Pizzateig machen - rezept - die frau am grill

Pizzateig selber machen – genauso gut wie beim Italiener

Pizzateig machen - rezept - die frau am grill

Du willst selber Pizzateig machen? Und hast noch keine Ahnung wie das klappen soll, dass sie so schmeckt wie in der original Pizzeria ums Eck? Dann lies Dir mal diesen Beitrag zum Pizzateig Rezept durch. Und ich garantiere Dir, dass es Dir genauso ergeht, wie mir, wenn ich Gäste zur Pizzaparty habe: man wird gelobt und es fällt wirklich des Öfteren die Aussage: diese Pizza, und besonders der Teig, können es mit allen Pizzerien der Stadt aufnehmen – locker! Pizzateig wie beim Italiener! Das ist doch mal eine Geling-Garantie für besten italienischen Pizzateig, oder? Und vor allem ist es ein schnelles Pizzateig Rezept.

Pizzateig selbst machen ist wirklich ein Phänomen. Da gibt es die unterschiedlichsten Pizzateig Rezepte. Nicht nur Pizzateig mit Trockenhefe sondern sogar Quarkölteig kommt manchmal unter den Lieblingsbelag. Der klassische Pizzateig, der dem Original wohl am nächsten kommt, besteht aus ganz einfachen Grundzutaten: Mehl, Wasser, Salz und frische Hefe.

So habe ich mir das von einem italienischen Pizzabäcker und Geschäftsführer eines Restaurants sagen lassen. Und es ist einfach bester Pizzateig.

pizzateig wird geformt - smarter

Sein Rezept wollte er mir nicht verraten. Aber das machte mir nichts aus. Ich stellte mich der Herausforderung ein Pizzateig Rezept zu erstellen, dass richtig gut schmeckt und an den vom Profi geschmacklich herankommt. Einen Pizzateig wie ich ihn mir vorstelle. Der einfach zubereitet werden kann, immer gelingt und beim Backen schön aufgeht und feinknusprig wird.

Und nach ein paar Versuchen und Optimierungen ist mir tatsächlich ein wirklich sehr leckerer Teig gelungen, den ich nicht vor der Welt geheim halten möchte. Es macht einfach richtig Freude, wenn man sieht wie es den Leuten schmeckt.

Und wenn man dann auch noch so riesige Komplimente bekommt, dass man mit dem Italiener um die Ecke locker mithalten kann. Da geht einem schon das Herz auf.

Das Besondere an meinem schnellen Pizzateig Rezept

  • Original Geschmack wie beim Italiener. Kein Witz! Ich hab’s ja eingangs schon erwähnt, muss es aber wiederholen, weil ich da wirklich unendlich stolz drauf bin: Gäste die kommen sind so begeistert, dass sie sagen, dass es dieser Pizzateig mit der besten Pizza der Stadt aufnehmen kann. Und wir haben sechs oder sieben Lokale, die Pizza anbieten, darunter auch zwei original Italiener.
  • Dieses Pizzateig Grundrezept wird ohne Hokuspokus erstellt. Sprich: es ist ein Pizzateig mit nur sehr wenigen Zutaten, die die meisten Leute auch schon im Haus haben.
  • Geling-Garantie! Wenn euch und euren Gästen eine Pizza mit diesem Pizzateig nicht schmeckt, dann geht mal zum Arzt, weil dann stimmt was nicht.
  • Wenige Schritte: Im Grunde sind es nur zwei Anleitungsschritte. Und zwar trockene und flüssige Zutaten zusammenrühren und verkneten. Sehr einfach. Schafft jedes Kind. Also Du dann erst recht.
  • Schnell, schneller Anja-Pizzateig! Nein, das klingt jetzt übertrieben, aber: ist der italienische Pizzateig mal am "gehen", geht es echt flott: nach einer Stunde kannst du den Backofen oder den Grill schonmal vorheizen!

Hier das Video zum Pizzateig selber machen – wenn Du weiterhin informiert bleiben willst, dann abonniere unsere Facebook Seite, den Newsletter, den Pinterest-Account oder meinen YouTube-Kanal

Ist Pizzateig Geschmackssache?

Richtig guter Pizzateig ist Geschmackssache? Das betrifft aber meiner Meinung nach lediglich die Tatsache, wie dick oder dünn ihn jemand ausgerollt, oder besser gesagt gezogen, haben möchte.

