Spätzle Rezept nach Oma

Spätzle Rezept nach Oma

In dem einen oder anderen Rezept habe ich schon einmal Spätzle als Beilage serviert – nun kamen ein paar Emails mit der Frage „Kannst Du nicht einmal ein Video drehen, in dem Du zeigst, wie man schnell und einfach leckere Spätzle selber machen kann“.

Logo, kein Ding! Es ist wirklich kein Hexenwerk…. Und es ist überraschend, wie schnell das geht. Auch der Spätzleteig ist rasch zusammengerührt und die Zutaten, die dazu benötigt werden hat man meist sogar eh schon im Haus.

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich euch die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie im Spätzle Rezept nach Oma spielen.

  • Mehl: bildet Grundlage vom Spätzle Teig und sorgt für die nötige Standfestigkeit beim Reiben ins Wasser.
  • Wasser: sorgt für passende Konsistenz und unterstützt gleichmäßiges Vermengen der Zutaten.
  • Eier: geben Farbe und Geschmack und tragen zur Stabilität des Teigs bei.
  • Butter: verhindert Anhaften der fertigen Spätzle und rundet den Geschmack ab.
Gratis E-Book Rezeptklassiker
Gratis E-Book

Wie du ALLE Fehler bei den 10 größten Rezeptklassikern vermeidest.

Als Dankeschön für deine Anmeldung zu meinem Rezepte-Newsletter.

Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Spätzleteig Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Spätzle Teig anrühren

Mehl und Salz kommen in eine Schüssel und es wird eine Mulde vorbereitet. Danach kommen Eier und Wasser hinzu, während man alles zu einem zähen Spätzle Teig verrührt. Geht fast genauso flott wie beim Mürbeteig Rezept oder dem Waffelteig Rezept.

2. Spätzle garen

Nun Salzwasser im Topf zum Kochen bringen und den Teig mit der Spätzle-Reibe hinein reiben. Du erkennst den richtigen Garpunkt daran, dass die Spätzle nach kurzer Zeit an die Oberfläche steigen.

3. Fertigstellen

Man schöpft die Spätzle mit der Schaumkelle ab und sammelt sie in einer Schüssel. Anschließend hebst du ein Stück Butter unter, damit nichts zusammenklebt.

Spätzleteig Rezept Video

Zu was passen Spätzle?

Spätzle passen perfekt zu Gerichten wie einem Hirschgulasch – manche essen sie sogar zum Schweinebraten, obwohl mir da ein Kartoffelknödel lieber ist. Spätzle selber machen ist natürlich eine feine Alternative für alle die zum Beispiel keinen Reis, Kartoffeln oder andere Beilagen mögen.

Weitere Tipps für die Verarbeitung der Spätzle

  • Vielleicht fragt ihr euch jetzt, welches Mehl für die Verwendung am besten geeignet ist. Da kann ich euch nur sagen, dass ihr im Supermarkt zwar gern beim speziellen Spätzlemehl zugreifen könnt, mit Weizenmehl, wie zum Beispiel Type 550, funktioniert es in der Regel aber genauso gut. Solltet ihr vorhaben mit Vollkornmehl oder Dinkelmehl zu experimentieren, kann es sein, dass ihr bei der Menge variieren müsst, um die richtige Konsistenz zu erhalten.
  • Manche geben auch einen Schuss Mineralwasser in den Spätzle Teig, um ein luftigeres Ergebnis zu erhalten. Andere wiederum rühren Milch statt Wasser zu Mehl und Ei. Aber da muss jeder selbst entscheiden, ob das einen Unterschied in der Qualität macht. Zum Anrühren des Teigs nehmt ihr am besten ein Rührgerät mit Knethaken.
  • Je nachdem in welchem Tempo und in welchem Abstand zum kochenden Wasser ihr den Teig durch den Hobel drückt, erhaltet ihr längere oder kürzere Varianten. Auch wenn sich die Methoden zur Verarbeitung des Teiges unterscheiden, der Geschmack bleibt der gleiche. Hier könnt ihr euch nach Belieben für einen Favoriten entscheiden. Wollt ihr den Teig durch einen Spätzleschwob pressen oder die Spätzle von einem Brett in den Topf schaben, sollte er besser etwas dickflüssiger sein.
  • Es lohnt sich ein bisschen Butter zu den fertigen Spätzle zu geben, um ein Zusammenkleben zu verhindern. Anschließend kann man aus den Resten Käsespätzle zaubern oder sie am nächsten Tag in eine Spätzlepfanne mit Bratwurst und Sauerkraut verwandeln.

Die größten Fehler beim Spätzle selber machen

  • Zu fester Spätzleteig: Ein zu fester Teig lässt sich schwer reiben oder schaben und ergibt dichte, kompakte Spätzle. Der Teig muss zähflüssig sein und langsam vom Löffel reißen, nicht klumpig stehen bleiben.
  • Zu dünner Spätzleteig: Ist der Teig zu flüssig, zerläuft er im Wasser und verliert Form. Die Spätzle wirken dann ausgefranst oder lösen sich teilweise auf.
  • Kein sprudelnd kochendes Wasser: Wenn das Wasser nur heiß, aber nicht kochend ist, sinken die Spätzle ab und garen ungleichmäßig. Sie nehmen Wasser auf und verlieren an Struktur.
  • Zu viele Spätzle auf einmal ins Wasser geben: Wird der Topf überfüllt, sinkt die Temperatur ab. Die Spätzle garen ungleichmäßig und kleben leichter zusammen.
  • Spätzle zu lange im Wasser lassen: Spätzle sind sehr schnell gar. Bleiben sie zu lange im Wasser, saugen sie sich voll und verlieren ihre lockere Konsistenz.
  • Spätzle nicht abschöpfen, sobald sie oben schwimmen: Das Aufschwimmen ist das klare Zeichen für den richtigen Garpunkt. Wer wartet, kocht sie unnötig weiter.
  • Spätzle nicht abschrecken oder nicht fetten: Ohne Abschrecken oder etwas Butter kleben die Spätzle schnell zusammen. Das erschwert spätere Verwendung und Erwärmen deutlich.
  • Spätzle zu früh weiterverarbeiten: Wer heiße, nicht abgetropfte Spätzle sofort weiterverarbeitet, riskiert wässrige Ergebnisse, etwa bei Käsespätzle oder beim Anbraten.

