kartoffelgratin rezept mit kaese

Kartoffelgratin | einfach, schnell, klassisch & lecker

kartoffelgratin rezept mit kaese

Das Kartoffelgratin mit Käse ist eine meiner Lieblingsbeilagen. Denn: Es passt, sehr heiß serviert, wunderbar in den Herbst und Winter. Darüber hinaus lässt es sich zu endlos vielen Hauptgerichten auf den Tisch stellen. Wie zum Beispiel zu Braten. Aber lauwarm macht es auch im Sommer eine gute Figur – wenn das Kartoffelgratin zum Beispiel neben Steaks auf den Tisch kommt.

Und selbstverständlich geht das Kartoffelgratin nach Omas Art, klassisch mit Käse zubereitet, auch als Hauptspeise durch (wie zum Beispiel auch Ofenkartoffeln). Dann sollte es aber noch einen Salat dazu geben. Wie zum Beispiel einen leckeren Feldsalat mit Orangen. Also lasst uns dieses einfache Kartoffelgratin schnell zubereiten. Das übrigens ein Kartoffelgratin mit rohen Kartoffeln ist.

Hinweis: Die Arbeitszeit ist ca. 30 Minuten. Kartoffeln in Scheiben hobeln oder schneiden. Und dann den geriebenen Käse drüber packen und so weiter und so fort. Und dann nochmal 60 bis 90 Minuten backen bis der Käse braun ist – oder eben nicht, wie man es mag. Aber da muss man ja nicht die ganze Zeit daneben stehen…ihr seht, es ist überhaupt nicht kompliziert!

Die Hauptzutat fürs Kartoffelgratin

Das sind natürlich die Kartoffeln. Und jetzt die entscheidende Frage, vor der man steht, wenn im Supermarkt die Kartoffeln gekauft werden müssen: Festkochende oder mehlig kochende Exemplare fürs Kartoffelgratin mit Käse besorgen? Die Antwort: Egal! Wirklich: Ich habe dieses Rezept bereits mit beiden Sorten ausprobiert und es gibt im Geschmack keine großartigen Unterschiede.

Die mehlig kochenden schmecken vielleicht noch einen Ticken feiner. Aber möglicherweise ist das auch nur Einbildung😊. Auch die Größe spielt keine Rolle. Wem nur Kartoffeln zu langweilig sind, der sollte mal einen Blick auf unseren Kartoffel Zucchini Auflauf werfen…weitere Ideen für Kartoffelgratin Rezepte gibt’s weiter unten in diesem Beitrag…

kartoffelgratin mit kaese - pinterest - die frau am grill

Die Herkunft der Kartoffel

Bevor wir sie verkochen, wollen wir einmal einen genaueren Blick auf unsere Hauptzutat werfen. Denn über die Kartoffel gibt es jede Menge interessante Fakten zu berichten.

Die Kartoffel zählt, wie zum Beispiel auch die Tomate und die Aubergine, zu den Nachtschattengewächsen. Ihr Name geht auf das Lateinische „terrae tuber“ zurück, was Erdknolle bedeutet. Daraus leitete sich das italienische Wort „tartufolo“ für Trüffel ab. Und letztendlich der deutsche Begriff Kartoffel (im 17. Jahrhundert sprach man noch von einer „Tartuffel“).

Ihren Ursprung hat die Kartoffel in verschiedenen Ländern in den Anden, vom westlichen Venezuela bis nach Argentinien und zum Süden Chiles. Die ältesten Spuren wilder Kartoffeln fand man auf der chilenischen Insel Chiloé. Diese sind schätzungsweise 13.000 Jahre alt. Die Kartoffel begleitet uns also schon erstaunlich lange.

verschiedene kartoffelsorten in kiste - smarter

Domestiziert wurde die „Erdknolle“ vermutlich vor 8.000 Jahren. Im Quechua, der Sprache der Inka, nannte man sie „papa“. Dieser Name blieb der Kartoffel bis heute im Spanisch des südamerikanischen, karibischen und kanarischen Raums erhalten.

