Eine Metaxasauce gehört zu jenen Klassikern, die man nicht jedes Wochenende kocht, die aber genau deshalb in Erinnerung bleiben. Cremig, würzig, leicht tomatig und mit dieser typischen warmen Note aus Metaxa passt sie perfekt zu Gegrilltem wie Gyros oder kurzgebratenem Fleisch. Eben diese Mischung aus Herzhaftigkeit und feiner Süße macht ihren Reiz aus.
Bei uns kommt die Metaxa Soße meist dann auf den Tisch, wenn Gäste da sind oder wenn es am Grillabend ein bisschen mehr als nur Ketchup sein darf. Sie lässt sich gut vorbereiten, unkompliziert kochen und schmeckt sowohl heiß direkt aus der Pfanne als auch kalt am nächsten Tag.
Meine Variante setzt auf einfache Zutaten, saubere Aromen und eine Konsistenz, die klar als Soße durchgeht – nicht als Dip. Wobei ich keinem am Tisch auf die Finger klopfe, wenn man hinein dippt…

Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie im Metaxasauce Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben für diese Grillsauce findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Tomaten in Stücken und Tomatenmark: Bilden die tomatige Grundlage der Soße und sorgen für Tiefe sowie eine ausgewogene Säure.
- Sahne: Gibt der Metaxasauce Cremigkeit und verbindet alle Aromen zu einem runden Gesamtbild.
- Metaxa: Prägt den charakteristischen Geschmack.
- Rote Paprika und Champignons: Bringen milde Süße und herzhafte Komponenten ein und sorgen für Substanz.
- Zwiebel und Knoblauch: Bauen das Grundaroma auf und geben der Metaxasauce Würze.
- Gewürze aus Oregano, Rosmarin, Paprikapulver und Chiliflocken: Unterstützen das mediterrane Aroma und sorgen für eine ausgewogene Würze mit leichter Schärfe.
- Zucker: Gleicht Säure und Würze aus.
- Olivenöl: Dient als Grundlage für das sanfte Anbraten der Zutaten.
Salz und Pfeffer habe ich mal beiseite gelassen – versteht sich ja von selbst…
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Metaxasauce Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Aromabasis vorbereiten
Paprika, Zwiebel und Champignons kommen zuerst in die Pfanne und garen sanft im Olivenöl, bis sie weich sind und Aroma entwickelt haben. Knoblauch ergänzt die Mischung später, damit kein bitterer Geschmack entsteht. Dieser Schritt legt die Grundlage für den gesamten Soßencharakter.
2. Soße aufbauen
Nach dem kurzen Anrösten von Tomatenmark und Zucker folgt das Ablöschen mit Metaxa, wodurch sich die Aromen verbinden. Danach ergänzen Tomaten, Gewürze und Sahne die Basis. In dieser Phase entsteht der typische Geschmack, den du später klar herausschmeckst.
3. Konsistenz und Feinschliff
Nach dem Einkochen wird die Soße fein püriert, bis eine gleichmäßige Konsistenz erreicht ist. Falls nötig, lässt sich die Soße durch ein Sieb streichen, um Paprikahautreste zu entfernen. Abschließend sorgt das Abschmecken für einen runden Abschluss.

Woher stammt die Metaxasauce?
Auch wenn der Name es vermuten lässt, stammt die Metaxa-Soße nicht aus der klassischen griechischen Küche. In Griechenland selbst findet man sie in dieser Form kaum. Dort spielt Metaxa zwar als Weinbrand eine Rolle, aber die Griechen verwenden diese Spirituose nicht als Basis für cremige Tomatensoßen.
Die Metaxa-Soße ist vielmehr eine Erfindung der griechisch-deutschen Gastronomie, die sich ab den 1960er- und 1970er-Jahren etabliert hat. In dieser Zeit entstanden viele Gerichte, die heute als „typisch griechisch“ gelten, tatsächlich aber stark an den deutschen Geschmack angepasst wurden.
Dazu zählen neben Gyros in Metaxa Sauce auch verschiedene Sahne-Tomaten-Soßen mit Weinbrand. Also: die original griechische Metaxasauce gibt’s nicht…
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Zu welchen Gerichten passt Metaxasauce?
Metaxasoße passt besonders gut zu kräftig gebratenem oder gegrilltem Fleisch. Klassisch landet sie auf dem Tisch, wenn Griechische Rezepte umgesetzt werden:
bei Gyros, wo sie die Würze des Fleisches aufnimmt und für Saftigkeit sorgt. Auch zu Bifteki harmoniert die cremige Soße sehr gut, da sie Hackfleischgerichte abrundet, ohne den Eigengeschmack zu überdecken.
