Fish and Chips ist eines dieser Gerichte, die sofort Bilder von britischen Küstenorten, kleinen (Take away) Imbissen und Papierpäckchen voll mit knusprigem Backfisch hervorrufen. Der Duft von frisch frittiertem Fisch und dicken Chips gehört dort als ein Nationalgericht einfach dazu und macht den Reiz dieses Klassikers aus dem Vereinigen Königreich aus.
Gleichzeitig zeigt das Rezept, dass einfache Zutaten völlig ausreichen, um ein richtig herzhaftes und sättigendes Essen auf den Tisch zu bringen. Zu Hause lässt sich das original Fish and Chips Rezept überraschend gut nachmachen, wenn man ein paar Grundregeln beachtet.
Besonders der lockere Bierteig und die doppelt frittierten Chips sorgen dafür, dass das Ergebnis dem Original sehr nahekommt. Zusammen mit dem cremigen Erbsenpüree entsteht ein rustikales Gericht, das nicht nur Fans der britischen Küche überzeugt, sondern auch allen schmeckt, die knusprigen Fisch lieben. Lasst uns in diesem Artikel mal einen Blick auf die Spezialität von der Insel der lieben Briten werfen.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Fish and Chips Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Fischfilet: Bildet das Herzstück des Gerichts und liefert mit seinem festen, hellen Fleisch die typische saftige Grundlage unter dem knusprigen Teig. Dicke Stücke lassen sich gut frittieren und bleiben innen zart.
- Weizenmehl und Maisstärke: Sorgen gemeinsam für eine leichte, knusprige Hülle, die den Fisch vollständig umschließt. Die Mischung macht den Teig luftiger als reines Mehl allein.
- Helles Bier und Eier: Geben dem Backteig seine lockere Struktur und sorgen dafür, dass er beim Frittieren schön aufgeht. Gleichzeitig entsteht dadurch die charakteristische goldene Kruste.
- Kartoffeln: Liefern die typischen dicken Chips, die außen leicht knusprig und innen weich bleiben. Durch das Vorfrittieren entsteht die klassische Konsistenz.
- Frittieröl und Malzessig: Das heiße Öl sorgt für die knusprige Zubereitung von Fisch und Chips, während der Essig traditionell über die fertigen Kartoffeln gegeben wird und Frische hineinbringt.
- TK-Erbsen, Butter, Zucker und Minze: Ergeben zusammen das cremige Erbsenpüree, das als klassischer Begleiter den kräftigen Geschmack ausbalanciert und für eine frische Note sorgt.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept für Fish and Chips gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Kartoffeln vorbereiten und vorfrittieren
Die geschälten Kartoffeln in dicke Stifte schneiden, kurz wässern und gründlich trocknen, damit sie im heißen Fett nicht spritzen. Anschließend portionsweise vorfrittieren, bis sie außen fest, aber noch hell sind, und auf Küchenpapier abtropfen lassen.
2. Erbsenpüree zubereiten und Teig anrühren
Für das Erbsenmus, wie es auch manchmal genannt wird: Butter schmelzen, die gefrorenen Erbsen darin garen und anschließend pürieren, während die fein geschnittene Minze untergemischt wird. Parallel Mehl, Stärke, Salz und Backpulver vermengen, Eier und sehr kaltes Bier zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren.
3. Fisch frittieren und Chips fertig garen
Die Fischstücke trocknen, vollständig durch den Teig ziehen und zusammen mit den vorgegarten Kartoffelstäbchen in das heiße Fett geben, bis alles goldbraun und knusprig ist. Danach herausnehmen, abtropfen lassen und nach Belieben würzen, bevor du alles zusammen servierst.
Wem Fish n Chips zusagt, der kann sich vielleicht auch für andere Fingerfood Rezepte erwärmen. Auf meinem Blog gäbe es diesbezüglich Pizzabrötchen, die auf Kinderpartys beliebten Würstchen im Schlafrock oder auch Crispy Chicken erwärmen.
Welcher Fisch für Fish and Chips?
