Das Gemüsebrühe Rezept ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Küche und bildet die Basis vieler Gerichte. In diesem Blog Artikel stelle ich euch das Rezept für eine hausgemachte Gemüsebrühe vor, die man ganz einfach selbst zubereiten kann.
Obendrein schmeckt die selbstgemachte Version auch noch viel besser als im Handel erhältliche Instant Gemüsebrühen. Also schnappt euch einen Bund Suppengemüse, eine Handvoll weitere Zutaten und los geht’s!
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Gemüsebrühe Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Möhren geben der Brühe eine angenehme Süße und eine schöne Farbe. Gerade beim langen Köcheln entwickelt sich daraus ein kräftiger Geschmack, den viele von klassischer Gemüsebrühe kennen.
- Lauch steuert eine herzhafte und leicht würzige Note bei. Besonders die grünen Teile landen bei mir gerne mit im Topf, weil darin viel Aroma steckt.
- Zwiebeln kommen zusammen mit dem Gemüse in den Topf und entwickeln beim Anbraten kräftige Röstaromen. Genau dadurch schmeckt die Brühe später deutlich vollmundiger.
- Knoblauch ergänzt die Brühe mit einer feinen Würze im Hintergrund. Zu viel braucht es hier gar nicht, weil die übrigen Gemüsesorten ebenfalls viel Geschmack mitbringen.
- Petersilienwurzel passt hervorragend zu Brühen und Suppen. Ihr Aroma erinnert leicht an Sellerie und Petersilie zugleich und macht die Brühe kräftiger.
- Knollensellerie gehört für viele ganz selbstverständlich in eine klassische Gemüsebrühe. Schon kleine Mengen prägen den Geschmack deutlich und verleihen der Brühe ihren typischen Charakter.
- Sonnenblumenöl kommt zum Anbraten des Gemüses in den Topf. Dadurch entstehen leichte Röstaromen, die später auch in der Brühe deutlich zu schmecken sind.
- Pfefferkörner, Lorbeerblätter und Wacholderbeeren ergänzen die Brühe mit würzigen und leicht herben Noten. Vor allem Wacholder passt sehr gut, wenn die Brühe später in Eintöpfen oder kräftigen Saucen landet.
- Frische Petersilie bringt zum Schluss noch eine frische Kräuternote mit hinein. Besonders die Stiele dürfen ebenfalls mitkochen, weil darin viel Geschmack steckt.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Gemüsebrühe Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Gemüse vorbereiten
Zuerst das Gemüse schälen und anschließend in grobe Stücke schneiden. Größere Stücke reichen hier vollkommen aus, weil später nur die Brühe im Topf bleibt.
2. Gemüse und Gewürze anrösten
Das vorbereitete Gemüse zusammen mit dem Öl im großen Topf anbraten und danach Wasser angießen. Anschließend Gewürze und Kräuter zugeben, damit sich die verschiedenen Aromen während der Kochzeit verteilen.
3. Gemüsebrühe langsam köcheln lassen
Die Gemüsebrühe über längere Zeit sanft köcheln lassen und danach durch ein feines Sieb gießen. So entsteht eine klare und kräftige Brühe, die du direkt verwenden oder portionsweise einfrieren kannst.
Und: ich habe auch Fonds und Brühen Rezepte für Hühnerbrühe, eine kräftige Rinderbrühe oder Fleischbrühe.
Muss man das Gemüse schälen?
Nicht unbedingt. Wenn das Gemüse gut gewaschen ist und aus Bio-Anbau stammt, kannst du viele Schalen mitverwenden – vor allem von Karotten, Sellerie oder Zwiebeln. Sie bringen oft sogar extra Geschmack.
Welche Gemüsereste eignen sich besonders gut?
Zwiebelschalen, Sellerieblätter, Möhrenschalen, Brokkoli- oder Blumenkohlstiele, Lauchabschnitte, Pastinaken, Kohlrabigrün – fast alles, was würzig ist. Nur sehr bitteres oder fauliges Gemüse bitte weglassen.
Kann man Gemüsebrühe auch würziger machen?
Ja. Wer möchte, kann zusätzlich Liebstöckel, Majoran, Lorbeer, getrocknete Pilze oder Tomatenmark mitkochen. Auch etwas Sojasauce oder Miso sorgt für extra Tiefe (Umami).
Tipps und Tricks für den Gemüsebrühe Vorrat
Große Menge Gemüsebrühe zubereiten
Stelle beim Gemüsebrühe selber machen eine größere Menge her, als du aktuell benötigst. Auf diese Weise hast du genug Brühe, damit du den Rest einfrieren und bei Bedarf verwenden kannst.
