Der Burgunderbraten ist ein Klassiker der französischen Küche. Dieses Rezept eignet sich perfekt für besondere Anlässe – wie etwas als Weihnachtsbraten. Oder einfach, wenn du dir und deinen Liebsten ein außergewöhnliches Festessen gönnen möchtest.
Mein Burgunderbraten wird langsam geschmort, wodurch das Fleisch vom Rind besonders saftig und aromatisch wird. Und das Beste: Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks gelingt dieses Burgunderbraten Rezept jedem, egal ob Kochanfänger oder Profi.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Burgunderbraten Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Rindfleisch bildet die Grundlage dieses Schmorgerichts und bestimmt die gesamte Richtung. Gerade Stücke aus Keule oder Schulter entwickeln beim langen Garen eine weiche Struktur und nehmen die Flüssigkeit gut auf.
- Senf kommt direkt auf das Fleisch und legt eine würzige Schicht an. Dadurch entsteht beim Anbraten eine aromatische Oberfläche, die später in die Sauce übergeht.
- Zwiebeln begleiten den Burgunderbraten von Anfang an und prägen den Geschmack im Hintergrund. Beim Anrösten entstehen dunklere Noten, die sich im weiteren Verlauf im Bräter sammeln.
- Lauch ergänzt die Zwiebeln um eine leicht herbe Komponente. Zusammen mit den anderen Gemüsesorten entsteht so ein breiteres Aromabild.
- Knoblauch setzt einen klaren, würzigen Akzent und bleibt dennoch im Hintergrund.
- Karotten bringen eine leichte Süße ins Spiel und gleichen die kräftigen Noten aus. Gleichzeitig geben sie der Burgunderbraten Sauce mehr Substanz.
- Tomatenmark kommt kurz ins heiße Fett und verändert dabei seinen Geschmack deutlich. Durch das Anrösten entsteht eine intensivere Richtung, die dem Braten mehr Tiefe verleiht.
- Liebstöckel oder Petersilie geben eine frische Kräuternote in den Ansatz. Gerade Liebstöckel erinnert dabei schnell an klassische Bratensaucen.
- Rosmarin setzt einen markanten, leicht harzigen Ton. Diese Richtung passt gut zu Rind und bleibt auch nach längerer Garzeit spürbar.
- Majoran ergänzt das Ganze mit einer warmen, leicht süßlichen Würze.
- Thymian bringt eine herbe, leicht erdige Note ein.
- Lorbeerblätter bleiben während des Garens im Topf und geben kontinuierlich Aroma ab. Vor dem Servieren vom Burgunderbraten kommen sie wieder heraus.
- Burgunderwein bildet die zentrale Flüssigkeit für die Sauce und prägt ihren Charakter deutlich.
- Rinderbrühe ergänzt den Wein und sorgt für mehr Volumen im Bräter. Dadurch entsteht genug Flüssigkeit für eine ausgeprägte Burgunderbraten Sauce.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Burgunderbraten Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Fleisch und Zutaten vorbereiten
Zuerst das Fleisch würzen, mit Senf einreiben und im heißen Fett rundum anbraten. Parallel das Gemüse schneiden und die Kräuter bereitlegen.
2. Ansatz im Bräter aufbauen
Anschließend Zwiebeln, Lauch, Karotten und Knoblauch anrösten, Tomatenmark einrühren und mit Burgunderwein ablöschen. Brühe angießen und Kräuter sowie Lorbeer zugeben.
3. Burgunderbraten sSchmoren und fertigstellen
Zum Schluss den Braten zurück in den Bräter legen und im Ofen garen, bis die gewünschte Kerntemperatur erreicht ist. Danach die Sauce pürieren oder passieren, Sahne einrühren und den Braten in Scheiben schneiden.
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Burgunderbraten Rezept Video
Burgunderbraten- darum solltest du das Rezept nachmachen
Der Burgunderbraten überzeugt vor allem durch seine herrliche Kombination aus zartem Fleisch, kräftigem Burgunderwein und einer harmonischen Würzung mit Salz und Pfeffer. Das langsame Schmoren sorgt dafür, dass das Fleisch unglaublich zart gerät und sich die Aromen von Zwiebeln, Kräutern und Tomatenmark perfekt entfalten.
