Wir haben einen Profi im Haus, der sich gut mit Chilis auskennt. Weil er die Chilischoten selber im Garten anpflanzt. Sie im Sommer hegt und pflegt. Und sodann im Herbst nach seinem eigenen Rezept unter anderem zu Chilipaste verarbeitet. Der unbekannte Profi ist der Vater von meinem (Kamera)Mann.
Und wenn ihr meine Videos ab und zu anschaut, dann kennt ihr ja den Garten. Und bei ihm habe ich mich nach einer Initialzündung über das Thema Chilipaste selber machen erkundigt – und hier folgt nun was ich über das Chilipaste Rezept heraus gefunden habe.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Chilipaste selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Rote Chilischoten: Sorgen für die Schärfe und geben der Paste ihren prägenden Geschmack.
- Tomate und rote Paprika: Bringen Fruchtigkeit und milde Süße in die Paste und sorgen für eine ausgewogene Basis.
- Zwiebel und Knoblauch: Geben der Chilipaste Würze und Tiefe und passen gut zur herzhaften Ausrichtung des Rezepts.
- Olivenöl: Dient zum sanften Anschwitzen und unterstützt den runden Geschmack der Paste.
- Zucker und Balsamico: Sorgen für einen leichten Ausgleich zur Schärfe und runden den Geschmack ab.
- Wasser: Hilft beim Köcheln, damit sich alle Zutaten gut verbinden und die Paste nicht zu trocken wirkt.

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Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Chilipaste Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Zutaten vorbereiten und anschwitzen
Zwiebel und Knoblauch fein hacken und im Olivenöl leicht anschwitzen, bis eine angenehme Grundwürze entsteht.
2. Gemüse zugeben und köcheln lassen
Chilischoten, Tomate und Paprika klein schneiden, mit Wasser in den Topf geben und alles rund zehn Minuten köcheln lassen, bevor Zucker, Essig sowie die Gewürze folgen und kurz mitziehen.
3. Pürieren und abfüllen
Die Masse pürieren und anschließend in Einweckgläser füllen, damit die Chilipaste gut aufbewahrt bleibt.
Woher stammt die Chilipaste?
Chilipaste lässt sich keiner einzelnen Landesküche eindeutig zuordnen, wird aber häufig der asiatischen Küche zugerechnet, weil ähnliche Würzpasten dort seit langem fester Bestandteil der Küche sind.
Sie dient dort vor allem zum Verfeinern und Schärfen Asiatischer Rezepte – vergleichbar mit Sambal Oelek, der grünen Currypaste oder auch Teriyaki Soße. Auch dieses Rezept passt in diese Linie und funktioniert weniger als eigenständiges Gericht, sondern als würzige Ergänzung beim Kochen.
Leckeres & Schnelles aus der Asia-Welt
Wie scharf wird’s eigentlich?
Das lässt sich vorweg nicht genau sagen. Man kann mit ein und demselben Rezept bezüglich der Mengenangaben zwei unterschiedliche Schärfegrade bekommen – wenn man unterschiedliche Chilisorten verwendet – weil die Chilischoten unterschiedlich scharf sein können.
Das bestätigt auch der Vater vom Kameramann: Selbst zwei Chilischoten, die nebeneinander an einem Strauch hängen, können absolut unterschiedlich scharf sein.
Wofür lässt sich die Chilipaste verwenden?
Chilipaste dient vor allem zum Verfeinern und Nachschärfen von asiatischen Gerichten und kommt dort ähnlich wie Sambal Oelek oder Currypaste zum Einsatz.
Sie passt gut zu gebratenen Nudelgerichten wie Pad Thai, zu gebratener Reis, zu Gemüse aus dem Wok, zu asiatischen Pfannengerichten mit Hähnchen oder Garnelen sowie zu Currys auf Kokosmilchbasis.
Auch in Dipsaucen für Frühlingsrollen oder in würzigen Soßen für Bowls lässt sich Chilipaste gut verwenden, wenn eine angenehme Schärfe gewünscht ist.
Warnhinweis Nummer 1 für alle die sich Chilipaste selber machen: Handschuhe tragen
Wer mit Chilischoten in der Küche operiert, sollte Handschuhe tragen. Der Hintergrund: Von der Schärfe der Chilischoten bleibt immer ein Rückstand auf der Hand, beziehungsweise den Fingern zurück.
Und wir alle wissen, wie schnell man sich einmal ins Auge langt. Und da hört der Spaß beim Chili Paste selber machen eben ganz schnell auf.
Warnhinweis Nummer 2: Entschärfen
Hierbei ist gemeint: Was tun, wenn man zu scharfe Chili Paste verwendet hat und zum Beispiel das Chili con Carne ungenießbar wirkt? Also ich empfehle hierbei mit Sour Cream entgegen zu halten.
iese entschärft das Chili con Carne und die Sour Cream macht sich auch ohne den Entschärfen-Faktor gut im Chili con Carne. Und wenn es sich nicht um Chili con Carne handelt, mit dem man sich den Mund „verbrannt“ hat? Hier empfiehlt sich Löschkäse oder Joghurt.
