Szegediner Gulasch mit Sauerkaut gehört definitiv zu meinen Leibspeisen. Und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich es zum erstem Mal bei meiner Oma gegessen habe.
Omas Szegediner Gulasch gilt als Klassiker, der gut in den Herbst und für kalte Wintertage passt. Bekannt nicht nur aus Ungarn sondern auch aus der Wiener Küche. Im Gegensatz zum klassischen Rindergulasch mit Schweinefleisch zubereitet.
Warum heißt es Szegediner Gulasch?
Der Name stammt wahrscheinlich nicht von der ungarischen Stadt Szeged. Vielmehr geht er auf eine Verwechslung mit dem ungarischen Schriftsteller József Székely zurück.
In der K.u.K.-Küche wurde das Gericht als „Székely-Gulasch“ bekannt, woraus später „Szegediner Gulasch“ wurde. Auch lecker im Reich der Gulasch Rezepte: ein feines Hirschgulasch oder das beliebte Kartoffelgulasch.

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Szegediner Gulasch Rezept Video
Hauptzutaten auf einen Blick
Dieses Szegediner Gulasch mit Sauerkraut vereint deftige Hausmannskost mit einem Hauch ungarischem Temperament.
- Schweinefleisch: Durchwachsene Stücke aus Nacken oder Schulter sorgen für Saftigkeit (ich greife gern zur Schulter – die bleibt wunderbar zart).
- Speck: Bringt Würze, Fett und ein kräftiges Aroma – die Basis für den typischen Geschmack.
- Zwiebeln und Knoblauch: Das unschlagbare Duo für Tiefe und Würze.
- Sauerkraut: Damit wird’s zum Gulasch mit Sauerkraut und unterscheidet sich von Biergulasch oder klassischen Gulasch, dem Rindergulasch. Gibt dem Gericht seine charakteristische Säure und macht es unverwechselbar.
- Tomatenmark und Mehl: Für Farbe, Bindung und leicht malzige Röstaromen.
- Crème fraîche: Rundet am Ende ab und sorgt für eine cremige Note (nicht mehr aufkochen, sonst flockt’s).
- Kräuter und Gewürze: Paprikapulver, Kümmel, Lorbeer, Salz und Pfeffer – genau die Mischung, die das Gulasch so aromatisch macht.
- Petersilie: Frisch gehackt als letzter Schliff – fürs Auge und die Frische.
Zubereitung – kompakt in 4 Schritten zusammengefasst
Das Szegediner Gulasch mit Sauerkraut ist wirklich sehr gelingsicher:
1. Basis anrösten
Zwiebeln und Knoblauch vorbereiten. Butterschmalz im Topf erhitzen, Speck auslassen und leicht anbraten. Fleisch portionsweise zugeben und kräftig anrösten.
2. Würze aufbauen
Zwiebeln zugeben, kurz mitbraten. Tomatenmark, Paprikapulver und Knoblauch einrühren. Mehl darüberstäuben und kurz rösten – das gibt später Geschmack und Bindung.
3. Schmoren mit Sauerkraut
Sauerkraut samt Saft, Kümmel und Lorbeerblätter einrühren. Brühe angießen, umrühren und bei kleiner Hitze etwa eine Stunde zugedeckt schmoren.
(Ich rühre zwischendurch immer mal um – so bleibt nichts am Topfboden kleben.)
4. Verfeinern und Servieren
Zum Schluss Crème fraîche unterheben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit frischer Petersilie bestreuen. Dazu passen Knödel, Kartoffeln oder einfach ein Stück Brot.
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Beilagen Ideen
Da verweise ich ganz klar auf die Rezepte bzw. Artikel zu den Themen Reis kochen, Semmelknödel oder Serviettenknödel. Knödel, Nudeln, Spätzle, Brot und Klöße gehen als Beilage immer!
Eine Schüssel Rotkohl auf dem Tisch macht sich auch gut. Ungeachtet vom Sauerkraut, das sich schon im Topf befindet. Bin aber über jeden weiteren Hinweis für Inspiration dankbar!

Tipps & Tricks rund ums Szegediner Gulasch
- Das Gulaschfleisch in Portionen anbraten, denn wenn ihr zu viel in den Topf gebt, tritt manchmal zu viel Flüssigkeit aus und verhindert das Anrösten.
