Blumenkohl Curry mit Kokosmilch

Blumenkohl Curry mit Kokosmilch

Das Blumenkohl Curry Rezept entstand bei mir eher zufällig. An einem dieser Abende, an denen der Kopf noch bei hundert anderen Dingen hängt und im Kühlschrank nur ein einzelner Blumenkohl liegt, der langsam dringend Aufmerksamkeit verlangt.

Früher hätte ich daraus Suppe gekocht oder ihn einfach in den Ofen geschoben. An dem Abend landete er zusammen mit Kokosmilch, Gewürzen und einer halben Limette im Topf – eher aus Bauchgefühl als nach Plan.

Seitdem hat dieses Blumenkohl Curry mit Reis einen festen Platz in meiner Küche. Es schmeckt super lecker,

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Blumenkohl Curry selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Blumenkohl: Bringt Substanz ins Gericht und nimmt die Gewürze gut auf, ohne den eigenen Charakter zu verlieren. Die Röschen sorgen für eine angenehme Struktur im Teller.
  • Zwiebel und Knoblauch: Sorgen für eine aromatische Basis und geben der Soße Tiefe, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
  • Kokosöl: Trägt die Aromen – nicht nur beim Anbraten.
  • Gemüsebrühe: Gibt der Soße eine herzhafte Basis und verbindet die einzelnen Komponenten zu einem stimmigen Gesamtbild.
  • Kokosmilch: Sorgt für Cremigkeit und gleicht die kräftigen Gewürznoten angenehm aus.
  • Tomatenmark: Bringt Fülle in die Soße und ergänzt die Kokosmilch um eine leichte Fruchtigkeit.
  • Currypulver und Garam Masala: Prägen den typischen Geschmack und sorgen für die warme, würzige Richtung des Gerichts.
  • Grüne Erbsen: Bringen Farbe auf den Teller und setzen einen frischen Kontrast zum Blumenkohl. Ob TK Erbsen oder aus der Dose dürft ihr entscheiden.
  • Limettensaft: Gibt dem Curry am Ende Frische und verhindert, dass die Soße zu schwer wirkt.
  • Koriander: Bringt eine feine Kräuternote ins Gericht und rundet den Geschmack ab. Alternativ gerne auch Petersilie.

Es sind ein paar Zutaten die man fürs Blumenkohl Curry mit Kokosmilch benötigt. Aber dann geht es mit der Zubereitung richtig flott. Was mir auch noch aufgefallen ist: alle Produkte sollten vegan sein, oder? Da habe ich normal nie ein Augenmerk drauf…

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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Ich koche das Curry meist genau in dieser Reihenfolge, weil der Ablauf ruhig bleibt und gut in den Alltag passt.

1. Gemüse vorbereiten und Basis anlegen

Blumenkohl, Zwiebel und Knoblauch lassen sich zuerst in Ruhe vorbereiten, damit später alles griffbereit ist. Danach gibst du Zwiebel und Knoblauch in das erhitzte Fett, schwitzt beides an und röstest das Tomatenmark kurz mit, bis eine aromatische Grundlage im Topf entsteht.

2. Flüssigkeit zugeben und würzen

Nach dem Unterrühren der Blumenkohlröschen kommen Gemüsebrühe und Kokosmilch in den Topf oder eine tiefe Pfanne. Erst jetzt folgen Currypulver und Garam Masala, die sich in der heißen Flüssigkeit gut verteilen und die Soße gleichmäßig würzen.

3. Garen lassen und abschmecken

Das Curry köchelt, bis der Blumenkohl leicht weich aber noch bissfest ist. Dann kommen die Erbsen für die letzten Minuten dazu. Zum Schluss sorgt der Limettensaft für einen frischen Abschluss, der den Geschmack abrundet. Und schon kann mit der Blumenkohl mit Currysauce und Reis serviert werden.

Woher stammt Curry?

Der Begriff Curry stammt aus dem südindischen Sprachraum und geht vermutlich auf das tamilische Wort „kari“ zurück, das schlicht ein gewürztes Gericht oder eine Soße bezeichnet.

In der indischen Küche steht Curry nicht für eine feste Gewürzmischung, sondern für eine ganze Bandbreite an Gerichten, die je nach Region, Familie und Anlass unterschiedlich gewürzt sind.

Das hierzulande bekannte Currypulver entstand erst durch den Einfluss der britischen Kolonialzeit, als man versuchte, den typischen Geschmack indischer Gerichte in einer standardisierten Mischung einzufangen.

In Indien selbst kochen viele Haushalte mit individuell zusammengestellten Masalas, also frischen Gewürzkombinationen aus Zutaten wie Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Chili oder Kardamom, die jedes Gericht leicht anders schmecken lassen.

