So lecker wie im Urlaub. Das hört man oft, wenn’s um Rezepte wie Cevapcici, die ungarischen Gulaschsuppe oder den Italienischen Pizzateig geht. Heute gibt’s wieder was von diesem Kaliber, einen Klassiker: das Djuvec Reis Rezept.
Ich würde gerne sagen das Original Djuvec Reis Rezept. Aber ich vermute es verhält sich mit diesem Reisgericht aus der Balkanregion so wie mit den eingangs erwähnten Gerichten: jede Familie auf dem Balkan hat ihr eigenes Originalrezept für selbstgemachten Djuvec Reis.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im original Djuvec Reis Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Langkornreis: Bildet die Basis des Gerichts und nimmt die Aromen der übrigen Zutaten gut auf.
- Zwiebeln und Knoblauch: Geben dem Gericht eine würzige Grundlage und sorgen für Tiefe im Geschmack.
- Paprikaschoten und Erbsen: Bringen Farbe und unterschiedliche Geschmacksnuancen in den Reis.
- Passierte Tomaten und Tomatenmark: Sorgen für die typische Grundlage und prägen den Gesamtgeschmack.
- Ajvar: Verleiht dem Gericht seine charakteristische Würze und eine leicht pikante Note.
- Paprikapulver: Unterstützt das Aroma und passt gut zur übrigen Würzung.
- Olivenöl: Dient zum Andünsten der Zutaten und rundet das Gericht geschmacklich ab.
- Petersilie: Setzt zum Schluss einen frischen Akzent und ergänzt den fertigen Reis.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Djuvec Reis Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Zutaten vorbereiten
Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein schneiden, Paprikaschoten entkernen und klein schneiden. Den Reis bereitstellen und die weiteren Zutaten vorbereiten.
2. Basis anbraten und aufbauen
Zwiebeln und Knoblauch im Olivenöl andünsten, anschließend Tomatenmark zugeben und leicht anrösten. Danach Paprika mit in die Pfanne geben, passierte Tomaten und Ajvar einrühren und mit Paprikapulver würzen.
3. Djuvec Reis garen und fertigstellen
Reis zugeben, mit Wasser aufgießen und alles einmal aufkochen lassen. Anschließend köcheln lassen, bis der Reis weich ist und die Flüssigkeit reduziert, dann die Erbsen unterrühren und weitergaren, bevor du den Djuvec Reis abschmeckst und servierst.
Weitere feine Reisgerichte sind die spanische Paella oder der Reissalat. Vergesst bitte auch nicht den Grundlagen-Artikel zum Thema Reis kochen.
Djuvec Reis Rezept Video
Woher stammt Djuvec Reis?
Djuvec Reis stammt aus der Balkanregion, insbesondere aus Ländern wie Serbien, Kroatien und Bosnien. Der Name geht auf den Begriff „Đuveč“ (Djuvec) zurück, der ursprünglich ein Schmorgericht bezeichnet, das in einem Topf oder einer Pfanne zubereitet wird.
Typisch für diese Küche ist genau diese Art der Zubereitung: mehrere Zutaten wie Reis, Gemüse und Gewürze kommen zusammen in ein Gefäß und garen gemeinsam. So entsteht ein Gericht mit kräftigem, rundem Geschmack, das sich gut als Beilage, aber auch als eigenständige Mahlzeit eignet.
Welcher Reis für Djuvec Reis?
Für Djuvec Reis eignet sich am besten Langkornreis. Er bleibt beim Garen locker und körnig und passt gut zu den übrigen Zutaten im Gericht.
Wichtig ist, dass der Reis nicht zu stark klebt. Deshalb funktionieren Sorten wie klassischer Langkornreis besonders gut, weil sie die Flüssigkeit aufnehmen, ohne matschig zu werden.
Zu was passt Djuvec Reis als Beilage?
Ich selbst mag ihn am liebsten zu Fleischgerichten wie Cevapcici, Gyros oder auch Fleischspießen und Lamm-Koteletts. Generell aber zu Vielem, das vom Grill oder aus der Pfanne kommt.
Dazu zählt auch Fleisch wie schnell mal gegrillte Nackensteaks vom Schwein, gegrillte Leber oder Rindersteaks. Und: er geht auch als One Pot Gericht durch – so gehaltvoll ist er als Hauptgericht.
