Arme Ritter ist eine Resteverwertung. Und in Sachen Süßspeisen die vielleicht beste, die ich kenne. Dabei wird altbackenes Brot, meist Weißbrotscheiben oder Toastbrot (French Toast in Amerika), zusammen mit einer Eier-Milch-Mischung in eine Pfanne gepackt und gebraten. Herauskommt was ganz Feines. Und mir auch aus meiner Kindheit aus Omas Küche bekannt…
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Arme Ritter Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Eier halten die Eiermilch zusammen und geben den Armen Rittern ihre typische weiche Mitte. Beim Braten entsteht dadurch außen eine goldene Schicht, während das Innere angenehm saftig bleibt.
- Milch macht die Mischung etwas flüssiger, damit das Brot genug davon aufnehmen kann. Gerade bei älterem Brot klappt das besonders gut, weil es die Flüssigkeit schnell aufsaugt.
- Zucker steckt bereits in der Eiermilch und bringt eine leichte Süße ins Rezept. Zusammen mit dem Anbraten in der Pfanne entsteht dieser typische Duft, den viele noch aus der Kindheit kennen.
- Brot bildet natürlich die Grundlage für Arme Ritter. Besonders gut eignet sich älteres Weißbrot oder Toast, weil die Scheiben stabil bleiben und nicht sofort zerfallen.
- Butterschmalz kommt in die Pfanne und sorgt für die kräftige Bräunung der Oberfläche.
- Zimt landet erst zum Schluss auf den warmen Armen Rittern. Gerade in Kombination mit etwas Zucker passt das hervorragend zu diesem einfachen Frühstücksklassiker.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Arme Ritter Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Eiermilch vorbereiten
Zuerst Eier, Milch und Zucker in einer Schüssel verrühren. Danach die Brotscheiben kurz darin einweichen, bis sie Flüssigkeit aufgenommen haben und weich geworden sind.
2. Brotscheiben portionsweise ausbacken
Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und die eingeweichten Scheiben nach und nach hineinlegen. Jede Seite goldbraun anbraten, damit außen eine leichte Kruste entsteht.
3. Warm servieren und garnieren
Die fertigen Armen Ritter direkt auf Teller legen und noch warm servieren. Zum Schluss je nach Geschmack mit Zucker, Zimt, Obst oder süßen Beilagen ergänzen.
Ein klassisches Süßspeisen Rezept neben Pfannkuchen, dem Waffeln Rezept sowie Omas Kaiserschmarrn.

Warum heißen Arme Ritter eigentlich „Arme Ritter“?
Der genaue Ursprung des Namens lässt sich heute nicht mehr eindeutig belegen. Wahrscheinlich steckt dahinter die Idee, mit einfachen und günstigen Zutaten trotzdem ein „edles“ Gericht auf den Tisch zu bringen.
Altbackenes Brot, Milch und Eier kosteten früher wenig und lagen oft ohnehin noch in der Küche bereit. Daraus entstand ein warmes Gericht, das satt machte und deutlich besser schmeckte, als die einfachen Zutaten vermuten lassen. Genau dieser Gegensatz aus schlicht und lecker dürfte zum Namen „Arme Ritter“ geführt haben.
Ähnliche Rezepte gibt es übrigens in vielen Ländern. In den USA kennt fast jeder „French Toast“, in Österreich heißen sie teilweise „Pofesen“ oder „Fotzelschnitten“.
Welches Brot eignet sich für Arme Ritter?
Für Arme Ritter passt leicht trockenes Brot am besten. Gerade ältere Scheiben saugen die Eiermilch gut auf und bleiben beim Braten stabil.
Klassisch kommen oft diese Sorten in die Pfanne:
- Toastbrot
- Weißbrot
- Kastenbrot
- Baguette
- alte Brötchen
- Brioche
Toastbrot gehört für viele zur typischen Variante aus der Kindheit. Etwas dickeres Weißbrot liefert dagegen oft mehr Biss und eine kräftigere Oberfläche nach dem Anbraten.
Ganz frisches Brot eignet sich weniger gut, weil es schnell weich wird und leichter auseinanderfällt. Deshalb funktioniert Brot vom Vortag für Arme Ritter meist deutlich besser.
Beilagen
Hier kommt es auf den Belag an. Das Arme Ritter Grundrezept sieht wohl nur Zimtzucker zum Bestreuen vor. Toll machen sich dazu alles von Ahornsirup und Marmelade über Apfelmus, Kompott bis hin zu frischen Beeren.
In der Deluxe Armer Ritter Genuss Variante kann ich mir auch Sahne und Eis vorstellen – besonders wenn der Arme Ritter als Dessert serviert wird.
Tipps und Tricks
- Wer Arme Ritter aus frischen Toastscheiben zubereiten will sollte diese bitte erst toasten, damit sie ein wenig fester werden und nicht zerfallen – auch abkühlen lassen!