Wann und wie die Kartoffel nach Europa kam, konnte bislang nicht aufgeklärt werden. Es gibt allerdings Zeugnisse, die belegen, dass die Kartoffel im mittleren und ausgehenden 16. Jahrhundert Zwischenstation auf den Kanaren (Gran Canaria & Teneriffa) machte – ob es damals dort schon Kartoffelgratin gab weiß ich aber nicht.

Und von dort aus wurde die Kartoffel als Exportartikel weiter in Europa verteilt. In Deutschland wurde die Kartoffel wohl ab dem frühen 18. Jahrhundert im großen Stil landwirtschaftlich angebaut.

kartoffelgratin schnell

Die Kartoffelsorten

In Deutschland werden aktuell rund 200 Kartoffelsorten angebaut. Kartoffeln werden einerseits durch ihre Kocheigenschaft unterteilt, andererseits durch ihren Reifezeitpunkt. Als Kocheigenschaften unterscheidet man dabei zwischen festkochenden, vorwiegend festkochenden und mehligkochenden Kartoffeln.

Je mehr Stärke eine Kartoffel enthält, desto mehliger wird sie. Entsprechend sind sie weicher und trockener als (vorwiegend) festkochende Kartoffeln.

So eignen sich festkochende Kartoffeln eher für Ofengemüse (z.B. dieses leckere Ofengemüse mit Kartoffeln) oder als Bratkartoffeln (wie wäre es mit dieser kreativen Variante?). Mehlig kochende Kartoffeln sind dagegen perfekt für Kartoffelpüree. Fürs Kartoffelgratin Rezept könnt ihr auf verschiedene zurück greifen.

kartoffeln liegen auf feld - smarter

Beim Reifezeitpunkt unterscheidet man zwischen sehr frühreifen, frühreifen, mittelfrühreifen und mittelspät bis spätreifen Sorten.

Beispiele für festkochende Kartoffelsorten:

  • Linda: mittelfrühreif, lange bis ovale Knollen, glatte, gelb gefärbte Schale. Beliebt in Salaten oder als Gratinkartoffel.
  • Annabelle: sehr frühreif, längliche Knollen, Schale und Fleisch typisch gelb gefärbt. Beliebt in Salaten und als Salz- oder Pellkartoffeln.
  • Sieglinde: frühreif, langovale Knollen, typisch gelbe Schale und gelbes Fleisch. Beliebt als Salat-, Pell- oder Salzkartoffel.

klassisches kartoffelgratin

Beispiele für vorwiegend festkochende Kartoffelsorten:

  • Marabel: frühreif, ovale, gelbe Knollen und gelbes Fleisch. Geeignet für Salz- oder Pellkartoffeln.
  • Lady Balfour: mittelfrühreif, rundovale Knollen, gelbe Schale mit roten Punkten, hellgelbes Fleisch. Beliebt als Salz- und Backkartoffel, z.B. als Ofenkartoffel.
  • Granola: mittelfrühreif, rundovale Knollen, typisch gelbe Färbung. Beliebt als Bratkartoffel oder für Knödel und Kartoffelteiggerichte.

Beispiele für vorwiegend fest- bis mehligkochende Kartoffelsorten:

  • Mandelkartoffel: mittelspät, kleine, mandelähnliche Knollen, typisch gelbe Färbung. Auch als „Puikula“ bekannt; beliebt als Pellkartoffel.
  • Hela: sehr frühreif, ovale Knollen, typisch gelbe Färbung. Geeignet als Püree-, Salz- oder Backkartoffel.
  • Bintje: mittelfrühreif, langovale Knollen, typisch gelbe Färbung. Beliebt als Salz-, Püree- oder Backkartoffel.

kartoffelgratin in auflaufform - die frau am grill

Beispiele für mehligkochende Kartoffelsorten:

  • Ackersegen: mittelspät, runde Knollen, typisch gelbe Färbung. Geeignet als Püree- oder Backkartoffel.
  • Adretta: mittelfrühreif, gelbe, runde Knolle und gelbes Fleisch. Besonders geeignet für Knödel und Kartoffelteiggerichte.
  • Augusta: frühreif, rundovale Knollen, typisch gelbe Färbung. Besonders geeignet für Kartoffelknödel, Suppen oder Gnocchi.

