suppenfleisch braten - rinderbraten rezept - die frau am grill

Suppenfleisch braten: Ein Rinderbraten für kleines Geld

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Ja, es stimmt! Suppenfleisch ist eigentlich kein Bratenstück. Und somit kann man damit auch keinen „Braten“ im herkömmlichen Sinn machen. Aber gerade in Zeiten von Corona und der damit häufigen Kurzarbeit sitzt das Geld bei den meisten noch enger. Und warum dann nicht einmal auch neue Wege gehen und Suppenfleisch braten? Ein Rinderbraten für wenig Geld. Zumindest weniger, als wenn man nun das Bürgermeisterstück vom Rind erwirbt und als Schmorbraten zubereitet. Und ich kann euch gleich sagen: Richtig zubereitet schmeckt auch gebratenes Suppenfleisch…

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Wie ich auf die Idee gekommen bin Suppenfleisch zu braten?

Der Vater vom Gärtner (siehe den Garten im Hintergrund meiner YouTube-Videos) will uns ab und zu immer gebratenes Suppenfleisch als Rinderbraten verkaufen. Er liebt es Angebote in den wöchentlichen Hauwurfsendungen zu durchstöbern. Auf der Suche nach tollen Angeboten wie etwa für Schäufele aber auch Suppenfleisch. Aus letzterem wird entweder eine kräftige Rindersuppe zubereitet oder eben ein günstiger Rinderbraten. Wobei das Ergebnis mal so und so ausfallen kann.

Nicht jedes Suppenfleisch eignet sich, um es zu braten

Warum? Weil an manchen Stücken unglaubliche viele Flachsen sind. Sprich, es ist sehr durchwachsen. Teilweise auch mit Knochen – wobei letztere sich ja bekanntlich nicht schlecht in einem Braten machen, denn sie geben guten Geschmack an die Soße ab. Bloß wenn ein Stück Suppenfleisch aus Flachsen, Fett, Knochen und nur sehr wenig Fleisch besteht – dann würde ich davon absehen dieses Suppenfleisch zu braten. Also: Am besten ein Stück Suppenfleisch ohne Knochen kaufen. Und sich auch verschiedene Stücke zeigen lassen und die schönsten aussuchen, wenn man diese braten will.

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Der Extra-Trick: Markknochen

Hier kommt der Extratrick für eine gute Soße! Für die ist nämlich unter anderem der Knochen (oder die Knochen) verantwortlich. Aber wenn ich empfehlen, das Suppenfleisch fürs Braten ohne Knochen zu kaufen, muss ich ja eine Alternative anbieten, oder? Darum: Darum einfach ein paar Markknochen kaufen und diese mit verwenden. Der Extra-extra-Trick beim Suppenfleisch braten: Die Markknochen nicht einfach nur in den Bräter legen. Sondern die Markknochen zusammen mit dem Suppenfleisch scharf anbraten, so dass eine leichte Röstung entsteht. Diese Röstung wird beim Schmoren an die Soße (bestehend aus Fleischsaft, Wasser, Rotwein, Gewürzen, Kräutern und Suppengemüse) abgegeben. Und ihr werden euch wundern, was ihr bei diesem günstigen Rinderbraten für eine leckere Soße bekommt!

Die Hitze beim Suppenfleisch braten – Der entscheidende Faktor

Lasst uns im Folgenden gleich mal im Detail darauf eingehen, worauf es ankommt

Das scharfe Anbraten

Ihr müsst das Suppenfleisch sowie die Markknochen im Bräter scharf anbraten. Danach wird mit Rotwein abgelöscht, mit Wasser aufgegossen und sämtliche weitere Zutaten finden nun ihren Weg in den Bräter – der anschließend mit einem Deckel abgedeckt wird.

Suppenfleisch nur bei mittlere Hitze schmoren

Wenn ihr nun beim Schmoren (was ja eigentlich der Bezeichnung schon widerspricht) mit Vollgas an die Sache rangeht, dann könnt ihr das Ergebnis gleich dem Nachbarshund über den Zaun werfen. 220 Grad und das Ding ist zwar schnell gar, ihr werdet euch aber die Zähne ausbeißen. Und euer Zahnarzt macht ein großartiges Geschäft – während, wie gesagt, der Nachbarshund das Fleisch verputzt. Also: Wir arbeiten mit Temperaturen um die 140 Grads. Gaaaanz langsam und gemütlich garen. Und ich verspreche euch: das Fleisch wird wirklich weich.

