Lammragout im orientalischen Stil

Lammragout im orientalischen Stil

Lamm gehört bei uns schon lange fest auf den Speiseplan, weil ich diesen kräftigen, leicht würzigen Geschmack einfach liebe. Gerade als Ragout zeigt das Fleisch seine Stärken besonders deutlich: Beim langsamen Schmoren wird es wunderbar zart und verbindet sich mit Gewürzen und Gemüse zu einer intensiven, herzhaften Soße. So entsteht ein Gericht, das aromatisch und angenehm rund schmeckt, ohne schwer zu wirken.

Dieses Lammragout im orientalischen Stil bringt zusätzlich eine feine süß-würzige Note mit. Die Kombination aus warmen Gewürzen und getrockneten Aprikosen passt hervorragend zum Lamm und sorgt für eine willkommene Abwechslung zu klassischen Schmorgerichten. Für mich ist das genau die Art von Essen, die Eindruck macht und dabei ganz entspannt zubereitet werden kann.

orientalisches lammragout - pin

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Lammragout kochen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Lammschulter oder Lammkeule: Fleischbasis für das Ragout und sorgt beim langen Köcheln für eine besonders zarte Konsistenz sowie kräftigen Geschmack.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Bringen eine aromatische Grundlage in den Topf und ergänzen den typischen herzhaften Charakter des Gerichts.
  • Möhren: Liefern milde Süße und Struktur und passen geschmacklich gut zum kräftigen Lammfleisch.
  • Getrocknete Aprikosen: Sorgen für eine fruchtige Note und unterstreichen den orientalischen Stil des Ragouts.
  • Tomatenmark: Verstärkt die Würze und gibt der Soße eine leichte Tiefe sowie Farbe.
  • Butterschmalz: Dient zum Anbraten des Fleisches und bringt zusätzliche Röstaromen ins Gericht.
  • Lammfond: Bildet die Flüssigkeitsbasis und trägt maßgeblich zum intensiven Geschmack bei.
  • Ras el Hanout: Gewürzmischung mit warmen, aromatischen Noten und prägt den orientalischen Charakter.
  • Petersilie und Minze: Frische Kräuter zum Servieren, die dem Ragout eine helle, aromatische Note verleihen.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Lammragout Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Fleisch und Gemüse vorbereiten

Zuerst das Fleisch von Fett und groben Sehnen befreien und in Stücke schneiden. Möhren, Zwiebeln und Knoblauch schälen und ebenfalls klein schneiden, die Aprikosen grob hacken.

2. Fleisch anbraten und würzen

Das Fleisch in Butterschmalz im Topf scharf anbraten, anschließend mit der Gewürzmischung sowie Salz und Pfeffer würzen. Danach das vorbereitete Gemüse und die Aprikosen zugeben und kurz mit anschwitzen.

3. Mit Fond ablöschen und schmoren lassen

Tomatenmark einrühren, mit dem Lammfond ablöschen und alles mindestens zwei Stunden köcheln lassen, dabei bei Bedarf etwas Wasser nachgießen. Zum Schluss mit gehackter Petersilie und Minze bestreuen und servieren.

lammragout rezept - die frau am grill

Was bedeutet Ragout?

Der Begriff Ragout stammt aus dem Französischen („ragoût“) und bezeichnet ein Schmorgericht aus klein geschnittenem Fleisch, das zusammen mit Flüssigkeit, Gewürzen und oft auch Gemüse langsam gegart wird.

Anders als bei einem klassischen Braten kommt hier kein großes Fleischstück in den Topf, sondern mundgerechte Stücke, die während der langen Garzeit besonders zart werden und eine aromatische Soße entwickeln.

Ragouts gibt es in vielen Varianten — von Kalb über Wild bis Lamm — und je nach Rezept können sie herzhaft, würzig oder auch leicht fruchtig ausfallen. Im Grunde beschreibt Ragout also keine feste Rezeptur, sondern eine Zubereitungsart für geschmortes Fleisch in Soße.

Unterschied zwischen Lammragout und Lammgulasch

Lammragout und Lammgulasch ähneln sich auf den ersten Blick, da beide aus gewürfeltem Fleisch bestehen, das langsam in Soße geschmort wird. Der Unterschied liegt vor allem in der Würzung und im Charakter des Gerichts: Ein Lammgulasch orientiert sich meist an der ungarischen Küche, enthält viel Paprika und schmeckt kräftig, rustikal und herzhaft.

Ein Lammragout ist dagegen oft feiner abgestimmt, kann unterschiedliche Gewürzrichtungen haben und wird je nach Rezept auch mit Kräutern, Wein oder fruchtigen Zutaten kombiniert. Während Gulasch klar einer bestimmten Tradition folgt, lässt ein Ragout mehr Spielraum für verschiedene Küchenstile — wie zum Beispiel eine orientalische Variante mit süß-würzigen Aromen.

lammragout selber machen - die frau am grill

Die Beilagen-Tipps

Zu diesem Lammragout passt Kurkumareis ganz toll dazu. Wenn ihr keinen Reis mögt, nehmt ihr stattdessen einfach ein leckeres Brot als Beilage. Am idealsten ist dann ein frisches Pitabrot. Natürlich geht dazu auch ein Baguette.