Beispiele für exotische Kartoffelsorten:

  • Blaue Anneliese: mittelspät, ovale Knollen, festkochend, blaue Schale und blaues Fleisch. Besonders kräftiges Aroma, geeignet für Püree oder als Salz- und Salatkartoffel.
  • Angeliter Tannenzapfen: mittelspät, tannenzapfartige Knollen, festkochend, rosa Schale und gelbes Fleisch. Feinwürziges Aroma, geeignet als Pell-, Salat- und Bratkartoffel.
  • Heiderot: mittelspät, langovale Knollen, festkochend, rote Schale und rotes Fleisch. Leicht buttriger Geschmack, geeignet als Salat-, Brat- und Pellkartoffel.

kartoffelgratin mit sahne

Und was sind Drillinge?

Drillinge haben nichts mit einer bestimmten Kartoffelsorte zu tun. Vielmehr stehen sie für eine Größensortierung unter den Kartoffeln. Drillinge sind von der Größe her so, dass drei von ihnen ungefähr einer „normalgroßen“ Kartoffel entsprechen. Drillinge gibt es somit in den unterschiedlichsten Sorten, sie sind einfach nur kleine Varianten davon.

Ganz genau gesagt gelten als Drillinge langovale bis lange Kartoffelknollen in einer Größenordnung von 25 bis 35 Millimetern. Sowie runde bis ovale Knollen in den Größen von 25 bis 40 Millimetern. Die lassen sich natürlich auch für Kartoffelgratin Rezept verwenden.

Kartoffel und Topinambur – wo liegt der Unterschied?

Topinambur gehört nicht zu den Nachtschattengewächsen, sondern zu den Korbblütlern, wie die Sonnenblume. Die „Erdartischoke“ stammt aus Nord- und Mittelamerika und wird mittlerweile hauptsächlich in Asien, Russland und Australien angebaut.

Das „Fleisch“ des Topinambur ist weiß, die Schale je nach Sorte – davon gibt es ganze 25 – braun bis lila gefärbt. Während man Kartoffeln eher nicht roh essen sollte, ist das bei Topinambur kein Problem.

In der Zubereitung unterscheiden sich Kartoffeln und Topinambur wenig, auch mit Topinambur kann man Püree oder Suppe herstellen. Und ihn in Salat oder als gekochte oder gebratene Beilage servieren.

Geschmacklich wird man allerdings einen deutlicheren Unterschied feststellen. So schmeckt Topinambur anders als das milde, herzhafte Aroma von Kartoffeln, nussig und erinnert an Maroni oder Artischocken.

kartoffelgratin nach omas art

Kartoffel und Süßkartoffel – wo liegt der Unterschied?

Man könnte meinen, die beiden Kartoffeln wären quasi dasselbe, doch das ist nur bedingt der Fall. So ist die Süßkartoffel zum Beispiel kein Nachtschattengewächs wie die Kartoffel, sondern ein Windengewächs. Diese zählen allerdings zu den nachtschattenartigen Gewächsen.

Die Süßkartoffel, auch „Batate“ genannt, stammt aus Mittel- und Südamerika und gelangte im 17. Jahrhundert nach Europa. Dort wird sie vor allem in Portugal, Spanien und Italien angebaut, da sie – ungleich der Kartoffel – ein subtropisches bis tropisches Klima benötigt, um zu reifen. Das Hauptanbauland der Süßkartoffel ist China.

In der Zubereitung und den Gerichten, die man mit ihnen zubereiten kann, sind sich Süßkartoffel und Kartoffel ziemlich ähnlich. Die Süßkartoffel hat, wie ihr Name schon sagt, einen süßlichen Geschmack. Anders als das eher herzhafte, herbe Aroma von Kartoffeln. Doch was ist gesünder: Kartoffeln oder Süßkartoffeln?

