Eine der bekanntesten und beliebtesten Würzpasten oder Würzsaucen ist wohl Ajvar. Ajvar, das Paprikamus oder den Gemüsekaviar vom Balkan, findet man in Deutschland sowie in anderen europäischen Ländern in jedem Supermarkt.
Ajvar gibt es meist in einer milden und einer scharfen Variante. Dabei ist der Hauptbestandteil vom Ajvar Rezept geröstete Paprika. Es tauchen aber auch Rezepturen auf in denen sich außerdem noch gebackene Auberginen befinden.
Und wer sich nun einmal ans Ajvar selber machen wagen möchte, der ist hier genau richtig.

Ajvar Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich euch die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie Ajvar selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Rote Paprika: bilden die Grundlage der Sauce und sorgen für Geschmack, Farbe und Volumen. Das Paprikafleisch prägt den typischen Charakter von Ajvar.
- Sonnenblumenöl: ergänzt das Paprikamus und sorgt für eine runde, harmonische Gesamtwirkung. Das Öl unterstützt die Verbindung der Zutaten.
- Meersalz und Zucker: balancieren den Geschmack zwischen mild und würzig. Beide Zutaten runden das Paprikaaroma ab, ohne es zu überdecken.
- Weinessig: setzt einen feinen Säurepunkt und bringt Frische in die Sauce. Der Essig sorgt für Ausgleich und Klarheit im Geschmack.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Ajvar Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Paprika rösten und vorbereiten
Zunächst rösten Paprikaschoten im Ganzen, bis eine deutliche Bräunung entsteht. Danach entfernt man Haut, Kerne und Strunk. Das Fruchtfleisch bleibt übrig.
2. Paprikafleisch pürieren und einkochen
Nach dem Abtropfen gelangt das Paprikafleisch in pürierter Form in einen Topf. Dort reduziert man die Masse unter Rühren, bis weniger Flüssigkeit vorhanden ist. Du erkennst diesen Punkt gut an der dickeren Konsistenz.
3. Würzen und abfüllen
Zum Schluss kommen Öl, Essig, Zucker und Salz hinzu. Alles köchelt kurz weiter und verbindet sich gleichmäßig. Anschließend füllt man die Ajvar Sauce heiß in Gläser.
Ajvar Rezept Video
Woher stammt Ajvar eigentlich?
Ajvar stammt aus dem Balkanraum und ist dort seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der Alltagsküche. Besonders in Ländern wie Serbien, Kroatien, Bosnien und Nordmazedonien gehört Ajvar traditionell zum Herbst, wenn Paprika reif sind und auf Vorrat verarbeitet werden.
Ursprünglich entstand Ajvar als einfache Möglichkeit, große Mengen Paprika haltbar zu machen. Über Generationen hinweg entwickelte sich daraus eine Würzpaste, die heute ganz selbstverständlich zu Fleischgerichten, Brot und Grillbuffets serviert wird.
Auch wenn es regionale Unterschiede gibt, steht Ajvar bis heute für bodenständige Küche und gemeinsames Zubereiten.
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Wichtigster Schritt beim Ajvar selber machen: Das Rösten der Paprika!
Um Ajvar herzustellen benötigt man rote Paprikaschoten. Hier kommen entweder die klassischen Paprika aber auch Spitzpaprika in Frage. Es empfiehlt sich, die Paprika fürs Ajvar Rezept im Ganzen mitsamt dem Stängel zu rösten.
Stängel, Kerne und Haut lassen sich nach dem Rösten ganz einfach lösen, man erhält auf diese Weise das ganze Fruchtfleisch der Paprika.
Um die Paprika nach dem Rösten gut Häuten zu können legt man sie am besten gleich danach in ein verschließbares Gefäß und unterzieht sie einer kleinen Schwitzkur. Nach zirka 20 Minuten können die Paprika mit diesem kleinen Trick vollständig und ohne große Mühe gehäutet werden.

Für welche Speisen verwendet man Ajvar?
Auf jeden Fall kommen Cevapcici immer mit Ajvar daher. Des Weiteren ist das Ajvar Rezept Grundbestandteil von Djuvec Reis. Und Ajvar wird traditionell kalt zu Fleischgerichten, im Besonderen zu Gegrilltem serviert.
Meist steht Ajvar da gleich neben Pico de Gallo oder einem klassischen Baba Ghanoush am Grillbuffet.

