Scharfe, süße und würzige Paprika. Wenn es etwas gibt, das Ungarn so richtig gut kann, dann ist es Letscho. Ja ja, unsere Freunde können natürlich noch mehr als dieses Letscho! Zum Beispiel die Rezepte zum Langos, zur ungarischen Gulaschsuppe und der Pick Salami. Aber die drei Speisen haben sie schon besonders gut drauf! Und sie sind fester Bestandteil der dortigen Esskultur!
Das Letscho Rezept, also dieses ungarische Paprikagemüse, ist ein Klassiker der ungarischen Küche und ein absolutes Muss für alle Fans von Gerichten mit intensivem Gemüse Aroma. In diesem Blog Post zeige ich dir, wie du das Letscho Grundrezept ganz einfach selber machen kannst.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Letscho selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Paprika stehen im Mittelpunkt und bestimmen den Geschmack des Gerichts maßgeblich. Gerade die Mischung aus roten und gelben Sorten bringt eine ausgewogene Kombination aus Süße und leichter Würze auf den Teller.
- Zwiebeln bilden die aromatische Grundlage und entwickeln beim Anschwitzen eine leichte Süße. Zusammen mit der Paprika entsteht dadurch die typische Basis, die man aus der ungarischen Küche kennt.
- Knoblauch ergänzt das Ganze mit einer dezenten Schärfe im Hintergrund. Schon kleine Mengen reichen aus, damit das Aroma präsent bleibt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
- Stückige Tomaten bringen Struktur ins Letscho und sorgen dafür, dass das Gemüse nicht zu gleichmäßig wirkt. Frische Tomaten funktionieren ebenfalls gut, wenn sie reif und aromatisch sind.
- Passierte Tomaten verbinden alle Zutaten zu einer sämigen Grundlage. Dadurch entsteht die typische Konsistenz, die weder zu flüssig noch zu trocken ausfällt.
- Paprikapulver edelsüß prägt den klassischen Geschmack und gehört fest zum Rezept dazu. Es unterstreicht die natürliche Süße der Paprika und sorgt für die bekannte Farbe.
- Paprikapulver rosenscharf bringt eine leichte Schärfe ins Spiel. Je nach Vorliebe lässt sich die Intensität hier gut steuern.
- Zucker gleicht die Säure der Tomaten aus und sorgt für ein rundes Gesamtbild. Gerade bei Dosentomaten macht sich dieser kleine Schritt deutlich bemerkbar.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Vorbereitung
Gemüse schneiden und für das Anbraten vorbereiten.
2. Aromen aufbauen
Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen, danach die Paprika dazugeben und kurz mitrösten, anschließend Gewürze und Tomaten einarbeiten.
3. Sanft köcheln lassen
Das Letscho bei moderater Hitze ziehen lassen, damit sich die einzelnen Komponenten miteinander verbinden und eine stimmige Konsistenz entsteht.
Weitere feine Paprika Rezepte sind der Paprika Salat, die Paprikasauce sowie natürlich nicht zu vergessen die Gefüllten Paprika.
Was ist Letscho?
Für Letscho Rezepte gibt es zwei Varianten:
- zum einen ist Letscho eine Paprika-Suppe aus Ungarn. Sie ist sehr scharf und wird oft mit Speck, Würstchen und Fleisch zubereitet.
- zum anderen ein vegetarisches Paprikagemüse – und um das kümmern wir uns in diesem Artikel. Man könnte das Letscho fast als Soße bezeichnen, die Stücke von Paprika und Tomate enthält.
So oder so: das Letscho Grundrezept ist ein echter ungarischer Klassiker und wird schon seit Jahren von Generationen von Ungarn gekocht.
Zu was passt Letscho?
Das köstliche Gericht, das aus sautierten Paprika, Zwiebel und Tomaten hergestellt wird, ist eine typische Beilage zu: gekochtem Reis oder Nudeln und schmeckt auch als Füllung für Tortillas sehr gut. Ebenso zu Fleischgerichten – klar, denn zu was schmeckt Paprika nicht?
Auch lässt sich einfach ein einfaches aber leckeres Brot dazu genießen. Und: auch fürs DDR Rezept Soljanka greift man gerne zu diesem gekochten Paprika Gemüse.
Typische Fehler beim Letscho vermeiden
Beim Letscho entscheidet schon der erste Schritt darüber, wie rund das Ergebnis später schmeckt. Wenn Zwiebeln und Knoblauch zu heiß angebraten werden, entwickeln sie eine bittere Note, die sich im fertigen Gericht wiederfindet. Deshalb lieber mit moderater Hitze starten und ihnen Zeit geben, bis sie weich und leicht glasig sind.
Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit der Paprika. Bleibt sie zu lange im Topf, verliert sie ihre Struktur und wird sehr weich. Wird sie dagegen zu kurz gegart, fehlt am Ende die Verbindung zu den anderen Zutaten. Hier hilft ein gleichmäßiges Mitköcheln, damit sie weich wird, ohne komplett zu zerfallen.
