Kohlsuppe gehört für mich zu den Gerichten, die ganz automatisch auf dem Speiseplan landen, sobald es draußen kälter wird. Ein großer Topf davon köchelt leise vor sich hin, während der Duft von Kohl, Speck und Würstchen durch die Küche zieht und sofort Appetit macht.
Besonders praktisch finde ich, dass sich alles ohne großen Aufwand vorbereiten lässt und am Ende ein ehrlicher, sättigender Eintopf auf dem Tisch steht, der einfach nach Zuhause schmeckt. Ich sage bewusst Eintopf, denn die Kohlsuppe Rezept kommt schon mit mächtig viel Einlage daher…
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Kohlsuppe Rezept. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Weißkohl: Bildet die Grundlage der Suppe und sorgt für Volumen sowie den typischen herzhaften Geschmack eines klassischen Kohlgerichts. Beim Kochen wird er weich und verbindet sich mit der Brühe zu einer kräftigen Einheit.
- Kartoffeln: Machen die Suppe sättigend und geben ihr eine angenehm rustikale Konsistenz. Durch das Mitkochen nehmen sie die Aromen der übrigen Zutaten gut auf.
- Zwiebeln und Knoblauch: Sorgen für eine würzige Basis und bringen Tiefe in den Geschmack. Durch das Andünsten entfalten sie ihr volles Aroma und geben der Suppe eine herzhafte Note.
- Suppengemüse: Ergänzt den Kohl um weitere Gemüsesorten und sorgt für zusätzliche Frische sowie eine ausgewogene Geschmacksstruktur. Besonders Möhren, Sellerie und Lauch bringen natürliche Würze ein.
- Butterschmalz oder Öl: Dient zum Andünsten der aromatischen Zutaten und bildet die Grundlage für den späteren Geschmack der Suppe.
- Kümmelsamen: Bringen eine typische Würze in Kohlgerichte und unterstützen den charakteristischen Geschmack der Suppe. Gleichzeitig passen sie besonders gut zu den übrigen Zutaten.
- Geräucherter Speck und Cabanossi: Geben der Suppe ihre herzhafte, kräftige Fleischnote und sorgen für zusätzliche Tiefe. Beim Mitkochen geben sie ihr Aroma an die Brühe ab.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Die Zubereitung folgt einer klassischen Eintopf-Methode, bei der alle Komponenten nacheinander in einem Topf zusammenfinden.
1. Zutaten vorbereiten und Basis anschwitzen
Zuerst Kohl, Zwiebeln, Knoblauch und Suppengemüse schneiden und im Fett bei mittlerer Hitze anschwitzen, damit sich die Aromen entwickeln. Dieser Schritt schafft die geschmackliche Grundlage der Suppe und sorgt dafür, dass das Gemüse später besonders rund schmeckt.
2. Fleisch, Kartoffeln und Gewürze zugeben
Anschließend Kümmel, Speck, Wurst sowie die gewürfelten Kartoffeln in den Topf geben und alles kurz mitdünsten, damit sich die Zutaten verbinden. Du erkennst dabei schnell, wie sich die Suppe von einer Gemüsebasis zu einem herzhaften Eintopf entwickelt.
3. Mit Wasser aufgießen und die Kohlsuppe köcheln lassen
Zum Schluss Wasser hinzufügen und die Suppe etwa eine Stunde sanft köcheln lassen, bis der Kohl weich ist und sich alle Aromen miteinander verbunden haben. Danach abschmecken und direkt servieren.
Weitere leckere Weißkohl Rezepte sind übrigens die Kohlrouladen, der osteuropäische Eintopf Borschtsch sowie das Sauerkraut…
Kohlsuppe Rezept Video
Welchen Kohl für Kohlsuppe?
Für eine klassische Kohlsuppe wird am häufigsten Weißkohl verwendet. Er ist günstig, leicht verfügbar und gibt der Suppe ihre typische Farbe und Konsistenz. Auch Spitzkohl oder Wirsing sind gute Alternativen.
Wer Lust auf Abwechslung hat, kann sogar Brokkoli als zusätzliche Einlage ausprobieren. Welche Sorte man wählt, hängt vom persönlichen Geschmack und der Idee für das Rezept ab.