Falls Curry nicht so dein Ding ist: Blumenkohl lässt sich auch wunderbar lecker als Blumenkohl im Backofen oder ganz raffiniert als Blumenkohl Schnitzel zubereiten.

Welche Varianten passen zu diesem Blumenkohl Curry?

Das Grundrezept lässt sich problemlos anpassen, ohne den Charakter des Gerichts zu verlieren. Wer es herzhafter mag, kann gewürfelte Süßkartoffel oder normale Kartoffeln, Linsen oder Kichererbsen mitgaren. Und bekommt damit eine sättigendere Variante.

Gemüsesorten wie Brokkoli, Spinat, Möhren oder grüne Bohnen fügen sich ebenfalls gut ein, wenn gerade kein Blumenkohl zur Hand liegt. Greift da auf jeden Fall gerne zu euren Lieblingen. Für mehr Frische sorgen gehackter Koriander oder etwas zusätzliche Limette am Ende.

Wer Schärfe besser dosieren möchte, erhöht den Cayennepfeffer schrittweise oder ergänzt frische Chilischote oder auch eine scharfe Currypaste. Auch ein Löffel Erdnussmus in der Soße verändert den Geschmack deutlich und macht das Blumenkohl Curry cremiger und runder.

Manchen verfeinern dieses Blumenkohlcurry auch mit Sahne oder Ingwer. Ihr seht, für dieses Soulfood gibt es viele Optionen, die sich alle ohne großen Aufwand umsetzen lassen. Wem zu seinem Glück noch Fleisch fehlt: Hähnchenbrust zu beginn mit anbraten.

Blumenkohl Rezepte – klassisch bis modern

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Tipps für ein stimmiges Blumenkohl Curry

Der Blumenkohl sollte nicht zu klein geschnitten sein, damit die Röschen beim Köcheln ihre Form behalten und nicht zerfallen. Mittlere Stücke sorgen für Biss und eine schöne Optik im Teller.

Die Gewürze entfalten ihr Aroma besser, wenn sie in die heiße Flüssigkeit eingerührt und nicht direkt am Topfboden geröstet werden, so bleibt der Geschmack klar und frei von Bitterkeit. Die Kokosmilch bestimmt die Cremigkeit des Currys, deshalb sollte hier nicht zur stark verdünnten Light-Variante gegriffen werden.

Und: Der Limettensaft am Ende bringt Frische und Struktur ins Gericht und sollte immer erst ganz zum Schluss zugegeben werden, damit die Säure nicht verkocht.

Welche Beilagen passen zum Blumenkohl Curry?

Klassisch passt lockerer Basmatireis, weil er die cremige Soße gut aufnimmt und geschmacklich im Hintergrund bleibt. Jasminreis funktioniert ebenfalls, wenn das Curry etwas milder ausfallen soll. Wer lieber Brot serviert, greift zu Naan Brot, Fladenbrot oder einfachem Pfannenbrot, um die Soße direkt vom Teller aufzunehmen.

Für eine leichtere Variante eignet sich auch Blumenkohl Curry mit einem frischen Gurkensalat oder einem Joghurt-Dip auf Naturjoghurt-Basis, der die Schärfe etwas abfedert.

Besonders stimmig wirkt außerdem ein kleines Topping aus gerösteten Cashewkernen oder Mandelblättchen. Chashews bringen zusätzlich Struktur in das Gericht und werten es auch optisch auf.

FAQ zum Blumenkohl Curry

Wie bekomme ich mehr Geschmack an Blumenkohl?

Blumenkohl nimmt Gewürze gut auf, braucht dafür aber ausreichend Flüssigkeit und Zeit. Eine aromatische Basis aus Zwiebel, Knoblauch, Tomatenmark, Brühe und Kokosmilch sorgt dafür, dass die Röschen nicht fade bleiben. Säure am Ende, etwa durch Limettensaft, bringt zusätzlich Tiefe. Auch Röstaromen durch kurz angebratenes Gemüse oder ein Topping aus gerösteten Nüssen verstärken den Geschmack deutlich.

Welches Gemüse eignet sich besonders gut für ein Curry?

Gemüse mit Struktur passt besonders gut. Süßkartoffeln, Kichererbsen, Brokkoli, grüne Bohnen, Auberginen oder Paprika harmonieren sehr gut mit Curry-Gewürzen und Kokosmilch. Diese Sorten behalten beim Garen ihre Form und sorgen für Abwechslung im Teller.

Was passt zu Blumenkohl Curry?

Als Beilage funktionieren Basmatireis, Jasminreis, Naan oder Fladenbrot besonders gut, weil sie die Soße aufnehmen. Wer es frischer mag, serviert einen Gurkensalat oder einen Joghurt-Dip dazu. Geröstete Cashewkerne oder Mandelblättchen passen ebenfalls sehr gut als Topping.

