Ein feiner Kalbsbraten ist schon etwas ganz Besonderes. Butterzartes Fleisch, dazu eine lecker Soße und noch Spätzle. Eines meiner Lieblingsgerichte am Sonntagmittag. Die Zubereitung gelingt sehr einfach. Also: warum nicht zur Abwechslung dieses leckere Kalbfleisch kochen und auf den Tisch stellen?

Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Kalbsbraten spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Kalbsbraten: Zartes Fleisch bildet die Grundlage des Gerichts und sorgt für den klassischen Charakter. Je nach Stück bleibt der Braten saftig und lässt sich gut in Scheiben schneiden.
- Zwiebeln: Geben der Soße eine angenehme Tiefe und bringen herzhafte Aromen in den Bräter.
- Thymian und Rosmarin: Kräuter bringen eine feine Würze ins Gericht und unterstützen den typischen Bratengeschmack.
- Möhre und Sellerie: Gemüse sorgt für eine ausgewogene Grundlage in der Soße und ergänzt den Braten geschmacklich.
- Zitrone: Frische Säure bringt Leichtigkeit ins Gericht und passt gut zum milden Kalbfleisch.
- Rinderfond oder Brühe: Flüssigkeit bildet die Basis der Soße und sorgt dafür, dass der Braten saftig bleibt.
- Weißwein: Bringt eine feine Säure mit und rundet den Geschmack der Soße ab.
- Butter und Butterschmalz: Fett sorgt für gutes Anbraten und gibt der Soße am Ende zusätzlich Fülle.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
Fleisch und Gemüse vorbereiten und anbraten
Zuerst schneidest du das Gemüse klein, tupfst das Fleisch trocken und reibst es mit den Kräutern ein. Anschließend den Kalbsbraten im heißen Butterschmalz von allen Seiten anbraten, kurz heraus nehmen und dann das Gemüse im gleichen Bräter anrösten.
Ablöschen und im Ofen garen
Nach dem Anrösten löschst du mit Weißwein ab, gibst einen Teil vom Fond dazu und legst den Braten wieder in den Bräter. Danach gart das Fleisch zunächst bei hoher Temperatur und anschließend bei niedrigerer Hitze weiter, wobei zwischendurch der restliche Fond zugegeben wird.
Soße vollenden und servieren
Zum Schluss nimmst du den Braten aus dem Bräter, gießt die Soße ab und kochst sie mit etwas Butter auf. Danach schneidest du den Kalbsbraten in Scheiben und servierst ihn mit Soße, Gemüse und den gewünschten Beilagen.
Kalbsbraten Rezept Video
Welches Fleisch eignet sich für den Kalbsbraten?
Für einen gelungenen Kalbsbraten eignen sich vor allem Stücke, die von Natur aus zart sind und beim Garen im Ofen saftig bleiben. Klassisch kommen Kalbsnuss, Oberschale, Schulter oder auch der Rücken infrage – genau die Stücke, die auch im Rezept genannt sind. Die gleichen Stücke, die auch für Kalbfleisch Rezepte wie einem Kalbsrahmbraten oder einem Gemischten Braten zum Einsatz kommen.
Diese Zuschnitte lassen sich gut anbraten, trocknen bei moderater Hitze nicht so schnell aus und ergeben schöne, gleichmäßige Scheiben beim Aufschneiden. Beim Metzger reicht meist die einfache Bitte um ein Stück Kalbfleisch für Braten, die Empfehlung fällt in der Regel genau auf diese Teilstücke.

Beilagen
Zu diesem Schmorbraten passen als Beilage die eingangs erwähnten Spätzle aber auch Kartoffeln jeder Art. Sowie ein bunter Beilagensalat.
Tipps und Tricks für den Kalbsbraten
- Der Kalbsbraten ist bei einer Kerntemperatur von 70 Grad gar. Und vor allem noch saftig. Da er wenig Fett enthält kann er im Ergebnis schnell trocken werden. Verwendet aus dem Grund ein Fleischthermometer – dann seid ihr auf der sicheren Seite.
- Lasst euch bei der Fleischauswahl eueres Fleischstückes vom Kalb am Besten vom Metzger beraten. Der wird euch für den Kalbsbraten sicherlich ein Stück Nuss oder Bug empfehlen.
- Weitere Zutaten mit denen ihr beim Kalbsbraten spielen könnt und die dem Geschmack zuträglich sind: Tomatenmark, Paprikapulver, eine Zehe Knoblauch

Typische Fehler beim Kalbsbraten vermeiden
Ein häufiger Fehler liegt in zu hoher Hitze über die gesamte Garzeit, denn Kalbfleisch trocknet dadurch schnell aus. Auch zu wenig Flüssigkeit im Bräter sorgt dafür, dass die Soße ansetzt und der Braten an Saft verliert.
Wer ohne Fleischthermometer arbeitet, läuft zudem Gefahr, den Kalbsbraten zu lange im Ofen zu lassen und damit die gewünschte Zartheit zu verpassen.