Für klassisches Fish and Chips verwendet man am besten Fisch mit festem, weißem Fleisch. Besonders typisch sind Kabeljau und Schellfisch, weil sie ein mildes Aroma haben, saftig bleiben und beim Frittieren in schöne, große Stücke zerfallen. Genau diese Kombination macht den charakteristischen Unterschied zu vielen anderen Fischgerichten aus.
Grundsätzlich eignen sich auch andere Weißfische, solange das Filet stabil genug ist und nicht zu fett. Rotbarsch, Seelachs oder Scholle funktionieren ebenfalls gut, wenn die Stücke ausreichend dick geschnitten sind. Wichtig ist vor allem, dass der Fisch im heißen Fett seine Form behält und der Bierteig gut daran haften kann.
Weniger geeignet sind sehr fettreiche oder besonders zarte Fischsorten. Sie können im Teig leicht auseinanderfallen oder geschmacklich zu dominant wirken. Für ein möglichst originales Ergebnis lohnt es sich daher, auf ein festes, helles Filet zurückzugreifen, das sich gut portionieren und knusprig ausbacken lässt.
Welche Fehler können bei Fish and Chips passieren?
Vermeidet Folgendes:
Fisch zu dünn oder ungeeignet wählen
Sehr dünne oder weiche Filets zerfallen beim Frittieren schnell oder trocknen aus. Für ein gutes Ergebnis sollten die Stücke dick, fest und möglichst gleichmäßig geschnitten sein.
Fisch nicht gründlich trocknen
Feuchtigkeit auf dem Fisch verhindert, dass der Teig richtig haftet. Außerdem kann Wasser im heißen Fett stark spritzen. Filets daher immer sorgfältig trocken tupfen.
Backteig zu warm oder zu dick
Ein warmer oder sehr schwerer Teig wird beim Frittieren nicht luftig, sondern kompakt. Dadurch entsteht keine typische knusprige Hülle. Kalte Zutaten und eine glatte, nicht zu zähe Konsistenz sind entscheidend.
Frittieröl zu kalt
Ist das Öl nicht heiß genug, saugen sich Teig und Kartoffeln mit Fett voll und werden weich statt knusprig. Die richtige Temperatur sorgt dafür, dass sich sofort eine stabile Kruste bildet.
Zu viel auf einmal frittieren
Wer zu viele Stücke gleichzeitig ins Öl gibt, senkt die Temperatur stark ab. Das Ergebnis wird ungleichmäßig gegart und weniger knusprig. Besser in Portionen arbeiten.
Fingerfood Rezepte | die Party kann kommen
👉 Hier gibt es viele weitere Fingerfood Rezepte
Welche Beilagen passen zu Fish and Chips?
Klassisch wird Fish and Chips tatsächlich ohne große zusätzliche Beilagen serviert, weil das Gericht mit Fisch, Chips und Erbsenpüree bereits vollständig ist. Das traditionelle Erbsenpüree gehört fest dazu und sorgt für einen frischen, leicht cremigen Ausgleich zum knusprigen Backfisch und den frittierten Kartoffeln — für mich macht es das Ganze erst richtig rund.
Typisch ist außerdem, die fertigen Chips mit etwas Malzessig zu würzen oder den Fisch mit ein paar Tropfen Zitrone zu verfeinern. Diese säuerlichen Komponenten bringen Frische ins Gericht und nehmen dem Frittierten etwas von seiner Schwere, gerade wenn alles frisch aus dem Fett kommt.
Wer gern eine Sauce dazu reicht, kann auf Remoulade oder eine milde Knoblauchsoße zurückgreifen. Auch Mayonnaise oder Ketchup funktionieren problemlos, wenn man es unkompliziert mag oder zusätzliche Würze möchte — bei uns greift am Tisch meist jeder zu dem, worauf er gerade Lust hat.
Welche Kartoffeln für Fish and Chips?
Für klassische Fish and Chips eignen sich am besten vorwiegend festkochende oder mehligkochende Kartoffeln. Beide Varianten funktionieren, liefern aber unterschiedliche Ergebnisse: Vorwiegend festkochende Sorten bleiben etwas stabiler und sorgen für Chips mit mehr Biss, während mehligkochende Kartoffeln innen besonders weich und fluffig werden.
