Wenn im Herbst die Kürbiszeit beginnt, darf bei mir auch eine richtig gute Kürbis Lasagne auf den Tisch. Hokkaido, Tomaten, Kräutern und ordentlich Käse machen sie zu einem würzigen Ofengericht, das perfekt in die kühlere Jahreszeit passt.
Besonders gut gefällt mir die Kombination aus dem leicht nussigen Kürbis, der fruchtigen Note der Tomaten und dem kräftigen Parmesan. Dazu kommt geriebener Käse für eine herrlich goldbraune Käseschicht.
Für mich ist diese vegetarische Kürbis Lasagne echtes herbstliches Soulfood – heiß aus dem Ofen, wunderbar würzig und ein tolles Essen für die ganze Familie.
Warum überzeugt diese Kürbis Lasagne?
Schon die Zubereitung macht bei dieser Kürbis Lasagne richtig Spaß: Hier landen erst einmal alle Zutaten für die Soße, bis auf die Sahne, in einer feuerfesten Form und garen ganz entspannt im Ofen. Danach nur noch pürieren, Sahne unterrühren, abschmecken, die Lasagne schichten und überbacken.
Die Kürbissoße schmeckt mild und schön cremig, sodass die Lasagne auch bei Kindern gut ankommt. Gleichzeitig steckt ordentlich Gemüse darin, sie kommt wunderbar ohne Fleisch aus und die kräftige orange Farbe macht auf dem Teller richtig was her.
Für mich ein tolles Familienessen für den Herbst: viel Gemüse, eine leckere Soße, wenig Aufwand und eine ordentliche Portion Käse obendrauf. 🎃
Zutaten für Kürbis Lasagne – im Überblick
Für diese Kürbis Lasagne brauchst du neben Hokkaido und Lasagneplatten vor allem frisches Gemüse, ein paar Gewürze sowie Sahne und Käse. Die Zutaten sind unkompliziert und im Herbst problemlos erhältlich.
- Hokkaido-Kürbis: Ein Hokkaido mit etwa 1 bis 1,2 Kilogramm bildet die Grundlage für die Soße. Besonders praktisch: Die Schale ist essbar und muss nicht entfernt werden.
- Tomaten: Vier mittelgroße Tomaten, etwa 350 bis 400 Gramm, bringen eine fruchtige Note mit und harmonieren gut mit dem Kürbis.
- Zwiebeln und Knoblauch: Drei kleine Zwiebeln und vier Knoblauchzehen sorgen für ordentlich Würze.
- Thymian: Er gehört für mich unbedingt dazu. Sein herbes Aroma passt besonders gut zu Hokkaido.
- Gemüsebrühe: Sie liefert zusätzliche Würze und gleichzeitig die nötige Flüssigkeit für die Kürbissoße.
- Flüssige Schlagsahne: Sie rundet die Soße ab und sorgt für eine schöne Bindung.
- Lasagneplatten: Rund acht Lasagneplatten ohne Vorkochen reichen für drei Nudelschichten.
- Käse: Der Mozzarella schmilzt schön, der Parmesan bringt zusätzlich Würze mit. Diese Mischung ist für mich ideal.
- Olivenöl, Salz und Pfeffer: Zum Würzen und Abschmecken. Beim Salz ruhig nicht zu zaghaft sein, denn Kürbis verträgt ordentlich Würze.
Kürbis Lasagne zubereiten – kompakt zusammengefasst
Die Zubereitung braucht zwar etwas Zeit, ist aber unkompliziert. Das Gemüse gart zunächst gemeinsam im Ofen und bildet anschließend die Grundlage für die Kürbissoße. Danach geht es ans Schichten und Überbacken. So funktioniert’s:
1. Kürbis und Gemüse garen
Den Hokkaido halbieren, Kerne und Fasern mit einem Löffel entfernen und den Kürbis in Spalten schneiden. Wer möchte macht Kürbiswürfel daraus. Diese kommen zusammen mit geviertelten Zwiebeln, geschältem Knoblauch, ganzen Tomaten und frische Kräuter in eine Auflaufform geben. Mit Olivenöl beträufeln, mit 2 TL Salz würzen und die Gemüsebrühe angießen.
Bei 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze rund 45 Minuten garen, bis der Kürbis weich ist.