Fazit
Chilipaste lässt sich mit wenigen Zutaten gut selbst herstellen und bietet eine schöne Möglichkeit, frische Chilischoten sinnvoll zu verwerten. Gerade wer viele Chilis aus dem eigenen Garten oder vom Markt zur Verfügung hat, kann daraus auf einfache Weise eine aromatische Würzgrundlage für die eigene Küche machen.
Es lohnt sich, das Rezept einmal auszuprobieren und die Schärfe ganz nach persönlichem Geschmack anzupassen.
Zutaten und Zubereitung
Chilipaste selber machen
Zutaten
- 200 g rote Chilischoten
- 1 Tomate
- 1 rote Paprika
- 1 Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salz
- 1 TL Pfeffer
- 1 TL Zucker
- 2 EL Balsamico
- 150 ml Wasser
Anleitung
- Die Zwiebel und den Knoblauch ganz fein hacken. Sodann im Olivenöl leicht anschwitzen.
- Chilischoten, Tomaten, Paprika ebenfalls sehr klein schneiden und mit dem Wasser dazu geben. Alles rund 10 Minuten köcheln lassen.
- Nun Salz, Zucker und Pfeffer sowie Essig beigeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen.
- Jetzt pürieren und in Einweckgläser abfüllen.
Danke gutes Rezept!
Merci, das freut mich!
Vielen Dank für das Rezept. Ich hatte leider keinen frischen Paprika, deshalb nahm ich eingelegten Paprika. Als alles fertig war und abgefüllt, hatte ich einen Rest. Diesen Rest vermengt ich mit frisch und Fatakäse. Ich muss sagen einfach lecker.
Servus Ursula,
das mit dem eingelegten Paprika klingt nach einer richtig guten Improvisation 😊 Und die Kombination mit Feta kann ich mir ebenfalls super vorstellen.
Liebe Grüße, Anja
top… danke für das tolle Rezept… so kann man die vielen Chilis gut verarbeiten..
Grüß dich Melanie, das freut mich sehr zu hören. Eine Chilipaste ist wirklich eine gute Möglichkeit, eine größere Chili-Ernte zu verarbeiten.
Liebe Grüße, Anja
Hi Anja,
vielen Dank für die super Inspiration!
Schon beim Lesen des Rezepts hatte ich einen prima Eindruck vom zu erwartenden Geschmack. Da ich anstelle einer frischen Tomate süße Datteltomaten aus der Dose verwendete (und dann auch gleich die vollen 300 Gramm!), wurde das Ganze einerseits etwas fruchtig, hatte aber auch eine schöne geschmackliche „Kante“, weil ich Rauchsalz statt einfachem Salz nahm.
Den marokkanischen roten Chili-Schoten hatte ich zum Glück die Kerne und Häutchen entfernt, so dass das häufige Probieren keine allzu gefährliche Angelegenheit wurde. Apropos Gefahr: Danke auch für die Hinweise auf Einmalhandschuhe und deine Entschärfungs-Tipps – sehr sinnvoll das.
Alles Gute
Thomas
Servus Thomas,
vielen Dank für dein ausführliches Feedback – das liest sich richtig gut! Die Kombi mit Rauchsalz und Datteltomaten klingt großartig. Schön, dass die Tipps geholfen haben.
Liebe Grüße, Anja
Hi, ob ich das wohl auch mit getrockneten Chilis machen kann?
Grüß dich Sia,
getrocknete Chilis könnten funktionieren, am besten vorher kurz einweichen.
Liebe Grüße, Anja
Super Rezept! Und es schont die Geldbörse, da die unterschiedlichsten Sambal-Saucen in Österreich „Apothekerware“ – homöopathische Mengen zu horrenden Preisen – sind.
Grüß dich Wolfgang, freut mich sehr, dass dir das Rezept gefällt – und ja, daheim gemacht spart wirklich ordentlich Geld und schmeckt zudem intensiver. Danke für deine Rückmeldung!
Liebe Grüße, Anja
Ein super tolles Rezept, Danke dafür!!!
Grüß dich Monika,
vielen Dank dir! Die Chilipaste ist wirklich ein kleines Allround-Talent und peppt so viele Gerichte auf. Schön, dass sie dir genauso Freude macht wie mir.
Liebe Grüße, Anja
Huhu…diese Chili Paste ist nicht nur bei mir sehr beliebt, sondern auch bei all den Leuten denen ich mal ein Probegläschen gegeben habe. Vielen Dank dafür
Hallo Tama,
toll, dass die Paste bei dir und deinen Probierfreunden so gut ankommt. Danke fürs Teilen!
Liebe Grüße, Anja
Ist sehr lecker und leicht zu machen.
Hallo Rainer, danke dir! 😊 Freut mich, dass sie dir so gut gelungen ist.
Liebe Grüße, Anja 😊
Ich habe mit meinem Balkonchilis dieses Rezept mit 500gr Chilischoten gemacht. Mit Fleischtomaten inkl dem weichen Anteil hat es deutlich weniger Wasser benötigt…..sau lecker!!!
Lieber McEarth,
das klingt richtig gut! 😄 Mit den eigenen Balkonchilis schmeckt die Paste bestimmt besonders intensiv. Danke für den Tipp mit den Fleischtomaten – das hilft sicher auch anderen weiter.
Liebe Grüße, Anja 😊