Piccata Milanese mit Spaghetti in Tomatensauce ist für mich eines dieser Gerichte, das sofort nach Italien schmeckt. Und gleichzeitig erstaunlich unkompliziert in der Zubereitung ist. Die Kombination aus zartem Kalbfleisch mit goldener Parmesan Eihülle und einer einfachen Tomatensauce passt wunderbar zusammen.
Während die Sauce leise köchelt, sind die Schnitzel in wenigen Minuten gebraten, und am Ende steht ein vollständiges Gericht auf dem Tisch, das sowohl alltagstauglich als auch gästegeeignet ist.
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Piccata Milanese Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Kalbsschnitzel: Dünn geklopftes Kalbfleisch bildet die Grundlage des Gerichts und sorgt durch die kurze Bratzeit für ein besonders zartes Ergebnis. Mageres Fleisch aus Oberschale oder Nuss eignet sich gut, da es feinfasrig ist und gleichmäßig gart.
- Eier und Parmesan: Diese Kombination bildet die typische Hülle der Piccata Milanese und verleiht dem Fleisch beim Braten eine goldene Oberfläche mit würzigem Geschmack. Gleichzeitig sorgt die Ei Käse Masse dafür, dass das Schnitzel saftig bleibt.
- Mehl: Eine dünne Schicht Mehl hilft dabei, dass die Ei-Parmesan-Mischung am Fleisch haftet und beim Braten nicht abrutscht. Außerdem trägt es zu einer gleichmäßigen Bräune bei.
- Butter und Olivenöl: Die Mischung bringt Geschmack in die Pfanne und sorgt dafür, dass die Piccata Milanese gleichmäßig Farbe bekommt, ohne zu verbrennen. So entsteht eine aromatische Grundlage für die kurze Garzeit.
- Spaghetti: Klassische Hartweizennudeln dienen als sättigende Beilage und passen geschmacklich gut zur würzigen Piccata Milanese.
- Gehackte Tomaten mit Zwiebel, Knoblauch und Oregano: Diese Zutaten ergeben zusammen eine einfache, aromatische Sauce, die fruchtig und gleichzeitig herzhaft wirkt. Durch das Köcheln verbinden sich die Aromen zu einer passenden Begleitung für Fleisch und Pasta.
- Zitrone: Frischer Zitronensaft bringt beim Servieren eine leichte Säure ins Spiel und sorgt für einen frischen Kontrast zur würzigen Hülle der Piccata. Wer will darf auch noch mit Salz und Pfeffer würzen.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Piccata alla Milanese Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Ich bereite zuerst die Sauce zu und kümmere mich anschließend um Fleisch und Pasta, damit am Ende alles gleichzeitig fertig ist.
1. Tomatensauce vorbereiten und Spaghetti kochen
Zwiebel und Knoblauch fein schneiden und in Olivenöl anschwitzen, danach die gehackten Tomaten zugeben und würzen. Während die Sauce „leise“ köchelt, die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen, das Kochwasser abgießen und anschließend direkt mit der fertigen Sauce vermischen.
2. Fleisch vorbereiten und panieren
Die Kalbsschnitzel sehr dünn klopfen und würzen, anschließend zuerst mehliert und danach durch die Ei-Parmesan-Mischung ziehen, damit eine gleichmäßige Hülle entsteht. Dieser Schritt sorgt dafür, dass die Piccata Milanese beim Braten ihre typische goldene Oberfläche bekommt.
3. Piccata Milanese braten und alles anrichten
In einer Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen und die vorbereiteten Schnitzel von beiden Seiten kurz goldgelb braten. Danach die fertige Piccata Milanese zusammen mit den Tomatenspaghetti anrichten und nach Wunsch mit Zitronensaft servieren.
Wer Lust auf weitere italienische Rezepte hat: schaut gerne bei der Lasagne, dem Mailänder Schnitzel oder den Spaghetti Carbonara vorbei…
Woher stammt Piccata Milanese?