- Alternativ zu normalem Zucker dürft ihr auch Puderzucker verwenden.
- Wer ein oder zwei Stück von diesem flotten Gericht gerne herzhaft zubereiten mag lässt den Zucker weg und verwendet eine Prise Salz für seinen Armen Ritter. Dazu packt man dann auf diese Varianten gerne als Garnitur Käse (z.B. eine Portion Parmesan oder eine Scheibe Gouda) und in dünne Scheiben geschnittene Frühlingszwiebel drauf.
- Ein Armer Ritter hat übrigens laut Wikipedia noch viele weitere Bezeichnungen: Rostige Ritter, Fotzelschnitten, Semmelschnitten, Semmelschmarrn, Semmelnudeln, Weckzämmädä, Kartäuserklöße, Gebackener Weck, Weckschnitten, Bavesen, Pofesen als auch Blinder Fisch.
FAQs
Was ist der Unterschied zwischen French Toast und Arme Ritter?
Die Grundidee ist nahezu identisch. Beide Gerichte bestehen aus Brot, das in Eiermilch eingeweicht und anschließend gebraten wird. French Toast fällt oft etwas süßer aus und kommt in den USA häufig mit Ahornsirup auf den Tisch, während Arme Ritter klassisch eher mit Zucker und Zimt serviert werden.
Kann man Arme Ritter auch kalt essen?
Ja, das klappt problemlos. Frisch aus der Pfanne schmecken Arme Ritter zwar am besten, aber auch kalt eignen sie sich noch als süßer Snack.
Wie werden Arme Ritter knusprig?
Eine gut erhitzte Pfanne und etwas Butterschmalz helfen für die goldbraune Oberfläche. Außerdem sollte das Brot nicht zu lange in der Eiermilch liegen, damit die Scheiben stabil bleiben.
Welches Brot eignet sich für Arme Ritter?
Klassisch verwendet man Toastbrot oder Weißbrot vom Vortag. Leicht trockenes Brot nimmt die Eiermilch besonders gut auf und fällt beim Braten nicht so schnell auseinander.
Kann man Arme Ritter auch mit Schwarzbrot machen?
Ja, auch Schwarzbrot funktioniert. Der Geschmack fällt kräftiger und weniger süß aus als bei der klassischen Variante mit Weißbrot oder Toast.
Kann man Arme Ritter aufwärmen?
Ja, das klappt gut in der Pfanne oder kurz im Backofen. In der Mikrowelle verlieren sie allerdings schneller ihre knusprige Oberfläche.
Was ist Arme Ritter?
Arme Ritter gehören zu den klassischen Süßspeisen aus altbackenem Brot, Milch und Ei. Die eingeweichten Brotscheiben brät man anschließend goldbraun in der Pfanne.
Was passt zu Arme Ritter?
Sehr beliebt sind Zimt und Zucker, Ahornsirup, Marmelade oder frische Beeren. Auch Apfelmus, Kompott oder eine Kugel Vanilleeis passen hervorragend dazu.
Warum heißen Arme Ritter so?
Der Name stammt vermutlich daher, dass das Gericht mit einfachen und günstigen Zutaten zubereitet wird, aber trotzdem überraschend gut schmeckt. Eine eindeutige Herkunft des Begriffs gibt es heute allerdings nicht mehr.
Woher stammen Arme Ritter?
Arme Ritter stammen vermutlich aus Europa und verbreiteten sich später in vielen Ländern weiter. Das Prinzip der Resteverwertung von altem Brot spielte dabei schon früh eine große Rolle.
Fazit
Arme Ritter zeigen, wie unkompliziert ein altes Rezept funktionieren kann. Wenige Zutaten reichen aus, um aus altem Brot wieder etwas richtig Feines zu machen.
Gerade zum Frühstück oder als schnelle Süßspeise mache ich dieses Rezept immer wieder gern. Besonders frisch aus der Pfanne schmecken Arme Ritter einfach am besten. Weitere leckere Süßspeisen sind übrigens Dampfnudeln und der berühmte Milchreis.
Arme Ritter Zutaten & Zubereitung
Arme Ritter | Omas Frühstücksklassiker
Zutaten
- 2 Eier (Größe M)
- 500 ml Milch
- 50 g Zucker
- 8 Scheiben Brot (Toastbrot, Kastenweißbrot, Brötchen, Weißbrot, etc.)
- 3 EL Butterschmalz (oder Öl)
- 1 Prise Zimt (nach Belieben, Lust & Laune)
- 1 Prise Zucker (nach Belieben, Lust & Laune)
Anleitung
- Ei, Milch, Zucker gut miteinander in einer Schale oder Schüssel verquirlen.
- Die Brotscheiben kurz in dieser Eiermilch einweichen lassen. Sie dürfen sich vollsaugen aber nicht auseinander fallen.