Süßkartoffeln enthalten mehr Zucker und mehr Kohlenhydrate als „normale“ Kartoffeln. Im Bereich der Fette, Proteine und Ballaststoffe sind sie beide gleichauf. Ansonsten muss man – leider, für unser Kartoffelgratin – anerkennen, dass die Süßkartoffel deutlich mehr Mikronährstoffe liefert.

In ihr steckt tatsächlich fast die dreifache Menge Calcium, doppelt so viel Vitamin C und beinahe tausendmal mehr Beta-Carotin (Vorstufe zu Vitamin A).

angehaeufte kartoffelreihen auf feld - smarter

Ein kleiner Trost: Unsere heimische Kartoffel hat dafür mehr Eisen und Magnesium, was vor allem Sportler freuen wird. Trotzdem ist auch die Kartoffel ein wirklich gesundes Gemüse, das uns mit vielen wertvollen Nährstoffen versorgt, und kann sich damit ebenso sehen lassen wie ihre süße Verwandte. Schauen wir uns genauer an, wie gesund die Kartoffel ist!

Wie gesund sind Kartoffeln?

Kartoffeln liefern unserem Körper viele Vitamine. So stecken in 100 Gramm Kartoffeln ganze 19 Milligramm Vitamin C. Bei einem Erwachsenen wird eine tägliche Vitamin C Aufnahme von rund 100 mg empfohlen. 100 Gramm Kartoffeln decken den Tagesbedarf an Vitamin C also bereits zu einem Fünftel. Übrigens: Äpfel enthalten hier genau dieselbe Menge!

Vitamin C unterstützt maßgeblich unser Immunsystem und fängt Stoffe ab, die unsere Zellen schädigen, sogenannte „freie Radikale“. Diese entstehen etwa durch UV-Strahlung, Nikotin und Medikamente, aber auch durch normale Stoffwechselprozesse.

Kartoffeln sind oft als „Dickmacher“ verpönt, dabei stimmt das überhaupt nicht! Sie machen nämlich durch ihre langkettigen Kohlenhydrate, die der Körper nur langsam verdauen kann, besonders lange satt. Damit beugen sie Heißhungerattacken vor. Außerdem haben Kartoffeln tatsächlich sehr wenig Kalorien. Auf 100 Gramm kommen gerade einmal 76 Kilokalorien.

Und auch Fett haben Kartoffeln kaum, denn sie bestehen zu 77 Prozent aus Wasser. „Dick“ machen sie also nur, indem sie frittiert oder anderweitig besonders kalorien- und fetthaltig zubereitet werden.

Okay, zugegeben, unser Kartoffelgratin Rezept ist nicht gerade ein Schlankmacher. Aber man muss sich auch etwas gönnen und auch unser Kartoffelgratin lässt sich fettarm zubereiten. Dazu später mehr.

Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass der regelmäßige Verzehr blauer Kartoffeln (wie z.B. der oben erwähnten Blauen Anneliese) den Blutdruck leicht senkt.

Besonders viel Eiweiß enthalten Kartoffeln zwar nicht, dafür aber besonders hochwertiges. Denn das in Kartoffeln beinhaltete Eiweiß kann von unserem menschlichen Organismus relativ leicht in körpereigenes Eiweiß umgewandelt werden.

Sind Kartoffeln giftig?

Keine Sorge: Kartoffeln sind natürlich nicht giftig! Ihr könnt euer Kartoffelgratin also ganz bedenkenlos genießen. Doch in Kartoffeln ist, wie auch in anderen Nachtschattengewächsen, Solanin enthalten. Solanin zählt zu den sogenannten Glykoalkaloiden, natürlich vorkommende sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe.

