Remoulade selber machen | besser als gekauft

Remoulade selber machen | besser als gekauft

Remoulade finden wir in den Regalen der Supermärkte, abgefüllt und haltbar gemacht in Tuben und Gläser. Zugegeben, sehr praktisch, wenn es einmal schnell gehen muss und es einfach an Zeit fehlt und Remoulade selber machen nicht drin ist. Geschmacklich übertrifft die selbst gemachte Remoulade dennoch alle Fertigprodukte.

Das liegt nicht nur an den frischen Zutaten, sondern auch am höheren Ei-Anteil. Denn beim Remoulade selber machen benötigt man als Grundlage eine selbstgemachte Mayonnaise. Und diese wird aus frischen Eiern zubereitet. Und diesen Unterschied schmeckt man.

remoulade in schuessel

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Remoulade selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Sonnenblumenöl: Bildet die Grundlage der Remoulade und sorgt für eine gleichmäßige, cremige Basis.
  • Eier: Liefern Struktur und Geschmack und prägen den typischen Charakter der selbst gemachten Remoulade.
  • Senf: Bringt Würze ins Rezept und setzt einen klaren geschmacklichen Akzent.
  • Zitronensaft und Essig: Geben Frische und eine feine Säure, die die übrigen Zutaten ausbalanciert.
  • Zucker: Rundet den Geschmack ab und mildert die Säure sanft.
  • Essiggurken, Zwiebel und Knoblauch: Sorgen für Biss, leichte Schärfe und eine herzhafte Note.
  • Kapern und Sardellen: Steuern Tiefe und Würze bei und verstärken den klassischen Remouladen-Geschmack.
  • Crème fraîche und Joghurt: Machen die Remoulade milder und sorgen für eine angenehm runde Konsistenz.
  • Petersilie und Dill: Bringen Frische ins Gesamtbild und ergänzen die würzigen Komponenten.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses schnelle Remoulade Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Vorbereitung der Einlagen

Zu Beginn schneidet man Essiggurken, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern und Sardellen klein. Anschließend hackt man die Kräuter fein und stellt alle vorbereiteten Zutaten griffbereit. Dieser Schritt sorgt für einen sauberen Ablauf beim Mischen.

2. Herstellung der Basis

In einem hohen Gefäß verbindet man Eier, Essig, Zitronensaft, Senf und Salz zu einer glatten Masse. Danach fließt das Öl nach und nach ein, bis eine cremige Grundlage entsteht. Du erkennst den richtigen Punkt an der deutlich dickeren Konsistenz.

3. Vollenden der Remoulade

Nun kommen die vorbereiteten Zutaten sowie Joghurt und Crème fraîche zur Basis. Alles wird gleichmäßig untergerührt und zum Schluss mit Pfeffer abgeschmeckt. Ein kurzes Durchziehenlassen sorgt für ein stimmiges Ergebnis.

Grillsaucen-Fans sei gesagt, dass es hier auf meiner Seite noch Grillsoßen Rezepte u.a. zu Knoblauchsoße, dem berühmten Ketchup oder der geheimen Big Mac Sauce gibt.

Remoulade Rezept Video

Geschichte der Remoulade

Die Remoulade stammt ursprünglich aus Frankreich und gehört zur klassischen französischen Küche. In ihrer frühen Form handelte es sich um eine kalte, würzige Sauce auf Basis von Essig, Öl, Senf und Kräutern, die zu Fleisch und Fisch serviert wurde.

Erst später, mit der zunehmenden Verbreitung von Mayonnaise, entwickelte sich daraus die cremige Remoulade, wie man sie heute kennt. Von Frankreich aus setzte sie sich in vielen europäischen Küchen durch.

Und wurde besonders in Deutschland zu einer festen Beilage, vor allem zu Fisch, Schnitzel und kaltem Fleisch.

Was bedeutet Remoulade?

Der Name Remoulade leitet sich vom französischen Wort rémolade ab. Es bezeichnete ursprünglich eine scharf-würzige Kräutersauce mit Essig und Senf. Der Begriff steht also weniger für eine feste Rezeptur, sondern für eine bestimmte Art von würziger, kalter Sauce.

Die heutige Bedeutung hat sich erweitert und wird meist mit einer Mayonnaise-basierten Sauce mit Einlagen wie Gurken, Kräutern, Kapern oder Sardellen verbunden.

selbstgemachte remoualde

Remoulade als Dip oder Soße verwenden

Remoulade ist vielseitig verwendbar und passt zu Fleisch genauso wie zu Fisch oder Gemüse. Beispielsweise zum Roastbeef oder Tafelspitz, aber auch zu Krustentieren wie Krabben, Garnelen oder Hummer. Man kann die Remoulade aber auch als Soße zu paniertem Fisch oder für Burger verwenden.

Remoulade passt in der Regel zu fast allem beim Kochen und Essen. Habt ihr noch weitere Tipps, Empfehlungen oder Ideen, wozu man diese leckere Variante des Aufstrichs bzw. Dips verwenden kann? Schreibt es in die Kommentare, in der Zwischenzeit könnt ihr gerne weiterlesen.

remoualde selber machen

Wie lange ist selbstgemachte Remoulade haltbar?

Das würde ich davon abhängig machen, ob man mit selbstgemachter frischer Mayonnaise arbeitet die Ei enthält. Dann wäre ich vorsichtig. Vielleicht 24 Stunden im Kühlschrank.

