Tomatensoße selber machen gehört zu den Küchenbasics, die erstaunlich viel Unterschied auf dem Teller ausmachen. Eine selbst gekochte Tomatensoße schmeckt frischer, runder und einfach ehrlicher als viele Fertigvarianten aus dem Glas. Genau deshalb lohnt es sich, dieses Tomatensoße Rezept einmal in Ruhe auszuprobieren und als festen Bestandteil im eigenen Repertoire zu speichern.
Besonders schön ist, wie vielseitig sich so eine Grundsoße einsetzen lässt. Ob für Spagehtti, als Pizza Tomatensoße oder als Basis für weitere Gerichte — eine gute Tomatensoße passt zu unzähligen Klassikern und bringt sofort mediterranes Flair in die Küche. Gleichzeitig lässt sie sich hervorragend vorbereiten und auch auf Vorrat lagern, sodass jederzeit eine schnelle Mahlzeit möglich ist.
In meiner Küche hat sich eine selbstgemachte Tomatensoße längst als Standard etabliert, weil sie ohne komplizierte Zutaten auskommt und sich ganz unkompliziert an den eigenen Geschmack anpassen lässt. Wer einmal ein solides Tomatensoße Rezept gefunden hat, greift immer wieder darauf zurück.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Tomatensoße selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Tomaten: Reife Früchte liefern die fruchtige Basis und bestimmen Geschmack sowie Farbe der Soße. Beim Einkochen konzentriert sich das Aroma und ergibt eine kräftige Grundlage für viele Gerichte.
- Zwiebeln oder Schalotten: Sorgen für eine milde Würze und geben der Soße Tiefe. Beim Anschwitzen entwickeln sie eine angenehme Süße, die gut mit den Tomaten harmoniert.
- Knoblauchzehen: Bringen eine herzhafte Note ins Spiel und ergänzt das Aroma der Zwiebeln. Bereits kleine Mengen prägen den Gesamtgeschmack deutlich.
- Olivenöl: Dient als Grundlage zum Anschwitzen und trägt das Aroma der übrigen Zutaten. Gleichzeitig sorgt es für eine runde, mediterrane Note.
- Basilikum: Verleiht der Soße Frische und einen typischen Duft, der sofort an italienische Küche erinnert. Das Kraut rundet die Tomaten geschmacklich ab.
Info: Gemüsebrühe (Instant) und Ketchup haben beides in der Tomatensuppe nichts zu suchen! Butter, Tomatenmark und Sahne kann, muss aber nicht verwendet werden. Bei mir kommt nichts davon hinein.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Tomatensoße Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Zutaten vorbereiten und anschwitzen
Zwiebeln und Knoblauch schälen, klein schneiden und in erhitztem Öl im Topf anschwitzen, bis sich ein würziges Aroma entwickelt. Tomaten ebenfalls klein schneiden und anschließend hinzufügen.
2. Mit Tomaten und Basilikum köcheln lassen
Tomatenstücke zusammen mit dem gehackten Basilikum in den Topf geben und alles gut umrühren, damit nichts am Boden ansetzt. Du lässt die Mischung bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel eine Weile köcheln und rührst gelegentlich um.
3. Tomatensoße pürieren, einkochen und passieren
Nach der Kochzeit die Soße pürieren und weiter einkochen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Anschließend durch ein Sieb passieren, abschmecken und direkt verwenden oder portionsweise einfrieren.
Jetzt habt ihr eines der wichtigsten Soßen Rezepte – neben dem Allrounder Bechamelsoße oder auch der Sauce Hollandaise.
Für was kann man Tomatensoße verwenden?
Tomatensoße ist eine echte Grundsoße, die in der Küche vielseitig eingesetzt werden kann und weit mehr leistet als nur Nudeln wie Rigatoni oder Spaghetti zu begleiten. Natürlich passt sie hervorragend zu Pasta und als Pizza Tomatensoße.
Sie macht sich aber ebenso gut in Lasagne, Nudelaufläufen oder zu klassischen Gerichten wie gefüllten Paprika oder Hackbällchen.
Auch Reisgerichte, Gemüsepfannen oder einfache Ofengerichte profitieren von einer fruchtigen Soßenbasis, und mit etwas zusätzlicher Flüssigkeit lässt sich daraus sogar schnell eine Tomatensuppe zubereiten.
Bei uns kommt so eine Soße regelmäßig zum Einsatz, weil sich damit ohne großen Aufwand viele unterschiedliche Gerichte abrunden lassen.
Soßen Rezepte – unverzichtbar fürs Kochen & Grillen
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Wie lange ist Tomatensoße haltbar?
