Carpaccio vom Rind | Original Antipasti Rezept

Carpaccio vom Rind | Original Antipasti Rezept

Zum ersten Mal habe ich Carpaccio in einem kleinen italienischen Restaurant bestellt. Der Teller kam an den Tisch und ich dachte im ersten Moment: Das sieht ja fast zu simpel aus.

Nach dem ersten Bissen war klar, warum dieses Gericht seit Jahrzehnten auf so vielen Speisekarten steht. Wenn das Fleisch richtig dünn geschnitten ist und die Zutaten passen, wirkt alles unglaublich rund.

Zu Hause mache ich Rindercarpaccio besonders gern als Vorspeise, wenn Gäste kommen. Die Vorbereitung hält sich in Grenzen, aber auf dem Tisch wirkt es trotzdem besonders.

Ein kleiner Trick hilft dabei enorm: Das Rinderfilet vor dem Schneiden leicht anfrieren. Dann lassen sich die Scheiben viel dünner schneiden und genau so soll Carpaccio schließlich sein. Lasst uns starten mit dem kurzen Beitrag, in dem ihr alles über das Originalrezept erfahrt und zum Schluss eine Top-Anleitung mit Bildern bekommt…

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Carpaccio Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Rinderfilet: Zartes Fleischstück mit feiner Struktur, das sich besonders gut in sehr dünne Scheiben schneiden lässt und die Grundlage für ein klassisches Carpaccio bildet.
  • Olivenöl und Zitronensaft: Aromatische Flüssigkeiten, die, über die Fleischscheiben geträufelt, dem Gericht Frische sowie, sofern es die Zitrone betrifft, eine leichte Säure verleiht.
  • Parmesan: Kräftiger Hartkäse, der in groben Spänen über das Fleisch kommt und dem Carpaccio eine würzige Komponente gibt.
  • Rucola: Frischer Blattsalat, den man auf dem Carpaccio verteilt und der eine leicht herbe Note einbringt.
  • Kapern: Kleine würzige Ergänzung, die optional über das fertige Gericht gestreut wird und zusätzliche aromatische Akzente setzt.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rezept für Carpaccio vom Rind gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Bei dieser Zubereitung zeigt sich sehr schön, wie wenig Aufwand nötig ist, damit ein klassisches Carpaccio auf dem Teller liegt.

1. Fleisch vorbereiten und dünn schneiden

Das Rinderfilet kurz unter kaltem Wasser abspülen und gründlich trocken tupfen. Anschließend fest in mehrere Lagen Frischhaltefolie wickeln und für einige Zeit ins Gefrierfach legen, damit das Fleisch leicht anfriert – dann lässt es sich besser dünn aufschneiden.

Danach das Filet aus der Folie nehmen und mit einem sehr scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden.

2. Scheiben flach drücken und anrichten

Die geschnittenen Fleischscheiben zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und mit einem Plattiereisen vorsichtig noch etwas flacher drücken. Anschließend die dünnen Scheiben auf großen Tellern oder einer Servierplatte nebeneinander auslegen.

3. Das Carpaccio würzen, ziehen lassen und servieren

Olivenöl und Zitronensaft über die Fleischscheiben träufeln und alles würzen. Die Teller anschließend mit Frischhaltefolie abdecken und das Carpaccio kurz im Kühlschrank ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Parmesan in grobe Späne schneiden und den Rucola waschen sowie abtropfen lassen, bevor du beides zusammen mit den optionalen Kapern über das Carpaccio verteilst.

Neben diesem Carpaccio findest du hier auf meinem Blog noch weitere italienische Antipasti Rezepte wie etwa Vitello Tonnato, die berühmten Bruschetta sowie das beliebte Pizzabrot.

Woher stammt Carpaccio?

Der Geschichte nach stammt Carpaccio aus Italien, genauer gesagt aus der Stadt Venedig. Das Gericht wurde dort im Jahr 1950 im berühmten Restaurant Harry’s Bar erfunden.

Der Restaurantgründer Giuseppe Cipriani entwickelte das Gericht für eine Stammkundin. Ihr Arzt hatte ihr empfohlen, vorübergehend auf gekochtes Fleisch zu verzichten. Deshalb servierte Cipriani ihr hauchdünn geschnittenes rohes Rindfleisch, das er mit einer leichten Sauce anrichtete.

Den Namen erhielt das Gericht wegen seiner Farbe. Das leuchtende Rot des rohen Rindfleischs erinnerte Cipriani an die Rot- und Weißtöne in den Gemälden des venezianischen Renaissance-Malers Vittore Carpaccio. Nach diesem Künstler benannte er die neue Vorspeise schließlich Carpaccio.

