Die Béchamelsauce kennt man vor allem als Zutat beim Lasagne Rezept. Auch wird sie gerne für Aufläufe aller Art verwendet oder dient als leckere Soße zum Gemüse, wie beispielsweise Blumenkohl oder Kohlrabi.
Natürlich kann man sie kaufen. Aber am besten schmeckt Bechamelsauce selbstgemacht. Wie das ohne Schwierigkeit gelingt und worauf ihr achten müsst, erkläre ich euch in diesem Bechamelsauce Rezept – einem absoluten Grundsaucen Rezept Klassiker!
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie im Bechamelsauce Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Butter: Geschmolzene Butter bildet die Grundlage für die klassische Mehlschwitze und bringt einen runden, vollmundigen Geschmack in die Sauce.
- Mehl: Weizenmehl Type 405 verbindet sich mit der Butter zu einer glatten Basis und sorgt dafür, dass die Bechamelsauce ihre typische cremige Konsistenz erhält.
- Milch: Milch gibt der Sauce die nötige Flüssigkeit und macht sie angenehm mild und fein. Durch langsames Einrühren entsteht eine gleichmäßige und geschmeidige Masse.
- Muskatnuss: Gemahlene Muskatnuss verleiht der Béchamelsoße ihre charakteristische Würze und ein warmes, leicht nussiges Aroma.
- Lorbeerblatt: Ein Lorbeerblatt bringt ein dezentes Lorbeer Kräuteraroma in die Sauce und rundet den Geschmack harmonisch ab.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Rezept für die klassische Bechamelsauce gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Mehlschwitze herstellen
Zu Beginn die Butter in einem Topf auf dem Herd schmelzen und leicht erhitzen. Anschließend das Mehl mit dem Schneebesen gründlich unterrühren, bis eine gleichmäßige, glatte Masse entsteht. Dieser Schritt bildet die Basis für die gesamte Sauce und legt den Grundstein für eine schöne Cremigkeit.
2. Milch einarbeiten
Danach die Milch nach und nach in kleinen Portionen zur Mehlschwitze geben und dabei ständig rühren. Die Mischung kurz aufkochen lassen und einige Minuten sanft köcheln, damit sich alle Zutaten gut verbinden. Ein gleichmäßiges Rühren sorgt dafür, dass die Sauce glatt und ohne Klümpchen bleibt.
3. Bechamelsauce würzen und vollenden
Im letzten Schritt die Sauce mit Muskat würzen und das Lorbeerblatt hinzufügen. Alles noch einige Minuten ziehen lassen und vor der weiteren Verwendung abschmecken.
Am Ende kannst du die fertige Bechamelsauce direkt als Grundlage für viele verschiedene Gerichte einsetzen. Absoluter Soßen Rezepte Klassiker neben Sauce Hollandaise oder auch der berühmten Tomatensoße.
Für was kann man Bechamel Sauce verwenden?
Basis für viele Gerichte: Béchamelsauce ist eine klassische Grundsoße, die in vielen Gerichten wie Lasagne Rezepte, Moussaka und Aufläufen verwendet wird.
Verfeinert Gemüse: Sie eignet sich hervorragend, um gedünstetes Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli oder Spargel abzurunden. Sehr lecker auch mit ein wenig Meerrettich darin zu Kabeljau mit Kartoffeln.
Saucen und Gratins: Als Grundlage für cremige Soßen oder als Überzug für Gratins bringt sie zusätzlichen Geschmack in das Gericht.
Flexibel einsetzbar: Béchamelsauce lässt sich leicht anpassen, indem man Käse oder Gewürze hinzufügt, um unterschiedliche Aromen zu erzielen.
Die wichtigsten Zubereitungstipps
- Milchmenge ist variabel: Bei der Menge an Milch müsst ihr euch nicht haargenau an die Angabe im Béchamelsauce Rezept halten. Hier gilt: Rühren, rühren, rühren und dann seht ihr, welche Konsistenz eure Sauce bekommt. Je nachdem, für welches Gericht ihr die Sauce einsetzen wollt, könnt ihr sie dann etwas flüssiger anrühren oder schön dickflüssig und sämig werden lassen.
- Mittlere Hitze benutzen: Um zu vermeiden, dass die Béchamel Sauce braun wird, keine schöne Farbe hat und anbrennt.
- Milch nicht auf einmal hineingeben: nach und nach in kleinen Mengen. So könnt ihr auch nach Belieben die Konsistenz optimal regulieren und nach und nach schauen, wie cremig oder flüssig ihr eure Béchamelsauce haben wollt.

Schnelle Hilfe, falls die Béchamelsoße doch mal klumpig wird…
Sollten doch Klumpen entstehen, könnt ihr versuchen, sie durch kräftiges Rühren und die erneute, langsame Zugabe von etwas mehr Milch zu beseitigen. Normalerweise lösen sich die meisten Klumpen so mit der Zeit auf. Notfalls könnt ihr auch auf den Mixer zurückgreifen und eure Béchamelsauce einmal durchmixen. Wenn das alles gar nichts Hilft, gießt die Soße einfach durch ein Sieb.
