Leberknödel selber machen | klassisches Rezept

Leberknödel selber machen | klassisches Rezept

Die einen winken einfach nur ab, wenn sie das Wort Leberknödel hören, den anderen läuft dabei das Wasser im Mund zusammen. Ganz ehrlich: Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Schon als kleines Kind bin ich extra schnell von der Schule heimgewackelt, wenn ich wusste, dass mittags bei meiner Oma eine heiße Leberknödelsuppe auf mich wartet.

Die liebe ich genauso wie saures Lüngerl oder das Kesselfleisch bei unserer Hausschlachtung.

Natürlich mit selber gemachten Leberknödeln in einer kräftigen Rinderbrühe. Leberknödel selber machen habe ich also ziemlich früh mitbekommen. Erst mit dem Leberknödel Rezept von meiner Oma, später bei meinem Vater. Heute werfen wir also einmal einen genaueren Blick auf den Klassiker aus Bayern.

Dieses Rezept rangiert bei mir übrigens unter Suppen Rezepte. Ich weiß, dass der Leberknödel auch außerhalb von Suppen verzehrt werden, aber eher selten. Darum ist er wohl in der bayerischen Suppen Welt neben Flädlesuppe, Grießnockerlsuppe und Hochzeitssuppe am besten aufgehoben.

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Leberknödel Rezept Video

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Zutaten und Zubereitung

Leberknödel selber machen | klassisches Rezept

Leberknödel selber machen ist kein Hexenwerk. Das Rezept gelingt ganz flott. In einer Rindersuppe liegend geben sie eine tolle Einlage ab.
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Vorbereitung1 Stunde
Zubereitung15 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 15 Minuten
Gericht: Hauptgericht, Partysuppe, Vorspeise
Küche: Deutsch
Stichwort: bayerisch, einfach, kräftig, lecker, original, schnell
Portionen: 10 Portionen
Kalorien: 309 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 850 g Rinderleber
  • 300 g Knödelbrot
  • 3 Eier
  • 2 Zwiebeln
  • 600 ml Milch
  • 3 EL Majoran
  • 1 TL Muskat
  • 2 EL Salz
  • 1 EL Pfeffer
  • 2 EL Butter
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Schnittlauch
  • 3 Liter Rinderbrühe
  • Etwas Semmelbrösel (falls der Knödelteig zu weich)

Anleitung

  • Die Leber durch den Fleischwolf (3 mm Scheibe) drücken.
  • Das Knödelbrot mit warmer Milch übergießen und zirka 10 Minuten einweichen lassen.
  • Zwiebeln und Petersilie fein hacken und in Butter glasig dünsten und etwas erkalten lassen.
  • Das aufgeweichte Knödelbrot, Leber, angedünstete Zwiebeln und Petersilie sowie die Eier in eine Schüssel geben und zu einem Teig verkneten. Sollte er zu klebrig sein Semmelbrösel zugeben und sollte er zu fest sein etwas Milch oder Wasser.
  • Den Knödelteig mit Majoran, Muskat und Salz und Pfeffer würzen.
  • Nun aus dem Teig Knödel formen.
  • Brühe aufsetzen und erhitzen (nicht kochen lassen) und die Knödel vorsichtig hineinlegen und darin ziehen lassen.
  • Die Leberknödel sind fertig, sobald sie steigen und an der Oberfläche schwimmen. Je nach Größe nach zirka 10 bis 15 Minuten.
  • Mit frisch geschnittenem Schnittlauch servieren.

Video

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 309 kcal | Kohlenhydrate: 24 g | Protein: 28 g | Fett: 11 g | Gesättigte Fettsäuren: 5 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 2 g | Transfette: 0.3 g | Cholesterin: 296 mg | Natrium: 2793 mg | Kalium: 667 mg | Fasern: 2 g | Zucker: 6 g | Vitamin A: 15155 IU | Vitamin C: 11 mg | Kalzium: 173 mg | Eisen: 7 mg

 

leberknoedel rezept zum selber machen - die frau am grill

Die Leberknödelsuppe – Vorspeise oder sogar Hauptspeise?