2. Kürbissoße zubereiten und Lasagne schichten
Die Thymianzweige entfernen und die Blättchen zum Gemüse geben. Wer möchte, zieht jetzt die Haut der Tomaten ab. Das Gemüse zusammen mit der Flüssigkeit fein pürieren. Die Sahne unterrühren und die Kürbissoße nochmals kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Etwas Kürbissoße auf dem Boden der Auflaufform verteilen. Anschließend Lasagneblätter, Kürbissoße, den Käse abwechselnd einschichten. Insgesamt etwa drei Lagen Lasagneplatten verwenden. Mit einer großzügigen Schicht Kürbissoße und dem restlichen Käse abschließen.
3. Kürbis Lasagne überbacken
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze oder 180 Grad Umluft einstellen. Die Kürbis Lasagne 20 bis 25 Minuten backen, bis die Lasagneplatten gar sind und der Käse schön goldbraun ist. Die fertige Lasagne vor dem Anschneiden noch kurz ruhen lassen.
Wenn du Lasagne genauso gerne magst wie ich, probiere auch meine klassische Lasagne mit Hackfleisch oder die Auberginen-Lasagne ganz einfach ohne Béchamelsoße. Für Abwechslung sorgen außerdem noch viele weitere Lasagne-Rezepte.
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Tipps und Tricks für die Kürbis Lasagne
- Kürbis nicht schälen: Beim Hokkaido darf die Schale dranbleiben. Nach dem Garen ist sie weich genug zum Pürieren.
- Gemüse wirklich weich garen: Prüfe besonders die Kürbisspalten nach etwa 45 Minuten. Sie sollten sich problemlos mit einem Messer einstechen lassen.
- Tomatenhaut nach Wunsch entfernen: Nach dem Garen lässt sie sich leicht abziehen. Beim anschließenden Pürieren kannst du sie aber auch dranlassen.
- Soße kräftig abschmecken: Kürbis und Sahne vertragen ordentlich Würze. Schmecke die fertige Soße deshalb vor dem Schichten noch einmal mit Salz und Pfeffer ab.
- Lasagne kurz ruhen lassen: Gib ihr nach dem Backen etwa 5 bis 10 Minuten Zeit. Dadurch setzt sie sich und lässt sich schöner portionieren.
Häufige Fehler bei Kürbis Lasagne
- Zu wenig Soße zwischen den Schichten: Sei mit der Kürbissoße nicht zu sparsam. Die ungekochten Lasagneplatten benötigen ausreichend Flüssigkeit, damit sie weich werden.
- Lasagneplatten liegen frei: Achte besonders an den Rändern darauf, dass die Platten vollständig mit Soße bedeckt sind. Freiliegende Stellen können beim Backen hart bleiben.
- Zu viel Käse zwischen den Schichten: Verteile den geriebenen Käse gleichmäßig und hebe genügend Käse für die oberste Schicht auf.
- Zu kurz gegart: Prüfe vor dem Herausnehmen mit einem Messer, ob sich die Lasagneplatten leicht durchstechen lassen.
Kürbis Lasagne variieren
Bei den Kräutern kannst du auch zu Salbei oder Rosmarin greifen. Beide passen geschmacklich sehr gut zu Kürbis. Besonders Rosmarin würde ich allerdings etwas sparsamer dosieren. Eine Prise Muskatnuss macht sich in der Kürbissoße ebenfalls richtig gut.
Auch beim Käse gibt es verschiedene Möglichkeiten. Statt Mozzarella eignet sich beispielsweise Gouda. Wer es kräftiger mag, verwendet etwas mehr Parmesan oder ergänzt die Lasagne mit würzigem Bergkäse.
Für zusätzliche Einlagen bieten sich Blattspinat oder Feta an. Beides harmoniert wunderbar mit Hokkaido und bringt nochmal Abwechslung in die Kürbis Lasagne.
Passende Beilagen zu Kürbis Lasagne
Die Kürbis Lasagne ist bereits ein sättigendes Hauptgericht und braucht deshalb keine üppige Beilage. Besonders gut passen für mich frische und leichte Salate dazu.
Ein Feldsalat bildet mit seinem leicht nussigen Geschmack einen schönen Kontrast zur Kürbissoße. Auch ein Tomatensalat mit Zwiebeln bringt Frische auf den Teller.
Wer lieber Gemüse dazu serviert, greift beispielsweise zu gedünstetem Brokkoli oder Bohnensalat. Damit bleibt die Kürbis Lasagne ganz klar die Hauptrolle auf dem Teller.
Häufige Fragen zur Kürbis Lasagne
Muss ich Hokkaido für die Lasagne schälen?
Nein. Die Schale des Hokkaido ist essbar und wird beim Garen weich. Für dieses Rezept reicht es aus, den Kürbis gründlich zu waschen, zu halbieren und Kerne sowie Fasern zu entfernen.
Kann ich die Kürbis Lasagne vorbereiten?
