Pita begleitet mich schon lange in der Küche, weil es unglaublich vielseitig ist und sich ohne großen Aufwand umsetzen lässt. Pita selber machen bedeutet für mich nicht nur Pita Brot kaufen und in den Toaster stecken.
Sondern ein einfaches Pita Teig Rezept an der Hand zu haben, das sich flexibel einsetzen lässt und immer passt, wenn es unkompliziert, aber trotzdem richtig gut sein soll.
Das klassische Pita Rezept lässt sich übrigens keinem einzelnen Land eindeutig zuordnen. Pita gehört genauso zur Küche von Griechenland wie zu Türkei und vielen weiteren Ländern im östlichen Mittelmeerraum und Nahen Osten.
Genau diese Vielschichtigkeit macht das Brot so spannend und erklärt auch, warum es in so vielen Varianten auf den Tisch kommt.
Ob als gefülltes Brot mit Fleisch, Gemüse oder Käse, als weiche Beilage zu Salaten und Hauptgerichten oder ganz schlicht zum Dippen in Knoblauchöl oder Tzatziki – Pita funktioniert in all diesen Rollen zuverlässig. Lasst uns loslegen!
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich euch die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf und erläutere kurz, welche Rolle sie im Pita Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Mehl: Bildet die Grundlage des Pita Teigs und sorgt für Struktur und Form der Pita Fladen.
- Milch und Wasser: Unterstützen das Anrühren des Teigs und liefern die nötige Feuchtigkeit.
- Hefe und Zucker: Setzen den Teig in Gang und ermöglichen das Aufgehen während der Ruhezeit.
- Olivenöl: Ergänzt den Pitateig um Fett und trägt zum saftigen Ergebnis bei.
- Frischer Thymian: Bringt eine milde, mediterrane Note direkt in den Pita Teig.
- Meersalz: Gibt dem Pita Brot Grundwürze und rundet den Geschmack ab.
- Olivenöl zum Einreiben und Mehl für die Arbeitsfläche: Unterstützen die Verarbeitung und verhindern das Ankleben beim Formen und Backen.
Zubereitung – kompakt erklärt
Pita Brot selber machen gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Teig ansetzen und ruhen lassen
Zu Beginn verbindet man Milch, Wasser, Zucker und Hefe und mischt diese mit Mehl, Thymian, Meersalz und Olivenöl zu einem glatten Teig. Nach dem Kneten kommt der Teig eingerieben in eine Schüssel und ruht abgedeckt für etwa eine Stunde.
In dieser Zeit gewinnt die Masse an Volumen und lässt sich später gut weiterverarbeiten.
2. Pita Fladen formen
Nach der Ruhephase formt man aus dem Teig zunächst eine Rolle und teilt diese in gleich große Stücke. Aus jedem Stück entsteht durch Wirken eine Kugel, die anschließend flach gedrückt oder ausgerollt wird.
Jetzt entscheidet du durch Dicke und zusätzliche Ruhezeit, ob die Pitas eher flach bleiben oder sich zum Füllen eignen.
3. Pita backen oder Pita braten
Je nach Vorliebe kommen die Fladen entweder in die Pfanne, auf die Grillplatte oder in den Backofen beziehungsweise auf den Pizzastein.
Bei mittlerer Hitze bräunen die Pita Brote von beiden Seiten gleichmäßig und garen vollständig durch. Nach kurzer Abkühlzeit lassen sie sich schneiden, füllen oder direkt servieren.
Wenn du auf Brot und Brötchen Rezepte stehst findest du bei mir übrigens auch das Focaccia Rezept als auch das klassischen Baguette Rezept.

Beilagen – wozu passt Pita Brot?
Grundsätzlich zur Gyros Pfanne und Souvlaki zum Beispiel – besonders natürlich ist es gefragt wenn Gyros Pita ansteht.
Mit Pita Brot verhält es sich aber ähnlich wie mit Fladenbrot, Pizzabrot oder Baguette – Das geht immer. Besonders, wenn es sich um selber gemachtes Pita handelt und nicht um gekauftes zum Aufbacken aus dem Supermarkt.
Verwendet die Pita Brote als Beilage zu Salaten oder serviert sie als Hauptgericht mit Dips und Antipasti. Bei uns gibt es die Brottaschen auch oft als Vorspeise zum Dippen in Knoblauchöl oder Tsatsiki.
Selbstverständlich könnt ihr sie auch nach Lust und Laune befüllen. Als Füllung bietet sich eine Menge an: zum Beispiel Käse (Feta oder Halloumi), Salat, Gurken, Tomaten oder auch Fleisch und Gemüse vom Grill.