Grundsätzlich werden aber sicher die meisten zustimmen, und eine Pizza dann als ganz besonders lecker empfinden, wenn der Pizzateig beim Backen knusprig wird und zudem schön fluffig und luftig aufgeht.

Mittlerweile kann ich sagen, dass ich in meinem Leben schon viele Pizzateig Rezepte ausprobiert und Pizzas gegessen habe. Von verschiedensten italienischen Restaurants natürlich, und auch in Italien, dem Herkunftsland der Pizza. Des Weiteren habe ich schon mehrmals verschiedene Pizzateig Rezepte zuhause ausprobiert und mit den Zutaten herumexperimentiert.

Pizzateig mit frischer Hefe gegen Pizzateig mit Trockenhefe zum Beispiel. Oder einen Schuss Olivenöl dazu und ohne. Auch Zucker hat Einfluss auf die Konsistenz eines Pizzateiges. Pizzateig ohne Hefe soll angeblich auch klappen, ich bereite Pizzateig immer mit Hefe zu.

originaler und schneller italienischer pizzateig - smaterpix

Sogar Quarkölteig und Blätterteig wurde getestet. Das schmeckte sicher nicht schlecht, hatte aber mit richtigem Pizzateig wenig zu tun. Ein Hefeteig muss es sein – ganz einfach aus Mehl, Wasser und frischer Hefe. Ihr könnt sowohl Trockenhefe als auch frische Hefe für dieses Pizzateig-Rezept verwenden.

Ich habe außerdem festgestellt, dass Olivenöl den Teig noch etwas aromatischer und geschmeidiger werden lässt. Und ein Hauch Zucker macht ihn knuspriger. Aber dazu später mehr.

Welche Utensilien werden beim Pizzateig selber machen benötigt?

Für dieses Pizzateig Grundrezept braucht ihr: grundsätzlich eine Schüssel, des weiteren einen Holzlöffel, ein Stück Frischhaltefolie oder ein feuchtes Geschirrtuch. Ebenso eine Arbeitsfläche um den Teig späte zu bearbeiten. Auch ein Pizzaheber kann später sehr hilfreich sein.

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Der Pizzaheber. Er erleichert einem die Arbeit ungemein. (Foto: Matthias Würfl)

Die Zutaten für den Pizzateig

Lasst uns im Folgenden mal auf die Zutaten blicken, die ihr zum Pizzateig selber machen benötigt:

Das Mehl für das perfekte italienische Pizzateig Rezept

Viele schwören beim Pizzateig auf das Mehl vom Typ 550. Als ich jedoch bereits meinen Lieblingspizzateig für mich gefunden hatte und in meine Rezeptsammlung aufgenommen hatte, ging es mir natürlich darum, herauszufinden ob man das Pizzateig Rezept noch weiter optimieren kann. Also wich ich einmal vom Mehl Typ 405 auf Typ 550 aus.

zutaten fuer den pizzateig - smarterpix

Und ich muss sagen, wie ein italienischer Freund schon bestätigt hatte, das Mehl vom Typ 405 eignet sich doch besser. Der Typ 550 macht den Pizzateig zwar griffiger und standhafter, aber ich möchte ja keine luftigen Brötchen oder Baguette backen. Deswegen steht der Mehl-Typ für das Rezept seither für mich fest. Typ 405.

Die Hefe

Hier könnt ihr auf Trockenhefe oder frische Hefe zurückgreifen. Der Vorteil an Trockenhefe ist, dass ich diese immer auf Vorrat im Küchenschrank habe. Bei frischer Hefe wird das schon schwieriger, denn sie ist leichter verderblich und daher nicht so lange haltbar.

Und wenn einen spontan die Gier nach frischen Pizzen überfällt ist es einfach immer gut, etwas Trockenhefe im Haus zu haben.

fertige pizza in achtel aufgeschnitten - smarterpix

Ob nun beim Pizzateig mit frischer Hefe oder mit getrocknetem Hefepulver aus der Packung gearbeitet wird, ist grundsätzlich nicht sonderlich von Bedeutung. Auch was den Geschmack betrifft gibt es keinen Unterschied. Beides gelingt sehr gut.

Den Vorteil von Trockenhefe sehe ich in der guten und längeren Lagerung. Somit bereite ich meinen Pizzateig so gut wie immer mit Trockenhefe zu. Gut, soviel zum Thema Hefe.

Das Wasser

Das Wasser für den perfekten Pizzateig spielt vor allem für die frische Hefe eine wichtige Rolle. Das Wasser sollte nämlich lauwarm sein und das ist genau die richtige Temperatur für die frische Hefe um im wahrsten Sinne des Wortes auf Touren zu kommen.