Tipps, Infos und Tricks
- Serviert den Djuvec Reis als Reiskugeln oder packt ihn in eine Tasse und stülpt diese um.
- Spielt mit Gewürzen und zusätzlichem Gemüse nach eurem Gusto, mein Rezept ist als Grundrezept zu verstehen. Wer als noch eine Knoblauchzehe mehr mag: nur zu!
- Macht eine kleine Menge Dschuwetsch mehr, dann habt ihr für den Folgetag auch noch eine Portion – der Djuvec Reis hält sich in einer Schüssel abgedeckt im Kühlschrank.
- Kein Bock auf diesen Balkan Reis? Dann probiert doch mal die Italien Variante aus: Tomaten Risotto, das asiatische Nasi Goreng oder ein Risotto Milanese stehen bei meinen Reis Rezepten unter anderem zur Auswahl…
FAQs
Was ist Djuvec Reis?
Djuvec Reis ist ein Reisgericht aus der Balkanregion. Dabei wird Reis gemeinsam mit Gemüse, Tomaten und Gewürzen zubereitet, sodass ein kräftig gewürztes Gericht entsteht, das als Beilage oder auch als Hauptgericht serviert werden kann.
Ist Djuvec Reis griechisch?
Djuvec Reis gehört nicht zur griechischen Küche, sondern stammt aus dem Balkan. In Griechenland gibt es ähnliche Reisgerichte, die jedoch anders gewürzt und zubereitet werden.
Welche Reissorte eignet sich für Djuvec Reis?
Für Djuvec Reis eignet sich Langkornreis am besten. Er bleibt beim Garen locker und nimmt die Aromen gut auf, ohne zu verkleben.
Was passt zu Djuvec Reis?
Djuvec Reis passt gut zu Fleischgerichten aus Pfanne oder vom Grill. Typisch sind Kombinationen mit Cevapcici, Fleischspießen oder anderen herzhaften Gerichten.
Wie schmeckt Djuvec Reis?
Djuvec Reis hat einen würzigen, leicht fruchtigen Geschmack durch die Tomatenbasis und die Gewürze. Paprika und Ajvar sorgen zusätzlich für eine kräftige, leicht pikante Note.
Ist Djuvec Reis scharf?
Djuvec Reis ist in der klassischen Variante leicht würzig, aber nicht zwingend scharf. Die Schärfe hängt vor allem vom verwendeten Ajvar und der Menge an Gewürzen ab.
Welche Gewürze kommen in Djuvec Reis?
Typisch sind Paprikapulver sowie die Würze aus Ajvar und Tomatenmark. Diese Kombination sorgt für den charakteristischen Geschmack des Gerichts.
Ist Djuvec Reis gesund?
Djuvec Reis kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, da er Reis und Gemüse kombiniert. Der Nährwert hängt vor allem von den verwendeten Mengen an Öl und weiteren Zutaten ab.
Fazit
Djuvec Reis mache ich gerne, wenn eine kräftige Beilage gefragt ist, die mehr kann als nur nebenbei mitlaufen. Die Kombination aus Reis, Paprika und der tomatigen Basis ergibt ein rundes Gericht, das sich gut mit Fleisch vom Grill oder aus der Pfanne kombinieren lässt.
Auch als eigenständige Mahlzeit funktioniert er, weil alles schon im Topf zusammenkommt und sich gut vorbereiten lässt – dann aber gerne emit ein wenig mehr und größer geschnittenem Gemüse!
Zutaten und Zubereitung
Djuvec Reis | wie im Balkan-Urlaub
Kochutensilien
- 1 Topf (oder eine tiefe Pfanne mit Deckel)
Zutaten
- 400 g Langkornreis
- 1 Liter Wasser
- 2 große Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 2 rote Paprikaschoten
- 250 ml passierte Tomaten
- 280 g Erbsen
- 250 g Ajvar (scharfen)
- 4 EL Tomatenmark
- 2 EL Paprikapulver
- 6 EL Olivenöl
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Bund Petersilie
Anleitung
- Vorbereitung: Zwiebel und Knoblauch schälen. Beides sehr klein, am besten in Würfel schneiden.