- Falls ihr Schmand, Sauerrahm oder Saure Sahne unter das Szegediner Gulasch rühren wollt, achtet darauf, das Gericht nicht mehr zu kochen. Denn beim Kochen werden Schmand und Saure Sahne krisselig, beziehungsweise flocken aus.
- Setzt Salz und Pfeffer sparsam ein oder wartet bis zum Schluss und probiert das Szegediner Gulasch erst mal. Speck und Sauerkaut geben schon genug Salz und Würze ans Gericht ab.
- Wenn ihr das Szegediner Gulasch mit Sauerkaut mit einer noch saureren Note versehen wollt, schmeckt zum Schluss gerne noch mit etwas Essig ab. Oder bringt Wein ins Gericht.
- Ihr wollt ein One-Pot-Gericht? Super, dann lasst doch einfach ein paar Kartoffeln im Szegediner Gulasch mit schmoren. So habt ihr auch noch Kohlenhydrate im Rezept.
- Falls ihr sehr durchwachsenen Speck habt, setzt das Fett zum Anbraten sparsamer ein und lasst den Speck erst mal bei geringer Hitze aus.
FAQs zum Szegediner Gulasch
Was darf in einem Szegediner Gulasch nicht fehlen?
Unverzichtbar sind Sauerkraut, Zwiebeln, Paprikapulver, Kümmel und Fleisch – meist Schweinefleisch. Etwas Crème fraîche oder Sauerrahm zum Abrunden gehört ebenfalls dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Gulasch und Szegediner Gulasch?
Während klassisches Gulasch meist aus Rindfleisch besteht und ohne Sauerkraut auskommt, enthält Szegediner Gulasch immer Sauerkraut und wird typischerweise mit Schweinefleisch zubereitet. Auch der Geschmack ist durch das Kraut deutlich säuerlicher.
Welche Gewürze kommen an Szegediner Gulasch?
Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Kümmel sind Standard. Je nach Rezept kommen auch Lorbeerblätter, Knoblauch oder Majoran hinzu.
Welches Fleisch wird für Szegediner Gulasch verwendet?
Typisch ist durchwachsenes Schweinefleisch aus Schulter oder Nacken. Einige Varianten setzen auf Rindfleisch oder eine Mischung aus beiden. Wichtig ist, dass das Fleisch gut zum Schmoren geeignet ist.
Zutaten und Zubereitung
Szegediner Gulasch mit Sauerkraut
Zutaten
- 750 g Schweinegulasch
- 200 g Speck
- 3 EL Butterschmalz (alt. Öl wie Rapsöl zum Anbraten)
- 2 Zwiebeln (oder eine Gemüsezwiebel)
- 2 Knoblauchzehen
- 400 g Sauerkraut (aus der Dose mit Saft)
- 1 EL Tomatenmark
- 2 EL Mehl
- 500 ml Gemüsebrühe (Fleischbrühe)
- 1 TL Paprikapulver
- 0,5 TL Kümmel
- 2 Lorbeerblätter
- 200 g Creme fraiche
- 0,5 TL Salz
- 0,5 TL Pfeffer
- 1 Bund Petersilie
Anleitung
- Die Zwiebeln schälen und mit dem Messer in Halbringe schneiden.
- Die Knoblauchzehe schälen und feinhacken.
- Den Speck von der Schwarte befreien und in Würfel schneiden (wer mag darf ihn auch in Streifen schneiden).
- Das Butterschmalz im Topf (oder Bräter) erhitzen.
- Die einzelnen kleinen Stücke vom Speck bei mittlerer Temperatur im Butterschmalz auslassen und abraten.
- Die Fleischwürfel nach und nach zugeben und ebenfalls von allen Seiten anbraten.
- Es folgen die Zwiebeln, diese auch etwas anbraten.
- Dann das Tomatenmark unterrühren und kurz anrösten lassen.
- Ebenso das Paprikapulver.
- Knoblauch zugeben.
- Gefolgt vom Mehl, dieses darf ebenfalls an Röstung gewinnen.
- Jetzt das Sauerkraut mitsamt dem Saft unterrühren.
- Kümmelkörner beigeben.
- Im letzten Schritt mit Brühe aufgießen und die Lorbeerblätter zugeben.
- Das Gulasch eine Stunde bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel schmoren bzw. köcheln lassen.
- Vor dem Servieren Creme fraiche unterrühren, nochmals kurz erhitzen und gegebenenfalls mit Salz und Pfeffer würzen. Das Szegediner Gulasch mit frisch gehackter Petersilie garnieren und mit Kartoffeln oder Knödeln aller Art auf dem Teller servieren. Individuell am Tisch mit einer Prise Salz und Pfeffer würzen.

