Pizzateig machen

Pizzateig machen – genauso gut wie beim Italiener

Pizzateig machen

Pizzateig machen ist doch ein Phänomen. Da gibt es die unterschiedlichsten Rezepte. Nicht nur Pizzateig mit Hefe sondern sogar Quarkölteig kommt unter den Lieblingsbelag. Der klassische Pizzateig, der dem Original wohl am nächsten kommt besteht aber ganz einfach aus Mehl, Wasser, Salz und Hefe. Und zwar wenig Hefe. So habe ich mir das von einem italienischen Pizzabäcker und Geschäftsführer eines Restaurants sagen lassen. Aus wenig Hefe und viel Ruhe. So wird er am Besten. Aber das überlasse ich den Profis. Da der Teig also nur gaaanz wenig Hefe enthält muss man ihn eben auch gaaanz lange „gehen lassen“ und das über Nacht. Und das dauert mir einfach zu lange. Ich möchte ganz einfach Pizzateig selber machen aber das bestmöglichste Ergebnis.

Ist Pizzateig Geschmackssache?

Richtig guter Pizzateig ist Geschmackssache? Das betrifft aber meiner Meinung nach lediglich die Tatsache, wie dick oder dünn ihn jemand ausgerollt oder besser gesagt gezogen haben möchte. Grundsätzlich werden aber sicher die meisten zustimmen, und einen Pizzateig dann als ganz besonders lecker empfinden, wenn dieser beim Backen knusprig wird und zudem schön fluffig und luftig aufgeht. Mittlerweile kann ich sagen, dass ich in meinem Leben schon viele Rezepte ausprobiert und Pizzas gegessen habe. Von verschiedensten italienischen Restaurants natürlich, und auch in Italien, dem Herkunftsland der Pizza. Des Weiteren habe ich schon mehrmals verschiedene Pizzateig Rezepte zuhause ausprobiert und mit den Zutaten herumexperimentiert. Sogar Quarkölteig und Blätterteig wurde getestet. Das schmeckte sicher nicht schlecht, hatte aber mit richtigem Pizzateig wenig zu tun. Ein Hefeteig muss es sein. Von einem befreundeten Italiener und Restaurantbesitzer weiß ich, dass es für einen guten Pizzateig oder sogar den perfekten Pizzateig nicht viel braucht. Nämlich Mehl, Wasser, etwas Salz und natürlich Hefe. In dieses Pizzateig Rezept gesellt sich zudem noch etwas Olivenöl. Aber dazu später mehr.

Welche Utensilien werden für die Zubereitung von  Pizzateig benötigt?

Grundsätzlich eine Schüssel, des weiteren einen Holzlöffel, einen Teigschaber, einen Deckel für die Schüssel oder ein Geschirrtuch. Ebenso eine Arbeitsfläche um den Teig zu bearbeiten. Auch ein Pizzaheber kann später sehr hilfreich sein – den gibt es übrigens hier.

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Der Pizzaheber. Er erleichert einem die Arbeit ungemein. (Foto: Matthias Würfl)

Das Mehl für das perfekte Pizzateig Rezept

Viele schwören beim Rezept auf das Mehl vom Typ 550. Als ich jedoch bereits meinen Lieblingspizzateig für mich gefunden hatte und in meine Rezeptsammlung aufgenommen hatte, ging es mir natürlich darum, herauszufinden ob man das Pizzateig  Rezept noch weiter optimieren kann. Also wich ich einmal vom Mehl Typ 405 auf Typ 550 aus. Und ich muss sagen, wie ein italienischer Freund schon bestätigt hatte, das Mehl vom Typ 405 eignet sich doch besser. Der Typ 550 macht den Pizzateig zwar griffiger und standhafter, aber ich möchte ja keine luftigen Brötchen oder Baguette backen. Deswegen steht der Mehltyp für das Pizzateig Rezept seither für mich fest. Typ 405.

Die Hefe für den perfekten Pizzateig

Vom befreundeten Pizzeria Besitzer weiß ich, dass ein guter Hefeteig aus möglichst wenig Hefe besteht, dafür aber lange gehen soll. Da ich aber meist spontan in den Genuss meiner Lieblingspizza kommen möchte, hab ich mich dazu entscheiden, den Hefeanteil doch etwas zu erhöhen. So dass ich noch am gleichen Tag, nach zirka einer Stunde „Gehzeit“ meine Pizza zubereiten kann. Ob der Pizzateig nun aus frischer Hefe oder mit getrocknetem Hefepulver aus der Packung zubereitet wird, ist nicht von Bedeutung. Beides gelingt sehr gut. Der Vorteil vom Hefe Trockenpulver: Es lässt sich eben lange lagern. Gut, soviel zum Thema Hefe.