Wichtig ist außerdem, das Fleisch nicht direkt nach dem Garen hektisch anzuschneiden, sondern ihm kurz Ruhe zu gönnen, damit es saftig auf dem Teller ankommt.
Kalbsbraten Rezept FAQs
Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Kalbraten Rezept vorab:
Wie lange muss Kalbfleisch braten?
Ein Kalbsbraten braucht je nach Größe etwa 1,5 bis 2 Stunden im Ofen, bis er zart ist – am besten mit Kerntemperatur messen.
Bei welcher Temperatur sollte ein Kalbsbraten gegart werden?
Kalbsbraten wird idealerweise zuerst kurz scharf und dann bei 150–160 °C (Ober-/Unterhitze) langsam gegart, damit er saftig bleibt und nicht austrocknet.
Kann ich Kalbsbraten am Vortag zubereiten?
Ja, Kalbsbraten lässt sich wunderbar am Vortag zubereiten und schmeckt aufgewärmt oft noch aromatischer.
Welches ist das beste Stück für Kalbsbraten?
Besonders gut eignen sich Kalbsschulter, Kalbsnuss oder die Oberschale – sie sind mager, zart und saftig nach dem Braten.
Fazit
Der Kalbsbraten ist ein Gericht, das sich unkompliziert umsetzen lässt und auf dem Teller dennoch etwas Besonderes bietet. Wer Kalbfleisch mag, sollte dieses Rezept ruhig einmal nachmachen und in den eigenen Speiseplan einbauen.
Für weitere Ideen mit Kalbfleisch bieten sich Klassiker wie Zürcher Geschnetzeltes oder die bekannte italienische Vorspeise Vitello Tonnato an.
Zutaten und Zubereitung
Kalbsbraten | butterzart und klassisch
Zutaten
- 1,5 kg Kalbsbraten (Kalbsnuss, Oberschale, Rücken oder Schulter)
- 2 Zwiebeln
- 1 Bund Thymian
- 1 Zweig Rosmarin
- 1 Möhre
- 100 g Sellerie
- 1 Zitrone
- 400 ml Rinderfond (alt. Kalbsfond oder Brühe wie Gemüsebrühe)
- 100 ml Weißwein
- 1 El Butter
- 2 El Butterschmalz
- Prise Salz (zum Würzen)
- Prise Pfeffer (zum Würzen)
Anleitung
- Die Zwiebeln und den Sellerie schälen und in kleine Würfel schneiden, ebenso die Möhren.
- Das Fleisch trockentupfen und mit den Kräutern einreiben
- Das Kalbfleisch im Bräter von allen Seiten im heißen Butterschmalz anbraten. Dann das Fleisch aus dem Bräter heraus nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen.
- Das Gemüse zugeben und ebenfalls anrösten.
- Mit Weißwein ablöschen und der Hälfte vom Rinderfond aufgießen, Thymian, Rosmarin und in Scheiben geschnittene Zitrone zugeben und den Kalbsbraten im Bräter ohne Deckel bei 220 Grad (Ober Unterhitze) zuerst für 30 Minuten im Backofen braten (alt. indirekte Hitze im Grill). Danach wenden und bei 160 Grad für etwa eine Stunde Garzeit weiterbraten. (Den restlichen Fond zugeben.)
- Den Braten aus dem Bräter nehmen, warmhalten und die Soße abgießen und mit der Butter zum Kochen bringen anschließend nach Gusto mit Speisestärke andicken.
- Den Kalbsbaten in dünne Scheiben schneiden und mit Sauce, dem Gemüse, dazu nach Gusto Spätzle oder Klöße, servieren.
Hallo Anja, möchte morgen den Braten zubereiten, geht das auch ohne Wein? Wir haben keinen Wein im Haus, da wir keinen trinken.
Danke für die Rückmeldung.
Liebe Grüße
Sonja
Liebe Sonja,
das geht problemlos ohne Wein. Du kannst ihn einfach durch Brühe ersetzen. Das Ergebnis wird trotzdem sehr aromatisch.
Liebe Grüße, Anja
moin.
ich habe hier gelesen dass die kerntempertur 70 grad haben soll.
vorher hab ich beim googlen 78grad gelesen. Ich habe 1,8kg kalbsnuss. danke schon mal im voraus für ne antwort.
Moin,
die 70 Grad Kerntemperatur beziehen sich auf ein saftiges Ergebnis. 78 Grad führen meist zu trockenerem Fleisch – voll durchgegart. Bei deiner Kalbsnuss empfehle ich, dich an die niedrigere Kerntemperatur von 70 bis 72 Grad zu halten und dem Braten danach noch etwas Ruhezeit zu gönnen.
Liebe Grüße, Anja
Toll erklärt, wie es schmeckt muss ich noch ausprobierrn. Es hört sich aber nach einem sehr schmackhaften Rezept an.