Welche weiteren Zutaten sind für die Kohlsuppe möglich?
Neben Kohl lassen sich viele andere Gemüsesorten einsetzen. Paprikaschoten, Tomaten, Sellerie oder auch Staudensellerie passen hervorragend. Wer mag, ergänzt die Suppe mit Wurstscheiben, Speckstreifen oder auch etwas Hackfleisch.
Eine Paprikaschote mit entferntem Kerngehäuse bringt leichte Süße, ein Klecks Sauerrahm sorgt für Cremigkeit. Mit den richtigen Gewürzen wie Chili oder Senf lässt sich das Gericht immer wieder variieren und bleibt ein vielseitiger Klassiker.
Das Fleisch
Vegetarier überspringen diesen Absatz ganz einfach. Aber wir müssen an dieser Stelle auch auf Fleischliebhaber ein wenig Rücksicht nehmen. Erlaubt ist wie immer was schmeckt. Wer sich zum Beispiel für geräuchertes Fleisch entscheidet, der sollte dieses gleich am Anfang mit in die Kohlsuppe geben und mitkochen.
So kann das Fleisch seine Aromen gleich über die komplette Garzeit hinweg an die Suppe abgeben. Und das lohnt sich, versprochen! Aber auch Würste jeder Art oder Hackfleisch passen perfekt!
Hinweis & Tipp:
Bitte die Kohlsuppe erst zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. Manches geräucherte Fleisch gibt einen salzigen Geschmack ab, so dass nicht mehr all zuviel zusätzliches Salz von Nöten ist.
Kohlsuppe ein Diätrezept?
Tja, die Kohlsuppe ist bekannt dafür um damit Pfunde zu verlieren. Stimmt auch. Aber: bei einer Diät sollte man die Kartoffeln und fettige dicke Würste vielleicht weglassen. Also ganz einfach die Veggie-Variante ohne Kartoffeln. Auch bekannt als magische Kohlsuppe.
Ansonsten ist es doch zu viel Fett, zu viele Kalorien und Kohlenhydrate, um beim Abnehmen zu helfen. Zudem kurbelt sie die Verdauung an. Andere Suppen Rezepte, die auch beim Abnehmen helfen können, sind: die feine Brokkolisuppe, eine Karottensuppe oder klassische Gemüsesuppe.
FAQs
Nimmt man mit Kohlsuppe wirklich ab?
Die sogenannte Kohlsuppendiät ist bekannt dafür, beim Abnehmen zu helfen. Grund dafür ist vor allem, dass Weißkohl und andere Gemüsesorten wie Möhren, Sellerie oder Staudensellerie viele Ballaststoffe enthalten, aber wenig Kalorien liefern.
Wer Kohlsuppe in seinen Speiseplan aufnimmt, reduziert oft automatisch die Menge an Kalorien. Allerdings sollte man beim Thema Ernährung immer darauf achten, dass die Kohlsuppe nur eine Idee von vielen ist und nicht als dauerhafte Lösung taugt.
Wie lange muss Kohlsuppe gekocht werden?
Die Kochzeit hängt von den verwendeten Gemüsesorten ab. Weißkohl braucht etwas länger als etwa Brokkoli oder Paprikaschoten. In der Regel sollte die Suppe mit Deckel etwa eine Stunde köcheln, damit das Gemüse weich ist und die Brühe genug Geschmack aufgenommen hat. Wer die Suppe stückig mag, kann sie auch etwas kürzer garen und den Kohl in feine Streifen schneiden.
Ist Kohlsuppe gut für den Darm?
Ja, Kohlsuppe ist durch das enthaltene Gemüse wie Weißkohl, Spitzkohl oder Wirsing reich an Ballaststoffen. Diese unterstützen die Verdauung und regen den Darm an.
Für manche Menschen kann die Kohlsuppe aber auch Blähungen verursachen, besonders wenn größere Menge auf einmal gegessen wird. Grundsätzlich ist sie eine gute Ergänzung für eine ausgewogene Ernährung.
Wie oft darf man Kohlsuppe essen?