Resteverwertung
Sammelt über die Woche hinweg Gemüsereste aller Art, wie Kohlrabi-, Pastinaken– und Karottenschalen, Möhrenschalen, Stangensellerie, Zwiebelschalen, Blätter und abgeschnittene Strunk-Enden vom Blumenkohl oder Brokkoli und verkocht sie am Wochenende zu Gemüsesuppe.
Auf diese Weise könnt ihr Reste verschiedenster Gemüsesorten sinnvoll verwenden, die ohnehin in den Kompost gewandert wären.
FAQs
Wie bekomme ich mehr Geschmack in eine Gemüsebrühe?
Durch das Anbraten des Gemüses entsteht deutlich mehr Tiefe in der Brühe. Zusätzlich passen Kräuter und Gewürze wie Petersilie, Lorbeer, Wacholder oder Pfefferkörner sehr gut dazu. Auch eine längere Kochzeit macht die Gemüsebrühe kräftiger.
Was sollte nicht in die Gemüsebrühe?
Sehr bitteres Gemüse eignet sich weniger gut für Gemüsebrühe. Dazu zählen zum Beispiel große Mengen Rosenkohl, Chicorée oder verbrannte Gemüseteile. Faulige oder stark welk gewordene Zutaten gehören ebenfalls nicht in den Topf.
Welche Gemüsebrühe ist die gesündeste?
Eine selbst gemachte Gemüsebrühe bietet den Vorteil, dass ihr die Zutaten selbst auswählt. Dadurch landen meist weniger Zusatzstoffe, Zucker oder Geschmacksverstärker in der Brühe.
Ist klare Brühe das Gleiche wie Gemüsebrühe?
Nicht ganz. Klare Brühe beschreibt eher die Art der Brühe und ihre Konsistenz. Gemüsebrühe besteht dagegen ausschließlich aus Gemüse, Kräutern und Gewürzen. Klare Brühe kann auch auf Fleisch oder Knochen basieren.
Sind Brühwürfel das Gleiche wie Gemüsebrühe?
Brühwürfel dienen meistens als schnelle Alternative zur selbst gemachten Gemüsebrühe. Geschmack und Zusammensetzung unterscheiden sich allerdings oft deutlich von frisch gekochter Brühe.
Ist Vegeta das Gleiche wie Gemüsebrühe?
Vegeta ist eine bekannte Würzmischung mit Gemüseanteil und Gewürzen. Klassische Gemüsebrühe entsteht dagegen durch das Kochen von frischem Gemüse in Wasser.
Ist Gemüsebrühe aus Pulver gesund?
Gemüsebrühe aus Pulver kann praktisch für den Alltag sein. Viele Produkte enthalten allerdings relativ viel Salz oder Zusatzstoffe. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich deshalb immer.
Wie lange ist selbstgemachte Gemüsebrühe haltbar?
Im Kühlschrank hält sich die Brühe in sauberen, verschlossenen Gläsern oder Flaschen etwa 3 bis 5 Tage. Für längere Haltbarkeit einfach einfrieren – z. B. in Eiswürfelformen oder Schraubgläsern.
Kann man Gemüsebrühe einfrieren?
Ja, wunderbar sogar. Am besten in kleinen Portionen (z. B. 250–500 ml) oder Eiswürfelformen einfrieren – so kannst du später genau die Menge entnehmen, die du brauchst.
Fazit
Eine selbst gemachte Gemüsebrühe schmeckt deutlich kräftiger als viele fertige Varianten aus dem Handel – oder Instantpulver.
Besonders praktisch finde ich die Möglichkeit, größere Mengen auf Vorrat einzufrieren. Dadurch steht für Suppen, Saucen oder Risotto jederzeit eine gute Grundlage bereit.
Weitere Brühen und Fonds: Der Fischfond für die Fischsuppe, ein Wildfond für Hirschgulasch oder Rehbraten und auch ein Lammfond.
Zutaten und Zubereitung
Gemüsebrühe | klassisches Grundrezept
Zutaten
- 3 Möhren (groß)
- 1 Stange Lauch
- 3 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 Petersilienwurzel
- 0,5 Stück Knollensellerie (mittelgroß)
- 2 EL Sonnenblumenöl
- 1 EL Salz
- 5 schwarze Pfefferkörner
- 4 Lorbeerblätter
- 10 Wacholderbeeren
- 1 Bund frische Petersilie
Anleitung
- Schäle das Gemüse. Anschließend das Gemüse in grobe Stücke oder Scheiben schneiden, damit die Aromen während des Kochvorgangs gut freigesetzt werden.