Ebenso bewährt hat sich Metaxasauce zu Souvlaki, egal ob aus Schweine- oder Hähnchenfleisch. Die Kombination aus Röstaromen und der mild-würzigen Soße funktioniert sowohl vom Grill als auch aus der Pfanne. Darüber hinaus passt sie zu Fleischgerichten wie Schweinefilet, Nackensteaks und Hähnchenbrust, besonders wenn das Fleisch pur oder nur leicht gewürzt zubereitet wird.
Als Beilage ergänzt Metaxasauce außerdem Bratkartoffeln, Pommes, Reis oder Nudeln und eignet sich auch zu gegrilltem Gemüse, wenn eine cremige, herzhafte Komponente gefragt ist.

Isst man Metaxasauce warm oder kalt?
Metaxasauce kann sowohl warm als auch kalt gegessen werden. Warm serviert passt sie besonders gut zu frisch gebratenem oder gegrilltem Fleisch, da sie dann weich, cremig und sehr aromatisch wirkt. Gerade direkt aus der Pfanne entfalten sich die Aromen von Tomate, Sahne und Metaxa besonders gut.
Kalt schmeckt Metaxa Soße ebenfalls, dann jedoch etwas kräftiger und konzentrierter. Die Würze tritt stärker in den Vordergrund, weshalb sie sich gut vorbereiten lässt und am nächsten Tag oft sogar noch runder schmeckt. Vor allem zu kaltem Grillfleisch oder als Begleitung auf dem Grillbuffet funktioniert sie auch gekühlt sehr gut.
Kurz gesagt: Metaxasauce lässt sich flexibel servieren – warm als klassische Grillsoße, kalt als vorbereitete Begleitung.
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Kann man Metaxasauce mit Champignons aufwärmen?
Metaxa Soße mit Champignons lässt sich problemlos erneut aufwärmen, wenn sie nach dem Kochen zügig abgekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt wurde. Wichtig ist, dass die Soße innerhalb weniger Stunden kaltgestellt und luftdicht gelagert wird.
Beim Aufwärmen sollte sie langsam und gleichmäßig erhitzt werden, idealerweise in einem Topf unter regelmäßigem Rühren, damit sich die Hitze gut verteilt.
Die Soße sollte nur einmal wieder aufgewärmt werden und nicht mehrfach. Geschmacklich profitiert sie sogar oft vom erneuten Erhitzen, da sich die Aromen weiter verbinden. Wird die Metaxasauce beim Aufwärmen zu dick, lässt sie sich mit einem kleinen Schuss Sahne oder Wasser wieder auf die gewünschte Konsistenz bringen.
FAQs
Was ist Metaxasauce?
Metaxasauce ist eine cremige Tomaten-Sahne-Soße, die mit Metaxa, einem griechischen Weinbrand, aromatisiert wird. Sie gehört zur deutsch-griechischen Restaurantküche und wird häufig zu Gyros, Bifteki oder Souvlaki serviert.
Ist in Metaxasauce Alkohol enthalten?
Ja, Metaxasauce enthält Alkohol, da sie mit Metaxa zubereitet wird. Beim Kochen verdampft ein Teil des Alkohols, ein Restaroma bleibt jedoch erhalten.
Warum gibt es in Griechenland keine Metaxasauce?
Metaxasauce stammt nicht aus der klassischen griechischen Küche. Sie entstand in der griechisch-deutschen Gastronomie, wo Sahne-Tomaten-Soßen dem Geschmack der Gäste angepasst wurden. In Griechenland selbst kommen solche Soßen kaum vor.
Wonach schmeckt Metaxasauce?
Metaxasauce schmeckt cremig, tomatig und mild würzig. Der Metaxa bringt eine warme, leicht süßliche Note, die der Soße Tiefe verleiht, ohne dominant zu sein.
Wie lange hält sich Metaxa Soße im Kühlschrank?
Gut gekühlt und luftdicht verschlossen hält sich Metaxasauce etwa zwei bis drei Tage im Kühlschrank. Wichtig ist, sie nach dem Kochen zügig abkühlen zu lassen und nur einmal wieder aufzuwärmen.
Was ist in Metaxasauce enthalten?
Typische Zutaten sind Tomaten, Sahne, Metaxa, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze wie Oregano oder Paprikapulver. Je nach Rezept kommen Champignons oder Chili hinzu.
Welche Alternativen gibt es zu Metaxa Soße?
Als Alternativen eignen sich andere cremige Grillsoßen wie Paprikarahmsoße oder Pfeffersoße. Wer es frischer mag, greift zu Soßen wie Chimichurri oder klassischer Mayonnaise.
Fazit
Die Metaxasauce ist für mich genau so eine Grillsoße, die man nicht ständig braucht, die aber immer dann punktet, wenn es etwas Besonderes sein darf. Sie ist cremig, würzig und bringt mit dem Metaxa eine Tiefe mit, die deutlich über klassische Standards hinausgeht. Gerade zu Gyros, Bifteki oder Souvlaki macht sie den Unterschied zwischen „ganz gut“ und „bleibt im Kopf“.