Piccata Milanese stammt aus Norditalien, genauer gesagt aus der Region Lombardei rund um die Stadt Mailand. Dort gehört das Gericht zur klassischen regionalen Küche und wird traditionell mit Kalbfleisch zubereitet.
Wie viele italienische Spezialitäten hat sich auch dieses Rezept von seinem Ursprungsort aus in ganz Italien verbreitet. Und zählt heute nicht nur zu Food Trends sondern zu den bekanntesten Evergreen Fleischgerichten der italienischen Küche – es ist in den meisten Restaurants hierzulande zu finden.
Was heißt Piccata Milanese?
Der Name setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „Piccata“ leitet sich vom italienischen Wort „piccare“ ab und beschreibt das dünn geklopfte Fleisch, während „Milanese“ schlicht „Mailänder Art“ bedeutet. Zusammen bezeichnet der Begriff also ein Gericht aus dünnem Fleisch nach Mailänder Art, das typisch für diese Region ist.
Welches Fleisch für Piccata Milanese?
Für klassische Piccata Milanese verwendet man sehr dünn geschnittenes Kalbfleisch, am besten aus der Oberschale, der Nuss oder der Hüfte. Diese Teilstücke sind mager, feinfasrig und bleiben bei kurzer Bratzeit zart, was für die typische Piccata entscheidend ist. Wichtig ist, dass die Schnitzel wirklich dünn geklopft sind, damit die Ei-Parmesan-Hülle gleichmäßig bräunt und das Fleisch saftig bleibt.
Außerhalb Italiens werden gelegentlich auch Varianten mit Schwein oder Hühnerfleisch als auch Putenschnitzel zubereitet, doch das Original aus Mailand basiert eindeutig auf Kalb. Wer ein Ergebnis wie in einer guten italienischen Trattoria erreichen möchte, sollte daher zu Kalbfleisch greifen und es vor dem Braten sehr dünn vorbereiten.
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Welche Beilagen passen?
In Norditalien serviert man Piccata Milanese klassisch mit Spaghetti in einer einfachen Tomatensauce. Diese Kombination passt besonders gut, weil die fruchtige Sauce die würzige Parmesan-Eihülle ergänzt und die Pasta gleichzeitig als sättigende Grundlage dient. Weitere Beilagen braucht es dazu in der Regel nicht, da Fleisch und Nudeln zusammen bereits ein vollständiges Gericht ergeben.
Ich persönlich kann mir dazu aber auch sehr gut Gnocchi vorstellen, vor allem wenn gerade keine Spaghetti im Haus sind oder man es etwas herzhafter mag. Wichtig bleibt, dass die Beilage schlicht ausfällt und die Sauce aufnehmen kann, damit das Fleisch klar im Mittelpunkt steht und der typische Charakter des Gerichts erhalten bleibt.
Auf was muss man bei Piccata Milanese besonders achten?
Entscheidend ist sehr dünn geklopftes Kalbfleisch, da die Schnitzel nur kurz in der Pfanne bleiben. Sind sie zu dick, gart das Fleisch ungleichmäßig und kann zäh werden, während die Parmesan-Eihülle außen bereits stark bräunt. Dünne Stücke sorgen dafür, dass Fleisch und Kruste gleichzeitig fertig sind.
Ebenso wichtig ist die richtige Hitze in der Pfanne. Ist sie zu niedrig, saugt sich die Hülle mit Fett voll und wird weich statt goldgelb. Ist sie zu hoch, bräunt der Käseanteil zu schnell, bevor das Fleisch gar ist. Ich bleibe deshalb bei mittlerer Hitze und lasse den Schnitzeln die kurze Zeit, die sie brauchen, ohne ständig daran herumzuschieben.
Die Ei-Parmesan-Mischung sollte außerdem gut am Fleisch haften. Deshalb zuerst dünn mehlieren und überschüssiges Mehl abklopfen, bevor das Schnitzel durch die Eimasse gezogen wird. So entsteht die typische Piccata-Hülle, die beim Braten stabil bleibt und nicht in der Pfanne zerfällt.