Ja. Du kannst die Lasagne bereits einige Stunden vorher komplett schichten, abdecken und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Backen rechtzeitig herausnehmen. Kommt sie noch sehr kalt in den Ofen, kann sich die Backzeit etwas verlängern.
Kann ich die Kürbissoße schon am Vortag zubereiten?
Ja. Die Kürbissoße lässt sich sehr gut vorbereiten. Nach dem Abkühlen abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren und am nächsten Tag für die Lasagne verwenden.
Muss ich die Lasagneplatten vorkochen?
Nein. Bei diesem Rezept kommen die Lasagneplatten ungekocht in die Auflaufform. Wichtig ist, dass sie beim Schichten gut mit Soße bedeckt sind.
Kann ich Kürbislasagne einfrieren?
Ja. Am praktischsten ist es, die fertig gebackene und vollständig ausgekühlte Lasagne portionsweise einzufrieren. So kannst du später einzelne Portionen auftauen und wieder erwärmen.
Welcher Kürbis eignet sich für Kürbis Lasagne?
Für dieses Rezept verwende ich Hokkaido. Er hat ein kräftiges, leicht nussiges Aroma und lässt sich mitsamt der Schale verarbeiten. Butternut wäre grundsätzlich ebenfalls eine Möglichkeit, muss allerdings geschält werden und verändert den Geschmack der Soße etwas.
Wie lange hält sich Kürbis Lasagne?
Gut abgedeckt hält sich die fertig gebackene Kürbislasagne im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Reste vor dem Servieren wieder vollständig erhitzen.
Fazit
Diese Kürbislasagne ist für mich genau das richtige Gericht für die Herbstzeit. Hokkaido, Tomaten und Thymian bringen viel Geschmack mit, während der Käse für eine leckere Kruste sorgt und beim Anschneiden herrlich Fäden zieht. Die Zubereitung einer Béchamelsauce ist nicht nötig, die Lasagne ist trotzdem schön cremig.
Dazu lässt sie sich gut vorbereiten und kommt komplett ohne Fleisch aus. Ein herzhaftes Kürbisgericht aus dem Ofen und echtes Soulfood für kühle Tage.
Kürbis Lasagne mit Hokkaido – herbstliches Soulfood
Zutaten
- 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1–1,2 kg)
- 3 Zwiebeln (klein)
- 4 Knoblauchzehen
- 4 mittelgroße Tomaten (ca. 350–400 g)
- 2 EL Olivenöl
- 150 ml Gemüsebrühe
- 200 ml Sahne
- Bund Thymian (frisch)
- 2 TL Salz
- Prise Pfeffer (zum Abschmecken)
- 8 Lasagneplatten (ohne Vorkochen)
- 200 g Käse (15o g Mozzarella und 50 g Parmesan, gerieben)
Anleitung
- Den Backofen auf 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Hokkaido-Kürbis halbieren und die Kerne sowie das faserige Innere mit einem Löffel entfernen. Den Kürbis anschließend in Spalten schneiden
- Die Zwiebeln schälen, vierteln und dazugeben. Knoblauchzehen schälen und zusammen mit den ganzen Tomaten und dem Kürbis in eine Form geben. Die Thymianzweige darauf verteilen. Alles mit Olivenöl beträufeln und mit Salz bestreuen. Anschließend die Gemüsebrühe angießen.
- Das Gemüse etwa 45 Minuten im Ofen garen, bis Kürbis, Zwiebeln und Tomaten schön weich sind. Mit einem Messer oder Holzstäbchen prüfen, ob der Kürbis weich genug ist.
- Nach Wunsch die Haut der Tomaten abziehen. Die Thymianzweige entfernen und vorher die verbliebenen Blättchen abzupfen und zum Gemüse geben. Alles fein pürieren.
- Die Sahne unterrühren und die Kürbissoße nochmals mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
- Etwas Kürbissoße auf dem Boden einer Auflaufform verteilen. Darauf eine Lage Lasagneplatten legen, etwas Käse darüberstreuen, wieder Kürbissoße darauf und diesen Vorgang wiederholen, sodass insgesamt drei Schichten Lasagneplatten entstehen.
- Die Lasagne mit einer großzügigen Schicht Kürbissoße abschließen und den restlichen Käse darüber verteilen.
- Die Kürbislasagne etwa 20 bis 25 Minuten backen, bis die Lasagneplatten gar sind und der Käse die gewünschte goldbraune Farbe angenommen hat. Vor dem Anschneiden kurz ruhen lassen und optional mit frischem Thymian garniert servieren.
Nährwerte (pro Portion)
