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Forelle braten – eine ausführliche Anleitung

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Heute geht es ums Forelle braten. Da kann man nicht viel falsch machen. Aber wie ihr an den ganzen Fragen unterhalb seht gibt’s zumindest für manche ein wenig Aufklärungsbedarf. Dieses Forellenrezept ist ehrlich gesagt sehr simpel. Aber auch einfache und schnelle Rezepte können sehr lecker sein. Wem Forelle braten nicht gefällt, der sollte einen Blick ans Ende dieses Beitrags werfen. Dort wird noch auf weitere Forellen- und Fischrezepte verwiesen, die ihr auf dieser Webseite findet.

Wo sollte ich am besten eine Forelle kaufen?

Ganz klar: Erstmal ins Telefonbuch schauen. Beziehungsweise sich im Internet schlau machen, wo es in der näheren Umgebung eine Forellenzucht gibt. Derer gibt es nämlich sehr viele. Ich war überrascht wie viele Forellenzucht-Betriebe es bei uns im Umkreis gibt. Kurz anrufen und fragen wann man vorbeikommen darf. Hat die lokale oder regionale Forellenzucht geschlossen einfach auf dem Wochenmarkt oder in Großstädten beim Fischhändler einlaufen. Und wenn gar nichts anderes geht: Dann ab in den Supermarkt. Mit Glück bekommt man dort frische Forelle, mit weniger Glück nur eingefrorene. Und falls ihr beim Fischhändler Forellen kauft: ausnehmen lassen. Fällt euch erst zuhause auf, dass die Forelle nicht ausgenommen ist macht das aber auch nichts: Dann schaut ihr euch einfach dieses kurze Video zum Thema Forelle ausnehmen an.


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Welche Größe sollte die Forelle haben?

Vollkommen egal. Da wir sie ohnehin vor dem Braten in Stücke schneiden. Warum, dazu kommen wir gleich. Wichtig ist eher das Gewicht der Forelle für dieses Rezept. Denn es sollen ja wirklich auch alle am Tisch von der gebratenen Forelle satt werden. Grob geschätzt würde ich rund 500 Gramm Gesamtgewicht pro Person veranschlagen. Vergesst nicht, dass man den Kopf und die Gräten der Forelle nicht mitessen kann. Und manchen schmeckt die Haut nicht. Da kommt also schon ein wenig was zusammen. Und selbst wenn die gebratene Forelle nicht komplett verspeist wird, dann schmeckt das Forellenfleisch am nächsten Tag wunderbar zur Brotzeit.

Muss ich die Forelle vor dem Braten filetieren?

Nein. Wir braten die Forelle in Stücken und filetieren sie ganz einfach auf dem Teller. Forellen besitzen hauptsächlich eine große Mittelgräte. Dennoch ist beim Essen ein wenig Vorsicht geboten. Es kann sich nach dem Forellen braten und filetieren immer noch eine Gräte im Fleisch verstecken.

Die Forelle braten: Im Ganzen oder in Stücken?

Ganz klar: In Stücken. Dazu schneidet man den Kopf der Forelle hinter den Kiemen ab (siehe Bild unterhalb). Dieser nimmt nämlich in der Pfanne nur Platz weg. Der Rumpf lässt sich nun in drei Teile zerschneiden: Schwanzteil, Mittelteil und Vorderteil. Jetzt fehlt noch die Erklärung warum ich empfehle beim Forelle braten den Fisch in drei Teile zu schneiden:

  • Es passt einfach mehr Forelle in die Pfanne. Würdet ihr mehrere Forellen machen passt immer nur eine in eine runde Pfanne. So aber haben locker zwei, in sechs Stücke aufgeteilt, in einer Pfanne Platz
  • Das Essen ist besser portionierbar: Wo eine Forelle einer Person vielleicht zuviel ist, wird dies bei einem Forellenstück sicherlich nicht der Fall sein. Und falls nach einem Stück noch Hunger herrscht: Ein weiteres ist ja immer noch verfügbar.
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In diesen Abständen schneidet man die Forelle in 4 Stücke. Der Kopf wird, sofern er nicht für einen Fschfond Verwendung findet, entsorgt. (Foto: Matthias Würfl)

Welches Öl verwendet man zum Forelle braten?