FAQ zu Piccata Milanese
Was heißt Piccata Milanese auf Deutsch?
Der Name bedeutet sinngemäß „dünn geklopftes Fleisch nach Mailänder Art“. „Piccata“ bezieht sich auf das flach geklopfte Fleisch, während „Milanese“ auf die Herkunft aus Mailand in der Region Lombardei hinweist.
Was ist Piccata Milanese?
Piccata Milanese ist ein klassisches norditalienisches Gericht aus sehr dünnem Kalbfleisch, das zuerst mehliert, dann durch eine Mischung aus Ei und Parmesan gezogen und anschließend in Butter gebraten wird. Typisch ist die goldgelbe, würzige Hülle, die sich deutlich von einer klassischen Semmelbrösel-Panade unterscheidet. Die Spaghetti mit Tomaten Soße dazu sei auch noch erwähnt!
Was ist Piccata alla Milanese?
„Piccata alla Milanese“ bezeichnet dasselbe Gericht, nur mit der vollständigen italienischen Bezeichnung „nach Mailänder Art“. In Kochbüchern und auf Speisekarten findet man beide Varianten.
Woher kommt das Gericht Piccata Milanese?
Das Gericht stammt aus Mailand und der umliegenden Region Lombardei in Norditalien. Dort gehört es seit langem zur traditionellen Küche und hat sich von dort aus international verbreitet.
Welches Fleisch wird für Piccata Milanese verwendet?
Klassisch verwendet man sehr dünn geschnittenes Kalbfleisch, meist aus Oberschale oder Nuss. Diese Stücke sind mager und zart und eignen sich ideal für die kurze Bratzeit.
Ist Piccata ein Schnitzel?
Im weitesten Sinne ja, da es sich um dünn geklopftes Fleisch handelt, das in der Pfanne gebraten wird. Allerdings unterscheidet sich Piccata deutlich vom Wiener Schnitzel, weil keine Paniermehl-Panade verwendet wird, sondern eine Ei-Parmesan-Hülle.
Kann man Piccata Milanese vorbereiten?
Am besten schmeckt Piccata frisch aus der Pfanne, da die Kruste dann knusprig und das Fleisch saftig ist. Ein kurzes Warmhalten in einer Auflaufform im Backofen ist möglich, längeres Vorbereiten führt jedoch dazu, dass die Hülle weich wird.
Warum hält die Panade bei meiner Piccata Milanese nicht?
Häufig liegt das daran, dass das Fleisch nicht vorher mehliert wurde oder überschüssiges Mehl nicht abgeklopft wurde. Das Mehl sorgt dafür, dass die Ei-Parmesan-Mischung haftet. Außerdem sollte die Pfanne ausreichend heiß sein, damit die Hülle sofort anzieht und nicht wieder vom Fleisch rutscht.
Fazit
Piccata Milanese zeigt sehr schön, wie vielseitig Kalbfleisch sein kann, wenn es schnell und unkompliziert in der Pfanne zubereitet wird. Die Kombination aus zartem Fleisch und würziger Parmesan-Eihülle wirkt klassisch, ohne schwer zu sein, und passt sowohl in den Alltag als auch auf einen etwas festlicheren Tisch.
Genau deshalb koche ich dieses Gericht immer wieder gerne, wenn es unkompliziert, aber dennoch besonders sein soll. Wenn dir Piccata Milanese schmeckt, lohnt sich auch ein Blick auf andere bekannte Kalbfleisch Rezepte Klassiker.
Ein Wiener Schnitzel steht für die puristische Variante mit knuspriger Panade. Saltimbocca bringt mediterrane Aromen und Flair aus Italien auf den Teller. Und ein geschmortes Ossobuco alla Milanese passt hervorragend in die kältere Jahreszeit, wenn es etwas kräftiger sein darf.