Sie werden also nicht beispielsweise durch den Einsatz von Düngemitteln künstlich zugeführt. Nachtschattengewächse bilden Glykoalkaloide selbst, um Schädlinge und Krankheitserreger abzuwehren. Und Solanin ist, genau wie andere Glykoalkaloide es sind, giftig. Das heißt, Kartoffeln sind nicht per se giftig und können weitestgehend vollkommen bedenkenlos, wie hier im Kartoffelgratin, gegessen werden. Es ist aber potenziell möglich, sich mit Kartoffeln zu vergiften.

kartoffelgratin - hochkant - die frau am grill

Ein Großteil der Glykoalkaloide befindet sich bei Kartoffeln in der Schale und in der Knolle, aber auch in Sprossen und „Augen“ und an grünlich verfärbten Stellen. Es gibt ein paar einfache Regeln, an die ihr euch halten könnt, um mögliche Vergiftungserscheinungen zu vermeiden:

  • Lagerung: Ihr solltet eure Kartoffeln kühl, trocken und dunkel lagern.
  • Aussortieren: Vertrocknete, stark keimende, grüne oder alte Kartoffeln sollten grundsätzlich nicht verzehrt werden. Auch nicht fürs Kartoffelgratin Rezept verwenden! Also weg damit!
  • Wegschneiden: Schneidet grüne Stellen oder „Augen“ an euren Kartoffeln großzügig weg, dann besteht kein Grund zur Sorge. Ebenso wen die Kartoffeln austreiben.

kartoffel treibt aus - smarter

  • Schale: Wenn ihr die Schale mitessen wollt, solltet ihr nur unverletzte, frische Kartoffeln benutzen. Und auch hier bitte grüne Stellen und „Augen“ entfernen!
  • Geschmack: Wenn euer Kartoffelgericht bitter schmeckt, solltet ihr es nicht essen!
  • Kinder: Eure Kinder sollten generell nur geschälte Kartoffeln essen.
  • Kochwasser: Das Kochwasser eurer Kartoffeln sollte nicht weiterverwendet werden. Bitte wegschütten, wenn die Kartoffeln gar sind!
  • Frittieren: Beim Frittieren von Kartoffeln sollte das Frittierfett regelmäßig gewechselt werden.

Das war es auch schon. Wenn ihr euch daran haltet, müsst ihr wirklich absolut keine Panik haben!

Die Kartoffeln fürs Kartoffelgratin schneiden und schichten

Zuerst müssen die Kartoffeln geschält werden. Dafür gibt’s nicht viele Möglichkeiten. Das sieht beim Schneiden aber schon wieder anders aus. Und ebenso beim Schichten.

Das Schneiden der Kartoffeln

Dicke oder dünne Scheiben? Das ist ganz euch überlassen. Manche mögen hauchzarte Scheiben und die super-feine Variante vom Kartoffelgratin zubereiten. Andere stehen auf die grobe Ausführung von diesem Rezept. Bei mir entscheidet sich das immer ganz spontan im Rahmen der Zubereitung. Also: Hier gibt’s keine Regeln, geht da nach Lust und Laune vor.

kartoffelgratin einfach

Das Schichten der Kartoffeln

Auch wieder zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man die Kartoffelscheiben einfach grob in eine Auflaufform packen. Man sollte halt aufpassen, dass die Scheiben nicht senkrecht in die Luft stehen, sondern schon irgendwie einigermaßen übereinander liegen. Die andere Möglichkeit ist es, eine wahre Doktorarbeit daraus zu machen.

Wenn ich mir im Internet Bilder vom Kartoffelgratin mit Käse ansehe, dann meint man fast, dass die Köchinnen und Köche hier mit einem Maßband gearbeitet haben – so fein akkurat geschichtet liegen die Kartoffelscheiben in der Auflaufform platziert. Ihr macht das so wie es euch passt.

Der Käse für mein Kartoffelgratin Landfrauen Art – hier gibt’s viele Möglichkeiten

Beim Käse bin ich ein absoluter Gouda-Fan. Im Block gekauft ist er schnell gerieben. Und passt geschmacklich zu den Kartoffeln. Wer will greift aber gerne auf Emmentaler, Mozzarella oder andere Käsesorten zurück.

