Blätterteig ist etwas Besonderes – ein deutscher Klassiker, aber auch in der französischen Küche sowie im östlichen Mittelmeerraum weit verbreitet. Beim Blätterteig selber machen werden durch mehrfaches Ausrollen und Falten viele Schichten gebildet, die den Blätterteig luftig werden lassen.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Blätterteig selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Mehl: Grundlage für den Teig und sorgt für Struktur, damit sich der Teig gut ausrollen und falten lässt.
- Butter: Liefert die typischen Fettschichten im Teig und trägt entscheidend zur späteren Lockerung und zum Geschmack bei.
- Wasser: Verbindet die trockenen Zutaten zu einem geschmeidigen Teig und unterstützt das Ausrollen.
- Salz: Gibt dem Teig eine leichte Würze und rundet den Geschmack ab.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Blätterteig Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Teig herstellen und Butter einarbeiten
Mehl, Salz und Wasser in einer Schüssel zu einem elastischen Teig verkneten. Kalte Butter in kleine Stücke schneiden und grob unterkneten, sodass noch sichtbare Butterstücke im Teig bleiben.
2. Teig kühlen und ausrollen
Teig in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen.
3. Blätterteig tourieren und mehrfach falten
Enden des ausgerollten Teigs zur Mitte hin einschlagen, überschüssiges Mehl entfernen und den Teig mit der Falte nach unten erneut länglich ausrollen. Vorgang mehrmals wiederholen, bis die gewünschte Blätterteig Schichtung erreicht ist.
Und: bei Bedarf zwischendurch kühlen, wenn du merkst, dass der Teig weich oder klebrig wird. Klassiker unter den Teig Rezepten neben Hefeteig, einem Spätzle Teig oder dem berühmtesten aller Teige: dem Pizzateig Rezept.
Blätterteig selber machen Rezept Video
Worauf sollte man beim Blätterteig Rezept besonders achten?
Der wichtigste Punkt beim Blätterteig ist die Temperatur der Zutaten. Vor allem die Butter muss kalt bleiben und darf sich nicht vollständig mit dem Teig verbinden, da nur sichtbare Butterstücke später die typischen Schichten ermöglichen — ich lege die Butter deshalb wirklich erst ganz zum Schluss aus dem Kühlschrank bereit.
Ebenso entscheidend ist das sorgfältige Tourieren, also das wiederholte Ausrollen und Falten. Dabei entstehen die vielen Lagen, die den Teig beim Backen aufgehen lassen und für die luftige Struktur sorgen.
Auch das Arbeiten auf einer bemehlten Fläche spielt eine Rolle, damit der Blätterteig nicht festklebt und sich gleichmäßig ausrollen lässt. Überschüssiges Mehl sollte vor dem Falten entfernt werden, damit die Schichten sauber aufeinanderliegen.
Wird der Teig während der Verarbeitung weich oder klebrig, hilft eine kurze Kühlpause im Kühlschrank. So bleibt die Butter fest und die einzelnen Schichten behalten ihre Form.
Geduld zahlt sich beim Blätterteig selber machen besonders aus, denn erst durch das mehrmalige Wiederholen der Falt- und Ausrollschritte entsteht der typische Blätterteig, der später locker aufgeht und vielseitig einsetzbar ist.
Das Tourieren beim Blätterteig Grundrezept
Wer Blätterteig selber machen will muss tourieren. Darum kommen wir auch bei dieser einfacheren Methode beim Blätterteig selber machen nicht herum. Die Butter darf sich nicht komplett mit dem Teig verbinden. Wenn das Wasser beim Backen verdampft, wirken die Butterschichten wie eine Art Sperre.
Die Schichten vom Teig werden durch den Dampf auseinandergedrückt. Der Wasserdampf sorgt also fürs Aufgehen vom Teig und somit für die Luftigkeit des Blätterteigs. Zum Ausrollen vom Teig auf der Arbeitsplatte verwendet man am besten ein herkömmliches Nudelholz beziehungsweise einen Teigroller oder Rollholz.
Was lässt sich mit Blätterteig anfangen?