So lässt sich Kalbfleisch je nach Anlass ganz unterschiedlich einsetzen, von leicht und schnell bis herzhaft und langsam geschmort. Ihr seht: An Rezeptideen scheitert es hier nicht. Jetzt Guten Appetit und schenkt euch zu diesem Geschmackserlebnis gerne einen trockenen Weißwein wie einen Pinot Grigio ein.
Zutaten und Zubereitung
Piccata Milanese | Kalbsschnitzel mit Spaghetti
Zutaten
Zutaten für die Kalbsschnitzel
- 200 g Kalbsschnitzel (100 g á Schnitzel. Dünner Schnitzel aus Oberschale oder Nuss)
- 2 Eier
- 50 g Parmesan (frisch geriebener)
- 2 EL Mehl (zum Bestäuben)
- 2 EL Butter (alt. Butterschmalz)
- 2 EL Olivenöl
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Schwarzer Pfeffer (aus der Mühle)
- 1 Zitrone
Zutaten für Spaghetti mit Tomatensauce
- 200 g Spaghetti
- 400 g gehackte Tomaten (aus der Dose)
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Oregano
- 1 TL Salz
- 1 Prise Schwarzer Pfeffer
- 1 Prise Zucker
- Optional etwas frisches Basilikum
Anleitung
Zubereitung der Tomatensauce und Spaghetti
- Die Zwiebel mit dem Messer auf dem Schneidebrett fein würfeln und die Knoblauchzehe sehr fein hacken.
- Das Öl in einem Topf erhitzen und zuerst die Zwiebel glasig anschwitzen, danach den Knoblauch kurz mitdünsten.
- Die gehackten Tomaten zugeben und unterrühren.
- Oregano einstreuen und mit Salz, Pfeffer sowie einer Prise Zucker würzen. Alles bei mittlerer Hitze etwa 10–15 Minuten leicht köcheln lassen.
- Währenddessen die Spaghetti in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen.
- Die Nudeln abgießen und direkt mit der fertigen Tomatensoße vermischen. Optional frisches Basilikum unterrühren.
Zubereitung der Schnitzel für Piccata Milanese
- Die Kalbsschnitzel waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und zwischen Frischhaltefolie vorsichtig sehr dünn klopfen und anschließend leicht salzen und pfeffern.
- Die Eier in einem tiefen Teller oder einer Schüssel verquirlen und den Parmesan gründlich unterrühren, sodass eine dickliche Masse entsteht.
- Die Schnitzel zuerst in Weizenmehl wenden und überschüssiges Mehl sorgfältig abklopfen.
- Anschließend durch die Ei-Parmesan-Mischung ziehen, sodass beide Seiten gut bedeckt sind.
- Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die panierten Schnitzel bei mittlerer Hitze hineingeben und von einer Seite etwa 2–3 Minuten braten, bis die Kruste goldgelb ist.
- Dann wenden und die fertigen Piccata aus der Pfanne nehmen und kurz abtropfen lassen.
- Eine Scheibe paniertes Schnitzel zusammen mit den Spaghetti in Tomatensoße anrichten und mit Zitronenspalten servieren, damit nach Geschmack etwas frischer Zitronensaft über das Fleisch gegeben werden kann.
Hallo Anja
so ein toller Teller..
Wird nachgekocht wobei ich vermute unsere Kinder bleiben dann doch „nur“ bei den Spaghettis aber das macht gar nichts, bleibt mehr für mich und meine Frau 🙂
Thorsten
Grüß dich Thorsten,
das ist oft so – Hauptsache, alle werden satt und jeder findet etwas auf dem Teller, das ihm schmeckt. Bleibt am Ende mehr für euch übrig, das hat ja auch was.
Liebe Grüße, Anja
Die Rezepte gelingen immer. Alle sind leicht verständlich….bin begeistert….auch für die jenigen die nicht kochen können, ist es einfach nachzumachen….
Hallo Constanze, vielen Dank für dein schönes Feedback 😊 Genau so sollen die Rezepte funktionieren: verständlich erklärt und gut nachkochbar. Freut mich sehr, dass dir das gefällt.
Liebe Grüße, Anja