Besonders hervorzuheben ist aus meiner Sicht der Rotwein, der eine reichhaltige und tiefgründige Soße bildet, die das Gericht zu etwas ganz Besonderem macht. Ein weiterer Grund, das Burgunderbraten Rezept auszuprobieren, ist die einfache Zubereitung im Ofen – oder im Grill.
Und schließlich lässt sich der Burgunderbraten wunderbar mit verschiedenen Beilagen kombinieren, sodass du ihn individuell anpassen kannst.
Woher stammt der Burgunderbraten?
Der Burgunderbraten hat seine Wurzeln in der französischen Region Burgund, die für ihre kräftigen Rotweine bekannt ist. Genau dieser Wein spielt auch beim Gericht eine zentrale Rolle und prägt den Charakter der Sauce.
In der klassischen französischen Küche findet sich mit dem „Boeuf Bourguignon“ ein sehr ähnliches Schmorgericht. Dort kommt ebenfalls Rindfleisch zusammen mit Rotwein, Gemüse und Kräutern in den Topf und gart über längere Zeit.
Der Burgunderbraten, wie er heute oft zubereitet wird, lehnt sich stark an dieses Vorbild an, ist aber etwas einfacher gehalten.
Welches Fleisch für Burgunderbraten?
Für einen guten Burgunderbraten braucht es ein Stück Rindfleisch, das sich fürs Schmoren eignet. Entscheidend ist, dass das Fleisch genug Struktur hat und beim langen Garen weich wird.
Besonders gut passen Stücke aus der Keule oder Unterschale. Diese Teile bleiben saftig und nehmen die Flüssigkeit gut auf. Dadurch entsteht später eine kräftige Sauce.
Auch die Rinderschulter (Bug) funktioniert sehr gut. Sie enthält etwas mehr Bindegewebe, was beim Schmoren zerfällt und dem Braten eine weichere Struktur gibt.
Weniger geeignet sind hingegen sehr magere oder kurzfaserige Stücke wie Filet. Diese trocknen schneller aus und passen nicht zum Charakter eines klassischen Schmorgerichts.
Was ist die Burgunderbraten Kerntemperatur?
Für Burgunderbraten gilt: Die Kerntemperatur von 80–85 °C ist ideal, da der längere Garprozess für ein intensiveres Aroma und eine butterweiche Konsistenz sorgt.
Dabei wird das Fleisch, wie in meinem Rezept, oft in Flüssigkeit wie Rotwein oder Rinderfond geschmort, was den Geschmack zusätzlich intensiviert. An dieser Stelle sei generelle auf die Garstufen beim Rinderbraten verwiesen.
Was gibt es als Beilage?
Zu einem deftigen Burgunderbraten passen klassische Beilagen wie Kartoffelknödel (die auch als Klöße firmieren) oder ein cremiges Kartoffelpüree. Ebenso sind Bandnudeln oder Spätzle hervorragend geeignet, um die reichhaltige Rotweinsoße aufzusaugen.
Gemüse sollte aber auch sein: ein Beilagensalat, Rotkohl oder blanchierte grüne Bohnen dazu servieren. Weitere beliebte Optionen sind Rosenkohl oder gedünstete Karotten.
FAQs
Was ist Burgunderbraten?
Burgunderbraten ist ein klassisches Schmorgericht aus Rindfleisch, das mit Rotwein zubereitet wird. Der Wein prägt die Sauce deutlich und gibt dem Gericht seine typische Richtung.
Warum heißt es Burgunderbraten?
Der Name leitet sich vom Burgunderwein ab. Dieser Rotwein stammt aus der französischen Region Burgund und spielt eine zentrale Rolle bei der Zubereitung.
Ist Burgunderbraten Schweinefleisch oder Rindfleisch?
Traditionell verwendet man Rindfleisch. Schweinefleisch passt nicht zu diesem Gericht, weil Struktur und Geschmack anders ausfallen.
Welches Fleisch eignet sich am besten für Burgunderbraten?
Am besten funktionieren Stücke aus Keule, Unterschale oder Schulter. Diese Teile werden beim Schmoren weich und bleiben saftig.
Welches Stück Fleisch für Burgunderbraten?
Geeignet sind vor allem Bug, Keule oder Unterschale vom Rind. Wichtig ist, dass das Fleisch Zeit zum Schmoren braucht.
Welche Kerntemperatur sollte Burgunderbraten haben?