Grüß dich Monika, freut mich, dass dir die Anleitung gefallen hat. Der Kalbsbraten ist wirklich ein tolles, zartes Sonntagsgericht. Hoffe sehr, dass er dir geschmacklich genauso gut gefällt wie beim Lesen.
Liebe Grüße, Anja
steckt im Ofen. wird sicher der Hammer!
Hallo Thomas,
ich drücke die Daumen, aber ich bin da sehr guter Dinge 😉 So ein Kalbsbraten aus dem Ofen hat schon was.
Liebe Grüße, Anja
Liebe Anja, der ganze Blog ist super gelungen. Das liest sich wirklich gut und ich würde es gern mal nachkochen, aber ich koche ab und zu für meine Nachbarn mit, bei denen die Frau pflegebedürftig ist und der Mann sich um alles kümmert. Die Frau hatte zwei Schlaganfälle und kann nicht mehr gut schlucken und vor allem auch nicht mehr sprechen… die beiden sind froh, wenn sie ab und zu ein gutes südfranzösisches Gemüse mit Kartoffeln von mir bekommen oder ein Risotto mit Gemüse und Schinken. Immer lecker gewürzt mit Knoblauch und Kräutern der Provence… Heute Abend habe ich trotz der sommerlichen Temperaturen einen leckeren Linseneintopf mit Gemüsezwiebel, Knoblauch, Karotten, Kartoffeln, Gemüsebrühe, Lorbeerblatt, Thymian und Petersilie gemacht – natürlich mit einem großen Schuss Balsamico-Essig zum Schluss. Das kann meine Nachbarin gut schlucken und es schmeckt ihnen immer sehr gut.
Ich selber esse nur wenig Fleisch, aber den Braten könnte ich einmal machen, wenn ich Gäste habe, Jedenfalls herzlichen Dank für die tollen Rezepte!
Beste Grüße,
Monika
Monika, ganz herzlichen Dank für deinen langen Kommentar und deine Einblicke. Ich finde es toll, dass du auch für deine Nachbarn mitkochst und ihnen so Freude machst. Liebe Grüße, Anja
Super! Danke für das tolle Rezept!
Danke Dir, freu mich sehr! Liebe Grüße, Anja
Dankeschön! Habe ich nachgekocht und es hat super geschmeckt.
LG
Servus Flori, wie schön, ich freu mich und danke Dir für die Rückmeldung! LG Anja
Wunderbar sieht sehr lecker aus.Werde ich ausprobieren vielen lieben Dank.
Danke Dir und lass ihn Dir gut schmecken! Liebe Grüße, Anja
Hallo Anja,
in deiner Rezeptübersicht fehlen 2 Zwiebeln ?. Ansonsten werde ich dein Rezept an Weihnachten ausprobieren ?.
Geruhsame Weihnachtstage
Axel
Hallo Axel, das muss ich jetzt aber ganz schnell verbessern. Hoffe es hat alles gepasst.:) Danke Dir, frohes neues Jahr und liebe Grüße, Anja
Ein sehr gutes und leichtes Rezept. Habe den Kalbsbraten gerade gemacht. Er schmeckt sehr lecker. Danke für das Rezept.
Vielen lieben Dank, Hannelore, für die positive Rückmeldung. Freue mich sehr darüber. Liebe Grüße, Anja
Ganz tolles Rezept, werde ich nachkochen:-).Kleiner Hinweis: ZWIEBEL fehlt bei der Zutatenliste, ist aber im Rezept erwähnt. LG und weiter so, sehr professionell!
Guten Morgen lieber Werner! Schön zu hören 😉 Das freut mich sehr, wenn ich mit meinem Kalbsbraten deinen Geschmack getroffen habe. Viel Spaß beim nachmachen und Danke für dein Feedback und den kleinen Hinweis 😉 Liebe Grüße, Anja
Moing Anja, ein Garpunkt ganz nach meinem Geschmack 😉 Perfekt gelungen, sagen wir mal…
Guten Morgen Heinz! Super 😉 Es freut mich zu lesen, dass Dir mein Kalbsbraten gefällt 😉 Vielen Dank fürs Feedback und ein schönes Wochenende. Liebe Grüße, Anja
Hallo Anja
Sehr sehr köstlich sieht es wieder aus einen Kalbsbraten ganz nach meinem Geschmack.
Vielen Dank und LG ins Bayernland die Gründauer (Hessen)
Hallo Vera! Ja so ein Kalbsbraten ist schon eine ganz feine Geschichte… Klasse, wenn ich damit auch Eueren Geschmack getroffen habe. Vielen vielen Dank für die Unterstützung! Liebe Grüße, Anja
Anja! Ich ziehe meinen Hut. So ein wunderbar gebratenes Stück Fleisch. Diesen Teller würde ich mir jetzt auch gerne schmecken lassen!
Vielen Dank lieber Micha für dein schönes Feedback 🙂 Freut mich sehr, wenn ich damit deinen Geschmack getroffen habe. Jetzt nichts wie ran an das gute Stück 😉 Viel Spaß und lass Dir schmecken. Liebe Grüße, Anja