Kann man Blumenkohl Curry einfrieren?

Blumenkohl Curry eignet sich gut zum Einfrieren. Nach dem Auftauen bleibt die Soße stabil, der Blumenkohl wird lediglich etwas weicher. Für beste Ergebnisse das Curry vollständig abkühlen lassen und portionsweise einfrieren.

Wie viele Kalorien hat Blumenkohl Curry?

Der Kaloriengehalt hängt stark von der verwendeten Kokosmilch und der Portionsgröße ab. Bei diesem Rezept liegt eine Portion grob zwischen 350 und 450 kcal, vor allem durch Kokosmilch und Olivenöl. Mit Light-Kokosmilch oder weniger Öl lässt sich der Wert reduzieren.

Fazit zum Blumenkohl Curry

Blumenkohl Curry gehört zu den Gerichten, die überraschen, wenn man sie zum ersten Mal so auf dem Teller hat. Es eignet sich problemlos als eigenständige Hauptspeise, funktioniert aber genauso gut mit Basmatireis als Beilage zu Geflügel oder zu Hackfleischgerichten.

Gerade dann zeigt sich, wie vielseitig dieses Gericht einsetzbar ist. Für mich ist es außerdem eine willkommene Abwechslung zu den klassischen Blumenkohl Rezepten wie der Blumenkohlsuppe oder Blumenkohl Kartoffel Auflauf.

Und zudem eine einfache Möglichkeit, Blumenkohl öfter und anders in den Alltag zu integrieren. Und jetzt: guten Appetit, wenn dieses Essen bei euch auf dem Tisch steht.

Zutaten und Zubereitung

5 von 1 Bewertung
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Blumenkohl Curry mit Kokosmilch

Mein Blumenkohl Curry mit Kokosmilch ist ein sehr flottes Rezept. Das zusammen mit Reis ein wunderbar leckeres Hauptgericht abgibt.
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit30 Minuten
Gesamtzeit45 Minuten
Gericht: Abendessen, Familienessen, Hauptgericht, Mittagessen
Küche: International
Stichwort: einfach, erprobt, gelingsicher, gesund, lecker, schnell, vegetarisch
Portionen: 4 Portionen
Kalorien: 369 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

Anleitung

  • Blumenkohl in Röschen teilen, gründlich waschen und beiseitestellen.
  • Zwiebel schälen und fein würfeln. Knoblauch ebenfalls schälen und fein hacken.
  • Kokosöl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.
  • Tomatenmark zugeben und kurz mit anrösten, bis es leicht dunkler aussieht und intensiver duftet.
  • Mit Gemüsebrühe ablöschen.
  • Und Kokosmilch aufgießen.
  • Garam Masala, Currypulver, Salz und Pfeffer einrühren.
  • Blumenkohlröschen in den Topf geben und kurz unterrühren. Einmal aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.
  • Grüne Erbsen zugeben und weitere 5 Minuten mitgaren, bis der Blumenkohl weich, aber noch bissfest bleibt.
  • Zum Schluss den Saft der halben Limette unterrühren.
  • Koriander grob hacken und das Blumenkohl Curry vor dem Servieren damit bestreuen.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 369 kcal | Kohlenhydrate: 26 g | Protein: 9 g | Fett: 29 g | Gesättigte Fettsäuren: 24 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 2 g | Natrium: 1490 mg | Kalium: 934 mg | Fasern: 8 g | Zucker: 8 g | Vitamin A: 687 IU | Vitamin C: 93 mg | Kalzium: 93 mg | Eisen: 6 mg

4 Kommentare

  1. Avatar
    Norbert

    5 Sterne
    Mahlzeit Anja! Da sieht man doch einmal wieder… Hunger und die Not im Kühlschrank sind ganz oft der beste Koch 😉 Dein Blumenkohl Curry mit Kokosmilch werde ich auch mal ausprobieren. Ich stehe total auf solch improvisierte Gerichte!
    Schönes Wochenende und viele Grüße – Norbert

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Servus Norbert,
      da sprichst du mir aus der Seele 😄 Aus „Kühlschrank leer“ entstehen oft die besten Gerichte! Freut mich sehr, dass dich das Blumenkohl Curry reizt – improvisieren macht einfach Spaß. Viel Freude beim Ausprobieren!
      Liebe Grüße, Anja

  2. Avatar
    Peter Müller, pjmueller@gmx.de

    Hallo Anja,
    hast du noch ein Rezept für ein selbstgemachtes Garam Masala?
    Liebe Grüße

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Peter, ja, das habe ich!

      Im Artikel oberhalb ist es verlinkt. Zudem findest du es über die Suchfunktion auf meiner Webseite.

      Viele liebe grüße, Anja

5 from 1 vote

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