Bei Hefe handelt es sich nämlich um winzigste Lebewesen und wenn die Bedingungen stimmen, dann vergären sie die im Mehl enthaltene Stärke und den Zucker zu Kohlendioxyd. Und sorgen so für das Aufplustern des Teiges und machen unseren italienischen Pizzateig luftig und locker.

pizzateig mit tomatensosse bestreichen - smarterpix

Zucker im italienischen Pizzateig?

Von meiner Oma weiß ich noch, wenn sie Hefeteig zubereitet hat, dass die Hefe neben Wärme, den Zucker liebt. Ich konnte mir das als Kind bildlich vorstellen wie die kleinen Hefetierchen den Zucker futtern und sich aufplustern. Es ist ja schon beeindruckend, welche Dimensionen so ein Pizzateig annehmen kann. Bei meinen Versuchen, den richtigen oder zumindest für mich optimalen Pizzateig zu finden, ist mir schon Unglaubliches passiert.

Und zwar Pizzateig, der sich selbstständig macht und im wahrsten Sinne den Wortes aus der Rührschüssel heraus kriecht und vorher noch den Deckel anhebt. Man hätte meinen können, der Pizzateig wollte die Flucht ergreifen um sich vor den hohen Temperaturen von meinem Gasgrill zu retten.

Jedenfalls, Hefe liebt Zucker und bei süßem Gebäck, wie Dampfnudeln und Krapfen ist das natürlich kein Problem, da bekommen sie genügend Zucker.

Für dieses Rezept habe ich mir erlaubt, der Hefe den geliebten Zucker zukommen zu lassen. Zwar nicht so viel wie für süßes Gebäck aber wenigstens ein bisschen. Denn wenn auch nur in geringer Menge habe ich festgestellt, regt der Zucker nicht nur das "Gehen" der Teig es an. Er macht den Pizzateig außerdem noch knuspriger. Ein kleiner Trick sozusagen.

Wenn ihr mit frische Hefe arbeitet, darf diese, bevor sie zum Mehl und Salz kommt im lauwarmen Wasser und Zucker baden. Ihr löst sie quasi erst einmal auf und rührt sie später unters Mehl. und ihre Wirkung entfalten.

Bei der Zubereitung von Pizzateig mit Trockenhefe wird diese einfach unters Mehl gerührt, Salz und Zucker zugegeben und schon kann der Teig mit Wasser und Olivenöl angerührt werden. Beide Methoden sind also nicht sonderlich kompliziert.

pizzabaecker macht pizza parma - smarter

Olivenöl im original Pizzateig?

Eigentlich ist es nicht unbedingt notwendig Fett in Form von Olivenöl oder was auch immer in den Pizzateig zu geben. Aus meiner Sicht gibt es dem Pizzateig aber noch eine schönere Konsistent und sorgt nebenbei für ein tolles Aroma. Wer Olivenöl im Pizzateig nicht mag, der kann es auch einfach weglassen. Aber bitte nicht ohne es doch vorher einmal probiert zu haben. 🙂

Mein schneller Pizzateig: Die Zubereitung

Da nun die einzelnen Zutaten vom Pizzateig ausreichend behandelt wurden, lasst uns einen Blick auf die Pizzateig Zubereitung werfen. Natürlich immer schön mit Bildmaterial illustriert:

  • Mehl, Trockenhefe, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und vermengen.

mehl, trockenhefe, salz und zucker in eine schuessel geben und vermengen

  • Das Wasser in die Mehlmischung gießen.

wasser zur mehlmischung vom pizzateig geben

  • Das Olivenöl in die Mehlmischung gießen.

olivenoel in die pizzateig mehlmischung geben

  • Die festen und flüssigen Zutaten zuerst mit einem Löffel anrühren, bis die Konsistenz immer fester wird.

pizzateig zutaten in schuessel mit einem loeffel verruehren

  • Dann die Zutaten mit einem Rührgerät oder mit Hilfe der Küchenmaschine weiterverarbeiten. So lange weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht.

zutaten mit einem knethaken zu einer homogenen masse ruehren

  • Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken. Das bewahrt ihn vor dem Austrocken.

pizzateig in schuessel mit frischhaltefolie abdecken

  • Nun darf der Pizzateig an einem warmen Ort „gehen“, wie hier auf dem Balkon.

