Crispy Chicken-Rezept-Art of BBQ-Die Frau am Grill-web

Crispy Chicken: der knusprige Hühnchensnack

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Hühnchen geht immer! Oder? Naja, außer man ernährt sich vegetarisch oder vegan. Was selbstverständlich völlig ok ist. Für Vegetarier findet ihr übrigens auf diesem Blog auch ein paar leckere vegetarische Rezepte. Doch zurück zum Thema: Dem Crispy Chicken! Denn ein richtig knuspriger Hühnchensnack muss einfach ab und zu mal sein. Das Interessante an Crispy Chicken? Klar: Die Panade! Mit der steht und fällt Crispy Chicken. Denn wer möchte schon eine lasche und langweilige Panade um sein Hühnerfleisch? Das würde dem Crispy Chicken nicht gerecht. Und darum dreht es sich in diesem Rezept Beitrag (das Video zu Crispy Chicken findet ihr weiter unten) darum, wie ihr ganz einfach selbst eine knusprige Panade für das Crispy Chicken hinbekommt.

Hühnchensnacks gibt es in vielen Varianten

Ob Chicken Wings, Chicken Drums oder einfach als Filet, das man zum Beispiel anstelle von Rindfleisch in einem Asia Wok-Gericht verarbeitet – Hühnchen ist hierzulande sehr beliebt. Und zwar durch alles Altersklassen hindurch. Vielleicht liegt es auch daran, dass es einen eher neutralen Geschmack und sich aus diesem Grund in vielen Varianten zubereiten lässt. Die Zubereitungsart Crispy Chicken, die ich euch heute zeigen möchte, lebt von ihrer knusprigen Hülle und dem saftigen Fleisch.


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Welches Hühnerfleisch eignet sich am besten für Crispy Chicken?

Im Grunde kann man für Crispy Chicken fast jedes Stück vom Hähnchen verwenden. Jedoch habe ich mich hier für das Fleisch vom Schenkel entschieden, da hier noch ein wenig Fettanteil anbei ist, welcher das Fleisch am Ende richtig saftig werden lässt. Es spricht selbstverständlich auch überhaupt nichts dagegen eine Hühnerbrust fürs Crispy Chicken Rezept zu verwenden. Brustfleisch ist jedoch immer eine Note trockener als zum Beispiel das Schenkelfleisch.

Warum muss das Hühnerfleisch vor dem Panieren und Frittieren eingelegt werden?

In diesem Rezept wird das Fleisch erst in Buttermilch eingelegt. Der Grund hierfür liegt darin, dass durch die Buttermilch das Fleisch noch etwas zarter wird. Dies wurde früher gemacht, da z. B. Wildfleisch eher zäh war und durch die Buttermilch das Fleisch mürbe gemacht wurde und sich besser kauen lies. Bei den heutigen Methoden durch die Industrie ist dieser Vorgang eigentlich nicht mehr nötig, da die Tiere anders gezüchtet wird und an sich schon zartes Fleisch hat. Ein weiterer Grund ist, dass wir für unser Crispy Chicken keine Gewürze an das Fleisch bringen sondern die Gewürze über die Panade beigeben. So hat das Fleisch seinen Eigengeschmack und durch die knusprige Panade eine schöne Würze.

Und wie lange lässt man das Hühnerfleisch einziehen?

Bei solchen Fragen scheiden sich immer die Geister: einige sagen je länger desto besser. Andere geben einen Zeitraum an und wieder andere sagen, dass vier Minuten Einmassieren sechs Stunden Marinieren entsprechen. Ich sage euch: lasst es mindestens sechs Stunden im Kühlschrank stehen.

Hier das Video zum Crispy Chicken Rezept:

Was ist das Geheimnis der knusprigen Panade?

Für eine knusprige Panade braucht es nicht viel. Ein wenig Maisstärke, Mehl und etwas Buttermilch geben der Panade den richtigen „Knack“!

Und wie macht man nun die Panade fürs Crispy Chicken im Detail?

Die Panade für unser Crispy Chicken besteht nicht aus Paniermehl wie vielleicht einige denken. Sie besteht nur aus Mehl, Maisstärke und Gewürzen. Ja richtig, Maisstärke, diese wird unserem Crispy Chicken zusätzlich den Crunch, also das knusprig-krosse-Element, verleihen. Die Gewürze könnt Ihr dann so abstimmen wie ihr möchtet. Einfach die Gewürze dem Mehl-Stärkegemisch beigeben.

Warum wird zum Panieren Buttermilch und nicht Ei verwendet?

Klar kennt man zum Panieren Ei, aber wir panieren hier nicht nach Standard! Denn sonst würden wir ein Hähnchenschnitzel herstellen und frittieren. Früher wurde, wie oberhalb bereits erwähnt, Buttermilch genutzt um das Fleisch (gerade Wild) mürbe zu machen damit es später zarter wird. Diese Methode ist jedoch längst überholt. Ich nutze hier die Buttermilch, da sie dem Fleisch zusätzlich einen eigenen Geschmack verleiht, wenn es später frittiert wird.

Wie frittierst du dein Crispy Chicken?