Was kann man als Ersatz für Ajvar nehmen?
Als Ersatz kommen Paprikapasten oder milde Paprikasoßen infrage. Geschmacklich bleibt Ajvar jedoch eigenständig, da das Röstaroma der Paprika typisch ist.
FAQs
Was ist Ajvar?
Ajvar ist eine Würzpaste aus gerösteten roten Paprika, die aus dem Balkanraum stammt. Je nach Variante ist Ajvar mild oder scharf und wird als Dip, Beilage oder Soße verwendet.
Was ist Ajvar auf Deutsch?
Ajvar hat keine direkte deutsche Übersetzung. Am ehesten lässt sich Ajvar als Paprikapaste oder Paprikasoße beschreiben, der Name selbst bleibt jedoch gebräuchlich.
Wie isst man Ajvar?
Ajvar wird traditionell kalt serviert, meist zu Fleischgerichten wie Cevapcici. Außerdem eignet er sich als Brotaufstrich, als Soße im Fladenbrot oder als Beilage zu Gegrilltem.
Warum ist Ajvar so gesund?
Ajvar besteht überwiegend aus Paprika und enthält viele pflanzliche Bestandteile. Dadurch ist er eine leichte, vegetarische Ergänzung zu vielen Gerichten.
Sind Ajvar und Harissa das gleiche?
Ajvar und Harissa sind nicht dasselbe. Harissa stammt aus Nordafrika, ist deutlich schärfer und basiert auf Chili, während Ajvar aus Paprika hergestellt wird und vom Balkan kommt.
Fazit
Ajvar ist meine liebste Dip Sauce zu Cevapcici, passt aber genauso gut zu anderem Fleisch oder als Soße im Fladenbrot, etwa als Alternative zu Ketchup oder klassischen Barbecue-Soßen.
Praktisch finde ich, dass sich Ajvar gut auf Vorrat zubereiten lässt und sich der Schärfegrad von mild bis sehr scharf anpassen lässt, sodass auch Kinder oder Menschen ohne Vorliebe für Schärfe gut damit zurechtkommen.
Auf meiner Webseite finden sich außerdem weitere Rezepte für Dips und Aufstriche, darunter Guacamole und der nicht minder berühmte Hummus.
Zutaten und Zubereitung
Ajvar | berühmte Balkan-Sauce selber machen
Zutaten
- 1,5 kg Paprika (rot)
- 100 ml Sonnenblumenöl
- 1 TL Meersalz
- 1 TL Zucker
- 3 EL Weinessig
Anleitung
- Die Paprikaschoten waschen und trocken tupfen und im Ganzen auf den Grill bei etwa 200 Grad auf direkter Hitze oder im Backofen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech zirka 20 Minuten bei 200 Grad rösten. Dies gelingt auch am Herd in einer Pfanne ohne Bratfett. Die Paprika sollen eine schöne Bräunung annehmen.
- Die Paprikaschoten halbieren und von Strunk und Kernen befreien, sowie die Haut abziehen. Dies gelingt am besten in einer Schüssel mit kaltem Wasser.
- Das Fruchtfleisch in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Anschließend wird das Fruchtfleisch bis zur gewünschten Konsistenz püriert.
- Das Paprikapüree in einen Topf geben und solange unter Rühren köcheln lassen bis sich die Flüssigkeit reduziert hat.
- Den Zucker und das Salz, sowie das Sonnenblumenöl und etwas Essig zugeben und zirka 10 Minuten einköcheln lassen. (Tipp! Das Sonnenblumenöl vorher erhitzen und feingehackten Knoblauch und in feine Ringe geschnittene Chilischote darin rösten. Der Knoblauch unterstreicht den mediterranen Geschmack von Ajvar und die Chilischote bringt Schärfe ins Ajvar.)
- Nun das noch heiße Ajvar in verschließbare Gläser füllen und abkühlen lassen.
Video
Nährwerte (pro Portion)
großartig, werde ich im Sommer machen wenn das Gemüse im Garten reif ist! Bussi, Angelika
Liebe Angelika, super, freu mich sehr und lass es Dir gut schmecken! Ganz liebe Grüße, Anja
Liebe Anja,
das ist das Originalrezept wie es tatsächlich in Serbien zubereitet wird, mit einigen wenigen Korrekturen 😉 Die auf dem Grill oder im Ofen geröstete Paprika lässt man in einer Schüssel, mit einem Küchentuch zugedeckt, ca. 20min ruhen. Dann wird die Haut abgezogen. Ich habe nicht verstanden, wofür die Schüssel mit kaltem Wasser dienen soll. NICHT in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, sonst wird das Ganze wässerig und verliert an Geschmack.
Das Fruchtfleisch soll durch ein Fleischwolf gedreht werden, statt mit dem Mixer püriert, das Ergebnis ist eine ganz andere Konsistenz.
Das Paprikapüree, wie du es bereits geschrieben hast, in einen Topf solange unter Rühren köcheln lassen, bis sich die Flüssigkeit reduziert hat. Das erkennt man, wenn man mit dem Kochlöffel über den Topfboden zieht, und dieser für 2-3 sec zu sehen ist. Und das braucht seine Zeit.
Vielen Dank und weiterhin viel Spaß beim Kochen
Danijela
Hallo liebe Danijela, vielen Dank für Deine Tipps, freu mich sehr darüber. Ja, ans Wolfen hab ich schon gedacht und ich habe es auch so recherchiert nur wollte ich es etwas unkomplizierter gestalten, weil auch nicht jeder einen hat. Ich kann mir sehr gut vorstellen dass sich das positiv auf die Konsistenz auswirkt. Nochmal vielen Dank für diesen Hinweis. Und auch dafür dass wir alle somit aus Deinem Erfahrungsschatz schöpfen können. So muss das! 🙂 Ganz liebe Grüße, Anja
Ich verwende es am liebsten als Brotaufstrich oder zum Dippen ? VG Caro
Hallo Caro, ja, sehr lecker! 🙂 Ich löffel es auch gerne mal ohne alles aus dem Glas 😉 Danke Dir und liebe Grüße, Anja