Dieses Gewürz darf nicht fehlen

Hierbei handelt es sich um Muskatnuss. Mit Muskat würzen ist ein Muss! Kartoffelgratin mit Käse hat bei mir immer einen intensiven Muskatnuss-Geschmack. Wer’s nicht so doll mag: weniger oder gar keine Muskatnuss verwenden.

Übrigens: Muskat stammt aus Indonesien, wächst mittlerweile aber weltweit in den Tropen. Schon seit 2000 Jahren wird die Muskatnuss als Gewürz und Heilmittel genutzt. Sie wächst auf dem Muskatnussbaum und entspringt wortwörtlich dessen aprikosenartigen Früchten: Diese platzen nämlich auf, wenn die Samen reif sind und geben dann die eigentliche Muskatnuss frei.

Die Inhaltsstoffe der Muskatnuss beruhigen die Nerven und den Schlaf und fördern die Verdauung. In der Naturheilkunde wird Muskat bei Magenkrämpfen, Durchfall und Blähungen eingesetzt. Zu viel Muskat ist aber auch nicht gesund! Ab einer Menge von fünf Gramm können Übelkeit, Schwindel und Bewusstseinsstörungen auftreten.

Bei Kindern auch schon geringeren Mengen. Also nicht übertreiben! Und Achtung bei Histamin-Intoleranz: Dann am besten gar kein Muskat verzehren, denn es enthält besonders viel Histamin!

kartoffelgratin mit rohen kartoffeln

Knoblauch – ja oder nein?

Da gilt das zur Muskatnuss Gesagte: Davon wandert auch immer ein bisschen mehr in mein Kartoffelgratin mit Käse. Ihr passt das aber bitte ganz eurem Geschmack an.

Die Sache mit der Sahne im Kartoffelgratin

Klar, es gibt Kartoffelgratin ohne Sahne. Aber die Sahne macht die ganze Sache erst so richtig rund – und vor allem cremig. Klar, das Fett darin ist Geschmacksträger und wo kämen wir ohne diese kleinen Helferlein hin. Wem’s zu viel Sahne in dieser Rezeptur ist, der ersetzt die Hälfte mit Milch.

Langsames Garen ist beim Kartoffelgratin von Vorteil

Bloß nicht das Kartoffelgratin bei voller Pulle in den Backofen geben. Unbedingt sachte garen. Also weit unterhalb von 200 Grad und nicht darüber! 150 Grad sorgen dafür, dass die Kartoffelscheiben schön langsam in der Sahne-Soße garen und diese auch über längeren Zeitraum in die Kartoffeln eindringen kann.

Zum anderen: Würdet ihr bei 200+ Grad garen, wäre der Käse nach einer halben Stunde braun, die Kartoffeln aber noch nicht schön weich.

Kartoffelgratin Beilage – welche passt?

Wenn ihr euer Kartoffelgratin als Hauptmahlzeit zubereiten wollt, passt am besten ein gemischter Salat dazu. Auch kleinere Fleischbeilagen wie z.B. Cevapcici können wunderbar mit Kartoffelgratin serviert werden. Ihr könnt Kartoffelgratin also auch gut zu Fleisch vom Grill anrichten. Hier würde ich im Sommer eher eine leichtere Kartoffelgratin Variation, zum Beispiel Kartoffelgratin ohne Käse und/oder ohne Sahne vorschlagen.

Und vielleicht nicht gerade ein riesiges Steak dazu, das stopft dann doch eher schnell und man will es ja genießen.

Ich präsentiere euch hier ja ein klassisches Kartoffelgratin Rezept. Wenn ihr wissen wollt, was ihr dazu essen könnt, könnt ihr euch auch von den folgenden Kartoffelgratin Variationen inspirieren lassen. Denn es muss ja nicht immer etwas dazu sein.

