Grießnockerl gehören für mich zu den Suppeneinlagen, die sofort an Omas Küche erinnern. Zusammen mit einer kräftigen Rinderbrühe und frischem Schnittlauch entsteht daraus ein echter Klassiker, der besonders an kühlen Tagen richtig gut schmeckt.
Ich mag die kleinen Nockerl vor allem schön locker und weich. Dazu die heiße, würzige Brühe – fertig ist eine Grießnockerlsuppe, wie ich sie aus der guten alten Hausmannskost kenne.
Für selbst gemachte Grießnockerl braucht es außerdem nur wenige Zutaten. Genau das liebe ich an solchen Rezepten aus Omas Küche: einfach, bodenständig und richtig lecker.
Warum überzeugen diese Griessnockerl wie von Oma?
Bei diesem Rezept braucht es weder ausgefallene Zutaten noch komplizierte Arbeitsschritte. Die Grießnockerl sind schnell vorbereitet und dürfen anschließend langsam in der heißen Brühe gar ziehen.
Dabei gehen sie schön auf und steigen nach und nach an die Oberfläche. Genau so mag ich Grießnockerl: weich und locker, aber trotzdem so stabil, dass sie beim Servieren nicht auseinanderfallen.
Außerdem lässt sich aus wenigen Zutaten eine wunderbare Suppeneinlage zubereiten. Zusammen mit einer kräftigen Rinderbrühe und frischem Schnittlauch steht schließlich ein echter Klassiker auf dem Tisch – ganz so, wie man ihn von früher kennt.
Zutaten für klassische Grießnockerl
Hartweizengrieß: Er ist die Grundlage für meine Griessnockerl. Während der Ruhezeit nimmt der Grieß Flüssigkeit auf und die Masse lässt sich anschließend gut zu Nockerln formen.
Butter: Sie sorgt für einen feinen Geschmack und macht die Grießnockerl schön locker. Alternativ lässt sich auch Margarine verwenden.
Eier: Sie verbinden Grieß und Butter miteinander und geben der Masse den nötigen Halt. So bleiben die Grießnockerl beim Garen schön zusammen.
Salz und Muskatnuss: Eine Prise Muskat gehört für mich bei klassischen Grießnockerln unbedingt dazu. Zusammen mit etwas Salz reicht das für die Würze der Nockerl völlig aus.
Rinderbrühe: Eine kräftige Rinderbrühe bildet die Grundlage für unsere Grießnockerl Suppe. Darin dürfen die Nockerl langsam gar ziehen und werden anschließend auch direkt serviert.
Schnittlauch: Fein geschnitten kommt der Schnittlauch erst zum Schluss über die fertige Suppe und sorgt für eine frische, leicht würzige Note.
Grießnockerl zubereiten – einfach erklärt
Mit meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung gelingen die Grießnockerl ganz unkompliziert. Wichtig sind vor allem die Ruhezeit der Masse und eine Rinderbrühe, die beim Garen nicht zu stark kocht.
1. Grießmasse vorbereiten: Hartweizengrieß, weiche Butter, Eier, Salz und Muskat zu einer gleichmäßigen Masse verrühren. Anschließend 20 bis 30 Minuten ruhen lassen, damit der Grieß quellen darf.
2. Grießnockerl formen: Die Rinderbrühe erhitzen. Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln Nockerl aus der Masse formen und vorsichtig in die heiße Brühe geben. Die Brühe dabei nicht stark kochen lassen.
3. Grießnockerl gar ziehen lassen: Das gelingt am besten bei niedriger Hitze. Einfach 15 bis 20 Minuten ziehen lassen, bis sie schön aufgegangen sind und an die Oberfläche steigen. Anschließend die Grießnockerl Suppe auf Teller verteilen und mit fein geschnittenem Schnittlauch servieren.
Du magst solche einfachen Klassiker wie früher? Dann probiere auch meinen Grießbrei wie von Oma. Statt herzhaft wird es hier süß und wunderbar cremig. Für weitere herzhafte Ideen findest du direkt darunter außerdem meine liebsten Suppenklassiker.
Tipps und Tricks für perfekte Grießnockerl
- Masse ruhen lassen: Die Ruhezeit von 20 bis 30 Minuten solltest du nicht überspringen. Der Hartweizengrieß braucht diese Zeit zum Quellen.
- Butter rechtzeitig herauslegen: Die Butter sollte weich sein, damit sie sich beim Verrühren gleichmäßig in der Grießnockerlmasse verteilt.
- Löffel anfeuchten: Tauche die beiden Teelöffel vor dem Formen kurz in die heiße Rinderbrühe. Ich tauche die geformten Griessnockerl anschließend gerne samt Löffel in die Brühe. So lösen sie sich leichter vom Löffel und gleiten direkt in die Suppe.
- Nicht zu groß formen: Die Nockerl gehen beim Garen noch auf. Forme sie deshalb lieber etwas kleiner.
- Brühe nicht sprudelnd kochen: Die Grießnockerlsuppe sollte nur sanft simmern. Bei zu starker Hitze besteht die Gefahr, dass die Nockerl auseinanderfallen.
Häufige Fehler bei Grießnockerl
Die Grießnockerlmasse ist nicht gleichmäßig: Rühre die Zutaten gründlich miteinander, bis sich die weiche Butter gut verteilt hat. Kleine Butterstücke sollten anschließend nicht mehr zu sehen sein.
Die Grießnockerl zerfallen: Häufig war die Masse noch nicht lange genug gequollen oder die Brühe hat zu stark gekocht. Halte dich deshalb an die Ruhezeit und lasse die Nockerl anschließend nur sanft ziehen.
