter Rühren angießen, so dass aus Mehlschwitze und Sud eine leicht dickflüssige Suppe entsteht.
  • Ihr verfeinert nun mit Sahne, Zucker, geriebener Muskatnuss und Zitronensaft und schmeckt mit Salz und Pfeffer ab.
  • Im letzten Schritt gebt ihr ein Drittel der Spargelstückchen wieder hinein und püriert alles. Dann wandern die restlichen Stücke wieder hinein, ihr kocht die Spargelcremesuppe noch einmal für paar Minuten auf und serviert!

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