Das Wasser für den perfekten Pizzateig

Das Wasser für den perfekten Pizzateig spielt vor allem für die Hefe eine wichtige Rolle. Das Wasser sollte nämlich lauwarm sein und das ist genau die richtige Temperatur für die Hefe um im wahrsten Sinne des Wortes auf Touren zu kommen. Bei Hefe handelt es sich nämlich um winzigste Lebewesen und wenn die Bedingungen stimmen, dann vergären sie, die im Mehl enthaltene Stärke und Zucker zu Kohlendioxyd. Und sorgen so für das Aufplustern des Teiges und machen den Pizzateig luftig und locker.

Was hat der Zucker in diesem Pizzateig zu suchen?

Von meiner Oma weiß ich noch, wenn sie Hefeteig zubereitet hat, dass die Hefe neben Wärme, den Zucker liebt. Ich konnte mir das als Kind bildlich vorstellen wie die kleinen Hefetierchen den Zucker futtern und sich aufplustern. Es ist ja schon beeindruckend, welche Dimensionen so ein Pizzateig annehmen kann. Bei meinen Versuchen, den richtigen oder zumindest für mich optimalen Pizzateig zu finden, ist mir schon unglaubliches passiert. Und zwar Pizzateig, der sich selbstständig macht und im wahrsten Sinne aus der Rührschüssel heraus kriecht und vorher noch den Deckel anhebt. Man hätte meinen können, der Pizzateig wollte die Flucht ergreifen um sich vor den hohen Temperaturen von meinem Gasgrill zu retten. Jedenfalls, Hefe liebt Zucker und bei süßem Gebäck, wie Dampfnudeln und Krapfen ist das natürlich kein Problem, da bekommen sie genügend Zucker. Für dieses Pizzateig Rezept habe ich mir trotzdem erlaubt, der Hefe den geliebten Zucker zukommen zu lassen. Wenn auch nur ganz wenig. Zudem macht der Zucker den Pizzateig noch knuspriger. Ein kleiner Trick sozusagen. Ach ja, was Hefekulturen gar nicht ausstehen können ist Salz, so sagt man zumindest. Deswegen gibt man dieses zum Mehl und mischt es unter. Die Hefe darf, bevor sie zum Mehl und Salz kommt im lauwarmen Wasser und Zucker baden und ihre Wirkung entfalten. Später scheint sie die Anwesenheit von Salz nicht mehr zu stören, sie gedeiht prächtig. Es gibt auch Stimmen, die sagen dass es sich bei der Feindschaft von Hefe und Salz nur um ein Gerücht handelt. Und dass man die Hefe gar nicht extra anrühren muss. Das mag schon sein und für mein Pizzateig Rezept gehe ich aber trotzdem auf Nummer Sicher.

Olivenöl im Pizzateig?

Eigentlich ist es nicht notwendig Fett in Form von Olivenöl oder was auch immer in den Pizzateig zu geben. Aus meiner Sicht gibt es dem Teig noch eine schönere Konsistent und er lässt sich besser ziehen.

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Pizzateig ohne Küchenmaschine zubereiten…

Für dieses Pizzateig Rezept ist keine Küchenmaschine notwendig und so kann der Teig ganz einfach zuerst mit einem Holzlöffel angerührt und dann Hand angelegt werden. Wer eine Küchenmaschine besitzt, der kann natürlich auch diese für sich arbeiten lassen.

Darf man den Teig nun rollen oder nicht?

Da muss ich ganz klar sagen, Pizzateig muss gezogen werden. Zumindest beobachtet man dies bei den Pizzabäckern in machen Restaurants. Eigentlich. Eigentlich deshalb, weil ich meinen Pizzateig nicht ziehe sonder mit dem Nudelholz bearbeite. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es ihm nicht sonderlich viel ausmacht wenn ich auf diese Weise vorgehe. Es bleibt einfach jedem selbst überlassen, wie er den Pizzateig in Form bringt.

Wie und wo lässt man den Pizzateig „gehen“?

Am besten in einer Schüssen und ganz unbedingt an einem warmen Ort. Die Hefekulturen lieben es nach ihrem Bad im lauwarmen Wasser und dem Verkneten mit den anderen Zutaten immer noch warm. Wer ein austrocknen vom Pizzateig verhindern möchte, der legt ein feuchtes Geschirrtuch darüber und stellt die Schüssel samt Pizzateig entweder in die Sonne, auf die Heizung oder in den leicht geheizten Backofen. Wer die Schüssel mit einem Deckel verschließen möchte, für den ist es ratsam, einen kleinen Spalt offen zu halten. Die Hefe braucht nämlich auch etwas Sauerstoff. Was sie nicht alles braucht diese Hefe. Aber es lohnt sich all dies zu befolgen. Ein herrlicher Pizzateig wartet dann nur noch darauf belegt zu werden. Ob als einfaches Pizzabrot oder dem Lieblingsbelag.