Viele Zutaten, die wunderbar zu Kartoffelgratin passen, könnt ihr auch direkt mit ins Gratin integrieren. So bekommt ihr eine Kartoffelgratin Hauptspeise – lecker und einfach.

gratiniertes kartoffelgratin

Kartoffelgratin Variationen

Mein Kartoffelgratin Rezept ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss…es gibt noch viele weite leckere Kartoffelgratin Rezepte:

Kartoffelgratin mit Hackfleisch

Um Kartoffelgratin mit Hackfleisch zuzubereiten, müsst ihr eigentlich gar nichts anders machen als in diesem Kartoffelgratin Grundrezept. Bratet euer Hackfleisch einfach an und macht die Soße dazu in die Pfanne oder gebt es extra über die Kartoffeln und gießt die Soße darüber. Fertig! Auch lecker, wenn wir schon beim Fleisch sind: Kartoffelgratin mit Speck.

Kartoffelgratin mit Gemüse

Genau wie mit dem Hackfleisch, könnt ihr natürlich auch Gemüse eurer Wahl klein schneiden, anbraten und mit in das Gratin geben. Entweder ihr benutzt verschiedenes Gemüse oder ihr beschränkt euch auf eines und macht so zum Beispiel Kartoffelgratin mit Brokkoli. Hier sind euch keine Grenzen gesetzt! Alternativ schmeckt es auch lecker, wenn ihr Grillgemüse separat zum Kartoffelgratin serviert.

Kartoffelgratin vegan

Veganes Kartoffelgratin zuzubereiten ist wirklich super einfach. Tauscht dafür in meinem klassischen Kartoffelgratin Rezept einfach die Sahne mit veganer Hafersahne (oder Alternativen wie Soja) aus und benutzt veganen Käse. Die Form könnt ihr statt mit Butter auch mit Öl ausreiben. Oder ihr greift zu veganer Butter/Margarine. Aber nachdem ich auf Sahne stehe ist vegane Sahne dann eher zu empfehlen.

Kartoffelgratin mit Schinken oder Speck

Es muss nicht immer Grillfleisch oder Hackfleisch sein. Wie wäre es mit etwas Schinken im Kartoffelgratin? Oder Speck? Beides einfach entweder angebraten oder roh mit in das Gratin mischen, Soße darüber und ab in den Ofen!

Kartoffelgratin mit Süßkartoffeln

Auch mit Süßkartoffeln schmeckt euer Gratin wirklich lecker. Der Geschmack ist lediglich etwas süßlicher. Hier eignet sich auch Gemüse wirklich gut, um es mit zu verarbeiten. Aber das könnt ihr machen, wie es euch am besten schmeckt.

kartoffelgratin pin

Kartoffelgratin einfrieren

Grundsätzlich könnt ihr Kartoffelgratin einfrieren. Nur bitte nicht ungekocht! Denn wenn ihr die rohen Kartoffeln im ungekochten Kartoffelgratin einfriert, wird die in ihnen enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt. Taut ihr euer ungekochtes Kartoffelgratin auf, habt ihr nur noch eine matschige „Süßspeise“.

Dieser Prozess passiert zwar auch, wenn ihr gekochte Kartoffeln im Kartoffelgratin einfriert, aber dann enthalten die Kartoffeln viel weniger Stärke und ihr habt nur kleinere Einbußen in Geschmack und Konsistenz der Kartoffeln, die nicht weiter stören sollten. Süßkartoffeln vertragen diesen Prozess übrigens weitaus besser.

Es gilt also: Wenn ihr Kartoffelgratin einfrieren wollt, bitte erst ganz normal fertig gar kochen. Auskühlen lassen und dann erst ab in die Gefriertruhe. Da Kartoffelgratin frisch einfach noch viel besser schmeckt, würde ich es nicht grundsätzlich vorbereiten und dann direkt einfrieren, sondern so eher Reste retten und nachträglich verwerten.