Selbstgemachte Tomatensoße hält sich im Kühlschrank in einem gut verschlossenen Behälter in der Regel etwa drei bis fünf Tage. Wichtig ist, die Soße nach dem Kochen vollständig abkühlen zu lassen und sauber umzufüllen, damit sich keine Keime vermehren.
Für längere Lagerung eignet sich Einfrieren besonders gut, so bleibt die Tomatensoße mehrere Monate haltbar und kann portionsweise aufgetaut werden. Beim Erwärmen sollte sie einmal vollständig durcherhitzt werden, damit Geschmack und Sicherheit erhalten bleiben.
Achtung mit Salz & Pfeffer beim Tomatensoße einkochen
Lasst Salz und Pfeffer beiseite und schmeckt erst zum Schluss ab. Von den zwei Kilogramm frischen Tomaten bleiben euch zum Schluss noch 600 Gramm übrig. Weil wir viel reduzieren. Schmeckt ihr also schon kurz nach dem Kochbeginn ab, verteilt sich die Menge Salz & Pfeffer auf ungefähr zwei Kilogramm oder zwei Liter.
FAQs
Welche Zutaten braucht man für eine Tomatensoße?
Für eine klassische Tomatensoße genügen wenige Grundzutaten: reife Tomaten, Zwiebeln oder Schalotten, Knoblauch, etwas Olivenöl und frische Kräuter wie Basilikum. Diese Kombination sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis aus Fruchtigkeit, Würze und Aroma. Je nach Rezept können weitere Zutaten ergänzt werden, die Basis bleibt jedoch bewusst einfach.
Welche Tomatensoße schmeckt am besten?
Am besten schmeckt eine Tomatensoße, die aus reifen, aromatischen Tomaten gekocht wurde und ausreichend Zeit zum Einkochen hatte. So entwickeln sich Geschmack und natürliche Süße besonders gut.
Warum muss Tomatensoße so lange kochen?
Durch längeres Köcheln verdampft überschüssige Flüssigkeit, wodurch die Soße intensiver und sämiger wird. Gleichzeitig verbinden sich die einzelnen Zutaten geschmacklich miteinander.
Wie bekommt man Geschmack in die Tomatensoße?
Der wichtigste Faktor ist die Qualität der Tomaten, denn sie bestimmen das Grundaroma. Zusätzlich sorgen Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter für Tiefe und Würze. Auch das Anschwitzen der Zutaten im Öl trägt dazu bei, dass sich die Aromen besser entfalten.
Wie kriegt man Tomatensoße dickflüssig?
Am einfachsten gelingt das durch längeres Einkochen, bei dem Flüssigkeit verdampft und die Soße automatisch sämiger wird. Nach dem Pürieren kann sie weiter reduzieren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. So bleibt der Geschmack konzentriert, ohne zusätzliche Bindemittel.
Warum kein Zucker in die Tomatensoße?
Reife Tomaten bringen bereits eine natürliche Süße mit, die durch das Einkochen noch intensiver wird. Zusätzlicher Zucker kann den Geschmack verfälschen und die fruchtige Frische überdecken. Viele bevorzugen daher eine Soße, die ausschließlich aus den natürlichen Aromen der Zutaten lebt.
Kann ich Mozzarella in Tomatensoße geben?
Mozzarella passt grundsätzlich gut zu Tomatensoße, wird aber meist erst am Ende hinzugefügt oder separat serviert. In der heißen Soße schmilzt er und sorgt für eine cremige Komponente. Mein Mann packt immer ein ganz wenig Parmesan hinein. Hat er auch einem Kochbuch. Hat was muss ich sagen...
Wie lange muss Tomatensoße kochen?
Das hängt von der gewünschten Konsistenz ab, meist reichen etwa 30 bis 60 Minuten bei mittlerer Hitze. Während dieser Zeit reduziert sich die Flüssigkeit und das Aroma wird intensiver. Wichtig ist gelegentliches Umrühren, damit nichts am Topfboden ansetzt.
Wie kriegt man die Säure aus der Tomatensoße raus?
Die Säure nimmt automatisch ab, wenn die Soße ausreichend lange köchelt und sich die Aromen entwickeln. Sehr reife Tomaten enthalten zudem weniger Säure als unreife Früchte. Eine ausgewogene Würzung sorgt ebenfalls dafür, dass die Soße insgesamt runder schmeckt.
Fazit
Für mich ist eine selbstgemachte Tomatensoße eine der praktischsten Grundlagen überhaupt, weil sie sich für so viele Gerichte einsetzen lässt und sich gut vorbereiten lässt. Sie steht bei uns regelmäßig im Kühlschrank oder Gefrierfach bereit, da damit schnell ein komplettes Essen auf dem Tisch steht.
