Tomahawk Steak, was ist das denn bitte? Die Frage ist für Fleischfans ganz einfach beantwortet: ein mit einem langen Knochen und nicht nur wegen der Optik ein absolutes Highlight auf jeder Grillfeier!
Ein imposantes Rindersteak, das so manch anderen Cut, wie Rinderfilet, Roastbeef oder Kotelett in den Schatten stellt. Und wer so ein gigantisches Stück Fleisch am Rippenknochen vor sich hat, der kann daran die Größe der Tiere abschätzen.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Tomahawk Steak grillen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Tomahawk Steak ist hier der zentrale Bestandteil und bringt durch die starke Marmorierung und den langen Knochen direkt Präsenz auf den Grill.
- Sonnenblumenöl kommt vor dem Anrösten zum Einsatz.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept zum Tomahawk Steak grillen gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
Vorbereitung
Das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen, damit es nicht eiskalt auf den Grill kommt. Ein sehr kaltes Steak braucht deutlich länger, bis es innen die gewünschte Kerntemperatur erreicht, und liegt dadurch länger auf dem Grill – das kann dazu führen, dass die äußeren Bereiche zu trocken werden.
Kruste aufbauen und nachziehen lassen
Das Tomahawk Steak zuerst über direkter Hitze kräftig angrillen, bis sich außen eine deutliche Bräune zeigt. Danach in den indirekten Bereich legen und langsam auf die gewünschte Kerntemperatur bringen.
Ruhen lassen und schneiden
Nach dem Grillen einige Minuten liegen lassen, damit sich der Fleischsaft verteilt, dann vom Knochen lösen und quer zur Faser in Scheiben schneiden.
Weitere feine Steak Rezepte für den Grill sind Rinderfilet grillen, ein ganzes Roastbeef grillen oder auch Ribeye Steak grillen.
Tomahawk Steak grillen Rezept Video
Was ist ein Tomahawk Steak?
Ein Tomahawk Steak ist im Grunde ein Ribeye Steak aus der Hochrippe vom Rind, bei dem der lange Rippenknochen bewusst am Fleisch bleibt und freigelegt wird. Dadurch entsteht die auffällige Form, die an ein Beil erinnert und dem Cut seinen Namen gibt.
Am Fleisch selbst ändert sich nichts, entscheidend bleibt die starke Marmorierung des Ribeye, die beim Grillen für ein saftiges Ergebnis und intensiven Geschmack sorgt.
Tomahawk Steak vorwärts oder rückwärts grillen?
Ein Tomahawk Steak legt man nicht einfach über die Glut oder die Brenner und wartet, bis es fertig ist. Durch die Dicke des Cuts braucht es eine Kombination aus indirekter und direkter Hitze, damit die Kerntemperatur erreicht wird, ohne dass das Fleisch außen unnötig lange starker Hitze ausgesetzt ist.
Vorwärts grillen
Beim vorwärts Grillen startet das grillen vom Tomahawk Steak direkt über der heißen Zone und bekommt dort zuerst die kräftige Bräune. Danach wandert es in den indirekten Bereich und zieht dort auf die gewünschte Kerntemperatur.
Diese Methode funktioniert, verlangt aber etwas Gefühl beim Timing, weil das Fleisch von Anfang an starke Hitze abbekommt und die anschließende Garphase sauber gesteuert werden muss.
Rückwärts grillen
Beim rückwärts Grillen läuft es genau andersherum. Das Tomahawksteak kommt zuerst in den indirekten Bereich und steigt dort langsam auf Temperatur. Erst zum Schluss geht es kurz über die direkte Hitze, um die gewünschte Kruste zu bekommen.
Gerade bei dicken Cuts wie dem Tomahawk lässt sich so die Zeit über starker Hitze gut begrenzen, was die Kontrolle über den Garpunkt deutlich erleichtert.
Welche Kerntemperatur beim Tomahawk Steak?
Beim Tomahawk Steak grillen verhält es sich mit der Kerntemperatur exakt wie ein Ribeye oder Entrecôte, da es sich um denselben Cut aus der Hochrippe handelt – mit dem Unterschied, dass beim Tomahawk der lange Rippenknochen am Fleisch belassen wird.
Ob das Tomahawk Steak gar ist, lässt sich am zuverlässigsten über die Kerntemperatur bestimmen. Gerade bei solchen Stücken ist das genauer als jede Zeitangabe, weil Größe und Ausgangstemperatur variieren können.