pizzateig geht an einem warmen ort wie dem balkon

  • Der original Pizzateig sollte sein Volumen nach etwa 1,5 bis 2 Stunden deutlich vergrößert haben und ist dann bereit zur Weiterverarbeitung zu Pizza. Auf zum Pizza backen!

der pizzateig nachdem er gegangen ist

Pizzateig selber machen ohne Küchenmaschine

Beim italienischen Pizzateig ist keine Küchenmaschine notwendig und so kann der Teig ganz einfach zuerst mit einem Holzlöffel angerührt und dann zum weiteren Verkneten Hand angelegt werden. Wer eine Küchenmaschine besitzt, der kann natürlich auch diese für sich arbeiten lassen – dann geht es noch einfacher und schneller.

Darf man den Teig nun rollen oder nicht?

Da kann ich ganz klar sagen, italienischer Pizzateig muss eigentlich gezogen werden. Zumindest beobachtet man dies bei den Pizzabäckern in machen Restaurants. Eigentlich. Eigentlich deshalb, weil ich meinen schnellen Pizzateig nicht ziehe sondern mit dem Nudelholz bearbeite.

Ich bin eben nicht so geschickt und bekomme es nicht hin, den Pizzateig in der Luft herumzuwirbeln und dabei in Form zu bringen. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es ihm nicht sonderlich viel ausmacht wenn ich ihn ausrolle. Die Ränder der Pizza gehen beim Backen trotzdem wunderbar auf und der Rest des Pizzabodens ist schön dünn.

Es bleibt einfach jedem selbst überlassen, wie er den Pizzateig in Form bringt.

Den Pizzateig „gehen“ lassen

Am besten in einer Schüssel und ganz unbedingt an einem warmen Ort. Zumindest wenn bald und nicht erst am nächsten Tag in den Genuss einer Pizza kommen möchte. Die Hefekulturen lieben es nämlich nach dem Verkneten mit den anderen Zutaten warm und der Teig "geht" dann schneller. Er vergrößert also schneller sein Volumen.

Wer ein Austrocknen von unserem schnellen Pizzateig verhindern möchte, der legt entweder ein feuchtes Geschirrtuch über die Schüssel in der der Teig liegt oder ein Stück Frischhaltefolie direkt darüber. Ein warmes Plätzchen ist zum Beispiel direkt in die Sonne oder auf der Heizung.

Eine andere Möglichkeit ist es, die Schüssel mit dem Teig in den leicht geheizten Backofen zustellen. Dann sollte es sich aber nicht unbedingt um eine hitzeempfindliche Plastikschüssel handeln.

pizzateig ausrollen - smarterpix

Wer die Schüssel mit einem Deckel verschließen möchte kann dies tun. Die Schüssel sollte dem Hefeteig aber bis zum Deckel noch genügend Platz zum Aufgehen lassen. Ein herrlicher Pizzateig wartet dann nur noch darauf belegt zu werden. Ob als einfaches Pizzabrot oder dem Lieblingsbelag.

pizza in form gebacken - smarter

Und ich kann euch sagen, dieser Pizzateig mit Trockenhefe ist der Hammer! Er ist schnell zubereitet, leicht zu verarbeiten und wirft beim Backen beeindruckende Blasen und Dank eines kleinen Tricks ist er zudem so richtig knusprig.

Was macht den Pizzateig knusprig?

Um den Pizzateig beim Backen, zum Beispiel im Gasgrill, schön knusprig zu bekommen gebe ich, wie bereits oben erwähnt, beim Pizzateig selber machen etwas Zucker hinzu. Dies tut nicht nur der Hefe gut, denn Hefe liebt Zucker und beschleunigt das „Gehen“.

Der Zucker hat außerdem den Effekt, dass hinterher der Teigfladen beim Hineinbeißen kracht. Und wer auf knusprigen Pizzateig steht, der sollte sich an dieses Rezept halten.

krosser und knuspriger pizzateig - smarter

Doch halt: kann ein Pizzateig auch knusprig bleiben? Also über Stunden hinweg? Wohl weniger – jeder kennt doch die Thematik: in der Pizzeria schmecken die Antipasti so lecker, dass die Pizza in ihrer Gänze keinen Platz mehr im Magen findet. Und so nimmt man diese mit nach Hause.

Am nächsten Tag: Laprig, lätschig, nicht schön. Doch das muss nicht sein! Mein Kollege Derk Hoberg verrät euch, wie man eine solche Pizza beim Aufwärmen wieder knusprig bekommt.

Belag für die Pizza?