Eigentlich eine rhetorische Frage, denn die Antwort lautet: Für den kleinen Hunger reicht ein Teller Suppe mit einem Leberknödel locker. Beim mittleren Hunger müssen es schon zwei Leberknödel als Suppeneinlage sein. Damit eignet sich die Leberknödelsuppe vielleicht noch als kleines Mittagessen. Und wenn der Magen so richtig knurrt, tja dann werden auch drei Leberknödel nicht ausreichen.

Die Knödel enthalten zwar Kohlenhydrate, aber zu den Sattmacher Gerichten würde ich sie nicht zählen. Stattdessen sollte man die Leberknödelsuppe eine Vorspeise sein lassen und sich einen Hauptgang genehmigen. Wie zum Beispiel einen Krustenbraten, ein Hirschgulasch oder einen Lammrücken.

Wobei hier auch suppen wie die Kartoffelsuppe, eine feine Hühnersuppe oder Brokkolisuppe als kleine Vorspeise taugen.

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Auf was muss man beim Rezept achten?

Der wichtigste Moment beim Leberknödel selber machen ist das Hineinlegen in die heiße Brühe. Passt mit der Hitze auf, denn die Brühe darf nicht kochen! Denn hier kann es schon mal vorkommen, dass sie sich auflösen und sich, unschön anzusehen, unter die Brühe mischen. Hier hilft das bei vielen bekannte und auch in einigen Rezepten empfohlene „Probeknödeln“.

Und wie der Name schon sagt, legt man zuerst einen in die heiße Brühe und bevor man die anderen hinzu gibt, wartet man ab wie sich der „Probeknödel“ im Wasser verhält. Normalerweise erstarren die Klöße im heißen Wasser sofort, die Farbe verändert sich und der Garprozess hat begonnen. Wenn dem so ist darf nachgelegt werden. Ansonsten gibt man noch etwas mehr Semmelbrösel unter den Teig.

FAQs

Was ist alles in Leberknödeln drin?

Klassisch bestehen Leberknödel aus Rinder- oder Schweineleber, eingeweichtem Knödelbrot, Zwiebeln, Eiern und Gewürzen wie Majoran, Muskat, Salz und Pfeffer. Oft wird die Masse mit etwas Milch und Butter verfeinert.

Wie bereite ich Leberknödel zu?

Die Zutaten werden zu einem Teig verknetet, zu Knödeln geformt und anschließend in heißer Brühe oder Salzwasser gegart. Wichtig: Die Flüssigkeit darf nicht kochen, sonst zerfallen die Knödel.

Ist ein Leberknödel gesund?

Leberknödel liefern viel Eiweiß und Mineralstoffe aus der Leber, enthalten aber auch Cholesterin und Fett. In Maßen genossen sind sie eine herzhafte, nahrhafte Suppeneinlage.

Warum heißen Leberknödel Leberknödel?

Der Name kommt von der Hauptzutat: der Leber. Zusammen mit Brot und Gewürzen wird daraus ein Knödel geformt – daher die Bezeichnung Leberknödel.

Sind Leberknödel vom Metzger vorgekocht?

Meist sind Leberknödel vom Metzger schon vorgegart und müssen nur noch in heißer Brühe oder Wasser erwärmt werden. Am besten direkt beim Metzger nachfragen, wie die Knödel zubereitet sind.

Kann man Leberknödel am nächsten Tag noch essen?

Ja, Leberknödel lassen sich im Kühlschrank gut einen Tag aufbewahren. Zum Servieren am besten in heißer Brühe oder im Dampf erwärmen.

Wie mache ich fertige Leberknödel warm?

Fertige Leberknödel können direkt in heiße Brühe gelegt werden, bis sie durchgewärmt sind. Alternativ lassen sie sich auch schonend im Dampf oder in etwas Flüssigkeit mit Deckel erhitzen.