Trotzdem greife ich beim Grillen nicht immer zu schweren Grillsaucen Rezepten. An heißen Tagen darf es bei uns auch gerne etwas Frisches wie ein Chimichurri sein, und manchmal reicht ganz bewusst auch eine gute Mayonnaise oder ein Klecks Ketchup.
Genau diese Abwechslung macht für mich ein gutes Grillbuffet aus: verschiedene Soßen, verschiedene Stile – und jeder nimmt sich das, worauf er gerade Lust hat.
Die Metaxa Soße hat dabei ihren festen Platz. Nicht als Allrounder, sondern als kräftige Grillsoße für genau die Momente, in denen es etwas mehr Geschmack sein darf.
Jetzt wünsche ich von Herzen eine flotte Zubereitung und dann einen Genuss dieser Metaxa Sauce. Lasst euch vor dem Essen noch einen Ouzo schmecken – ja, in Griechenland gibt’s den vor dem Essen…in Deutschland eher danach…
Zutaten und Zubereitung
Metaxasauce | für Gyros, Souvlaki & Bifteki
Zutaten
- 2 EL Olivenöl
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 300 g Tomaten (stückige Tomaten frisch oder aus der Dose)
- 200 g Schlagsahne (alternativ Crème fraîche oder Schmand)
- 100 ml Metaxa (alternativ Weinbrand oder Cognac)
- 1 rote Paprikaschote
- 100 g Champignons
- 1 EL Tomatenmark
- 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
- 1 TL Zucker
- 1 TL Oregano (getrocknet)
- 1 TL Rosmarin (getrocknet oder fein gemahlen)
- 0,5 TL Chiliflocken
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
- Zuerst die Paprikaschote waschen. Für eine besonders feine Metaxa-Soße empfiehlt es sich, die Haut mit einem Sparschäler dünn abzuziehen, da Paprikahaut sich beim späteren Pürieren häufig nicht vollständig zerkleinern lässt. Wer die Haut dranlässt und nach dem Mixen noch feine Hautstücke in der Soße hat, kann das Gesamtergebnis später vollständig durch ein feines Sieb streichen. Anschließend die Paprika in möglichst kleine Stücke schneiden, damit sie gleichmäßig weich wird.
- Die Champignons mit einem Pinsel oder einem Tuch säubern und klein schneiden. Die Zwiebel schälen und grob würfeln. Den Knoblauch schälen und fein hacken oder pressen. Da die Soße am Ende püriert wird, geht es hier weniger um exakte Schnittformen, sondern um gleichmäßige Stücke für ein harmonisches Aroma.
- Das Olivenöl in einer ausreichend großen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zuerst Zwiebel und Knoblauch hineingeben und einige Minuten sanft andünsten. Das Gemüse soll weich werden und Aroma entwickeln, ohne Farbe zu nehmen. Zu starke Hitze würde später einen bitteren Geschmack in der Soße erzeugen.
- Die Champignons und Paprika zugeben und weiter dünsten. Sie geben zunächst Flüssigkeit ab, die ruhig etwas einkochen darf.
- Tomatenmark und Zucker einrühren und alles unter ständigem Rühren kurz anschwitzen. Dadurch verliert das Tomatenmark seine rohe Säure und entwickelt eine leicht karamellige Note. Der Zucker unterstützt diesen Prozess und sorgt später für eine ausgewogene Balance.
- Mit Metaxa ablöschen und die Flüssigkeit einmal kräftig aufkochen lassen. Die Soße ein bis zwei Minuten offen köcheln lassen.
- Die Tomatenstücke zugeben und gut verrühren.
- Oregano, Rosmarin, Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Chiliflocken einstreuen.
- Die Sahne einrühren und die Soße erneut aufkochen lassen. Anschließend bei mittlerer Hitze ohne Deckel etwa zehn bis zwölf Minuten sanft köcheln lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Pfannenboden ansetzt.
- Die Soße in ein hohes Gefäß oder einen hohen Topf umfüllen. Und mit einem Stabmixer fein pürieren. Je länger gemixt wird, desto glatter wird das Ergebnis. Alternativ zum Zauberstab klappt es auch in einem Mixer - wie ihr auf dem Bild seht. Sind nach dem Pürieren noch Paprikahautreste oder grobe Bestandteile spürbar, kann die komplette Soße durch ein feines Sieb gestrichen werden. Das sorgt für eine besonders glatte, gleichmäßige Konsistenz.
- Die Metaxasauce passt heiß hervorragend zu Steak, Gyros, Hähnchen oder Schweinefilet. Kalt serviert schmeckt sie ebenfalls sehr gut und wirkt dann etwas kräftiger und konzentrierter.
Die Soße ist 🤩 👍
Hallo,
das freut mich riesig 😊
Liebe Grüße, Anja