Also das überlasse ich jedem selbst. Ob zart und dezent oder üppig und dick. Hier passt alles was schmeckt. Dieser schnelle Pizzateig eignet sich aber auch sehr gut ihn nur mit etwas Knoblauchöl oder Tomatensoße zu bestreichen. Das perfekte Pizzabrot als Beilage.

Wie backe ich eine Pizza?

Am besten auf einem Pizzastein im Grill oder im Backofen und das bei höchsten Temperaturen. Am besten bei über 300 Grad – da ist eine dünn belegte Pizza in drei Minuten fertig! Keine Angst, die Pizza gelingt natürlich auch gemächlich im Backofen auf dem Blech bei geringeren Temperaturen.

Auf diesen Teig ist eben Verlass. Kleine Ausnahme, bei der ihr keinen Pizzateig braucht: die Auberginen Pizza.

pizza mit dickem teigrand - smarterpix

Hier noch mal ein paar fundamentale Dinge zum Thema Pizzateig selber machen

Im Schnelldurchgang noch ein kurzer Blick auf wichtige Fragen und Antworten:

  • Was bewirkt Olivenöl im Pizzateig?

Das Olivenöl lässt den Teig geschmeidiger werden und man kann ihn somit besser verarbeiten. Außerdem gibt das Olivenöl unserem italienischen Pizzateig ein feines Aroma und macht ihn noch duftiger.

  • Warum muss Pizzateig in den Kühlschrank?

Dass er unbedingt in den Kühlschrank muss, finde ich nicht. Dennoch hat es Vorteile, ihn im Kühlschrank zu lagern, bzw. ihn dort gehen zu lassen. Die Hefe lässt auch bei Kälte den Teig gehen und das langsamer.

Wenn man also erst am nächsten Abend Gäste erwartet oder am nächsten Tag in den Genuss von Pizza kommen möchte kann man ihn einfach schon mal am Vortag zubereiten.

gebackene pizza mit dicken teigigem rand - smarter

Die Hefe braucht bei Kälte also länger, um den Teig gehen zu lassen. Im Kühlschrank gelagert wird der Teig sogar noch etwas lockerer und luftiger. Denn die Wirkung der Hefe kann sich über die lange Dauer voll entfalten.

  • Wie lange muss man Pizzateig gehen lassen?

Das kommt darauf an, bei Wärme reicht oft eine Stunde. Bei Kälte, im Kühlschrank benötigt die Hefe wesentlich mehr Zeit um das Volumen den Teiges zu vergrößern. Und zwar 12 bis 24 Stunden.

  • Italienischer Pizzateig: welches Mehl verwenden?

Habe ich ja oberhalb schon angeschnitten: Das ist eine Frage des Geschmacks. Persönlich setze ich auf den Mehl-Typ 405. Manche schwören aber auch auf den Typ 550 der besonders viel Klebereiweiß enthält. Es soll den Teig noch elastischer werden lassen.

Aber auch Vollkornmehle sind nicht zu verachten. Diese machen den Teig besonders knusprig und geschmackvoll – Pizzateig mit Dinkelmehl ist auch eine Option!

pizzateig belegen - smarterpix

  • Kann man Pizzateig einfrieren?

Ich habe es noch nicht gemacht. Weil mein schneller Pizzateig immer sehr schnell weg geht. Und er halt auch wirklich flott zubereitet ist. Aber ich habe keine Kosten, Zeit und Mühen gescheut und für euch recherchiert. Ja, Pizzateig kann man wohl einfrieren und problemlos auftauen. Dann kann er auch noch ein zweites Mal gehen…

Lesetipps für Pizzarezepte:

  • Pizza Parma – mit Rucola, würzigem Parmaschinken & feinem Parmesan
  • Steak Pizza – Kulinarisches Treffen von Italien und den USA
  • Pizza Bagels | Schnelles Fingerfood für Party oder Feierabend
  • Pizzabrot – den Klassiker in den eigenen vier Wänden backen

Die Pizza steht und fällt zwar mit dem Pizzateig, dennoch gilt es im Rahmen vom Pizzateig Rezept sich noch ein paar weiteren Themen rund ums Thema Pizza zu beschäftigen:

pizza gebacken - smarterpix

  • Welcher Belag kommt auf den Pizzateig?

Bevor wir uns mit dem Pizzabelag beschäftigen, klären wir kurz, wie die ursprüngliche Pizza eigentlich aussah. Die Pizza steht seit jeher für einen flachen Hefefladen, der mit unterschiedlichen Zutaten dünn belegt und anschließend im Ofen gebacken wird.