Sonnenblumenöl. Alternativ könnte man auch Butterschmalz verwenden.

Extratipp: Geräucherter Bauchspeck passt toll zu Fisch

Manche kennen es von Matjes oder Scholle: Da wird immer krosser Bauchspeck dazu serviert. Beziehungsweise der Fisch wird darin heraus gebraten. So habe ich es auch gemacht: Den Bauchspeck im Fett ein wenig auslassen, beovr man die Forelle brät.

Welche Hitze eignet sich zum Forelle braten?

Unbedingt mit mittlerer Hitze die Forelle braten! Denn: Ist es zu heiß verbrennt euch die Haut und wird schnell ziemlich dunkel und auch ungenießbar. Innen wiederum ist der Fisch noch roh. Und: Wenn ihr die Forelle wendet, dann könnt ihr die Hitze sogar noch ein wenig zurück nehmen.

Die Forelle vor dem Braten in Mehl wenden!

Bei uns wird die Forelle beziehungsweise die Forellenstücke vor dem Braten immer in Mehl gewälzt. Dadurch wird die Haut besonders schön kross.

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Die Forelle wird vor dem Braten in Mehl gewendet. Sollte die Haut sehr trocken sein, einfach ein wenig Zitronensaft drüber träufeln. (Foto: Matthias Würfl)

Könnte man diese Forellenstücke nicht nur im Mehl wenden, sondern auch panieren?

Klar! Nur eine dicke und fette Panade könnte den Eigengeschmack der Forelle übertönen. Aber probiert es einfach selber aus und lasst mich wissen, wie es euch geschmeckt hat. Hinterlasst einfach einen Kommentar unterhalb dieses Rezept Beitrags.

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Kommen alle Forellenstücke beim Braten gleichzeitig in die Pfanne?

Nein, bloß nicht! Die Schwanzstücke sind immer ein wenig dünner als die anderen beiden Teil der Forelle. Darum: Die Schwanzstücke erst kurz vor dem Wenden der anderen Stücke ins heiße Öl geben.

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Zuerst kommen die „dicken“ Stücke ins Öl. Danach die Schwanzstücke hinzu. (Foto: Matthias Würfl)

Achtung bei besonders dicken Forellenstücken

Hier kann es sein, dass die Hitze nicht ganz bis ins Innere des Fleischs eindringt und dieses nicht durchgart. Deshalb kann man einen Trick anwenden: Und die Forellenstücke aufstellen. Erst die eine Seite, dann die andere. Sollten die Stücke Gefahr laufen in der Pfanne umzukippen, lehnt sie einfach aneinander an – wie auf dem Bild unterhalb.

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Bei dicken Stücken diese zum Schluss noch „aufstellen“. Damit sie nicht umkippen aneinander anlehnen. (Foto: Matthias Würfl)

Woher weiß ich wann die gebratene Forelle fertig ist?

Ganz einfach: Wenn ihr auf den Querschnitt der Forelle blickt muss das Fischfleisch durchgegart sein. Ein kurzer Blick gibt euch diesbezüglich darüber Auskunft.

Diskussionsthema beim Forelle braten: Die Haut muss knusprig sein!

Das wurde ja zuvor schon beim Thema Mehl angesprochen. Hier scheiden sich die Geister: Die einen lieben die knusprige Forellenhaut, die anderen verabscheuen die Haut der Forelle. Mein Tipp: Wenn euch die Haut nicht schmeckt gebt sie einfach jemand anderem am Tisch – diese Person freut sich bestimmt sehr darüber. Ich spitze schon immer auf die anderen Teller, ob Hautverweigerer am Tisch sitzen.

Kann ich die Forelle auch auf dem Grill braten?

Naja, direkt auf dem Rost wirst du dich schwer tun. Aber mit Hilfe einer Grillplatte, ist das kein Problem. Achte aber besonders auf die Hitze. Zuviel des Guten und der Fisch wird außen sehr schnell schwarz.

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Wie gewinne ich beim Forelle braten den Kampf mit den Gräten?