Blätterteig gehört zu den vielseitigsten Teigen überhaupt, denn daraus lassen sich sowohl süße als auch herzhafte Gerichte zubereiten. Besonders beliebt sind schnelle Ofensnacks wie Würstchen im Schlafrock, die sich perfekt für Partys, Kindergeburtstage oder einen unkomplizierten Abend eignen.
Ebenso gut funktionieren herzhafte Varianten wie Pizzaschnecken mit Blätterteig, die warm und kalt schmecken und sich gut vorbereiten lassen.
Für die süße Küche ist Blätterteig ebenfalls ideal. Ein klassischer Apfelstrudel mit Blätterteig gelingt deutlich schneller als mit selbst gezogenem Strudelteig und bringt dennoch eine knusprige Hülle und saftige Füllung auf den Teller.

Warum heißt Blätterteig „Blätterteig“?
Der Name bezieht sich auf die vielen dünnen Schichten, die beim Backen entstehen. Durch das wiederholte Ausrollen und Falten bilden sich zahlreiche Teiglagen, die sich im Ofen voneinander abheben und wie feine „Blätter“ aufgehen. Schneidet man ein fertiges Gebäck auf, sieht man diese typische, blättrige Struktur sehr deutlich.
Woher stammt Blätterteig?
Blätterteig ist heute vor allem aus der französischen Küche bekannt, hat sich aber in ganz Europa und darüber hinaus verbreitet. Auch im östlichen Mittelmeerraum existieren seit Jahrhunderten ähnliche Teigzubereitungen mit vielen dünnen Schichten.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus die klassische Form, wie man sie heute kennt. Mittlerweile gehört Blätterteig zu den internationalen Standardteigen und wird sowohl für süße als auch für herzhafte Gerichte verwendet.
FAQs
Welche Zutaten sind in Blätterteig enthalten?
Klassischer Blätterteig besteht nur aus wenigen Grundzutaten: Mehl, Butter, Wasser und Salz. Entscheidend ist nicht die Menge der Zutaten, sondern die Art der Verarbeitung, bei der durch mehrfaches Falten viele dünne Schichten entstehen.
Wie macht man Blätterteig?
Zuerst wird ein einfacher Teig aus Mehl, Wasser und Salz hergestellt. Anschließend arbeitet man kalte Butter grob ein, kühlt den Teig und rollt ihn mehrfach aus, faltet ihn und rollt ihn erneut aus. Dieser Vorgang wird mehrere Male wiederholt, bis die typische Schichtung entsteht.
Welche drei Arten von Blätterteig gibt es?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen klassischem Blätterteig, bei dem Butter in den Teig eingearbeitet und touriert wird, Schnellblätterteig mit gröber eingearbeiteter Butter sowie industriell hergestelltem Blätterteig aus dem Kühl- oder Tiefkühlregal. Alle Varianten basieren auf demselben Prinzip der Schichtenbildung.
Wie gelingt Blätterteig am besten?
Am wichtigsten ist, dass die Butter während der Verarbeitung kalt bleibt und sich nicht vollständig mit dem Teig verbindet. Außerdem sollte der Teig mehrmals sorgfältig ausgerollt und gefaltet werden, um genügend Schichten zu erzeugen. Wird der Teig weich oder klebrig, hilft eine Kühlpause im Kühlschrank, bevor weitergearbeitet wird.
Was ist der beste Ersatz für Blätterteig?
Das hängt stark vom geplanten Gericht ab. Für süße Backwaren eignet sich oft Mürbeteig als Alternative, während für herzhafte Speisen auch Hefeteig oder Quark-Öl-Teig infrage kommen. Die typische luftige Schichtung von Blätterteig lässt sich allerdings durch keinen dieser Teige vollständig ersetzen.
Fazit
Selbst gemachter Blätterteig braucht zwar etwas Zeit und Ruhe beim Arbeiten, belohnt dafür aber mit einem Ergebnis, das sich vielseitig einsetzen lässt. Gerade wenn man einmal verstanden hat, wie das Tourieren funktioniert, verliert das Rezept schnell seinen Respektfaktor.
