Wenn man sich auf YouTube mal die verschiedenen Videos zu unterschiedlichsten Bierfleisch Varianten ansieht, dann ist schnell klar: es gibt nicht nur das EINE Bierfleisch Rezept. Manche bereiten ein Dutch Oven Bierfleisch, andere das Salzburger Bierfleisch zu.
Wieder andere schnappen sich eine Auflaufform oder Koncisform und bereiten das Gericht darin zu – bereitet es auch mal zu, wenn’s nicht immer das klassische Rindergulasch oder das Zwiebelfleisch sein soll…

Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich euch die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie im Bierfleisch Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Schweinenacken Steaks: Bringen durch die Marmorierung Saftigkeit und sorgen für ein kräftiges Ergebnis nach längerer Garzeit.
- Bier: Gibt Flüssigkeit, nimmt Gewürzaromen auf und prägt den herzhaften Grundgeschmack.
- Paprika: Liefert Gemüseanteil, milde Süße und Struktur im fertigen Gericht.
- Zwiebeln: Sorgen für Fülle, geben Würze ab und bilden zusammen mit dem Fleisch die Basis.
- Knoblauchzehen: Setzen aromatische Akzente und ergänzen die Würzmischung.
- Paprikapulver: Verstärkt Paprikanoten und unterstützt die Farbe des Gerichts.
- Kümmelkörner: Bringen herzhafte Würze und runden das Geschmacksbild ab.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Fleisch würzen und vorbereiten
Man vermengt die Gewürze und würzt die halbierten Nackensteaks gleichmäßig. Du legst damit die Grundlage für Geschmack und Würze im gesamten Gericht. Anschließend kommen die vorbereiteten Zutaten zusammen.
2. Zutaten schichten und angießen
Alles nächstes kommen Fleisch, Gemüse und Knoblauch in die Form. Danach verteilt man das Bier gleichmäßig darüber. Alles liegt kompakt beieinander und gart gemeinsam.
3. Garen und kontrollieren
Gegart wird das Bierfleisch bei indirekter Hitze oder im Backofen. Zwischendurch kontrolliert man die Oberfläche und rührt bei Bedarf durch. Am Ende steht ein durchgezogenes, saftiges Gericht.
Ich ordne das Bierfleisch mal in meine Gulasch Rezepte ein. Ist zwar kein klassisches Rindergulasch – aber vom Style her nicht so weit weg vom Malzbiergulasch.

Beilagen
Aufgrund der Menge an Zwiebeln und Paprika mag ich mal auf die Empfehlung für Gemüse oder einen Salat verzichten. Dafür aber unterstreichen dass hierbei wunderbar Semmelknödel, Serviettenknödel oder auch ein Brot passen. Im Großen und Ganzen eben die typischen Gulasch Beilagen…

Bierfleisch verzeiht viel
Sprich: dauert es mal länger, bis die Gäste kommen, lässt sich das Bierfleisch wunderbar bei 70 Grad warmhalten. Es wird euch, weil Schweinehals (auch Schweinenacken oder Schweinekamm genannt) eben meist kräftig marmoriert ist, nicht austrocknen.
Passt nur auf, dass euch die oberen Ecken und Enden von Paprika und Zwiebeln nicht schwarz werden. Also: schon während der Zubereitung mal kontrollieren und gegebenenfalls durchrühren.
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Bierfleisch lässt sich gut aufwärmen
Ein weiterer Vorteil vom Bierfleisch: es ist schnell in einer Tupper-Box eingefroren und an einem kalten Winterabend flott aufgetaut. Wer sich dann nach der Arbeit am Feierabend keine Knödel mehr selber machen will: einfach Nudeln oder Kartoffeln dazu kochen.
Fazit
Für mich ist dieses Bierfleisch ein gulaschartiges Rezept, das durch die Zubereitung in der Form fast schon an einen Auflauf erinnert. Eine Gulasch-Auflauf Kombi…öfter mal was Neues…
Wer Lust auf klassische Gulaschrezepte hat, kann auch beim Brauhaus Gulasch oder beim Wiener Fiaker Gulasch vorbeischauen.
Zutaten und Zubereitung
Bierfleisch mit Paprika & Zwiebeln
Zutaten
- 1 kg Schweinenacken Steaks
- 0,25 L Bier
- 400 g Paprika (gerne bunt)
- 400 g Zwiebeln
- 4 Stück Knoblauchzehen
- 2 TL Paprikapulver
- 2 TL Salz
- 1 TL gemahlener Pfeffer
- 1 TL Kümmelkörner
Anleitung
- Alle Gewürze vermengen und die halbierten Nackensteaks in einer großen Schüssel damit würzen.
- Die Zwiebeln schälen, halbieren und in 0,5-Zentimter dicke Halbringe schneiden. Die Paprika waschen und fürs Bierfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zum Bierfleisch in die Schüssel geben.
- Alles bisher Beschriebene in die Auflaufform geben, die geschälten und halbierten Knoblauchzehen auch noch darin platzieren. Achtet darauf, dass die eher durchwachsenen Fleischstücke oben liegen.
- Gleichmäßig das Bier drüber verteilen.
- Alles ab auf den Grill: indirekte Hitze bei 180 Grad für 90 Minuten. Zwischenzeitlich kontrollieren: falls es an der Oberfläche einen trockenen Eindruck macht das ganze mal ordentlich durchrühren. Im Backofen: selbes Spiel bei Ober-und Unterhitze.