Tipps und Tricks fürs Pita Rezept
Pita Brot in der Pfanne braten
Heizt eure Pfanne auf mittlere Temperatur vor. Und gebt dann ein wenig Olivenöl hinein. Nicht zu viel Hitze, sonst verbrennt es euch. Pro Pita Fladen etwa einen Teelöffel Öl. Sonst saugt es sich zu sehr voll. Nehmt dann euren Pita „Rohling“ und legt ihn in die Pfanne hinein.
Nach etwa drei bis fünf Minuten, und wenn euch die Röstung schon gefällt, könnt ihr das Pita Brot wenden. Lasst es dann zirka weitere drei bis fünf Minuten braten. Legt die Pitas zum Abkühlen auf ein Gitter, bevor ihr sie serviert.
Pita im Backofen zubereiten
Schnappt euch dazu ein Blech und streicht es entweder mit ein wenig Olivenöl ein oder legt es mit Backpapier aus. Den Backofen heizt ihr auf 200 bis 220 Grad vor. Wendet die Fladenbrote nach zirka drei bis fünf Minuten und lasst es dann nochmals ein paar Minuten backen.
FAQs
Was ist eine Pita?
Pita ist ein weiches Fladenbrot aus Hefeteig. Beim Backen kann sich im Inneren eine Tasche bilden, die sich zum Füllen eignet.
Was ist der Unterschied zwischen Pita und Fladenbrot?
Fladenbrot ist ein Oberbegriff für viele flache Brotsorten. Pita ist eine spezielle Form davon, die häufig eine aufklappbare Tasche bildet.
Was ist der Unterschied zwischen Pide und Pita?
Pide enthält häufig Beläge oder Füllungen, die bereits vor dem Backen auf den Teig kommen. Pita bleibt beim Backen meist neutral und lässt sich danach füllen oder dippen.
Was kommt in Pita rein?
Pita lässt sich mit Fleisch, Gemüse, Salat oder Käse füllen. Alternativ passt sie auch pur als Beilage oder zum Dippen zu Saucen und Aufstrichen.
Fazit
Für mich gehört dieses Pita-Rezept zu den Basics, die man immer wieder gern macht, weil es unkompliziert ist und zu so vielen Gelegenheiten passt. Ich mag besonders, dass das Brot sowohl gefüllt als auch einfach zum Dippen oder als Beilage funktioniert und sich problemlos in den Alltag einbauen lässt.
Wenn du Lust hast, noch weiter zu stöbern, schau gern auch beim Zupfbrot oder bei den Low Carb Brötchen vorbei – beide sind eine schöne Ergänzung und bringen Abwechslung auf den Tisch.
Zutaten und Zubereitung
Pita Rezept zum selber machen
Zutaten
Hauptzutaten fürs Pita Brot Rezept
- 320 g Mehl
- 1 TL Meersalz
- 160 ml Milch
- 80 ml Wasser
- 1 TL Zucker
- 0,5 Würfel frische Hefe (alt. 1 Pck. Trockenhefe)
- 1 EL Olivenöl
- 1 Bund frischer Thymian (fein gehackt)
Zusätzliche Zutaten
- 5 EL Olivenöl (zum Einreiben)
- Mehl (für die Backunterlage)
Anleitung
- Wasser und Milch lauwarm erhitzen, den Zucker hineinrühren und die Hefe darin auflösen.
- Mehl, Thymian und Meersalz in eine Schüssel geben, vermengen und dann das Olivenöl, sowie die Hefemischung hineinrühren.
- Alle Zutaten in der Schüssel zuerst verrühren und dann zu einem glatten Teig verkneten. Danach den Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche noch einmal sorgfältig durchkneten. Den Pita Teig anschließend mit etwas Olivenöl einreiben, in eine Schüssel legen und abgedeckt zirka eine Stunde gehen lassen.
- Etwas Olivenöl auf die Arbeitsfläche geben und den Teig zuerst zu einer dicken Rolle formen. Dann etwa sechs Stücke abschneiden und diese zu Kugeln wirken. Sodass eine glatte Oberfläche entsteht.
- Eine Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen und etwas Olivenöl hineingeben (Pro Pita Fladen etwa einen Teelöffel).
- Die Teigkugeln mit den Händen zu Fladen flach drücken oder mit einem Nudelholz etwa einen halben Zentimeter dick ausrollen und nochmal mit ein wenig Olivenöl einreiben. Hinweis: Wer möchte, der rollt die Teigfladen nicht ganz so dünn aus und kann diese vor dem Braten oder Backen noch weitere 20 bis 30 Minuten abgedeckt gehen lassen. Dann werden die Pita Brote etwas dicker und sie können aufgeschnitten und gefüllt werden.
- Für die Zubereitung in der Pfanne oder der Grillplatte: Die Pfanne oder Grillplatte auf mittlere Temperatur vorheizen. Die Rohlinge jeweils von beiden Seiten in etwas Olivenöl zirka 3 bis 5 Minuten anbraten. (Olivenöl sparsam verwenden!)
- Für die Zubereitung im Backofen (oder am Grill mit Pizzastein): Den Backofen oder Grill auf 200 bis 220 Grad vorheizen. Die Teigrohlinge auf ein mit Olivenöl ausgepinseltes oder mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen (den Pizzastein nicht einölen) und von jeder Seite zirka 5 Minuten, bis zur gewünschten Bräunung backen.
- Das Pita Brot in Viertel oder Achtel schneiden und servieren.
Nährwerte (pro Portion)


Sehr leckeres Pitabrot- Rezept!
Allerdings musste ich wesentlich mehr Mehl hinzufügen. Mit der angegebenen Flüssigkeitsmenge wurde es ein klebriger Brei.
Aber das kann man(n) ja ausgleichen.
Übrigends.. Prima Seite mit tollen Rezepten!
Hallo und vielen Dank, freu mich, dass Dir das Rezept gefällt. Ja, der Teig ist grundsätzlich nicht sehr fest, das macht ihn aber auch besonders fluffig. Kann aber auch manchmal sein, dass es bei den Küchenwaagen zu Abweichungen kommt. Bevor ich mit „Die Frau am Grill“ losgelegt hab, hatte ich mal eine Waage, die nicht so genau war. Bis ich mal ein paar industriell abgefüllte Zutaten abgewogen hab. Das muss jetzt bei Dir nicht so sein, aber ich wollte nur darauf hinweisen. Klar, Du kannst da jederzeit noch mehr Mehl hineinkneten. Auch bevor es ans Formen der Pitas geht kannst Du den Teig zuerst auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Danke Dir und liebe Grüße, Anja