- Die Paprikaschote entkernen und auch klein schneiden. 0,5*0,5 Zentimeter große Stücke in etwa.
- Zwiebeln und Knoblauch im heißen Olivenöl andünsten.
- Das Tomatenmark zugeben und leicht anrösten.
- Gefolgt von Paprika, die wir auch andünsten.
- Nun passierte Tomaten hinzu. Tomatenstücke aus der Dose sind als Ausnahme auch okay, wenn es etwas „fester“ werden soll.
- Jetzt kommt Ajvar rein.
- Anschließend das Parpikapulver einrühren.
- Den Reis zugeben.
- Mit dem Wasser aufgießen.
- Einmal aufkochen.
- Und dann einige Minuten köcheln lassen, bis alles eine cremige Konsistenz erlangt hat und die Flüssigkeit fast verdunstet ist (mehr als die Hälfte). Die Kochzeit hängt davon ab, welchen Reis ihr nehmt.
- Nun mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Erbsen zugeben.
- Für 10 Minuten weiter köcheln bis die Flüssigkeit verdunstet ist.
Moin Anja,
dein Reis ist echt wie im Balkan und so einfach, herkommt bei uns ganz oben auf die Beilagenliste.
Dank dir fürs Rezept und deine Mühe mit dem Blog.
Achim
Hallo Achim, das freut mich sehr zu lesen. Schön, dass der Djuvec Reis bei euch so gut ankommt und einen festen Platz als Beilage bekommen hat. Danke dir für deine netten Worte zum Blog. Liebe Grüße, Anja
Tolles Rezept.
Ich verwende anstelle von Wasser sehr gerne selbst gekoche Gemüsebrühe.
Hallo Gabriel,
eine sehr gute Idee. Mit selbst gekochter Gemüsebrühe bekommt der Reis noch mehr Tiefe.
Liebe Grüße, Anja
Einfach mega lecker 😋. Leicht nachzukochen und es sättigt ganz schön. Ich liebe dieses Gericht.
Liebe Elli,
genau dafür liebe ich den Djuvec Reis auch: unkompliziert, sättigend und voller Geschmack. Freut mich sehr, dass er dir so gut geschmeckt hat.
Liebe Grüße, Anja
Funktioniert eins A nach dem Rezept!
Das freut uns alle, wenn Pläne bzw. Rezepte aufgehen. Danke fürs Feedback. Liebe Grüße, Anja
Werde heute das Rezept ausprobieren, dann kann ich mehr sagen.
Liebe Bärbel,
wenn du heute das Djuvec-Rezept ausprobierst, würde mich sehr interessieren, welche Beilagen du dazu servierst.
Liebe Grüße,
Anja
Super, insbesondere die Info zum Reis; hab’s mal mit Basmati probiert, war nichts.
Nächstes Mal also Langkorn oder Parboiled
Freut mich, danke Dir und lass ihn Dir schmecken! Liebe Grüße, Anja
Schaut sehr appetitlich aus und schmeckt sicher sehr gut. Tolles Rezept zum Nachkochen!
Danke Dir, liebe Renate Josefine, freu mich sehr! 🙂 Bis bald und liebe Grüße, Anja
Super Rezept. Einfach und unkompliziert und sehr lecker
Danke liebe Brigitte, freut mich wenn’s Dir gefällt! Liebe Grüße, Anja
Hallo und guten Abend,
habe das Rezept ausprobiert. Sieht lecker aus, duftet herrlich, aber: nach 6 Stunden köcheln ist der Reis immer noch nicht gar, sondern kernig. Habe schon ca 1/2 Liter Wasser nachgegossen. Hoffe, dass er morgen früh nach einer „durchweichten“ Nacht genießbar ist.
Oder haben Sie einen speziellen Tipp?