Ich habe was von Bier und Fleisch gehört, ist das richtig 😉
Keine Sorge Anja ich komme vorbei und unterstütze dich beim aufessen, gar kein Problem für mich 🙂 🙂 🙂
:))) Danke Dir, lieber Thomas, wie freundlich und selbstlos von Dir! 😉 Liebe Grüße, Anja
Echt Klasse, habe es im Ofen gemacht.
Mein Mann und ich waren begeistert und ich werde es im Sommer auf den Grill machen.
Wenig Zutaten, schnell vorbereitet und toller Geschmack.
Eins der wenigen Rezepte die wir nicht verändern würden.
Danke dafür
Hallo Kerstin! Das freut mich wirklich sehr, dass ich Euch mit meinem Bierfleisch überzeugen konnte 🙂 Vielen lieben Dank für die schönen Worte. Macht Euch bereit der Frühling/Sommer steht vor der Tür 🙂 Viel Spaß und liebe Grüße, Anja
Hallo Anja, Hallo Kamera-Mann,
vielen Dank für dieses Rezept. Ich habe es ein wenig abgeändert.
Den Schweinenacken habe ich in Mundgerechte Stücke geschnitten. Da ich gerne eine leichte Schärfe mag, habe ich bei der Gewürzmischung noch rote Jalapenos beigemischt (getrocknet)
Als Bier habe ich ein dunkles Weizenbier genommen .
Dann für 2,5 Stunden in den Backofen . Das war denn eher ein Gulasch. Aber die Sosse war der Hammer.
Liebe Grüße aus Schleswig Holstein
Thorsten
Hallo Thorsten, Deine Abwandlung klingt sehr gut! 🙂 Muss ich auch mal ausprobieren. Ja, wenn man noch mehr „Biss“ mag, lieber nicht so lange garen lassen. Danke Dir noch für die tolle Bewertung. Wir freuen uns! Liebe Grüße, Anja
Das Rezept ist fantastisch und gut erläutert. Als Knoblauchtigerin würde ich aber mindestens 20 Zehen dazugeben. Der Knoblauch wird dadurch wunderbar fruchtig, nicht scharf und nein, es gibt keine dramatische Fahne. Mit frischem Brot oder gegrillten Rosmarinhonigkartoffeln zum Niederknien.
Kleiner Kritikpunkt: das ständige, korrigierende Zwischengerede des Kameramanns ist unangemessen und teilweise respektlos.
Hallo Mechthild, Danke für Dein Feedback! Ich liebe Knoblauch auch wie Du. Hab nur manchmal etwas Sorge, dass der Blutdruck zu sehr in den Keller geht wenn ich es übertreibe. 🙂 Mei, mein Matthi muss eben auch gescheit reinreden. Er meint das nicht böse. Danke und liebe Grüße, Anja
Super, das mache ich nach. Nur das der Kameramann das Restbier nicht trinken durfte. Tha was sagt man dazu, Hm armer Kerl:-)
Servus Fritz, a bissl darf er schon. Die Dosis macht das Gift. 🙂 Danke, freu mich! LG Anja
Hallo Anja,
vielen Dank für das spannende Rezept. Ich werde es garantiert ausprobieren.
VG,
Gotthard
Lieber Gotthard, das freut mich, danke Dir und lass es Dir schmecken, wenn es soweit ist! Schöne Pfingsten und liebe Grüße, Anja
Super Rezept!
Ich glaub, das mache ich mit Wildschweinhals nach. Und ich werde wahrscheinlich Kartoffelspalten mit rein geben. Dann hab ich gleich alles drin und muss gar nix mehr als Beilage machen. Werd dann wohl a bissel mehr Bier angießen.
Wie immer super Inspiration. Danke euch!
Michi
Hallo Michi, das ist ja eine geniale Idee! Super, danke für das tolle Feedback und die Anregung! Schöne Pfingsten noch, bis bald und liebe Grüße, Anja