FAQs

Warum soll man Spätzle in kaltem Wasser abschrecken?

Das Abschrecken in kaltem Wasser stoppt den Garprozess sofort und verhindert ein Nachgaren. Gleichzeitig wird überschüssige Stärke abgespült, wodurch die Spätzle weniger zusammenkleben und sich besser lagern oder weiterverarbeiten lassen.

Welches Mehl eignet sich am besten für Spätzleteig?

Am besten eignet sich Weizenmehl Type 405 oder 480, da es einen weichen, geschmeidigen Teig ergibt. Type 550 kann ebenfalls verwendet werden, sorgt aber für etwas festere Spätzle mit mehr Biss.

Wie werden Spätzle fluffig?

Fluffige Spätzle entstehen durch einen eher weichen, zähflüssigen Teig, der kräftig verrührt wird. Eine kurze Ruhezeit des Teigs und eine sehr kurze Garzeit im kochenden Wasser unterstützen zusätzlich ein lockeres Ergebnis.

Wie viel Käse kommt auf 500 g Spätzle?

Für Käsespätzle rechnet man bei 500 g Spätzle etwa 150 bis 200 g geriebenen Käse. Die genaue Menge hängt vom gewünschten Käsegeschmack ab.

Was ist der Unterschied zwischen Knöpfle und Spätzle?

Der Unterschied liegt ausschließlich in der Form. Spätzle sind länger und unregelmäßig, während Knöpfle kürzer, runder und kompakter ausfallen, obwohl der Teig identisch ist.

Was sind die besten fertigen Spätzle?

Am überzeugendsten sind frische Spätzle aus dem Kühlregal mit kurzer Zutatenliste. Getrocknete Spätzle sind länger haltbar, erreichen geschmacklich und von der Konsistenz aber meist nicht das Niveau frischer Produkte.

Kann man Spätzle einen Tag vorher machen?

Spätzle lassen sich problemlos am Vortag zubereiten. Nach dem Kochen werden sie gut abgekühlt, kühl gelagert und vor dem Servieren in Butter erwärmt oder in der Pfanne angebraten.

Was braucht man für selbstgemachte Spätzle?

Für selbstgemachte Spätzle reichen Mehl, Eier, Wasser und Salz aus. Zusätzlich benötigt man kochendes Salzwasser und eine Möglichkeit, den Teig ins Wasser zu bringen.

Fazit

Zum Abschluss bleibt mir nur, gutes Gelingen zu wünschen – mit dem gesammelten Wissen und den typischen Fehlerquellen im Blick klappt das Spätzlemachen jetzt deutlich entspannter. Ich finde, genau das macht solche Grundrezepte aus: Man versteht, was man tut, und bekommt ein verlässliches Ergebnis.

Wenn du Lust auf weitere Teig Rezepte hast, schau‘ unbedingt beim Pizzateig Rezept vorbei oder wirf auch einen Blick auf das Hefeteig Grundrezept.

Zutaten und Zubereitung

spaetzle rezept
4.69 von 19 Bewertungen
Rezept drucken

Spätzle Rezept nach Oma

Spätzle sind eine beliebte Beilage. Mit Käse und Röstzwiebeln sogar ein sehr leckeres Hauptgericht. Spätzle selber machen geht so einfach...
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Gesamtzeit35 Minuten
Gericht: Beilage
Küche: Deutsch
Stichwort: einfach, lecker, original, schnell
Portionen: 4 Personen
Kalorien: 311 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 100 ml Wasser
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 20 g Butter

Anleitung

  • Das Mehl und Salz in eine Schüssel geben, verrühren und eine Mulde hineindrücken.
  • Die Eier hineinschlagen, sowie Wasser unter Rühren zugeben und alle Zutaten zu einem zähen Teig verrühren. (Den Teig gegebenenfalls vor dem Kochen im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort zwischenlagern.)
  • Salzwasser in einem Topf zum Kochen bringen und den Teig mit einer Spätzle-Reibe in das kochende Wasser reiben. Die Spätzle sind in wenigen Sekunden fertig. Wenn sie oben schwimmen mit einer Schaumkelle abschöpfen und zum Warmhalten in eine Schüssel geben
  • Ein Stück Butter vorsichtig unter die noch warmen Spätzle heben

Video

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 311 kcal | Kohlenhydrate: 48 g | Protein: 11 g | Fett: 8 g | Gesättigte Fettsäuren: 4 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 1 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 2 g | Transfette: 0.2 g | Cholesterin: 134 mg | Natrium: 91 mg | Kalium: 114 mg | Fasern: 2 g | Zucker: 0.3 g | Vitamin A: 303 IU | Kalzium: 30 mg | Eisen: 3 mg

 

 

4.69 from 19 votes (19 ratings without comment)

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Rezept Bewertung