Die Grießnockerlmasse ist zu fest oder zu weich: Ist die Masse zu fest, gib etwas Wasser hinzu und verrühre sie nochmals. Ist sie dagegen zu weich, hilft etwas zusätzlicher Hartweizengrieß. Gib jeweils nur eine kleine Menge dazu, bis die Konsistenz passt.
Die Nockerl sind innen noch nicht gar: Je nach Größe benötigen sie etwas länger. Gib ihnen noch ein paar Minuten in der heißen Brühe und prüfe anschließend erneut.
Die Nockerl werden sehr groß: Denk beim Formen daran, dass Grießnockerl während des Garens deutlich aufgehen. Zwei Teelöffel reichen für die klassische Größe vollkommen aus.
Varianten für Grießnockerl
Das Grundrezept für Griessnockerl würde ich gar nicht groß verändern. Gerade bei einem Klassiker wie von Oma gefällt mir die einfache Variante mit Butter, Ei, Salz und Muskat am besten.
Wer keine Butter verwenden möchte, ersetzt sie durch die gleiche Menge Margarine. Bei der Würze lässt sich ebenfalls ein wenig variieren. Neben Muskat passt zum Beispiel etwas fein gehackte Petersilie in die Grießmasse.
Auch bei der Brühe hast du Spielraum. Statt Rinderbrühe schmeckt die Grießnockerl Suppe ebenso mit einer kräftigen Gemüse- oder Hühnerbrühe.
So serviere ich Grießnockerl
Ganz klassisch serviere ich Grießnockerl in einer kräftigen Rinderbrühe und gebe zum Schluss reichlich fein geschnittenen Schnittlauch darüber. Genau so kenne und liebe ich die Grießnockerlsuppe – schlicht, herzhaft und ohne viel Schnickschnack.
Wer möchte, gibt noch etwas Suppengemüse in die Brühe. Auch eine selbst gekochte Hühnerbrühe eignet sich für die Nockerl. Für mich bleibt allerdings die Kombination aus Grießnockerl, kräftiger Rinderbrühe und Schnittlauch der Klassiker wie von Oma.
Häufige Fragen zu Grießnockerl
Warum muss die Grießmasse ruhen?
Der Hartweizengrieß braucht etwas Zeit, um Flüssigkeit aufzunehmen und zu quellen. Ich lasse die Masse deshalb 20 bis 30 Minuten stehen, bevor ich die Grießnockerl forme.
Warum zerfallen meine Grießnockerl?
Meist liegt es daran, dass die Masse nicht ausreichend geruht hat oder die Brühe zu stark kocht. Die Grießnockerl sollten in der heißen Brühe nur sanft ziehen.
Wann sind Grießnockerl fertig?
Nach etwa 15 bis 20 Minuten sollten die Nockerl schön aufgegangen sein und an der Oberfläche schwimmen. Bei besonders großen Exemplaren würde ich eines herausnehmen, aufschneiden und prüfen.
Kann ich Grießnockerl vorbereiten?
Ja. Ich würde die Grießmasse vorbereiten und bis zur Verwendung abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Die Nockerl forme und gare ich anschließend frisch.
Kann ich Grießnockerl einfrieren?
Ja. Am besten frierst du die fertig gegarten Griessnockerl ohne Brühe ein. Nach dem Auftauen dürfen sie anschließend vorsichtig in heißer Brühe erwärmen.
Welcher Grieß eignet sich für Grießnockerl?
Für mein Rezept verwende ich Hartweizengrieß. Damit gelingen die Nockerl ideal und behalten beim Garen ihre Form.
Kann ich Grießnockerl auch mit Margarine zubereiten?
Ja. Die 80 g Butter lassen sich durch 80 g Margarine ersetzen. Für den klassischen Geschmack wie von Oma bevorzuge ich allerdings Butter.
Fazit
Grießnockerl selber machen ist wirklich kein Hexenwerk. Mit wenigen Zutaten, etwas Ruhezeit und einer nur sanft siedenden Brühe gelingt dieser Klassiker ganz unkompliziert.
Für mich ist eine heiße Grießnockerlsuppe mit kräftiger Rinderbrühe und frischem Schnittlauch genau die Art von Hausmannskost, die nie aus der Mode kommt. Ein einfaches Rezept wie von Oma, bei dem es gar keinen großen Schnickschnack braucht.
Grießnockerl wie von Oma | klassisches Rezept für die Suppe
Zutaten
- 200 g Hartweizengrieß
- 80 g weiche Butter Altern. Margarine
- 2 Eier Größe M
- 0,5 TL Salz
- 1 Prise Muskat
- 1,5 l Rinderbrühe
- 0,5 Bund Schnittlauch zum Garnieren
Anleitung
- Den Hartweizengrieß, die weiche Butter, die Eier, Salz und Muskat in eine Schüssel geben.
- Anschließend alle Zutaten mit einem Löffel zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.
- Die Grießmasse 20 bis 30 Minuten ruhen lassen, damit der Grieß quellen darf.
- Die Rinderbrühe erhitzen. Mit zwei angefeuchteten Teelöffeln Nockerl aus der Masse formen.
- Die Grießnockerl in die heiße Brühe geben. Die Brühe dabei nicht stark kochen lassen.
- Die Grießnockerl bei niedriger Hitze etwa 15 bis 20 Minuten ziehen lassen, bis sie schön aufgegangen und an die Oberfläche steigen.
Nährwerte (pro Portion)