Heute versteht man unter Carpaccio meist sehr dünn geschnittenes rohes Fleisch oder Fisch, klassisch vom Rind. Die ursprüngliche Variante bestand nur aus Rindfleisch mit einer leichten Sauce – Parmesan, Rucola oder Zitronensaft kamen erst später als typische Ergänzungen dazu.

Welches Fleisch verwendet man für Carpaccio?

Für klassisches Carpaccio verwendet man Rinderfilet. Dieses Teilstück eignet sich besonders gut, weil es sehr zart ist, kaum Sehnen enthält und eine feine, gleichmäßige Struktur hat. Genau diese Eigenschaften sind wichtig, denn das Fleisch wird für Carpaccio in hauchdünne Scheiben geschnitten und roh serviert.

Da das Gericht praktisch nur aus Fleisch und wenigen Begleitern wie Olivenöl, Parmesan oder Rucola besteht, spielt die Qualität eine große Rolle. Am besten greift man zu sehr frischem Rinderfilet aus der Fleischtheke vom Metzger des Vertrauens.

So bleibt der Geschmack fein und sauber, und die dünnen Scheiben behalten die typische zarte Konsistenz, die ein gutes Carpaccio ausmacht.

Welche Beilagen passen zu Carpaccio?

Carpaccio wird meist als leichte Vorspeise serviert. Deshalb fallen auch die Beilagen eher schlicht aus und sollen den Geschmack des Rindfleischs nicht überdecken. Klassisch sind Parmesanspäne und etwas Rucola, die direkt auf dem Carpaccio liegen.

Dazu kommt oft frisches Weißbrot oder Baguette, mit dem sich das Olivenöl und der Fleischsaft vom Teller aufnehmen lassen.

Wer etwas mehr dazu reichen möchte, stellt häufig einen kleinen grünen Salat oder einen leichten Blattsalat mit Vinaigrette daneben. Auch Ciabatta oder geröstetes Brot passen sehr gut.

Wichtig bleibt: Die Beilagen sollen das Carpaccio begleiten, nicht dominieren. Ein gutes Stück Brot, ein paar frische Blätter Salat und vielleicht etwas zusätzlicher Parmesan reichen in den meisten Fällen völlig aus.

FAQs

Was ist Carpaccio?

Carpaccio ist eine italienische Vorspeise aus sehr dünn geschnittenem rohem Fleisch oder Fisch. Klassisch wird es aus Rinderfilet zubereitet. Die Scheiben werden auf einem Teller ausgelegt und meist mit Olivenöl, Salz, Pfeffer, Parmesanspänen und etwas Rucola serviert.

Was heißt Carpaccio auf Deutsch?

Der Begriff Carpaccio wird im Deutschen normalerweise nicht übersetzt. Er stammt aus Italien und bezeichnet das Gericht selbst. Benannt wurde es nach dem venezianischen Maler Vittore Carpaccio, dessen Bilder durch kräftige Rottöne auffielen.

Wird Carpaccio roh gegessen?

Ja. Klassisches Carpaccio wird roh serviert. Das Fleisch wird lediglich sehr dünn geschnitten und mit etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer und weiteren Zutaten verfeinert.

Welches Fleisch verwendet man für Carpaccio?

Für Carpaccio verwendet man normalerweise Rinderfilet. Dieses Stück ist besonders zart, feinfasrig und enthält kaum Sehnen. Dadurch lässt es sich problemlos in sehr dünne Scheiben schneiden.

Wie schneidet man Carpaccio am besten?

Das Fleisch wird am besten leicht angefroren. Dadurch lässt es sich mit einem sehr scharfen Messer deutlich dünner schneiden. Die Scheiben können anschließend zwischen Frischhaltefolie noch leicht flach gedrückt werden.

Was gehört auf ein Carpaccio?

Auf ein klassisches Rindercarpaccio kommen meist Olivenöl, Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer. Typisch sind außerdem Parmesanspäne und etwas Rucola.

Wie gesund ist Carpaccio?

Carpaccio gilt als relativ leichtes Gericht, da es hauptsächlich aus magerem Rindfleisch besteht und nur wenig weitere Zutaten enthält. Das Fleisch liefert hochwertiges Eiweiß und Eisen. Wichtig ist jedoch eine sehr gute Fleischqualität, da es roh verzehrt wird.

Welche Arten von Carpaccio gibt es?