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Lasst uns einen Blick auf die einfache Zubereitung werfen:

  1. Das Suppenfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit den Markknochen im Bräter von allen Seiten kurz scharf anbraten.
  2. Mit Rotwein ablöschen, Wasser aufgießen und sämtliche weitere Zutaten klein geschnitten beigeben. Die Kräuter und Gewürze ums Fleisch und die Knochen drapieren.
  3. Für 2,5 Stunden bei 140 Grad mit geschlossenem Deckel schmoren.
  4. Das Fleisch herausnehmen und mit einem Löffel das über der sich im Bräter befindlichen Flüssigkeit „Schwarze“ von der Innenseite des Bräters lösen.
  5. Die Flüssigkeit abgießen und als Soße servieren. Alternativ noch abgießen (durch ein Sieb) oder passieren und gegebenenfalls mit Soßenbinder andicken.

Die Soße – ohne die schmeckt der günstige Rinderbraten nicht!

Sie macht sich einfach von selbst. Ehrlich! Am Ende vom Schmorprozess habt ihr eine Flüssigkeit im Bräter. Und natürlich das Suppengemüse. Ganz wichtig nun: Am Rand oberhalb der Flüssigkeit befinden sich an der Wand des Bräters Röstaromen. Die sehen meist schwarz und dunkel aus. Nehmt euch einen großen Löffel und schabt, mit Hilfe der heißen Flüssigkeit, diese ab. Nun könnt ihr die Soße mit dem Suppengemüse servieren. Oder ihr gießt sie durch ein Sieb ab. Oder ihr passiert sie durch. Danach habt ihr auch noch die Möglichkeit die Soße mit einem Soßenbinder anzudicken. Oder alles zusammen zu pürieren. Für was ihr euch entschiedet bleibt euch überlassen…

Die Markknochen – ein Snack für Feinschmecker

Wenn ihr Suppenfleisch bratet, dann ist es wie gesagt zu empfehlen, dass Markknochen mit in den Bräter kommen. Das in der Mitte der sich im Mark befindlichen Knochen wird weich und schmeckt unglaublich lecker. Habe ich früher auch nicht gedacht, gewusst und geglaubt. Aber als ich zum ersten Mal eine Rinderbrühe damit gekocht habe und es probieren musste (!) war ich davon überzeugt. Auch ein Bauernbrot gestrichen und mit Salz und Pfeffer gewürzt ist dies für mich seit damals eine Delikatesse!

Der Preis vom gebratenen Suppenfleisch

Dieser kann variieren. Beim Discounter, besonders wenn das Suppenfleisch im Angebot ist, zahlt ihr vielleicht nur 3,50 bis 4,00 Euro. Wenn ihr zum Edelmetzger geht können schon mal 10 bis 12 Euro fällig sein. Dass Discounter-Fleisch schlecht ist, stimmt übrigens nicht. Auch hier lässt sich gute Ware erstehen. Besonders dann, wenn dieser eine Frischfleischtheke hat. Mit den Damen und Herren dort sprechen und euer Vorhaben erklären. Der Netto bei uns in der Stadt ist hierfür, ohne für die Marke Werbung machen zu wollen, ein Paradebeispiel.

Beilagen beim diesem günstigen Rinderbraten

Braucht es auch, logisch. Und was wird normalerweise zum Rinderbraten serviert? Klar: selbstgemachter Rotkohl und Kartoffelknödel. Wem es nach was anderen ist: Nur zu, ich drehe euch da keinen Strick draus…

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Suppenfleisch braten: Ein Rinderbraten für kleines Geld

Günstiger Rinderbraten mit feiner Soße
Vorbereitungszeit20 Min.
Zubereitungszeit2 Stdn. 30 Min.
Gericht: Abendessen, braten, Hauptgericht, Mittagessen
Land & Region: International
Keyword: billig, Braten, günstig, lecker, schmoren
Portionen: 4 Portionen
Autor: Anja Auer

Zutaten

  • 1,2 kg Suppenfleisch
  • 2 Markknochen vom Rind
  • 1 Pck. Suppengemüse
  • 0,5 L Rotwein
  • 0,25 L Wasser
  • 1 Büschel Maggikraut
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Lorbeerblätter
  • 3 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer

Anleitungen

  • Das Suppenfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und zusammen mit den Markknochen im Bräter von allen Seiten kurz scharfanbraten.
  • Mit Rotwein ablöschen, Wasser aufgießen und sämtliche weitere Zutaten klein geschnitten beigeben. Die Kräuter und Gewürze ums Fleisch und die Knochen drapieren.
  • Für 2 Stunden bei 140 Grad mit geschlossenem Deckel schmoren.
  • Das Fleisch herausnehmen und mit einem Löffel das über der sich im Bräter befindlichen Flüssigkeit „Schwarze“ von der Innenseite des Bräters lösen.
  • Die Flüssigkeit abgießen und als Soße servieren. Alternativ noch abgießen (durch ein Sieb) oder passieren und gegebenenfalls mit Soßenbinder andicken.

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