Die schnelle Variante beim Pizzateig machen

Wer also nicht so lange warten möchte oder kann, der kommt mit diesem Rezept, welches ich heute vorstellen möchte, sowohl zeitlich als auch geschmacklich richtig gut hin. Auch hier ist etwas Geduld notwendig. Denn guten Pizzateig machen erfordert nun mal durch die Hefe ein wenig Zeit. Aber, wie hier im Rezept notwendig, nur etwa eine Stunde. Und das geht völlig in Ordnung, Vor allem dann, wenn man einmal spontan entschließt Pizza zuzubereiten. Und ich kann euch sagen, dieser Teig ist der Hammer! Er ist schnell zubereitet, leicht zu verarbeiten und wirft beim Backen beeindruckende Blasen und Dank eines kleinen Tricks ist er zudem so richtig knusprig.

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Was macht den Pizzateig so knusprig?

Um den Pizzateig beim Backen schön knusprig zu bekommen gebe ich beim Pizzateig machen etwas Zucker hinzu. Dies tut nicht nur der Hefe gut, denn Hefe liebt Zucker und beschleunigt das „Gehen“. Der Zucker hat außerdem den Effekt, dass hinterher der Teigfladen beim Hineinbeißen kracht. Und wer auf knusprigen Pizzateig steht, der sollte sich an dieses Rezept halten.

Welcher Belag kommt auf den Pizzateig?

Also das überlasse ich jedem selbst. Ob zart und dezent oder üppig und dick. Hier passt alles was schmeckt. Dieser schnelle Pizzateig eignet sich aber auch sehr gut ihn nur mit etwas Knoblauchöl oder Tomatensoße zu bestreichen. Das perfekte Pizzabrot als Beilage.

Wie backe ich eine Pizza mit diesem Pizzateig?

Am besten auf einem Pizzastein im Grill oder im Backofen und das bei höchsten Temperaturen. Am besten bei über 300 Grad – da ist eine dünn belegte Pizza in 3 Minuten fertig! Keine Angst, die Pizza gelingt natürlich auch gemächlich im Backofen auf dem Blech bei geringeren Temperaturen. Auf diesen Pizzateig ist eben Verlass.

Pizzateig machen
Pizzateig machen – genauso gut wie beim Italiener
Yum
Portionen Vorbereitung
5 Portionen 10 Minuten
Wartezeit
60 Minuten
Portionen Vorbereitung
5 Portionen 10 Minuten
Wartezeit
60 Minuten
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Pizzateig machen – genauso gut wie beim Italiener
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Portionen Vorbereitung
5 Portionen 10 Minuten
Wartezeit
60 Minuten
Portionen Vorbereitung
5 Portionen 10 Minuten
Wartezeit
60 Minuten
Zutaten
  • 500 g Mehl
  • 300 ml Wasser (lauwarm)
  • 20 g frische Hefe oder 1 Pck. Trockenhefe (7g)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 0,5 TL Zucker
Portionen: Portionen
Anleitungen
  1. Mehl und Salz in eine große Schüssel geben.
  2. Hefe und Zucker im lauwarmen Wasser auflösen.
  3. Hefemischung und Olivenöl zum Mehl geben und zu einem Teig verkneten.
  4. Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.

6 Kommentare

  1. Danke für das Rezept! Es hat uns viel Freude gebracht. Lecker hat uns allen Pizza geschmeckt, nicht abeer dem Mann, der die zubereitet hat. Ihm schmeckt am vorzüglichsten Pizza aus dem Lieferservice. „Über den Geschmack lässt sich nicht streiten“ -sagt uns oft unsere Oma. Recht vielen Dank!

  2. Vielen Dank für das tolle Rezept! Ich suche schon seit einer Weile nach einem guten Rezept für Pizzateig! Ich liebe Pizza und könnte es jeden tag essen (nicht wirklich aber fast). Ich gehe auch gerne in Pizzerias essen, aber seit dem wir kleine Kinder haben koche ich lieber zu Hause. Mit diesem rezept wird es erstmal eine richtige Pizza-Party!
    VG Laura

  3. Danke für das Rezept für Pizzateig! Meine Schwester hat auch ein sehr leckeres Rezept für Pizzateig. Aber sie sagt, nichts reicht an ihre Lieblings-Pizzeria ran!

  4. Ich habe meine selbst gebackene Pizza meiner Lieblingspizza von meinem favorisierten Pizza Lieferservice nachempfunden. Sie ist belegt mit Spinat, Champignons und Gorgonzola. Aber ich muss noch besser beim Teig werden. Das kriegen die Profis besser hin, als ich.

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