Wer gern Teige selber macht, findet auf meinem Blog auch weitere Grundrezepte wie Mürbeteig, den Bierteig zum Frittieren oder Pizzateig ohne Hefe, die sich je nach Gericht besser eignen. So hat man für süße und herzhafte Backideen immer die passende Basis parat.
Zutaten und Zubereitung
Blätterteig selber machen | Grundrezept
Zutaten
- 250 g Butter (kalt)
- 250 g Mehl
- 150 ml Wasser (kalt)
- 1 TL Salz
Anleitung
- Mehl, Salz und Wasser in eine Schüssel geben und zu einem elastischen Teig verkneten.
- Die kalte Butter mit einem Messer in kleine Stücke schneiden und grob unter den Teig kneten. (Die Butter darf sich nicht komplett auflösen oder schmelzen und muss noch sichtbar sein)
- Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank legen.
- Eine bemehlte Arbeitsfläche vorbereiten und den Teig mit einem Nudelholz zu einem Rechteck ausrollen.
- Tourieren: Nun die Enden vom ausgerollten Teig zur Mitte hin einschlagen, sodass sich drei Lagen bilden. Wichtig: Vor dem Falten überschüssiges Mehl entfernen.
- Den Teig nun mit der Falte nach unten drehen und zur Öffnung hin wieder zu einer länglichen Form ausrollen.
- Den Teig erneut auf die gleich Weise falten und ausrollen. Zum Schluss diesen Vorgang ungefähr fünf bis sechs mal wiederholen, dann ist der Teig fertig zur Weiterverarbeitung. Sollte er während des Tourierens erwärmen oder zu klebrig werden, Den Teig in Klarsichtfolie packen und für ein paar Minuten in den Kühlschrank legen.
Video
Notizen
- Der Teig ist geeignet für Umluft als auch Ober Unterhitze Rezepte.
- Ihr könnt in auf dem Backblech als auch in einer Springform verwenden.
- Ob er sich als Boden für Kuchen oder eine Torte eignet habe ich noch nicht ausprobiert. Für Tortenböden empfehle ich eher einen Biskuit- oder Mürbeteig.
- Haltbarkeit des Teiges: paar Tage im Kühlschrank.

klasse beschreibung, danke!
Vielen Dank Hans 👍 Schön, dass dir die Beschreibung weiterhilft!
Viele Grüße, Anja
Bin Begeistert, das Rezept ist super ein einfach.
Danke Renate 👍 Freut mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefällt!
Viele Grüße, Anja
Hallo
Leider klebt mein Teig total. Ich seh aus wie Schwein. Was habe ich falsch gemacht? Kalte Butter und kaltes Wasser habe ich verwendet. Beides bei knapp 0 Grad.
Mirco
Hallo Mirco, oh je, Du Armer, 🙂 das klingt ja dramatisch. Ist es denn evtl in der Küche recht warm? Es darf auch nur kurz geknetet oder gefaltet werden. Ansonsten kann ich mir nicht erklären was los ist. Hoffe es hat dennoch geklappt! Liebe Grüße, Anja
Wie einfach sich das anhört, werde ich nachmachen. Wir lieben Dinge in Blätterteig einrollen aber ich habe gelesen, dass der gekauft nicht so gesund sein soll…
Hallo Maria, ja, da hast Du recht, lieber selber machen. Ich hab hier ein ganz einfaches Blitzrezept für Blätterteig. Danke Dir und liebe Grüße, Anja
?
Merci! 🙂
Bin schon eine “ erfahrene “ Frau an Wissen und Jahren und habe endlich den Blätterteig gefunden, den ich wollte
Danke für das komplikationslose Rezept, vor allem das Einarbeiten der Butter
Das ehrt mich sehr! Vielen lieben Dank und herzliche Grüße, Anja
Hätte nicht gedacht das Blätterteig so einfach ist?? Werde es die nächsten Tage ausprobieren. Dein Brezen-Rezept ? und Video ist einfach super ? ??