Wird allerdings fertige Mayonnaise für die selbstgemachte Remoulade verwendet hätte ich keine Probleme diese Remoulade dann auch für etliche Tage im Kühlschrank aufzubewahren.

FAQs

Was ist in Remoulade drin?

Remoulade basiert auf Mayonnaise und enthält zusätzlich würzende Einlagen. Typisch sind Essiggurken, Kräuter wie Petersilie oder Dill, Senf sowie je nach Rezept Kapern, Zwiebeln oder Sardellen. Diese Zutaten sorgen für den kräftigeren Geschmack im Vergleich zur reinen Mayonnaise.

Was ist der Unterschied zwischen Mayonnaise und Remoulade?

Mayonnaise besteht im Kern aus Ei, Öl und Säure. Remoulade baut auf dieser Basis auf und ergänzt sie um Kräuter, Gurken und weitere Würzzutaten. Dadurch schmeckt Remoulade deutlich würziger und vielseitiger.

Was ist der Unterschied zwischen Remoulade und Sauce Tartar?

Sauce Tartar ist meist feiner und stärker auf Kräuter und Gurken ausgerichtet. Remoulade fällt kräftiger aus und enthält oft zusätzliche Zutaten wie Kapern oder Sardellen. Geschmacklich wirkt Remoulade breiter und intensiver.

Sind Sauce Tartar und Remoulade das Gleiche?

Nein. Beide basieren zwar auf Mayonnaise, unterscheiden sich aber in Zusammensetzung und Würzung. Sauce Tartar bleibt meist zurückhaltender, Remoulade ist variantenreicher und kräftiger abgeschmeckt.

Ist in gekaufter Remoulade rohes Ei?

In der Regel nein. Industriell hergestellte Remouladen enthalten pasteurisierte Eier oder Eiprodukte, um Haltbarkeit und Sicherheit zu gewährleisten. Rohes Ei wird dabei normalerweise nicht verwendet.

Welche Remoulade ist die beste?

Das hängt vom persönlichen Geschmack ab. Viele bevorzugen selbst gemachte Remoulade, weil Frische und Würze besser steuerbar sind. Bei gekauften Varianten lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste.

Ist Remoulade gesund?

Remoulade enthält durch das Öl einen höheren Fettanteil und zählt eher zu den Genusssoßen. In Maßen eingesetzt passt sie gut in eine ausgewogene Ernährung, für den täglichen Einsatz eignet sie sich weniger.

Fazit

Die Remoulade gehört für mich zu den Soßen, die einfach immer passen. Ob zum Grillen, zu Fisch, Fleisch oder ganz unkompliziert als Dip auf dem Tisch – sie funktioniert in vielen Situationen ohne großes Nachdenken. Genau diese Vielseitigkeit macht sie für mich zu einem echten Allrounder unter den Grillsoßen.

Wer auf internationale Grillsaucen steht: schaut gerne mal bei der Teriyaki Sauce aus Japan, dem Aioli aus dem südlichen europäischen Mittelmeerraum und dem südamerikanischen Chimichurri vorbei.

Zutaten und Zubereitung

remoulade rezept
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Remoulade selber machen - besser als gekauft

Remoulade selber machen lohnt sich und man schmeckt den Unterschied. Und dieses Remoulade Rezept geht auch ganz schnell & einfach!
Vorbereitungszeit20 Minuten
Zubereitungszeit15 Minuten
Gesamtzeit35 Minuten
Gericht: bratensoße, Dip, Sauce
Küche: Französisch
Stichwort: einfach, erfrischend, lecker, schnell, würzig
Portionen: 10 Portionen
Kalorien: 238 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 250 ml Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Essig
  • 1 EL Zucker
  • 2-3 Essiggurken
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Kapern
  • 1 EL Sardellen
  • 1 EL Creme fraiche
  • 1 EL Joghurt
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • 1 kleiner Bund Dill
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer

Anleitung

  • Essiggurken, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern und Sardellen klein schneiden.
  • Die Kräuter fein hacken.
  • Eier in ein hohes schmales Gefäß geben und Essig, Zitronensaft, Senf und Salz hinzugeben und mit einem Pürierstab aufschlagen.
  • Währenddessen wird anschließend nach und nach das Sonnenblumenöl schluckweise hineingegossen. Dabei färbt sich die Eimasse weißlich und wird dickflüssig.
  • Die Kräuter, Essiggurken, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern, Sardellen, Joghurt, Crème fraîche zur Eimasse geben unterrühren.
  • Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Video

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 238 kcal | Kohlenhydrate: 3 g | Protein: 2 g | Fett: 24 g | Gesättigte Fettsäuren: 3 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 20 g | Transfette: 0.003 g | Cholesterin: 35 mg | Natrium: 442 mg | Kalium: 95 mg | Fasern: 1 g | Zucker: 2 g | Vitamin A: 565 IU | Vitamin C: 9 mg | Kalzium: 32 mg | Eisen: 1 mg

4 Kommentare

  1. Avatar
    Marina

    5 Sterne
    1 sehr gutes Rezept,hat uns sehr gut geschmeckt..

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Servus Marina,
      freut mich, dass es euch geschmeckt hat. Genau so soll es sein.
      Liebe Grüße, Anja

  2. Avatar
    Lothar

    5 Sterne
    so was von lecker!

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Servus Lothar,
      das freut mich riesig – danke dir für das tolle Feedback 😊
      Liebe Grüße, Anja

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