- Butterschmalz in der Pfanne erhitzen und die eingeweichten Toastscheiben nacheinander von beiden Seiten goldbraun braten.
- Danach auf dem Teller nach Lust und Laune garnieren: mit etwas Zucker und Zimt.
- Hinweis: Obst (Beeren), Vanillesoße oder Marmelade nach Belieben sind auch erlaubt. Am besten schmecken sie warm serviert.

Arme Ritter ? eine absolute Kindheitserinnerung ☺️ Finde es toll, wie du uns hier auch alte Klassiker präsentierst ? Großes Danke an deine Arbeit!
Schönen Abend und viele Grüße aus der Oberpfalz, Theresa
Guten Morgen Theresa! Vielen lieben Dank für deine schönen Worte, es ist mir eine große Freude 😉 Absolut ein Klassiker der mit vielen tollen, leckeren und schönen Erinnerungen verbunden ist 😉 So etwas sollte man niemals aussterben lassen. Lass Dir schmecken und liebe Grüße zurück, Anja
Guten Morgen Anja da freue ich mich schon auf das kommende Wochenende da werde ich die süßen Scheibchen mal nachmachen – tolles Rezept, Danke dafür!
Lieben Gruß, Susi
Hallo Susi! Vielen Dank, das freut mich wirklich sehr 😉 Dann hoffe ich, dass Dir die leckeren Scheibchen genauso schmecken wie mir 🙂 Gutes Gelingen und lass mich unbedingt wissen, wie es geworden ist 😉 Danke und einen schönen Dienstag. Liebe Grüße, Anja
Meine Kindheit wird in mir wach. Muß ich unbedingt mal wieder probieren. Meine Oma hat die oft gemacht, wenn wir aus der Schule kamen. Mir kommen gleich die Tränen. Ich wußte nicht mehr genau, wie sie die Dinger gemacht hat. Danke für das Rezept.
Hallo Herbert! Was für ein super rührendes Feedback. Ich freue mich wirklich sehr, wenn ich Dir das Rezept so wiederbringen konnte – Herzlichen Dank! Viel Spaß jetzt beim nachmachen und liebe Grüße, Anja
Gab es immer bei meiner Oma. Eine leckere Kindheitserinnerung.
Sie hat Zwieback dazu genommen und mit Zimt und Zucker bestreut.
Das ist aber auch eine super Kombination… Toll, da hat deine Oma genau gewusst, was schmeckt 😉 Danke schön. Liebe Grüße, Anja
Gab es immer bei meiner Oma. Eine leckere Kindheitserinnerung.
Klasse liebe Ingrid! Das freut mich zu hören. Vielen Dank Dir! Liebe Grüße, Anja
„Arme Ritter“:
Erinnerungen an meine Kindheit Anfang der 50-er Jahre.
Bei uns gab’s sie allerdings als Mittagessen…
Hallo Bernhard! Logo, der Klassiker geht sowohl morgens-mittags-abends 😉 Einfach immer passend 😉 Vielen Dank für dein schönes Feedback – freut mich sehr. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Anja
Omas Klassiker für jung & alt. Ich mache mitunter die nichtsüße Eier-Variante. Also tränken in Ei-Sahne-Pfeffer-Salz-ein Gewürz-Bad und rein in die Pfanne… oberköstlich!
Hallo Jürgen! Oh toll – auch eine super Variante 😉 für alle Typen die es herzhafter mögen 😉 Viele Dank für dein Feedback und ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Anja
Gerade ausprobiert und wir sind begeistert – das war sicher nicht das letzte Mal 😉 Danke Anja!
Guten Morgen Max! Klasse, dass es Euch so geschmeckt hat – freut mich sehr 🙂 Vielen Dank und ein schönes Wochenende wünsche ich Euch. Liebe Grüße, Anja
Guten Morgen Anja! Was für eine leckere Idee… Werden meine Kids bestimmt lieben – wird also probiert 😉
Viele Grüße, Monika
Hallo Monika! Logo, davon bin ich überzeugt, Kinder lieben diesen Klassiker 😉 Danke schön und Viel Spaß beim nachmachen 😉 Würde mich auch über ein Feedback, wie es Euch geschmeckt hat, sehr freuen 😉 Liebe Grüße zurück, Anja
Lecker – werde ich gleich für mich und meine Tochter zubereiten 😉 Danke Anja! Viele liebe Grüße, Lissy
Hallo Lissy! Bin mir sicher, deine Tochter wird es lieben 🙂 Vielen lieben Dank für dein Feedback und lass mich unbedingt wissen, wie die Armen Ritter ankamen 😉 Merci und einen schönen Tag! Liebe Grüße, Anja
Was für ein tolles Rezept ?Erinnert mich auch voll an meine Kindheit ?
Klasse meine liebe Marianne! Freut mich sehr zu hören 🙂 Liebe Grüße und lass Dir schmecken… Anja