Neben dem klassischen Rindercarpaccio gibt es heute viele Varianten. Häufig sind beispielsweise Carpaccio vom Lachs, Thunfisch oder auch vegetarische Varianten wie Rote-Bete-Carpaccio.

Fazit

Carpaccio vom Rind ist für mich eine Vorspeise, die immer ein bisschen nach Italienurlaub schmeckt. Der Teller wirkt schlicht, aber genau diese Einfachheit macht den Reiz aus, wenn gutes Fleisch, Olivenöl und ein paar Parmesanspäne zusammenkommen.

Wenn du gerne italienische Vorspeisen auf den Tisch stellst, lohnt sich auch ein Blick auf weitere Italienische Rezepte Klassiker – die man auf ein solch leckeres Antipasti als Hauptspeise folgen lassen kann: Saltimbocca, die klassische Lasagne oder Spaghetti Carbonara sind nur drei feine Beispiele.

Zutaten und Zubereitung

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Carpaccio vom Rind | Original Antipasti Rezept

Carpaccio vom Rind ist ein klassisches italienisches Antipasti Rezept. Feinstes mediterranes Geschmackserlebnis wie im Urlaub!
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit15 Minuten
Gesamtzeit30 Minuten
Gericht: Antipasti, Vorspeise
Küche: Italienisch
Stichwort: einfach, erprobt, fein, gelingsicher, lecker, original
Portionen: 2 Portionen
Kalorien: 268 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 300 g Rinderfilet sehr frisch
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 40 g Parmesan
  • 1 Handvoll Rucola
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise schwarzer Pfeffer
  • einige Kapern (optional)
  • Frisches Basilikum (zum Dekorieren)

Anleitung

  • Das Rinderfilet unter kaltem Wasser kurz abspülen und sehr gründlich mit Küchenpapier trocken tupfen und ggf. parieren, also von Fett und Sehnen befreien.
  • Anschließend fest in Frischhaltefolie wickeln, damit das Fleisch formstabil bleibt und das eingewickelte Rinderfilet für etwa zwei bis drei Stunden ins Gefrierfach legen, bis es leicht angefroren ist. Dadurch lässt es sich später besonders dünn schneiden.
  • Das leicht angefrorene Fleisch aus der Folie nehmen und mit einem sehr scharfen Messer in möglichst dünne Scheiben schneiden.
  • Die Fleischscheiben zwischen zwei Lagen Backpapier oder Frischhaltefolie legen und mit einem Plattiereisen oder der glatten Seite vom Fleischklopfer vorsichtig noch flacher klopfen. Dabei das Fleisch ohne Schwung bearbeiten und den Fleischklopfer nur darauf fallen lassen.
  • Die dünnen Scheiben auf großen Tellern oder einer Servierplatte nebeneinander auslegen. Olivenöl und Zitronensaft darüber träufeln und mit Salz sowie frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen. Die Teller mit Frischhaltefolie abdecken und das Carpaccio noch etwa 15 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Parmesan vorbereiten. Dafür den Käse nicht reiben, sondern mit einem Sparschäler oder Messer grobe Parmesan-Späne schneiden.
  • Im nächsten Schritt den Rucola gründlich waschen und gut abtropfen lassen.
  • Zum Servieren die Parmesan-Späne und den Rucola über das Carpaccio verteilen. Nach Wunsch noch einige Kapern oder Kapernäpfel darüber geben, sowie ein paar Blätter Basilikum. Individuell am Tisch mit etwas Salz und Pfeffer würzen.

Notizen

Hinweis: Manche servieren auch Pilze wie Steinpilze oder Trüffel dazu. Ebenso gibt es Varianten da wird eine Marinade mit Balsamico Essig angefertigt. Wenn überhaupt: dann einen Hauch davon zum Schluss kurz vor dem Verzehr drüber geben. 
Auch arbeitet der eine oder andere Italiener mit Pinienkernen, Mango, Champignons oder Spargel, die das Carpaccio begleiten. Wenn ihr das Grundrezept drauf habt spielt auch gerne mit weiterem Gemüse und anderen Aromen.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 268 kcal | Kohlenhydrate: 2 g | Protein: 7 g | Fett: 26 g | Gesättigte Fettsäuren: 6 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 2 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 17 g | Cholesterin: 14 mg | Natrium: 343 mg | Kalium: 64 mg | Fasern: 0.2 g | Zucker: 1 g | Vitamin A: 394 IU | Vitamin C: 4 mg | Kalzium: 254 mg | Eisen: 0.4 mg

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