Wenn das Fleisch nun gute sechs Stunden oder mehr eingelegt war, dann kann es paniert werden. Einfach aus der Buttermilch nehmen und in das Mehl-Stärkegemisch geben. Diesen Vorgang zweimal durchführen. Nun Sonnenblumenöl im Dutch Oven auf 170 Grad erhitzen. Unsere panierten Stücke jetzt in dem heißen Fett ausbacken bis sie eine schöne goldbraune Kruste haben. Dies dauert je nach Größe und Menge etwa 3-5 Minuten. Dann aus dem Fettbad nehmen und zum Abtropfen auf Küchenpapier legen.

So gelingt das Crispy Chicken auch ohne Dutch Oven!

Der Dutch Oven ist kein Muss. Und auch nicht jeder besitzt einen. Darum die gute Nachricht: Das Crispy Chicken gelingt genauso gut in der Frittierpfanne auf dem Herd oder in der Fritteuse.

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Welche BBQ Saucen passen dazu?

Hierzu würde ich bis auf eine leckere BBQ Sauce nichts weiter servieren. Mein Favorit ist die BBQ Sauce Sweet & Spicy. Man kann aber auch jede andere BBQ Sauce verwenden die einem schmeckt – hier auf dieser Webseite könnt ihr euch auch bezüglich von BBQ-Saucen in der Saucen-Ecke umsehen.  Aber ich verspreche euch, diese Crispy Chicken mit der Sweet & Spicy BBQ Sauce macht süchtig.

Welche Beilagen schmecken zum Crispy Chicken?

Nun ja, da das Crispy Chicken für mich irgendwie ein BBQ-Gericht ist kann ich mir gut selbstgemachte Pommes Frites oder Pommes Chips dazu vorstellen. Es soll auch Leute geben, die zum Crispy Chicken einen Kartoffelsalat essen. Und wer noch einen grünen Salat dazu möchte: Kein Problem, bitte sehr!

Wie würde sich das Crispy Chicken sonst noch servieren lassen?

Naja, in eine Lasagne würde ich es nicht integrieren. Aber was dem einen oder anderen vielleicht schmecken würde ist der Crispy Chicken Burger. Das frittierte Crispy Chicken einfach auf die Unterseite eines leicht angerösteten Burger Buns (hier übrigens ein Rezept zum Burger Buns selber machen) setzen, Salatblatt, Tomate, Zwiebel sowie eine leckere BBQ Sauce drauf und mit der Oberseite des Burger Buns das Werk verschließen.

Letzte Frage: Kann ich das Crispy Chicken auch als Crispy Pork oder Crispy Beef nach diesem Rezept machen?

Klar, immer ran ans Fleisch, hierzu würde ich Bauchfleisch empfehlen oder Filet für Crispy Pork und für Crispy Beef würde ich hier fast nur das Filet nutzen. Einfach das Fleisch in 2×2 cm große Würfel schneiden und genauso vorgehen wie beim Crispy Chicken. Jedoch kann die Garzeit hier etwas abweichen.

Dieser Beitrag wurde von Jan-Hendrik Grant verfasst. Er betreibt den YouTube-Kanal Art of BBQ„.

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Crispy Chicken: der knusprige Hühnchensnack

Vorbereitungszeit20 Min.
Zubereitungszeit15 Min.
Arbeitszeit6 Stdn. 35 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Amerikanisch
Portionen: 3 Portionen

Zutaten

  • 1 kg Hähnchenfleisch
  • 500 ml Buttermilch
  • 200 g Mehl
  • 50 g Maisstärke
  • 10 g Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 2 EL Paprika (edelsüß)

Anleitungen

  • Das Fleisch in Buttermilch einlegen.
  • Panade vorbereiten, das heißt: Mehl, Maisstärke, Salz, Pfeffer und Paprika vermengen.
  • Das Fleisch nun doppelt panieren.
  • Das panierte Fleisch im Fett ausbacken bzw. frittieren.
  • Auf Küchentuch abtropfen lassen und genießen.

Video

4 Kommentare

  1. Michael Jung

    Prima Rezept, muss ich unbedingt probieren. Eine Frage hätte ich. Habe mitbekommen, dass der KFC seine Teile wohl mit speziellen Druckbehältern frittiert, was im privaten Bereich nicht möglich ist, mit normalen Haushaltsgeräten. Oder gibt es da eine Möglichkeit oder ist sie nicht unbedingt nötig? Dieses Verfahren soll die Teile besonders saftig und schonend frittieren.

    Liebe Grüße

    • Hallo Michael, das ist ja interessant und habe ich bisher noch nicht gehört. Grundsätzlich denke ich aber, dass es nicht unbedingt notwendig ist. Und man auch ohne dieses Gerät in den Genuss dieser sehr leckeren Crispy Chicken kommen kann. 🙂 Aber vielen Dank für Deinen Kommentar. Werde da mal recherchieren und mich ggf. nochmal melden:) LG Anja

  2. Michael Jung

    Hallo Anja,

    vielen lieben Dank. Und nicht vergessen, den CrockPot Multicooker anschauen. 😉

    LG Micha

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