Ab dem 18. Jahrhundert wurden im Süden Italiens Tomaten populär. Die Basic-Pizza, belegt mit Tomaten bzw. sämiger Tomatensauce, Käse und Oregano-Gewürz, wurde geboren.

  • Immer frische Zutaten

Heute gibt es bei der Wahl für den Pizzabelag kein Halten mehr. Daher überlasse ich sie jedem selbst. Gut eignen sich aber klein geschnittenes Gemüse, Obst (oder auch nicht…, verscherzt es euch bitte nicht mit den Italienern), Pilze, Meeresfrüchte oder Fisch und Fleisch. Ganz gleich, welche Zutaten für den Pizzabelag eure Favoriten sind, ihr solltet immer frische Produkte verwenden.

italienische pizza - smarterpix

Das ist für eine rundum leckere selbstgemachte Pizza unabdingbar. Wenn es euch bei der Wahl auch um Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein geht, dann greift am besten zu Produkten aus der Region. Besonders empfehlenswert sind hierzulande zum Beispiel Paprika, Zucchini, Spargel (zur Saison) oder Wiesenchampignons.

Für Fleischliebhaber gilt: Ab zum Metzger eures Vertrauens! Setzt auf qualitatives Fleisch aus artgerechter Tierhaltung. Denkbar und besonders beliebt sind eine schmackhafte Salami oder würziger Schinken.

So belegt ihr die Pizza richtig

Ob aromatisch oder mild, üppig oder dezent belegt: hier passt alles, was schmeckt. Achtet beim Belegen auch auf die richtige Reihenfolge. Auf den italienischen Pizzateig kommt zuerst die Tomatensauce (zu der ich gleich noch komme), anschließend folgen Käse und die übrigen Zutaten. (bei der amerikanischen Variante kommt der Käse zum Schluss oben drauf).

tomatensosse auf pizzateig - smarterpix

Bei der Zusammenstellung der individuellen Kreationen für den Pizzabelag sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Entweder ihr richtet euch nach den Belägen für bekannte Pizza-Klassiker, wie Pizza Margherita, Pizza Salami, Pizza Prosciutto, Pizza Funghi, Pizza Diavolo, Pizza Mista oder Pizza Frutti di Mare oder ihr stellt sie euch individuell zusammen.

Mein schneller Pizzateig eignet sich übrigens auch für die Zubereitung eines Pizzabrots. Bestreicht den Teig hierfür einfach mit etwas Knoblauchöl oder Tomatensauce.

Pizza ohne Tomatensauce? Gibt’s (bei uns) nicht!

Apropos Tomatensauce, auf einer guten Pizza darf als Grundlage eine leckere Tomatensauce nicht fehlen. Natürlich könnt ihr eine bereits fertig zubereitete und gewürzte Sauce aus dem Glas verwenden. Doch, wenn wir schon unsere Pizza selber machen, dann bitte auch die Tomatensauce!

Die Zubereitung einer Tomatensauce ist ganz easy und vor allem kommt sie ohne Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel aus. Diese Tomatensauce reicht für mehr als ein Blech selbstgemachte Pizza. Am besten bereitet ihr sie in der Pfanne zu. Noch schneller geht es allerdings mit dem Pürierstab.

tomatenosse fuer pizza - smarterpix

Zutaten:

  • 250 ml passierte Tomaten (frisch und grob zerkleinert oder aus dem Glas, möglichst in Bio-Qualität)
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 kleine Zwiebel
  • je 1 TL Oregano, Basilikum, Rosmarin
  • Salz, Pfeffer zum Abschmecken
  • 1 EL Olivenöl

Zubereitung

  • Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und die Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse ausdrücken.
  • Die Zwiebelwürfel in der Pfanne mit Olivenöl glasig andünsten. Anschließend die passierten Tomaten und die übrigen Zutaten in die Pfanne geben und alles auf kleiner Flamme rund zehn Minuten köcheln lassen.

pizza auf teller - smarterpix

Alternative Zubereitung mit dem Pürierstab:

  • Fülle die Zwiebeln, die Tomaten und den Knoblauch sowie die Gewürze in eine Schüssel und püriere alle Zutaten zu einer feinen Masse.
  • Bestreiche nun den Pizzateig mit der Tomatensauce. Achte darauf, dass nicht zu viel Pizzasauce auf den Teig kommt. Denn sonst kann der Teig schnell matschig werden.