Liebe Grüße aus dem sonnigen und heißen
El Paso, Texas (Lebe seit 2008 in den USA
Petra
Hallo Petra! Klar, mit den richtigen Handgriffen ist das absolut kein Hexenwerk 😉 Vielen Dank fürs Lob und dein Feedback, freu mich! Liebe Grüße zurück nach Texas, Anja
Hallo Anja,
hatte mit dem Blätterteig leider keinen Erfolg. Die Teilchen sind beim backen „ausgelaufen“ und schwammen in Butter, wurden also eher frittiert als gebacken. Und ja, habe 250 g Mehl, 250 g Butter und die restlichen Zutaten genutzt. (auf Backpapier gebacken)
Würde mich über einen Tipp freuen, was da wohl schiefgelaufen ist .
Liebe Grüsse Peter
Hallo Peter, das tut mir sehr leid! Hast Du vielleicht zu große Butterstücke im Teig gelassen, könnte mir vorstellen, dass es daran lag. War der Backofen gut vorgeheizt? Danke und liebe Grüße, Anja
Super erklärt, werde ich gleich nachmachen.
Liebe Anja lieber Kameramann ??♀️ ich finde eure Rezeptideen wirklich super ? so einfach und toll erklärt , da ist immer was zum nachmachen dabei ? mein nächster Apfelstrudel wird selbstverständlich jetzt selbstgemacht ? Dank deinem Rezept zum Blätterteig dürfte nix mehr schief gehen ☺️ Danke und macht weiter so! Eure Laura
Hallo liebe Laura, das ist sehr lieb von Dir und freut uns sehr! 🙂 Danke, gute Gelingen und ganz liebe Grüße, Anja
Hallo Anja!
Ich muss gestehen für meinen Apfelstrudel greife ich gerne zu dem fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal.
Jetzt habe ich mir aber mal dein Blitzrezept durchgelesen und muss sagen, das nächste Mal wird der selbst gemacht, so traue ich mir das schon zu 😉 Ich hoffe er klappt dann auch so wie bei Dir!
Danke für diese tolle Schritt für Schritt Anleitung!
Herzliche Grüße Tanja
Hallo Tanja, freut mich, wenn Dus mal ausprobieren magst. Der ist echt lecker. Wichtig ist, dass Du die Butter gut gekühlt unterknetest und es rasch machst. Wird schon. 🙂 Würde mich sehr freuen wenn Du auch berichtest. Danke und liebe Grüße, Anja
Hallo Anja!
Vielen Dank für das tolle Video und daseinfache Rezept. Wird auf jeden Fall öfter gemacht, nächstes mal auf Vorrat ?
Kann man denn den Blätterteig auch mit Margrine (z.B. Sonnenblumenmargarine)
machen? Laktoseintolleranz ist bei uns leider Thema oder auch mal Veganer zu Besuch.
Kleiner Tipp am Rande, gegen das rutschen deines Nudelbrettes,
einfach ein feuchtes Geschirrtuch drunter und schon ist es fest. Wenn du bedenken wegen der feuchtigkeit hast klappt es auch mit antirutschmatten, die man z.B auch unter den Teppich legt ?
Liebe Grüße
Tonja
Hallo liebe Tonja, freue mich sehr, wenn der Blätterteig gelungen ist und Dir das Rezept gefällt. 🙂 Dankeschön für die positive Bewertung! Also ich habe den Blätterteig noch nie mit Margarine ausprobiert. Kann mir aber schon vorstellen dass es klappt. Aber die würde ich schon echt sehr gut kühlen. Vielleicht sogar kurz ins Eisfach geben, damit sie nicht so schnell dahin schmilzt. Lass mich gerne wissen ob es geklappt hat, dann kann ich diese Erfahrungen noch im Artikel ergänzen. Und ich danke Dir herzlich für den Tipp, ja, daran hätte ich denken sollen! 🙂 Schönes Wochenende und liebe Grüße, Anja
Hallo Anja
In Zeiten von Corona schadet es nichts, wenn auch Männer wissen, wie so ein Blätterteig selbst gemacht wird – darum: Heute zum ersten Mal nach deinem Rezept probiert und es hat super geklappt – vielen Dank und herzliche Grüsse, Maurizio
Hallo lieber Maurizio, da geben ich Dir Recht und ich finde Deine Einstellung toll! Vielen lieben Dank für´s Feedback! Bleib gesund und liebe Grüße, Anja