Beim Paprikapulver liegt eine typische Fehlerquelle. Kommt es bei zu hoher Hitze in den Topf, verbrennt es schnell und hinterlässt einen unangenehm herben Geschmack. Deshalb nur kurz unterrühren und direkt mit den Tomaten weiterarbeiten.
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Auch die Garzeit selbst spielt eine Rolle. Wird das Letscho zu früh vom Herd genommen, wirken die Aromen noch getrennt und das Gericht bleibt flach. Bleibt es dagegen zu lange auf der Hitze, verändert sich die Konsistenz deutlich und das Gemüse verliert an Biss.
Zum Schluss entscheidet das Abschmecken. Fehlt die Balance zwischen Süße und Säure, wirkt das Letscho schnell unausgewogen. Hier lohnt sich ein letzter Blick in den Topf, bevor es auf den Teller geht.
FAQs
Was ist Letscho?
Letscho ist ein klassisches Gericht aus der ungarischen Küche und besteht im Kern aus Paprika, Zwiebeln und Tomaten. Es gibt sowohl Varianten als Suppe mit Fleisch als auch die bekannte Version als geschmortes Paprikagemüse.
Was bedeutet Letscho auf Deutsch?
Eine direkte Übersetzung gibt es nicht, Letscho bezeichnet einfach das Gericht selbst. Am ehesten lässt es sich als Paprikagemüse oder Paprikaschmorgericht einordnen.
Was ist in Letscho drin?
Typisch sind Paprika, Zwiebeln und Tomaten als Grundlage. Dazu kommen Paprikapulver und je nach Variante weitere Zutaten, wobei die klassische Version bewusst einfach gehalten ist.
Welche Gewürze sind für Letscho typisch?
Im Mittelpunkt steht Paprikapulver in edelsüßer und oft auch scharfer Variante. Ergänzt wird das Ganze durch einfache Gewürze, die den Eigengeschmack des Gemüses unterstützen.
Für was kann man Letscho verwenden?
Letscho passt sowohl als Beilage zu Fleischgerichten als auch als eigenständiges Gericht. Außerdem eignet es sich gut als Grundlage oder Ergänzung für andere Speisen.
Isst man Letscho warm oder kalt?
Üblicherweise kommt Letscho warm auf den Tisch, direkt nach dem Schmoren. Kalt schmeckt es ebenfalls, dann eher als Beilage oder zum Brot.
Was ist der Unterschied zwischen Ajvar und Letscho?
Letscho ist ein geschmortes Gemüsegericht mit sichtbaren Stücken von Paprika und Tomaten. Ajvar hingegen ist eine fein pürierte Paprikapaste, die eher als Dip oder Brotaufstrich verwendet wird.
Ist Letscho das gleiche wie Zigeunersoße?
Nein, Letscho ist ein eigenständiges Gemüsegericht. Zigeunersoße basiert zwar ebenfalls auf Paprika, wird aber als Soße zu Fleisch serviert und anders aufgebaut.
Fazit
Letscho kommt mit wenigen Zutaten aus und lebt davon, wie sie zusammen im Topf arbeiten. Ich mag daran, dass sich das Gericht flexibel einsetzen lässt, ohne dass es kompliziert wird oder viel Vorbereitung braucht. Gerade an Tagen, an denen es unkompliziert laufen soll, passt so ein Topf Letscho einfach gut in den Ablauf.
Weitere beliebte Gemüsebeilagen Rezepte sind das Ratatouille, ein feines Bayerisch Kraut oder auch das Ofengemüse.
Zutaten und Zubereitung
Letscho | ungarisches Paprikagemüse
Zutaten
- 5 Paprika (rote und gelbe gemischt)
- 3 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 500 g stückige Tomaten aus der Dose (Es können auch frische Tomaten verwendet werden. Hierfür verschiedene Sorten Tomate in ca. 500 g Tomatenwürfel schneiden.)
- 500 ml passierte Tomaten
- 150 ml Wasser
- 1,5 TL Paprika edelsüß
- 1,5 TL Paprika rosenscharf
- 1 Prise Zucker
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 1 EL Öl (zum Braten)
Anleitung
- Wascht und entkernt die Paprika bevor ihr sie in Streifen schneidet.
- Die Zwiebeln sowie den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden.
- In einem Topf (oder einer tiefen Pfanne) zuerst Zwiebeln und Knoblauch im heißen Öl anschwitzen.
- Anschließend die Paprikastreifen mit schwitzen.
- Paprikapulver zugeben und ebenfalls anrösten.
- Die stückigen Tomaten zugeben.
- Gefolgt vom Wasser.
- Alles abschmecken und das Ganze bei mittlerer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
Nährwerte (pro Portion)
Bildercredit: Julia Reimann / Instagram: @julchen__kocht
Wir haben im Garten reichlich Tomaten und Paprika die auf ihre Verarbeitung warten. Das Rezept klingt super lecker und wir werden es nachkochen. Evtl werden wir die Menge verdoppeln und für später einkochen.
Hallo Sabine, perfekt 👍 Mit so viel frischem Gemüse aus dem Garten wird das Letscho besonders lecker. Einkochen ist eine super Idee!
Liebe Grüße, Anja
Ich probier das letscho
Probier das Leccho gerne mal aus – ich bin mir sicher, du wirst begeistert sein!