Außerdem könnt ihr auch Bulgur oder Couscous Salat dazu reichen. Da dieses Lammragout eher orientalisch ist würde ich Nudeln weniger empfehlen. Was ihr in jedem Fall dazugeben solltet, ist frische Minze. Diese gibt dem Lammragout ein herrliches Aroma und unterstreicht den orientalischen Touch.

FAQs zum Lammragout

Was ist der Unterschied zwischen Ragout und Gulasch?

Beide bestehen aus gewürfeltem Fleisch in Soße, unterscheiden sich aber in der Würzung. Gulasch ist paprikalastig und rustikal, während ein Ragout meist feiner abgeschmeckt ist und mehr Variationen erlaubt.

Was genau ist ein Ragout?

Ein Ragout ist ein Schmorgericht aus klein geschnittenem Fleisch, das mit Flüssigkeit und Gewürzen langsam gegart wird. Dabei entsteht eine aromatische Soße und das Fleisch wird besonders zart.

Was macht Lammfleisch zart?

Lammfleisch wird vor allem durch langsames Schmoren zart. Dabei löst sich das Bindegewebe auf und sorgt für eine saftige, weiche Konsistenz.

Was für Fleisch ist Ragout?

Für Ragout eignen sich gut durchwachsene Stücke aus Schulter oder Keule. Sie bleiben beim langen Garen saftig und entwickeln viel Geschmack.

Fazit

Für alle, die Lamm genauso lieben wie ich, ist dieses Ragout eine klare Empfehlung für die kältere Jahreszeit. Während im Sommer oft gegrillte Lammkoteletts oder ein zartes Lammfilet auf dem Tisch landen, darf es im Winter gern etwas Deftigeres sein, das lange geschmort hat und richtig wärmt. Genau dafür ist ein Lammragout ideal, weil es intensiv schmeckt und wunderbar sättigt.

Wer gerne mit Lamm kocht, findet in diesem Gericht eine schöne Ergänzung zu Lamm Rezepte Klassikern wie Shepherd’s Pie oder Irish Stew. Für mich ist es eines dieser Rezepte, die man besonders dann kocht, wenn draußen ungemütliches Wetter herrscht und man sich ein aromatisches, herzhaftes Essen wünscht.

Zutaten und Zubereitung

orientalisches lammragout - die frau am grill
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Lammragout im orientalischen Stil

Dieses leckere Lammragout Rezept kommt orientalisch angehaucht daher. Doch keine Sorge, es ist einfach zubereitet & wirklich mal was anderes!
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit2 Stunden
Gesamtzeit2 Stunden 15 Minuten
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen
Küche: Orientalisch
Stichwort: einfach, lecker, orientalisch, würzig, zart
Portionen: 4 Portionen
Kalorien: 800 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 1 kg Lammschulter (oder Lammkeule aber ohne Knochen)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 4 Möhren
  • 6 getrocknete Aprikosen
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 EL Butterschmalz
  • 800 ml Lammfond
  • 2 EL Ras el Hanout (Gewürzmischung)
  • 3 EL frische gehackte Petersilie
  • 3 EL frische gehackte Minze
  • Prise Salz (zum Abschmecken)
  • Prise Pfeffer (zum Abschmecken)
  • Wasser zum Nachgießen

Anleitung

  • Das Fleisch von Fett und groben Sehnen befreien und kleinschneiden.
  • Möhren, Zwiebeln und Knoblauch schälen und ebenfalls kleinschneiden.
  • Die Aprikosen grob hacken.
  • Das Fleisch in einem großen Topf (oder Gefäß eurer Wahl) im Butterschmalz scharf anbraten.
  • Mit der Gewürzmischung, sowie Salz und Pfeffer würzen.
  • Die restlichen Zutaten zugeben und ebenfalls kurz anschwitzen.
  • Tomatenmark hinzugeben und mit dem Fond ablöschen.
  • Mindestens 2 Stunden köcheln lassen und gegebenenfalls Wasser nachgießen.
  • Zum Servieren mit gehackter Minze und Petersilie bestreuen.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 800 kcal | Kohlenhydrate: 22 g | Protein: 43 g | Fett: 59 g | Gesättigte Fettsäuren: 26 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 5 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 24 g | Cholesterin: 184 mg | Natrium: 991 mg | Kalium: 993 mg | Fasern: 4 g | Zucker: 13 g | Vitamin A: 11155 IU | Vitamin C: 10 mg | Kalzium: 93 mg | Eisen: 5 mg

Die Bilder stammen von Julia Reimann. Sie betreibt den Instagram Account „Julchen_kocht“ und freut sich dort über euren Besuch!

2 Kommentare

  1. Avatar
    Renate

    Einfach und lecker, ich hab zwetschgenmarmelade rein getan statt aprikosen.

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Servus Renate,
      schöne Abwandlung mit Zwetschgenmarmelade – passt geschmacklich richtig gut. Danke fürs Teilen.
      Liebe Grüße, Anja

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