Kartoffelgratin vorbereiten

Da wären wir schon beim letzten Punkt, bevor wir mit dem Kartoffelgratin Rezept im Rezeptformular unterhalb loslegen. Natürlich lässt sich Kartoffelgratin besonders gut vorbereiten. Ihr könnt es zum Beispiel problemlos am Vormittag für abends oder am Vorabend für den nächsten Tag schon einmal vorkochen.

Hierfür würde ich empfehlen, die Kartoffeln nur so gar zu kochen, dass sie noch bissfest sind. So verkochen sie nicht, wenn ihr euer Gratin vor dem eigentlichen Verzehr noch einmal aufwärmt.

Den Käse würde ich auch noch nicht über das Gratin geben, wenn ihr es lediglich vorkocht. Lieber erst beim Aufwärmen frisch darüber streuen. So wird er schön goldbraun und euer Kartoffelgratin schmeckt wie ganz frisch zubereitet. Viel Spaß mit diesem Rezept für Kartoffelgratin.

kartoffelgratin rezept mit kaese
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Kartoffelgratin | einfach, schnell, klassisch & lecker

Dieses klassische Kartoffelgratin Rezept besteht aus sehr wenigen Arbeitsschritten. Es gibt eine leckere Beilage oder Hauptspeise ab.
Vorbereitungszeit20 Min.
Zubereitungszeit1 Std. 15 Min.
Gericht: Abendessen, Auflauf, Beilage, Hauptgericht, Mittagessen
Land & Region: Deutsch, Französisch
Keyword: cremig, einfach, gratiniert, käsig, klassisch, lecker, saftig, überbacken
Portionen: 4 Portionen
Autor: Matthias Würfl

Zutaten

  • 1 kg Kartoffeln
  • 200 g Gouda (gerieben)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 400 ml Sahne
  • 0,5 TL Muskatnuss (gerieben)
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 kleines Stück Butter (zum Ausreiben der Auflaufform)

Anleitungen

  • Die Kartoffeln schälen.
    kartoffeln schaelen
  • Die geschälten Kartoffeln in die gewünschte Scheibendicke schneiden.
    ganze geschaelte kartoffeln in duenne scheiben schneiden
  • Den Knoblauch schälen und pressen.
    geschaelte knoblauchzehen auspressen
  • Ein Auflaufform mit Butter auspinseln.
    eine auflaufform mit butter auspinseln
  • Den ausgepressten Knoblauch in der Form verteilen.
    ausgepressten knoblauch in der mit butter eingepinselten auflaufform verteilen
  • Die Kartoffelscheiben in die Auflaufform hinein schichten und Muskatnuss drüber reiben und Salzen.
    kartoffelscheiben in auflaufform schichten und muskatnuss und salz drueber geben
  • Die Sahne über die in der Auflaufform geschichteten Kartoffelscheiben geben.
    sahne ueber die geschichteten kartoffeln in die auflaufform geben
  • Den Käse reiben.
    den kaese reiben
  • Den Käse über den Kartoffeln verteilen.
    geriebenen kaese ueber das kartoffelgratin streuen
  • Den geriebenen Gouda über die Kartoffeln drapieren und ab mit der Auflaufform in den Backofen – bei 160 Grad für rund 75 Minuten.
    kartoffelgratin rezept mit kaese

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4 Kommentare

  1. Brigitte

    Ich liebe Aufläufe u.vor allem bin ich ein Käseliebhaber.Werde es nachmachen u. kann es auch vegetarier servieren.Super u.Danke für das Rezept. Brigitte

    • Hallo Brigitte, wir hatten das Gratin letztes Wochenende. Es ist wirklich schnell und einfach vorbereitet. Und man kann es auch super warmhalten. Bin gespannt wie es Dir schmeckt. Danke Dir und liebe Grüße, Anja

  2. Hallo Anja,
    eine kleine Anregung.Würde noch Tomatenscheiben auf die Kartoffeln geben u. dann den geriebenen Käse darüber. Früher habe ich den Kartoffelauflauf mit Fleischwurstscheiben ( Lyoner ) u. Tomatenscheiben u. geriebenen Käse gemacht.
    Gruß Brigitte

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