Vielleicht dazu ein bisschen Flachgrillen, Pommes oder ein paar Ofenkartoffeln – das wäre ein richtig feines Abendessen.
Liebe Grüße,
Anja
Hab.e ich ausprobiert. Super Rezept. Kann ich jedem empfelen.
Freut mich, Karin, Danke für die Rückmeldung und liebe Grüße, Anja
Wir haben im Kochkurs ungarisches Gemüse auf panierte Schnitzel gegeben. Dazu gab’s Bratkartoffel.
klingt komisch, schmeckt aber lecker
Hallo Centa, das klingt wirklich interessant und nach einer kreativen Variante. Danke fürs Teilen. Liebe Grüße, Anja.
Ich finde, daß das Letscho nur mit einer Sorte paprika besser ist, als die gemischte Variante. Was jedoch sein muss wenn nur gelbe paprika verkocht werden ist eine Prise Zucker um die leichte Bitterkeit zu über spielen.
Danke Dir, Herbert! Das merke ich mir. Liebe Grüße, Anja
super!
Vielen lieben Dank – freu mich 😉 Liebe Grüße, Anja
Habe dein Rezept gerade ausprobiert. Sehr lecker, erinnert mich an meine Kindheit ?
vielen lieben Dank dafür ❤️
Liebe Marika! Das freut mich zu hören 🙂 Wie schön ist es doch, wenn man durch essen in die Kindheit zurück geschickt wird 😉 Vielen vielen Dank. Liebe Grüße, Anja
Oh, I forgot: Hungarians never eat it with sliced toasted bread but with fresh white bread with which you can dip the juice (which is shorter as the one on the photo). The 500 gr tomato in my opinion is too much, less is enough, no need for the puree, so you won’t need the sugar. However every one has his or her own recipe, I never encountered with two different lecsó that both tasted the same.
Okay 😉 Thank you! Kind regards, Anja
The letscho (in Hungarian: lecsó) originally is not Hungarian dish rather Balkanian, however is very popular in Hungary. However the Hungarian version uses totally different type of paprika you have used, there is no garlic and pepper in it, in most cases lard instead of oil, and generally some smoked sausage or frankfurter also goes in it. Sometimes rice or some slices of potato are also added during coocking. Or beaten eggs at the end. Some prefer it with sour cream, but I never tryed it.
Hello! Many thanks for your reaction 🙂 sounds great 😉 Bon appetit and best regards, Anja
So mache ich das schon Jahre und schmeckt immer wieder. Koche aber noch 2Lorberbläter mit.
Danke lieber René für dein Feedback, die Idee mit dem Lorbeerblatt finde ich klasse – Super, Guten Appetit 🙂 Liebe Grüße, Anja
Top, danke!
Ich Danke Dir 😉 Liebe Grüße, Anja
Habe das Letscho nach dem Rezept hergestellt, ich sage nur :lecker ?:
Hallo Jürgen, vielen Dank für die Rückmeldung, wir freuen uns sehr! 🙂 Liebe Grüße, Anja
Super lecker, viel besser als das (DDR) Original von Globus ?
Habe ausschließlich ganz frische Tomaten (Yellow Ananas – zuckersüß) aus dem Gewächshaus verwenden und nichts aus der Dose, keinen Zucker, dafür aber etwas Tomatenmark. Habe wegen der wahnsinns Paprikaernte schon einige Rezepte probiert – das ist das beste.
Danke
Hallo Manfred! Was für ein tolles Feedback 😉 Vielen herzlichen Dank für dein Lob! Freut mich wirklich sehr, dass Dir mein Rezept so gefällt. Die Tomaten aus eigenem Anbau verleihen dem Ganzen noch das gewisse Extra 😉 Super! Liebe Grüße, Anja
Endlich weiß ich was Letscho ist. Das werde ich schnellstmöglich von meinen selber geernteten drei Tomatensorten herstellen. Danke für das Rezept, LG
PS : Ich will demnächst die original DDR FLEISCHSOLJANKA für mehrere Personen, da braucht man laut Rezept Letscho.
… Das klingt wunderbar! Dann bist du bestens vorbereitet 😉 Viel Freude und Guten Appetit! Liebe Grüße Anja
Endlich weiß ich was Letscho ist. Das werde ich schnellstmöglich von meinen selber geernteten drei Tomatensorten herstellen. Danke für das Rezept, LG
Es freut mich, wenn ich weiterhelfen konnte! Danke Dir für dein Feedback, Elke! Gutes Gelingen und liebe Grüße zurück, Anja
Finde ich gut, werde es ausprobieren.
Das freut mich Gabriele! Vielen Dank und lass Dir schmecken. Liebe Grüße, Anj
Sehr schmackhaft , eine echte Ungarische Letscho , da ohne Fleisch oder Wurst.
Danke für dein Lob lieber Michael! Freut mich sehr. Liebe Grüße, Anja
Einfach und lecker
Danke Stefanie! Liebe Grüße, Anja
Echt ungarisch sieht etwas anders aus.
Trotzdem Danke für dein Feedback 😉 Liebe Grüße, Anja