Bilder: istock

91 Kommentare

  1. Susanne

    5 Sterne
    Klassisches Rezept- aber immer lecker- schmecken nach den Knödeln aus meiner Kindheit

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Liebe Susanne, solche Rückmeldungen mag ich besonders 😊 Wenn ein Rezept Erinnerungen an die eigene Kindheit weckt, hat es vieles richtig gemacht.
      Liebe Grüße, Anja

  2. Johann

    5 Sterne
    Leberknödel sind einfach die beste Suppeneinlage ;o)

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Da stimme ich dir absolut zu, Johann 😊 Leberknödel sind wirklich eine fantastische Suppeneinlage und für viele ein echter Klassiker aus der Kindheit. Schön, dass sie dir so gut schmecken!
      Liebe Grüße, Anja

  3. Peter

    Super einfach nachzulocken.
    Danke dafür bin über 80 Jahre und es hat funktioniert.

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Peter,
      das freut mich ganz besonders zu lesen. Schön, dass es so gut geklappt hat.
      Liebe Grüße, Anja

  4. Häcker Helga

    Was ist Knödelbrot, noch nie gehört?

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Helga,
      Knödelbrot sind getrocknete, klein geschnittene Semmeln oder Brötchen. Du findest sie fertig abgepackt im Supermarkt oder machst sie ganz einfach selbst aus altbackenen Semmeln.
      Liebe Grüße, Anja

  5. Elke

    5 Sterne
    Super tolles Rezept werde ich an Weihnachten wieder vorbereiten. Danke

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Liebe Elke,
      freut mich sehr, dass dir das Rezept so gut gefällt 😊 Gerade zu Weihnachten passt es einfach perfekt. Viel Freude beim Vorbereiten!
      Liebe Grüße, Anja

  6. Pit

    5 Sterne
    Supi!!!!!!!!!!!!!

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Servus Pit,
      mehr Begeisterung geht kaum 😄
      Danke dir fürs Feedback!
      Liebe Grüße, Anja

  7. Regula

    das Rezept klingt sehr gut und die Kräuterauswahl passt hervorragend zur Leber! Ich werde es nachkochen und freu mich schon drauf! Danke!

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Regula,
      freut mich sehr, dass dir die Gewürzauswahl zusagt 😊 Gerade bei Leber macht das wirklich viel aus. Ich wünsche dir schon jetzt gutes Gelingen beim Nachkochen!
      Liebe Grüße, Anja

  8. Albi

    3 Sterne
    Ich glaube, dass da einige das Rezept nur gelesen haben. Es ist da VIEL zu viel Milch angegeben, das Ganze wird ein Brei und läßt sich nur mit der doppelten Menge trockenem Knödelbrot und viel Brösel und Mehl weiterverarbeiten.
    Albi aus Graz

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Albi, also ich habe die Mengen der Zutaten genau abgemessen. Es ist hilfreich, mit der Milch etwas vorsichtig zu sein und nach und nach hineinzugießen. So behält man die Konsistenz unter Kontrolle. Danke Dir und liebe Grüße nach Graz, Anja

  9. Stefanie

    5 Sterne
    Sehr lecker😋

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Grüß dich Stefanie,
      kurz und knapp, aber dafür umso besser 😊 Schön, dass es dir geschmeckt hat.
      Liebe Grüße, Anja

  10. Jochen Lackner

    Also, ich musste recht umfangreich mit Bröseln und Mehl nachhelfen, weil der Teig viel zu flüssig war. Dann wurden sie aber sehr gut.

    Da Du im Video auch mit Bröseln/Mehl nachgeholfen hast, würde ich beim Grundrezept die Milchmenge auf mindesten 500ml (wenn nicht gar 400ml) reduzieren.

    Liebe Grüße und danke für das gut präsentierte Rezept
    Jochen

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Jochen,
      danke für dein ausführliches Feedback! Je nach Brot oder Leberkonsistenz kann der Teig tatsächlich etwas weicher ausfallen, da hilft dein Tipp vielen weiter. Schön, dass die Knödel am Ende perfekt geworden sind.
      Liebe Grüße, Anja

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