Der Braten liegt ideal bei etwa 85 bis 90 Grad Kerntemperatur. In diesem Bereich wird das Fleisch weich und lässt sich gut schneiden.
Welchen Wein für Burgunderbraten?
Ein trockener Rotwein passt am besten, zum Beispiel ein Burgunder oder Spätburgunder. Wichtig ist ein Wein, den man auch trinken würde.
Ist in Burgunderbraten Alkohol?
Ein Teil des Alkohols verkocht während der langen Garzeit. Der Geschmack des Weins bleibt aber in der Sauce erhalten.
Welche Beilagen passen zu Burgunderbraten?
Klassisch sind Kartoffelknödel, Spätzle oder Bandnudeln. Auch Rotkohl, Bohnen oder ein einfacher Salat passen gut dazu.
Kann ich Burgunderbraten am Tag vorher zubereiten?
Ja, das funktioniert gut. Am nächsten Tag lässt sich der Braten einfacher schneiden und die Sauce wirkt oft noch intensiver.
Was kostet 1 kg Burgunderbraten?
Der Preis hängt vom Fleischstück und der Qualität ab. Für Rindfleisch aus Keule oder Schulter liegt er meist im mittleren Bereich im Vergleich zu anderen Teilstücken.
Fazit
Burgunderbraten gehört für mich zu den Gerichten, die etwas Zeit brauchen, aber genau dadurch überzeugen. Der Rotwein prägt die Sauce deutlich und gibt dem Ganzen eine kräftige Richtung.
Wenn das Fleisch lange genug im Ofen bleibt und der Ansatz sauber aufgebaut ist, passt das Ergebnis. Ein klassischer Braten für Tage, an denen das Essen im Mittelpunkt steht.
Zutaten und Zubereitung
Burgunderbraten | mit herrlicher Soße
Zutaten
- 1 kg Rindfleisch (z.B. Unterschale oder Keule)
- 2 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- 1 EL Senf
- 2 Zwiebeln
- 150 g Lauch
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Karotten
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Bund Liebstöckel (alt. Petersilie)
- 1 Zweig Rosmarin
- 3 Stängel Majoran
- 3 Zweige Thymian
- 2 Lorbeerblätter
- 750 ml Burgunderwein
- 1 EL Butterschmalz
- 200 ml Rinderbrühe (auch Rinderfond passt)
- 1 Prise Salz (zum Abschmecken der Soße)
- 1 Prise Pfeffer (zum Abschmecken der Soße)
- 100 ml Sahne
- Soßenbinder (nach Gusto)
Anleitung
- Die Zwiebeln und den Knoblauch abziehen, erstere in grobe Würfel schneiden, den Knoblauch schälen und fein hacken.
- Den Lauch putzen und in grobe Stücke schneiden, die Möhren schälen und in grobe Scheiben schneiden.
- Das Fleisch waschen, trockentupfen und kräftig von allen Seiten mit Salz und Pfeffer einstreuen.
- Jetzt den gewürzten Rinderbraten mit Senf einreiben und im heißen Butterschmalz im Bräter von allen Seiten kräftig anbraten, herausnehmen und kurz beiseitestellen.
- Den Backofen auf 180 Grad Umluft oder 200 Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Währenddessen das Gemüse nach und nach in den Bräter geben und ein wenig anrösten lassen, sowie das Tomatenmark unterrühren und ebenfalls anrösten lassen.
- Kräuter und Lorbeerblatt zugeben und mit Burgunder ablöschen und Rinderbrühe aufgießen.
- Den Braten mit einem Kerntemperaturthermometer versehen und in den Bräter zurücklegen, den Deckel schließen und braten bis das Fleisch eine Kerntemperatur von 85 bis 90 Grad erreicht hat.
- Den Burgunder Braten aus dem Bräter nehmen. Lorbeerblätter und Kräuter entfernen, die Soße entweder passieren oder pürieren und die Sahne unterrühren.
- Die Soße mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Gusto mit Soßenbinder andicken, den Rinderbraten in Scheiben schneiden und mit Soße und den gewünschten Beilagen servieren.
Ein Träumchen – das perfekte Gericht für den Ostersonntag.
Danke und schöne Ostern wünscht Euch – Sven
Moin Sven,
das passt wirklich perfekt zu Ostern 🙂 Danke dir und ebenfalls schöne Feiertage!