Wer gern mit Soßen arbeitet, findet auf meinem Blog außerdem noch weitere Klassiker wie Käsesoße, die cremige Pilzrahmsoße oder Meerrettichsoße, die fast genauso vielseitig eingesetzt werden können.
Jetzt ab auf den Markt oder in den Supermarkt und die Tomaten kaufen. Dann auf jeden Fall Guten Appetit beim Nachkochen!
Tomatensoße Grundrezept Zutaten und Zubereitung
Tomatensoße Rezept | für Nudeln, Pizza & mehr
Kochutensilien
- 1 Pürierstab
- 1 Küchensieb (zum Passieren)
Zutaten
- 2 kg Tomaten (reife Tomaten)
- 2 Zwiebeln (alt. 4 Schalotten)
- 2 Knoblauchzehen
- 3 EL Olivenöl
- 40 g Basilikumblätter
- 1 Prise Salz (zum Abschmecken)
- 1 Prise Pfeffer (zum Abschmecken)
Anleitung
- Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und klein schneiden.
- Die Tomaten waschen und ebenfalls klein schneiden.
- Basilikum klein hacken.
- In einem Topf das Öl erhitzen und Zwiebelwürfel sowie Knoblauch anschwitzen.
- Im nächsten Schritt kommen auch schon die klein geschnittenen Tomaten in den Topf. Aufpassen: die Tomate setzt gerne am Boden an, umrühren!
- Sowie das frische Basilikum. Alles umrühren und bei geschlossenem Deckel für 30 Minuten köcheln lassen - bei mittlerer Hitze. Dabei ab und zu umrühren.
- Anschließend pürieren.
- Die Tomatensoße nun bis zur gewünschten Konsistenz einköcheln lassen.
- Und abschließend passieren sowie nach Wunsch und Belieben mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Dann verwenden oder auf Vorrat einfrieren.
Hallo Anja,
das ist ein wirklich leckeres Rezept für Tomatensauce. Ich gebe noch einen Schuss guten Rotwein dazu, am besten den gleichen, den man auch zum Essen trinkt. Das gibt noch einmal mehr Aroma. Zwar verkocht der Alkohol, aber trotzdem verzichte ich darauf, wenn Kinder mitessen. Frische Tomaten sind im Sommer Spitze, aber im Winter meist schlapp. Gute Dosentomaten gehen dann m. E. besser – mein Favorit sind San Marzano der Firma Mutti, aber es gibt noch viele andere sehr gute. Man sollte aus der Dose immer ganze Tomaten nehmen und keine passierten , wenn man es nicht sehr eilig hat (manchmal benutzt die Lebensmittelindustrie für die passierten oder gestückelten nur beschädigte Tomaten, die sich als ganze nicht mehr verkaufen lassen). Mein Lieblingskraut für Pizzasauce ist Thymian. Basilikum paßt natürlich immer. Die Sauce wird um so besser, je länger sie kocht. In der Toskana gab es früher so manche „Mamma“, die ihre Bolognese 6 Stunden hat kochen lassen. Ich weiß nicht, ob das heute noch gemacht wird. Die heutige Generation junger Italienerinnen strebt ja auch keine Existenz als „La Mamma“ an, sondern einen Bachelor in Business Admistration. Wer mags ihr verdenken?
Hallo Jürgen, Danke für Deine Nachricht. Über den letzten Satz muss ich noch schmunzeln. 🙂 Ja, das stimmt…Vielen lieben Dank für Deine Tipps. Das mit den passierten, stückigen und ganzen Tomaten ist interessant. Dann werd ich ab jetzt nur noch die ganzen kaufen. Die lassen sich ja in alle Konsistenzen bringen. Liebe Grüße, Anja
Hallo,
vielen Dank für dein Rezept. Werde es mal selbst ausprobieren.
Hallo Brigitte, das freut mich! Danke Dir und lass Dir die Soße schmecken wenn es soweit ist. Bis bald und liebe Grüße, Anja
Huch das sollte natürlich kochen KANN heißen ?
:)) verstanden!
Ich liebe Deine Beiträge echt nett zum lesen, auch wenn männlichen KANN is immer was dabei ?. Hab noch eine Ergänzung aus meiner Kindheit in Salzburg: da gab’s als Mittagessen Tomatensoße mit Reis. Die Mama hat aber zuerst eine Buttermehlschwitze gemacht und dann die selbstgemachte Tomatensoße drauf. Das Ganze wurde dann auch eher süßer gewürzt. Für mich ist dasheute nicht Komfortfood ?. Liebe Grüße aus Wien!
Hallo Isabella, :)) Danke Dir! DAs hört sich fein an! Buttermehlschwitze hat schon was. Muss ich mal zusammen probieren. Danke und liebe Grüße, Anja