Als klassischer Suppenklassiker kann Kohlsuppe mehrmals pro Woche gegessen werden. Bei der Kohlsuppendiät steht sie sogar täglich auf dem Speiseplan. Für die Familie im Alltag reicht es jedoch, die Suppe als wärmendes Gericht ab und zu einzuplanen.
Entscheidend ist, wie die Suppe in den gesamten Beitrag zur Ernährung passt und ob man genug Abwechslung durch andere Gemüsesorten, Obst und Eiweißquellen einbaut.
Was braucht man für eine Kohlsuppe?
Die Basis bildet meist Weißkohl oder Wirsing, dazu kommen Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch. Ergänzt wird das Ganze mit Brühe oder Gemüsebrühe und klassischen Gewürzen wie Kümmel, Lorbeer oder Chili. Je nach Rezeptkarte können auch Paprikaschoten, Tomaten aus der Dose oder Sellerie dazugegeben werden.
Welche Nebenwirkungen hat die Kohlsuppendiät?
Die Kohlsuppendiät kann beim schnellen Gewichtsverlust helfen, führt aber nicht selten zu Problemen. Durch die einseitige Ernährung fehlen wichtige Nährstoffe. Zudem können durch die große Menge an Kohl Blähungen entstehen.
Wer viel Arbeit und Bewegung hat, merkt auch oft, dass die Energie fehlt. Deshalb sollte man die Diät nur für kurze Zeit machen und sie nicht als dauerhafte Lösung zum Abnehmen ansehen.
Fazit
Für mich ist diese Kohlsuppe ein typisches Wohlfühlgericht für die kalte Jahreszeit, das ohne komplizierte Zutaten oder besondere Vorbereitung auskommt. Alles wandert nach und nach in den Topf, darf in Ruhe köcheln und entwickelt dabei ganz von selbst seinen kräftigen Geschmack.
Besonders praktisch ist, dass sich gleich eine größere Menge zubereiten lässt, sodass oft auch am nächsten Tag noch eine Portion übrig bleibt. Genau solche bodenständigen Gerichte schätze ich im Alltag sehr, weil sie sättigen, wärmen und ohne viel Aufwand auf den Tisch kommen.
Zutaten und Zubereitung
Kohlsuppe mit Kartoffeln, Speck & Wurst
Zutaten
- 1,5 kg Weißkohl
- 500 g Kartoffeln
- 3 Zwiebeln (weiße, gelbe oder rote Zwiebel)
- 5 Knoblauchzehen
- 3 EL Butterschmalz (oder Öl wie z. B. Rapsöl)
- 1 Pck Suppengemüse (Karotten, Knollensellerie, eine Stange Lauch, Petersilie)
- 4 L Wasser
- 1 EL Kümmelsamen
- 500 g geräucherter Speck (at. oder Schinken)
- 2 St Cabanossi
Anleitung
- Den Krautkopf in Viertel teilen, den Strunk entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Die Zwiebeln schälen und in Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken.
- Die Zwiebeln und den Knoblauch im Schmalz bei mittlerer Hitze andünsten.
- Das Suppengemüse ebenfalls schälen, klein schneiden und mit andünsten. Dabei die Stangen der Petersilie am besten nicht klein hacken, nur die Blätter.
- Das Kraut nun in den Topf zum Gemüse und dem Rest geben und leicht andünsten.
- Eine gute Prise Kümmel (1 EL Kümmelsamen) dazu geben.
- Das in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch und die Würste (diese aufgeschnitten) dazu geben.
- Die Kartoffeln schälen und Würfel schneiden. Sodann in den Topf geben.
- Mit Wasser aufgießen.
- Für gut 60 Minuten köcheln lassen und danach mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Alles super!
Das freut mich sehr Hein! Liebe Grüße, Anja
war sehr sehr lecker
Dankeschön, ich freue mich sehr über das tolle Feedback! Liebe Grüße, Anja
Super einfach und äußerst lecker. ich nehme dazu keine Cabanossi, sondern einfach westfälische geräucherte Mettendchen. Und auch etwas Paprikapulver Edelsüß
Vielen lieben Dank, das freut mich! Logo, da geht natürlich auch eine andere Einlage… Alles eine Frage des Geschmackes und was eben gerade zur Hand ist 😉 Liebe Grüße, Anja