FAQs
Was braucht man für Béchamelsauce?
Für eine klassische Béchamelsauce braucht man nur wenige Zutaten: Butter, Mehl, Milch, Muskatnuss sowie etwas Salz und Pfeffer. Aus Butter und Mehl entsteht zunächst eine Mehlschwitze, die anschließend mit Milch aufgegossen und gewürzt wird.
Sind Béchamel und Mehlschwitze das Gleiche?
Nein. Die Mehlschwitze ist lediglich die Mischung aus Butter und Mehl und dient als Bindemittel. Erst wenn Milch und Gewürze hinzukommen, entsteht daraus eine fertige Béchamelsauce.
Was ist die Grundrezeptur von Béchamelsauce?
Das Grundrezept besteht immer aus drei Bausteinen: einer Mehlschwitze aus Butter und Mehl, Milch zum Aufgießen und typischen Gewürzen wie Muskat. Diese einfache Kombination ergibt eine cremige, helle Grundsauce.
Warum verwendet man Béchamelsauce für Lasagne und braucht man sie unbedingt?
Béchamelsauce sorgt bei Lasagne für Saftigkeit und Cremigkeit und verbindet die einzelnen Schichten miteinander. Traditionell gehört sie deshalb in viele klassische Lasagnerezepte. Unbedingt notwendig ist sie nicht, doch ohne Béchamel wird die Lasagne meist trockener und weniger harmonisch im Geschmack.
Was ist der Unterschied zwischen Sauce Hollandaise und Béchamelsauce?
Die beiden Saucen unterscheiden sich komplett in Aufbau und Zubereitung. Béchamelsauce basiert auf einer Mehlschwitze und Milch. Sauce Hollandaise hingegen entsteht aus Butter, Eigelb und Zitronensaft und gehört zu den aufgeschlagenen Emulsionssaucen.
Kann ich Béchamelsauce am Vortag vorbereiten?
Ja, das funktioniert problemlos. Die Sauce lässt sich gut im Kühlschrank aufbewahren. Vor der Verwendung einfach langsam erwärmen und bei Bedarf mit etwas Milch wieder cremig rühren.
Wie viel Kalorien hat Lasagne ohne Béchamelsauce?
Das hängt stark vom jeweiligen Rezept ab. Ohne Béchamelsauce entfällt ein kalorienreicher Bestandteil, wodurch die Lasagne deutlich leichter ausfallen kann. Eine genaue Kalorienangabe ist nur mit den konkreten Zutaten möglich.
Fazit
Die Béchamelsauce ist ein echter Soßenklassiker und gehört ins Repertoire von jedem Hobbykoch. Sie ist unverzichtbar, wenn man Lasagnen oder Aufläufe zubereiten möchte, und sorgt dort für Cremigkeit und Zusammenhalt. Auch zu Fisch, Fleisch und Pasta kann sie ein gute Figur machen.
Damit steht sie auf einer Stufe mit anderen wichtigen Grundsoßen wie einer Käsesoße oder der Frankfurter Grünen Soße.
Zutaten und Zubereitung
Bechamelsauce | einfaches Grundrezept
Zutaten
- 80 g Butter
- 60 g Mehl
- 500 ml Milch
- 0,5 TL Muskatnuss (gemahlene)
- 0,5 TL Salz
- 0,5 TL weißer Pfeffer (gemahlen)
- 1 Lorbeerblatt
Anleitung
- Auf dem Herd Butter in einem Topf schmelzen und erhitzen.
- Das Weizenmehl mit dem Schneebesen unterrühren und eine Mehlschwitze erstellen.
- Dann die Milch unter ständigem Rühren (damit sich keine Klümpchen bilden) nach und nach zugeben und kurz aufkochen lassen.
- Ein paar Minuten köcheln lassen und dabei mit Muskat würzen.
- Das Lorbeerblatt hinzufügen.
- Mit einer Prise Salz und Pfeffer vor der Verwendung abschmecken. Dann steht die Sauce als Grundlage fürs Kochen anderer Gerichte zur Verfügung.
Super erklärt.
Meine hat zuviel muskatgeschmack. Muss morgen eine neue machen oder wie kann ich den Geschmack abmelden!?
lg
Bei einem zu starken Muskatnuss Geschmack könntest du mit Sahne oder Milch ganz gut neutralisieren. Probier es doch mal aus und lass mich wissen, ob es geklappt hat 😉 Liebe Grüße, Anja
Super erklärt.
Ich habe leider zuviel Muskatnuss Geschmack ni ht .Ehrlich so angenehm..
mach morgen eine neue
Okay, ja das kann schon mal passieren… Einfach einen weiteren Anlauf starten 😉 Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen 😉 Gutes Gelingen bei Anlauf Nummer zwei 😉 Liebe Grüße, Anja
Super hilfreich und toll erklärt.
Muss leider die bechamel nochmal machen, der Geschmack ist leider etwas zu intensiv für meine lasagne geworden.
Danke Kirsten! Schade, dass es nicht direkt geklappt hat. Kannst du sagen, woran es gelegen hat? Liebe Grüße, Anja