In Großbritannien sind dicke, innen weiche und außen leicht knusprige Chips typisch. Genau dafür greifen viele gern zu mehligkochenden Kartoffeln, weil sie die charakteristische Konsistenz besonders gut liefern. Wichtig ist vor allem, dass die Stifte ausreichend dick geschnitten sind und nicht zu dünn wie klassische Pommes.
Ich persönlich nehme gern vorwiegend festkochende Kartoffeln, wenn ich etwas mehr Struktur möchte, oder mehligkochende, wenn es möglichst original wirken soll. Entscheidend ist letztlich weniger die Sorte als die richtige Zubereitung mit Vorfrittieren und anschließendem Fertigfrittieren. Selbstverständlich könnt ihr euch auch TK Pommes Frites zubereiten.
FAQs
Was ist das Besondere an Fish and Chips?
Fish and Chips vereint knusprig frittierten Fisch im Bierteig mit dicken, außen leicht krossen und innen weichen Kartoffelchips. Die Kombination aus mildem Fisch, luftiger Teighülle und rustikalen Beilagen macht das Gericht einfach, aber sehr sättigend und charakteristisch.
Welcher Fisch wird für Fish and Chips genommen?
Typisch sind feste Weißfische wie Kabeljau oder Schellfisch. Alternativ funktionieren auch Rotbarsch, Seelachs oder Scholle, solange das Filet dick genug ist und beim Frittieren seine Form behält.
Wie isst man traditionell Fish and Chips?
Klassisch wird das Gericht frisch aus dem Papier serviert und direkt gegessen, oft mit den Fingern oder einer einfachen Gabel. Dazu kommen meist Malzessig über die Chips und Erbsenpüree als Beilage.
Was ist Fish and Chips auf Deutsch?
Wörtlich übersetzt bedeutet es „Fisch und Kartoffelchips“. Gemeint ist jedoch kein Snack, sondern frittierter Backfisch im Teig mit dicken Pommes.
Warum wird Essig zu Fish and Chips verwendet?
Malzessig bringt eine säuerliche Frische, die gut zum frittierten Fisch und den Kartoffeln passt. Er nimmt dem Gericht etwas von seiner Schwere und ist ein fester Bestandteil der traditionellen Zubereitung.
Fazit
Fish and Chips gehört für mich zu den Gerichten, die man nicht jeden Tag macht, die aber sofort gute Laune verbreiten, wenn sie auf dem Tisch stehen. Der Duft von frisch frittiertem Fisch und den dicken Chips erinnert mich immer an Urlaubstage am Meer, auch wenn das Ganze zu Hause entsteht. Außen knusprig, innen saftig und dazu das cremige Erbsenpüree — mehr braucht es eigentlich nicht, um alle satt und zufrieden zu bekommen.
Ich mag besonders, dass dieses Essen bewusst rustikal ist und nicht geschniegelt wirken muss. Man stellt alles auf den Tisch, jeder nimmt sich, was er möchte, und es wird direkt gegessen, solange noch alles heiß und knusprig ist. Genau diese unkomplizierte Art macht den Reiz aus und unterscheidet Fish and Chips von vielen anderen Fischgerichten.
Wer generell gern Fisch isst, sollte auch einen Blick auf weitere meiner Fisch Rezepte werfen. Die klassische Forelle im Backofen, der berühmte saftige und rauchige Flammlachs oder aber auch Matjes Hausfrauenart sind nur paar der Klassiker die euch dort erwarten.
Zutaten und Zubereitung
Fish and Chips | Britisches Original Rezept
Zutaten
Zutaten Fish im Bierteig
- 800 g Fischfilet (dickere Stücke von Kabeljau, Schellfisch, Rotbarschfilet oder Scholle; Lachs eher ungeeignet und untypisch)
- 300 g Weizenmehl (Type 405)
- 150 g Maisstärke (alternativ Kartoffelstärke)
- 5 g Salz
- 300 ml Bier (Helles)
- 2 Eier (Größe M)
- 5 g Backpulver
Chips Zutaten
- 1 kg Kartoffeln
- Frittieröl
- Malzessig (zum Würzen der fertigen Chips)
Zutaten Erbsenpüree (Mushy Peas)
- 300 g grüne Erbsen (TK-Ware)
- 1 EL Butter
- 0,5 Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 6 Blätter Minze
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 Prise gemahlene Muskatnuss
- 100 ml Gemüsebrühe
- 50 ml Sahne
Anleitung
Zubereitung Erbsenpüree
- Zwiebelhälfte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln.