Klasse gemacht und noch dazu perfekt erklärt. Das sollte jeder nun hinbekommen!
Danke für deine Mühe und auf viele weitere gute Ideen
Servus,
vielen Dank für das schöne Kompliment. Wenn alles klar beschrieben ist und am Ende gut schmeckt, dann habe ich meinen Job richtig gemacht. Schön, dass du weiter mitkochst.
Liebe Grüße, Anja
Mahlzeit Anja was hast du hier wieder für ein köstliches Gericht gezaubert 🤩😋👍
Hut ab! Wo du nur immer so viel leckere Inspiration hernimmst 🥰
Daaanke Carola, ja, das Gulasch ist wirklich sooo lecker!!! LG Anja
Das perfekte Winteressen 🙌
Sehr lecker gemacht 👏👏
Hallo Walter,
danke dir für deine nette Rückmeldung! So ein wärmendes Gulasch passt perfekt in den Winter.
Liebe Grüße, Anja
Einmal gelesen und gemerkt. Super!
Servus S., das freut mich! 😊 Wenn man’s sich gleich merken kann, ist’s das beste Zeichen.
Liebe Grüße, Anja 😊
Ein fast vergessener Klassiker, den ich schon ewig nicht mehr gegessen habe. Danke für’s erinnern.
Ich habe das Rezept etwas modifiziert:
-statt Brühe nehme ich zum Ablöschen meinen Bratenfond, den ich einmal im Jahr in großen Mengen ansetze und portionsgerecht einkoche oder einfriere. Zwiebeln, Tomatenmark, Knoblauch entfällt dann, diese Aromen sind im Fond bereits enthalten.
-Ich mags gern schärfer und habe die Menge des (rosenscharfen) Paprikapulvers drastisch erhöht (Geschmackssache, klar).
-Die dadurch entstehenden Spitzen der Schärfe und auch die der Säure des Sauerkrauts kann man mit ganz dezenter Süße etwas abrunden. Dazu etwas Butterschmalz in einem Topf erhitzen und etwas Waldhonig darin karamellisieren. Mit Fond ablöschen und in den Bräter zum Gulasch geben. Achtung, rechtzeitig ablöschen, bevor der Honig verbrennt und bitter wird.
-das Gericht unbedingt vorkochen, denn aufgewärmt am nächsten Tag schmeckt es noch besser.
-ich mag dazu Böhmische Knödel oder einfach ein schönes kräftiges frisches Roggenmischbrot.
Lieber Steffen, danke dir für deine ausführliche Rückmeldung und deine Tipps – hört sich richtig klasse an 👍 Schön, dass dich der Klassiker wieder gepackt hat!
Liebe Grüße, Anja
Sehr gerne. 😊
Wichtig ist tatsächlich die Nummer mit dem Vorkochen und über Nacht (im Kühlschrank) ruhen lassen. Dadurch gibt man den Aromen Zeit, sich komplett zu entfalten und das Gericht gewinnt ganz erheblich.
Lieber Steffen, da hast du vollkommen recht 👍 Über Nacht durchgezogen schmeckt es tatsächlich nochmal intensiver. Danke für deinen Tipp!
Liebe Grüße, Anja
Das ist kein Szegediner Kraut, sondern Schweinepörkölt.
Schmeckt aber auch…..
Danke für den Hinweis – und freut mich, dass es dir trotzdem geschmeckt hat. Liebe Grüße, Anja.
Rezept gut beschrieben
Sehr schmackhaft
Freut mich sehr! Danke und beste Grüße, Anja
Mmmh, sehr lecker…. ?…., gebe meist noch getrocknete Kräuter wie Rosmarin dran und eine Mischung aus Muskat, Kreuzkümmel, Koriander, wenn ich Rindfleisch statt Schweinefleisch nehme… ?
Sehr gute Idee und danke fürs Teilen! Bis bald und liebe Grüße, Anja:)
Hallo,
habe heute nach Ihrem Rezept gekocht. Sehr sehr lecker, kommt jetzt regelmäßig auf unseren Speiseplan. ??
Hallo und vielen lieben Dank, freue mich sehr! Liebe Grüße, Anja
Super Rezept
Fast wie von meiner Mutti, die heute 100 Jahre alt wäre.
Eine schöne Erinnerung! 🙂 Liebe Grüße, Anja