- Kochtopf vorbereiten: Nimm einen großen Topf und erhitze etwas Öl darin.
- Gemüse anbraten: Gib das vorbereitete Gemüse in den Topf und brate es für einige Minuten an. Das Anbraten gibt der Brühe eine leichte Röstnote.
- Wasser hinzufügen: Fülle den Topf mit Wasser auf und achte darauf, dass das Gemüse vollständig bedeckt ist. Je nach gewünschter Menge und Intensität der Brühe kannst du die Wassermenge variieren.
- Gewürze und Kräuter hinzufügen: Gib die Pfefferkörner, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, und eine Salz in den Topf. Die Gewürze und Kräuter verleihen der Brühe ein herrliches Aroma und eine angenehme Würze.
- Köcheln lassen: Die Gemüsebrühe aufkochen lassen und anschließend die Hitze reduzieren, sodass die Brühe nur noch sanft köchelt. Lass' die Brühe für etwa 90 bis 120 Min. köcheln, damit sich die Aromen gut entfalten können und sich die Flüssigkeit auf ungefähr die Hälfte reduziert. Deckel geöffnet lassen! Bildet sich Schaum, diesen mit einem Löffel oder Schaumkelle abschöpfen.
- Brühe zum Schluss abseihen: Nach der Kochzeit nimmst du den Topf vom Herd und gießt die Gemüsebrühe durch ein feines Sieb in einen anderen Behälter. Die festen Gemüsestücke und Gewürze werden dabei herausgefiltert, und die klare Brühe bleibt zurück.
sehr tolle Rezepte, geling sicher, es macht sehr viel Spaß, die Rezepte nach zu kochen
Liebe Brigitte, danke dir für dein liebes Feedback 😊 Schön, dass dir das Nachkochen so viel Freude bereitet!
Liebe Grüße, Anja
Liebe Anja, ich habe an Deiner Gemüsebrühe nicht das geringste auszusetzen. Die ist top.
Ich wollte nur einen kleinen Tipp geben für Menschen, die auch ein Problem mit Bluthochdruck haben.
Liebe Grüße Fritz
Lieber Fritz! Logo, Vielen lieben Dank, hab Dich schon richtig verstanden 😉 Alles gut… Liebe Grüße und lasst es Euch schmecken, Anja
Hallo Anja, wieder mal ein toller Beitrag. Ich mache meine Gemüsebrühe immer aus Resten. Es ist sehr schön, daß Du das beschrieben hast. Da meine Frau etwas Probleme mit dem Blutdruck hat, muss ich mit dem Salz sparsam sein. Da fehlt dann natürlich Geschmack. Das gleiche ich mit einer Prise Glutamat aus. Ich weiss da setze ich mich wieder in viele Nesseln. Es wird aber nicht Löffelweise angewandt, sondern nur maximal 1 Gramm auf 1 l Brühe.
Ich persönlich bräuchte es nicht.
Ihr macht einen tollen Job. Großes Lob.
Liebe Grüße Fritz.
Hallo lieber Fritz! Erstmal ein riesengroßes Danke schön für dieses schöne Feedback und dein Lob. Logo, es gibt immer was auszusetzen 😉 aber ich bin kulant und sage immer, es soll und darf jeder gerne würzen wie es für einem am besten passt und wenn das für Euch am bekömmlichsten ist, warum nicht 😉 Deshalb alles gut und weiter so… Danke und einen schönen Tag. Liebe Grüße, Anja
Also bei uns in der Familie bin ich der Koch. Und ich mache diese Brühe auch immer selber. Vorteil: Nichts an Zusatzstoffe drin! Fülle Reste immer in Gläser ab. Viel besser als Instant Pulver oder Brühwürfel! Neben Sellerie und Karotte dürfen bei mir in meiner Variante Champignons nicht fehlen.
Ja Claudia, da kannst wirklich alles verwenden worauf du Lust hast. Liebe Grüße, Anja
Hallo Anja! Also ich mache mir regelmäßig Gemüsebrühe auf Vorrat.
Diese wird eingefroren und bei Bedarf habe ich immer selbst gemachte Brühe, die im übrigen tausend Mal besser schmeckt als irgendetwas fertiges 😉
Viele Grüße, Sylvia
Hallo Sylvia! Das ist toll, so bist du immer schnell mit dem Besten versorgt 🙂 Danke schön! Viel Spaß und lass Dir deine selbst hergestellte Brühe gut schmecken… Liebe Grüße, Anja
Super.probiere ich promt aus
Danke Dir, Tanja! Liebe Grüße, Anja