Liebe Grüße, Anja
Hallo Anja, ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr. Der Burgunderbraten hat es mir angetan. Ich denke vielleicht zum Neujahr, habe schon Fleisch gekauft. LG Ilona
Liebe Ilona, herzlichen Dank und dir wünsche ich ein frohes neues Jahr, mit viel Gesundheit, Glück und Erfolg! Bis bald und liebe Grüße, Anja
Das Rezept hört sich mega lecker an, ich möchte es heute kochen, allerdings hatte mein Weinhändler einen ganz schweren trocken Burgunderwein und einen halbtrockenen Burgunderwein da. ich habe beide mitgenommen. Welchen soll ich denn für die Soße verwenden? Die andere Flasche trinken wir dann zum Essen 😉
Das hört sich doch sehr gut an, Bea! Letztendlich ist es Geschmackssache. Ich persönlich würde den Trockenen trinken und den Halbtrockenen für den Braten verwenden, aber da kann man nichts falsch machen. 🙂 Lasst es euch gut schmecken, danke und liebe Grüße, Anja
Hallo meine Liebe . Wenn ich auch ,, so meine ich auch gut kochen kann “ ( meinem Mann und anderen Gästen schmeckt es ) Aber das Rezept werde ich auf jeden Fall zu Weihnachten machen ich wünsche Ihnen ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr Ihre Berbel
Liebe Berbel, freu mich sehr über die liebe Nachricht! Ein frohes Fest und einen guten Start ins neue Jahr, alles Gute dafür. Bis bald und liebe Grüße, Anja
Großartig, Den mache ich gleich mal nach! Viele Grüße; Paula
Hallo Paula, freue mich sehr und wünsche Dir gutes Gelingen! Vielen Dank und liebe Grüße, Anja
Hey, habe eine Frage. Die Nährstoffangaben nur für das Fleisch, oder mit Beilagen? Nachricht bitte mit email. Danke . Gruß Anne
Hallo Anne, richtig, diese beziehen sich nur auf die im Rezept angegebenen Zutaten. Danke und liebe Grüße, Anja
Liebe Anja,
das liest sich ja sehr lecker.
Ich könnte mir auch vorstellen, das Gericht im Dutch Oven zu garen.
Liebe Grüße
Klaus
Lieber Klaus, unbedingt, eine sehr gute Idee! Danke, einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Anja
Hallo Anja, ich hoffe, Sie sind wieder gut im noch verschneiten Deutschland angekommen. Wir haben hier (Oberlausitz) z.Zt. bei -1°C eine gecshlossene Schneedecke, der es ab Morgen aber wieder an den Kragen gehen soll. Aber nun zu Ihrem Rezept vom 23.11.24 (Burgunderbraten). Ich habe vor, es morgen auszuprobieren, allerdings mit einem Bratenstück vom Wasserbüffel. In Ihrem Rezept geben Sie eine Gesamtzeit von 1 Std. und 45 Min. an, im Text ist aber unter Pkt. 7 von einer Bratenzeit von 120 Min. die Rede. Aus Erfahrung halte ich eher die Variante von mind. 120 Min. für realistisch.
Mit freundlichen Grüßen
Günter
Hallo Günter, danke für den Hinweis! Das ist auf jeden Fall so. Die Schwankungen kamen zustande weil es auch auf das Bratstück ankommt. Aber 120 Minuten sind bei einem Schmorstück schon erforderlich. Gutes Gelingen und liebe Grüße, Anja
Sehr schönes Rezept!
Kann ich den fertigen Braten bis
Hl. Abend komplett einfrieren?
LG, Gerda Gier/22.11.2024
Hallo Gerda, ja, das klappt ganz wunderbar. Wir wärmen die Reste auch gerne einfach nur auf und der Braten wird irgendwie immer besser. 🙂 Danke und liebe Grüße, Anja
Hallo, mir gefällt der Beitrag sehr gut. Er ist in gutem Deutsch geschrieben. Inhaltlich sauber und animierend. Die Fotos sind gut informativ und strukturiert. Wenn ich ihn nachgekocht habe weiß ich auch wie er schmeckt. Ich freue mich darauf.
Gruß K.-Heinz
Hallo Karl Heinz, freu mich sehr über das tolle Lob und bedanke mich herzlich! Beste Grüße, Anja