Für die Orientierung haben sich folgende Werte bewährt:
| Kerntemperatur Tomahawk | Gargrad Tomahawk | Optik |
|---|---|---|
| 44 - 47°C | rare | tiefrot und äußerst saftig |
| 48 C bis 54°C | medium rare | in der Mitte zartrosa und außen leicht gebräunt |
| 55 C bis 59°C | medium | gleichmäßig rosa und etwas fester als bei “Medium Rare” |
| ab 60°C | done | fester und trockener als Medium, minimale Rosa-Färbung |
| ab 64°C und mehr | well done | komplett durchgegart und keine Rosa-Färbung |
Wichtig ist, die Temperatur im dicksten Teil des Fleisches zu messen und nicht direkt am Knochen. Nach dem Grillen steigt die Kerntemperatur noch leicht an, deshalb empfiehlt es sich, das Steak ein paar Grad früher vom Grill zu nehmen.
Welche Beilage zum Tomahawk Steak?
Meine Empfehlung für gegrillte Tomahawk Steak: Pommes Frites, Kartoffelecken, Onion Rings und Maiskolben. Auch ein Kräuterbaguette passt wunderbar zum Rib Eye Steak am Knochen. Ebenso ein Salat oder Grillgemüse.
Welche Gewürze fürs Tomahawk Steak verwenden?
Es empfiehlt sich diese Steaks sogar erst nach der Zubereitung zu würzen und das lediglich mit Salz und Pfeffer. Eine Marinade oder Gewürzmischung hat an einem Tomahawk Steak nichts verloren.
Das Aroma vom Fleisch ist so schon ein absolutes Geschmackserlebnis und es wäre schade, den Geschmack vom Rindfleisch mit Gewürzen zu überdecken.
Was ich mir vorstellen könnte wäre aber zum Beispiel eine Grillsauce wie Chimichurri. Schaut euch gerne mal bei meinen Grillsaucen sowie den leckeren Dips und Aufstrichen um.
FAQ zum Tomahawk Steak grillen
Wie viel Tomahawk Steak pro Person einplanen?
Ein Tomahawk Steak eignet sich ideal zum Teilen. In der Praxis rechnet man mit etwa 500 bis 700 Gramm pro Person, je nach Beilagen und Appetit. Da der Knochen Gewicht mitbringt, bleibt am Ende etwas weniger reines Fleisch übrig.
Wie lange muss ein Tomahawk Steak grillen?
Eine feste Zeitangabe hilft hier kaum weiter, weil Dicke und Ausgangstemperatur stark variieren. Entscheidend ist die Kerntemperatur. In der Praxis liegt ein Tomahawk meist zwischen 45 Minuten und über einer Stunde auf dem Grill, je nach Setup und Methode.
Kann man ein Tomahawk Steak ohne Thermometer grillen?
Das funktioniert, verlangt aber viel Erfahrung. Gerade bei dicken Steaks lässt sich der Garpunkt ohne Messung schwer einschätzen. Wer regelmäßig Tomahawk grillt, greift deshalb in der Regel zum Thermometer, um den gewünschten Garpunkt sicher zu treffen.
Welche Kerntemperatur sollte ein Tomahawk Steak haben?
Ein Tomahawk Steak verhält sich wie ein Ribeye, daher gilt: Rare liegt bei 44 bis 47 °C, Medium Rare bei 48 bis 54 °C, Medium bei 55 bis 59 °C, Done ab 60 °C und Well Done ab 64 °C.
Wie funktioniert das Rückwärtsgrillen beim Tomahawk Steak?
Beim Rückwärtsgrillen kommt das Steak zuerst in den indirekten Bereich und steigt dort langsam auf Temperatur. Erst am Ende geht es kurz über die direkte Hitze, um die gewünschte Bräune zu bekommen. Gerade bei dicken Cuts lässt sich so die Zeit über starker Hitze gut kontrollieren.
Kann man ein Tomahawk Steak auf dem Gasgrill grillen?
Ein Gasgrill eignet sich sehr gut dafür. Wichtig ist, zwei Zonen einzurichten: eine heiße für das direkte Grillen und eine moderate für den indirekten Bereich. So lässt sich der gleiche Ablauf umsetzen wie auf einem Holzkohlegrill.
Fazit
Ein Tomahawk Steak wirkt im ersten Moment wie eine Herausforderung, am Grill läuft es am Ende auf ein paar klare Punkte hinaus. Entscheidend bleibt die Kerntemperatur, alles andere ergibt sich über den Ablauf mit direkter und indirekter Hitze.
Ich konzentriere mich deshalb bewusst auf Timing und Ruhephasen, weil genau dort die Qualität des Fleisches zur Geltung kommt.
Weitere feine Grillrezepte auf meinem Blog sind Pulled Pork, die klassischen Spareribs und Souvlaki.