Viele Grüße aus Hürtgenwald
Hallo Wolf, oh je, das ist aber ein widerspenstiger Reis! 😀 Aber Du machst das ganz gut, immer wieder Flüssigkeit nachgießen bis er die gewünschte Konsistenz hat. Wobei 6 Stunden schon echt viel sind! Aber vielleicht hat ihn nun das Einweichen weicher gemacht. Bitte schreib mir gerne wie er nun geworden ist. Es gibt aber auch Reissorten, die kernig bleiben. Vielleicht probierst Du beim nächsten Mal einen anderen Reis, Basmati oder gleich eine andere Sorte, einen Rundkorn-Reis zum Beispiel. Vielleicht liegt Dir die Konsistenz mehr. Danke und liebe Grüße, Anja
Genau so geht das Rezept…ich packe noch mehr Knoblauch rein aber das ist Geschmacksache. Grüße, Pete
Danke Dir, Pete, mach das, eine sehr gute Idee, Knoblauch ist immer gut. Und mehr davon noch besser! 🙂 Liebe Grüße, Anja
So, jetzt komme ich endlich dazu, den Djuvec Reis zu kommentieren. Samstag Vormittag, noch im Bett lungernd macht das richtig Spaß, auch wenn Gregor missbilligend die Augenbraue hochzieht wegen meiner Schreiberei an dich.
Also, mit Djuvec Reis verbindet mich eine Art Hassliebe. Kennengelernt habe ich ihn vor was weiß ich 30 Jahren in einem jugoslawischen Restaurant, wo er mit gefüllter Pleskavica gereicht wurde. Ich fand ihn fad und matschig, konnte mir jedoch gut vorstellen, dass er grundsätzlich richtig gut schmeckt. Leider war er in vielen Restaurants nicht anders, als der bei meinem Kennenlernen, also versuchte ich mich selbst daran. Aber es gelang mir nicht wirklich gut. Die Farbe eher bräunlich grau, Geschmack bekam ich auch nicht so recht hin, wie ich es mir vorstellte und der Reis war entweder noch nicht durch, oder matschig. Auch späteres Durchstöbern des Internets mit Gelinggarantieversprechen half nicht recht. Irgendwann gab ich es auf.
Und nun stolpere ich nach Jahren über dein Video. Genauso muss ein Djuvec Reis aussehen, da kommt Appetit auf. Der Reis scheint perfekt, die Farbe super. Also fing ich Feuer und kaufte noch im Urlaub Langkornreis. Wir essen eigentlich immer Basmati-, Jasmin-, oder Vollkornreis, Risotto-, oder in Sushi halt Sushireis. Du hattest von Basmatireis abgeraten, deshalb habe ich einfachen Langkornreis gekauft, nicht Parboiled.
Ich schöpfe also Hoffnung und versuche mich noch einmal daran. Vielleicht noch etwas Zucker und Zitronensaft, ein paar ganz fein gewürfelte rote Paprika und Lauchzwiebelringe kurz vor Garende und ein paar Champignonwürfel. Vielleicht auch etwas Wasser durch Weißwein ersetzen. Wenn es tatsächlich endlich nach deinem Rezept klappen sollte, kriegst du einen Fotoschrein im Wohnzimmer ???
:))) oh, das sind ja Aussichten. Mechthild, ich glaub das wird was. Und ich kenne das alles auch. Matschig und geschmacklos. Also ich bin gespannt was Du sagst und auch Deine Abwandlungen klingen vielversprechend. Ich glaub das wird was. 🙂 Schöne Grüße an Gregor, Du bist eine Bereicherung für diese Seite und ich freu mich jedes Mal wenn Du schreibst und uns mit Deinen Anregungen inspirierst! 🙂 So ist das, ja! Also bis bald und liebe Grüße, Anja
Hatte mir auch noch nie Gedanken gemacht, das Rezept abzuwandeln. Aber ich könnte mir vorstelle,statt Erbsen,fein gewürfelte Zucchini u. vielleicht etwas von der Salatgurke fein gewürfelt mit dazugeben. Bringt gewiss etwas frische mit rein. Ich gebe oft in manche Gerichte einige Spritzer Zitronensaft dazu. Es gibt die Frische mit rein. Nur ob das bei dem Rezept angebracht ist, weiß ich nicht.Müßte man ausprobieren. ?
Liebe Brigitte, das sind tolle Ideen! Vielen Dank dafür. Ach, ein bisschen Frische ist immer gut. 🙂 Ich kann es mir zumindest sehr gut vorstellen. Liebe Grüße, Anja