- Butter in einem Topf bei mittlerer Hitze zerlassen, anschließend Zwiebel und Knoblauch hineingeben und einige Minuten anschwitzen, bis sie weich und leicht glasig sind.
- Die gefrorenen Erbsen hinzufügen, den Deckel auflegen und alles etwa fünf Minuten sanft garen lassen.
- Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen.
- Gemüsebrühe angießen und die Mischung ohne Deckel nochmals rund fünf Minuten leicht köcheln lassen, damit überschüssige Flüssigkeit etwas reduziert.
- Minzblätter zugeben und alles mit einem Pürierstab zu einer feinen Masse verarbeiten. Zum Schluss die Sahne einrühren, kurz erhitzen und das Erbsenpüree sodann warmstellen.
Zubereitung Fish
- Tiefgefrorene Fischfilets auf doppellagiges Küchenpapier legen und vollständig auftauen lassen, damit austretende Flüssigkeit aufgenommen wird und der Fisch nicht im eigenen Wasser liegt.
- Mehl und Maisstärke in eine große Schüssel geben und gründlich vermischen.
- Backpulver unterrühren.
- Gefolgt vom Salz.
- Das Bier langsam angießen und dabei mit einem Schneebesen verrühren.
- Die Eier aufschlagen, zugeben und alles zu einem glatten, leicht zähflüssigen Teig verrühren. Den fertigen Bierteig abdecken und im Kühlschrank kaltstellen.
- Frittieröl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Sobald an einem hineingehaltenen Holzkochlöffel kleine Bläschen aufsteigen, ist die richtige Temperatur erreicht; jetzt den Fisch vollständig durch den Bierteig ziehen.
- Die Fischstücke vorsichtig in das heiße Fett der Pfanne legen.
- Den Fisch auf der ersten Seite etwa 2 bis 3 Minuten ausbacken, anschließend wenden und weitere 2 bis 3 Minuten frittieren, bis der Teig rundum goldgelb ist und der Fisch innen gar ist. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und zusammen mit Erbsenpüree warmhalten bzw. servieren, falls die Chips schon soweit sind...
Zubereitung Chips
- Kartoffeln schälen und in gleichmäßige, fingerbreite Stifte schneiden.
- Die geschnittenen Kartoffeln in eine große Schüssel mit kaltem Wasser legen und etwa 20 bis 30 Minuten wässern, damit überschüssige Stärke ausgezogen wird.
- Kartoffelstifte in ein Sieb abgießen, gut abtropfen lassen und anschließend auf einem Küchentuch oder Küchenpapier gründlich trocken tupfen, sodass keine Feuchtigkeit mehr anhaftet.
- Frittieröl auf etwa 180 °C erhitzen und die Kartoffelstifte portionsweise rund 4 Minuten vorfrittieren, bis sie außen leicht fest, aber noch hell sind.
- Herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.
- Das Fett erneut auf etwa 180 °C erhitzen und die vorgegarten Kartoffeln nochmals ins Frittierfett hineingeben und etwa 7 bis 8 Minuten frittieren, bis sie goldbraun und knusprig sind; zwischendurch bei Bedarf den gewünschten Bräunungsgrad bzw. die Farbe prüfen.
- Aus der Fritteuse herausnehmen, kurz auf Küchenkrepp abtropfen lassen und zusammen mit Fisch und Erbsenpüree sowie Zitronenspalten servieren.
Deine tollen Fish an Chips haben nicht mit dem gekauften am Hut. Deine Variante gefällt mir um Welten besser.
Vielen lieben Dank fürs Lob, Florian.
Liebe Grüße, Anja