Gut zu wissen: Fülle den Rest der Pizzasauce in ein Glas. Du kannst sie anschließend für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren und als Basis für eine leckere Pasta-Sauce oder als Aufstrich für Bruschetta verwenden. Auch zum Einfrieren eignet sie sich.

Saucen-Alternative für die Pizza

Wer keine Tomatensauce mag, der kann den selbstgemachten Pizzateig auch mit einer weißen Sauce bestreichen. Diese wird unter anderem aus Crème Fraîche oder Frischkäse hergestellt und mit Salz & Pfeffer sowie zum Beispiel mit Rosmarin oder Oregano gewürzt.

Welcher Käse für die Pizza?

Auch wenn viele vor allem den Parmesan mit der italienischen Küche verbinden, eignet sich der Hartkäse für die Verwendung als Pizzakäse eher weniger. Das liegt daran, dass er vergleichsweise fettarm ist und keine Fäden zieht.

kaese zieht sich bei pizza - smarterpix

Um der Pizza einen aromatischen Geschmack zu verleihen, ist Parmesan oder auch Pecorino natürlich trotzdem geeignet. Insbesondere Parmesan wird häufig erst frisch auf die bereits fertig gebackene (Rucola)Pizza gehobelt.

Als passender Pizzakäse, der beim Backen schön verläuft, eignet sich am besten ein milder weicher Käse mit einem hohen Fettgehalt. Zu den beliebtesten Käsesorten für den Pizzabelag zählen daher Gouda, Edamer und Mozzarella. Wobei insbesondere der reichhaltige Büffelmozzarella zur Crème de la Crème unter den Pizzakäsesorten gehört.

Fazit zum schnellen Pizzateig mit Trockenhefe

Es ist wirklich ein schneller Pizzateig. Und ein originaler Pizzateig. Und ein italienischer Pizzateig. Ihr werdet es schon sehen, wenn ihr mit Lob überschüttet werdet! Zudem sehr einfach zubereitet. Und er lässt sowohl dick als auch dünn ausrollen. Wie ihr wollt. Und jetzt seid ihr an der Reihe. Schreibt mir gerne euere Feedback in die Kommentare unterhalb!

Pizzateig machen - rezept - die frau am grill
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Pizzateig machen – genauso gut wie beim Italiener

Eine Pizza steht und fällt mit dem Teig. Darum gibt es hier ein Rezept, wie Pizzateig selber machen zu 100 Prozent gelingt.
Vorbereitungszeit10 Min.
Arbeitszeit1 Std. 10 Min.
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen, Partyessen
Land & Region: Italienisch
Keyword: einfach, italienisch, lecker, original, pizzateig
Portionen: 5 Portionen
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 500 g Mehl
  • 300 ml Wasser (lauwarm)
  • 20 g frische Hefe oder 1 Pck. Trockenhefe (7g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Zucker

Anleitungen

  • Mehl Trockenhefe, Salz und Zucker in eine Schüssel geben und vermengen.
    mehl, trockenhefe, salz und zucker in eine schuessel geben und vermengen
  • Das Wasser in die Mehlmischung gießen
    wasser zur mehlmischung vom pizzateig geben
  • Das Olivenöl in die Mehlmischung gießen.
    olivenoel in die pizzateig mehlmischung geben
  • Die festen und flüssigen Zutaten zuerst mit einem Löffel anrühren, bis die Konsistenz immer fester wird.
    pizzateig zutaten in schuessel mit einem loeffel verruehren
  • Dann die Zutaten mit einem Rührgerät oder mit Hilfe der Küchenmaschine weiterverarbeiten. So lange weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht.
    zutaten mit einem knethaken zu einer homogenen masse ruehren
  • Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken. Das bewahrt ihn vor dem Austrocken.
    pizzateig in schuessel mit frischhaltefolie abdecken
  • Nun darf der Pizzateig an einem warmen Ort „gehen“, wie hier auf dem Balkon.
    pizzateig geht an einem warmen ort wie dem balkon
  • Der fertige Pizzateig sollte sein Volumen nach etwa 1,5 bis 2 Stunden deutlich vergrößert haben und ist dann bereit zur Weiterverarbeitung zu Pizza.
    der pizzateig nachdem er gegangen ist

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19 Kommentare

  1. Danke für das Rezept! Es hat uns viel Freude gebracht. Lecker hat uns allen Pizza geschmeckt, nicht abeer dem Mann, der die zubereitet hat. Ihm schmeckt am vorzüglichsten Pizza aus dem Lieferservice. "Über den Geschmack lässt sich nicht streiten" -sagt uns oft unsere Oma. Recht vielen Dank!