Den hast du schon gewonnen, wenn du diesen Absatz liest: Auf der Oberseite des Rückens die Haut durchschneiden und von der Flanke runter heben. Das geht ganz einfach. Willst du diese Haut später genießen stelle sicher, dass du sie nicht auf die Außerseite legst. Durch die Wärme und Feuchtigkeit wird sie nämlich sonst weich. Nun fährst du mit dem Messer von der Rückenoberseite unter das Fleisch und hebst es vorsichtig herunter. Nun hast du die Mittelgräte freigelegt. Ziehe diese heraus und vor die liegen zwei fast grätenfreie Forellenstücke. Überprüfe diese genau auf weitere Gräten – dann kann es schon losgehen.

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Das Stück am Rücken durch die Haut einschneiden und die Oberseite runterklappen. Nun liegt die große Mittelgräte vor einem und kann entfernt werden. (Foto: Matthias Würfl

Welche Soßen passen zur gebratenen Forelle?

Hier gilt eigentlich das Gleich wie beim Thema Panieren: Zuviel Soße würde den Fischgeschmack erschlagen. Also ein paar Tropfen Zitrone sind wunderbar. Auch feine selbstgemachte Meerrettich Sahne – aber sehr dezent zum Einsatz gebracht. Und wenn’s gar nicht anders geht natürlich die beste Soße, die es für Fischgerichte gibt: die Honig Senf Sauce.

Welche Beilagen gibt’s beim Forelle braten?

Jetzt, wo ich es recht überlege habe ich bei anderen Gerichten immer Beilagenideen. Und teile euch diese auch mit. Doch gerade wo ich diese Zeilen schreibe fällt mir nichts genaues ein. Das hat wohl auch immer mit der aktuellen Stimmung zu tun – auf was man Lust hat. Also wenn ich mich spontan sofort für etwas entscheiden müsste wären dies ein Kartoffelsalat mit Speckwürfeln (Speck passt super zum Fisch, wie weiter oben schon geschrieben) und ein feiner Fenchelsalat. Wem das überhaupt nicht ins Konzept passt, der schaut sich einfach mal hier in der Beilagen-Ecke um.

Welche anderen Rezepte mit Fisch kannst du empfehlen?

Also bei Forelle ist meine Nummer eins der Steckerlfisch. Aber auch die Forelle im Backofen oder Forelle in Folie ist ein Traum. Weitere Fisch Rezepte findet du hier in der Fisch-Ecke.

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Forelle braten - eine ausführliche Anleitung

Vorbereitungszeit5 Min.
Zubereitungszeit20 Min.
Arbeitszeit25 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: International
Portionen: 2 Portionen

Zutaten

  • 2 Forellen (ca. je 500 g)
  • 6 EL Mehl
  • 1 Zitrone
  • Sonnenblumenöl (zum Braten)

Anleitungen

  • Die Forellen waschen, den Kopf abtrennen und den Rumpf in drei etwa gleich große Teile schneiden.
  • Diese in Mehl wälzen und die vier Stücke (außer den beiden Schwanzstücken) ins heiße Öl geben. Bei mittlere Hitze braten bis von außer erkennbar die eine Seite durchgegart ist.
  • Die Stücke wenden und zusätzlich die dünneren Schwanzstücke in die Pfanne geben. Diese auch nach kurzer Zeit wenden.
  • Auf Küchenpapier abtropfen lassen und mit Zitronen servieren.

2 Kommentare

  1. Ulrich Rosenbaum

    Hallo,
    Ich habe den Artikel mit Interesse gelesen. Die genialste Art, Forellen zu braten, habe ich einmal in Griechenland bei einer Forellenzucht, der auch eine kleine Taverne angeschlossen war, kennengelernt. Die Forellen wurden bei starker Hitze in Öl angebraten, dann aus der Pfanne genommen. Die Haut wird abgezogen, was in diesem Stadium ganz einfach ist, die Filets werden dann mit Salz, Pfeffer und Oregano gewürzt und schließlich langsam zu Ende gebraten. Die Fische sollten freilich etwas größer sein, als sie hierzulande verkauft werden, dann ist das Fleisch fester und würziger. Wenn man eine Forellenzucht kennt, lässt sich das ja vielleicht arrangieren. 750 g (Rohgewicht) ergeben eine gute Portion, 1,2 – 1,5 kg reichen dann für zwei Personen.

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