Zutaten und Zubereitung
Tomahawk Steak richtig grillen
Zutaten
- 1 Tomahawk Steak
- 2 EL Sonnenblumenöl
- 1 Prise Meersalz (zum Servieren)
- 1 Prise Pfeffer (zum Servieren)
Anleitung
- Das Fleisch 45 Minuten vor dem Zubereiten aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen.
- Den Grill bzw. die Pfanne stark erhitzen und das Fleisch von jeder Seite zwischen 90 und 120 Sekunden scharf anrösten.
- Auf dem Grill nun das Fleisch in die indirekte Hitze legen und bei 140 Grad auf die gewünschte Kerntemperatur bringen. Für medium (rosa) zwischen 55 und 57 Grad. In der Küche das Fleisch bei 140 Grad in den Ofen schieben und ebenso verfahren.
- Nach dem Erreichen der gewünschten Kerntemperatur das Fleisch noch 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.
- Zum Servieren das Fleisch vom Tomahawk mit einem Messer vom Knochen lösen und am besten auf einem Brett gegen die Faserrichtung in Tranchen schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Guter Tipp, danke ?
Freut mich, Peter, Danke Dir! Liebe Grüße, Anja
Das zum Vatertag ,mehr geht nicht
Servus Wolfgang! Dann lasst es Euch schmecken 😉 Liebe Grüße, Anja
Die caveman Nummer für das tomahawk Steak ist perfekt. Wir nachgegrillt!
Hallo Peter, frohes Neues und vielen Dank fürs Feedback! Liebe Grüße, Anja
Das sieht so Hammer aus!
Sobald die Saison wieder startet probiere ich das gleich aus. Wollte ich schon immer mal machen, wusste aber nicht wie.
Danke!
Hallo Rafael, das freut mich sehr! Lass es Dir gut schmecken, vielen Dank und liebe Grüße, Anja
Huhuuuu meine Lieblings Frau am Grill ? das ist doch mal eine ordentliche Portion ? das muss unbedingt beim nächsten Männerabend auf den Grill ? denn bei der Anleitung kann nix mehr schief gehen ? Leckere Grüße Holger
Hallo Holger, 🙂 oh vielen lieben Dank! Das freut mich aber sehr! Lass es Dir gut schmecken und liebe Grüße, Anja
Klasse Beitrag! Mit dieser anständigen Anleitung werd ich mich beim nächsten mal ans hochwertige Fleisch wagen. Da es eben sehr teuer ist will ich nichts falsch machen.
Hab übrigens den McRib Topf letztens gemacht. Also der schmeckt ja wirklich verboten lecker und am nächsten Tag gleich noch besser. Meine Frau und ich machen den auf jeden Fall wieder. Der 50. von ihr steht nämlich bald an. Macht weiter so!
Dann alles Gute und lasst es euch schmecken! Danke und viele liebe Grüße, Anja
Hey, Anja! Da läuft mir doch gleich wieder der Sabber zusammen…Ich wundere mich allerdings, dass Du immer auf 55°C gehst, wo der klassische Steakfreak doch jenseits von „´n ordentlicher Klaps auf das Fleisch und es muht wieder“, zumindest aber von Medium Rare, also ca.53°C, nicht mehr mit sich spaßen lässt. Zumal das Fleisch ja, wie Du richtig sagst, beim Ruhen noch etwas nachzieht.
Okay, btw: Viele haben ja einen Kugelgrill und wiederum viele davon nutzen dafür einen Anzündkamin (AZK). Tipp, für alle, die es noch nicht kennen sollten: Im AZK entstehen ähnliche Temperaturen wie im Oberhitzegrill, also wesentlich heißer als im Grill jedweder Art selbst. Also am besten den Grillrost – noch besser nur das Mittelteil vom GBS-System (falls vorhanden) oder ein Sear Grate – auf den AZK legen und dann das Fleisch drauf. Ein, zwei Minuten von jeder Seite je nach Gusto und ihr habt eine herrliche Kruste. Hier kann man auch das Fleisch perfekt an den Rändern ansizzlen, besonders gut beim Tomahawk, da kann man den Knochen super als Griff benutzen. Probiert es, ihr werdet begeistert sein. Hab ich mir natürlich nicht ausgedacht, aber wie gesagt, ich wollte es teilen, falls das jemand noch nicht kennt. Man wird es danach nie wieder anders machen! Also, schoin‘ Vaddertach euch Allen und Grüße aus Hamburg!
Hallo lieber Tobi, also für mich darf es auch gerne etwas roher sein. Der K-Mann mag es medium, so passe ich mich da gerne an. Vielen lieben Dank für den Tipp mit dem Anzündkamin, das ist eine sehr gute Idee! 🙂 Liebe Grüße, Anja