  2. Vielen Dank für das tolle Rezept! Ich suche schon seit einer Weile nach einem guten Rezept für Pizzateig! Ich liebe Pizza und könnte es jeden tag essen (nicht wirklich aber fast). Ich gehe auch gerne in Pizzerias essen, aber seit dem wir kleine Kinder haben koche ich lieber zu Hause. Mit diesem rezept wird es erstmal eine richtige Pizza-Party!
    VG Laura

  3. Danke für das Rezept für Pizzateig! Meine Schwester hat auch ein sehr leckeres Rezept für Pizzateig. Aber sie sagt, nichts reicht an ihre Lieblings-Pizzeria ran!

  4. Ich habe meine selbst gebackene Pizza meiner Lieblingspizza von meinem favorisierten Pizza Lieferservice nachempfunden. Sie ist belegt mit Spinat, Champignons und Gorgonzola. Aber ich muss noch besser beim Teig werden. Das kriegen die Profis besser hin, als ich.

    • Das klingt sehr lecker! 🙂 Vielen lieben Dank für Deine Nachricht! LG Anja

      • Ingrid Winkler

        Hallo..
        ja vielen Dank für die wirklich tolle Beschreibung für den Pizza Teig, werde ich dann mal probieren.
        Ich finde selbstgemachte frische Pizza schmeckt sowieso besser, als die fertige aus dem Kühlregal .
        Außer natürlich eine Pizza von einem guten Pizzabäcker.

  5. 5 stars
    Super Rezept, danke!

  6. Ingrid Winkler

    5 stars
    Nachtrag zu meiner Bewertung

  7. StefanAllgäuer

    5 stars
    Hallo Anja und KM ;0)),

    Dieses Rezept habe ich mir gleich gesichert. Und wird in den nächsten Tagen ausprobiert. Bin mir sicher das man diesen Hefeteig auch für andere Gerichte verwenden kann. Wie z.B für Piroggen, Gebäck, Zupfbrot usw. verwendet werden. OMG, belegen kann man ja eine Pizza in vielerlei Variationen, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Sieht es gut aus und riecht gut essen. Oder auch einfach mal als Beillage (Pizzabrot mit etwas Sesam und schwarzem Kümmel) oder als sogenanntes "Käsebrot" Käse am besten Gouda/Edamer/Mozzarella, der schön schmilzt, dann Salz/Peffer/Knobi und Chilli, mmmhhhh einfach Mega.Freu mich schon das alles mit dem Teig zu versuchen. ;0)) Grüßle

    • Lieber Stefan, Dankeschön für Deine Nachricht, die tolle Bewertung und die vielen feinen Ideen! 🙂 Ja, den Teig kann man auch anderweitig einsetzen, da hast Du recht. Was ich auch gerne esse: Nach dem Backen Knoblauchöl und geriebenen Parmesan drauf. 🙂 Danke und liebe Grüße, Anja

  8. Selina Meier

    5 stars
    Cooles Rezept, das mit dem Zucker ist genial!

  9. Thomas Bischof

    Hallo..
    Wir wollten den Teig mit 1:1 Dinkelmehl und Glutenfreien Mehl machen…
    Er ging leider nicht auf und war fest..
    Hast du diesen schon mal mit Dinkelmehl gemacht?

    • Hallo Thomas, was war denn da los? War er recht fest? Also ich habe ihn auch schon mit Dinkelmehl gemacht. Hast Du Vollkorn genommen? Dann etwas mehr Wasser dazugeben. Ansonsten keine Ahnung woran es gelegen haben könnte. Liebe Grüße, Anja

  10. Christine

    5 stars
    Liebe Anja
    Nicht nur dieser Beitrag, nein, ALLE deine Beiträge sind einfach nur klasse!!!
    Mein Mann und grillen bzw kochen seeehr gerne deine Rezepte nach,haben immer sehr viel Spaß und Freude dabei!
    Wenn wir dir als zuschauen, da kriegt man sehr schnell Aquaplaning unter der Brücke!!
    Weiter so!!!

    • Hallo liebe Christine, das ist ein tolles Kompliment und motiviert mich noch mehr! Vielen lieben Dank!!! Weiterhin viel Spaß beim Grillen und Kochen. Bis bald und liebe Grüße auch an Deinen Mann, Anja

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