Currywurst im Backofen | mit Klassiker Soße!

Currywurst im Backofen | mit Klassiker Soße!

Currywurst ist für mich so ein Gericht, das sofort Bilder im Kopf auslöst: Imbissbude, Stehtisch, Pappschale, viel Soße. Zu Hause habe ich den Klassiker lange Zeit fast nur in der Pfanne oder original auf dem Grill gemacht.

Beides schmeckt gut, hat aber einen Haken: In der Küche hängt danach der Fettgeruch, und draußen funktioniert Grillen eben auch nicht immer – besonders dann nicht, wenn das Wetter mal wieder macht, was es will.

Die Variante aus dem Backofen ist mein Plan B für genau solche Tage. Wenn ich Currywurst möchte, aber keine Lust auf Bratdunst in der Wohnung habe und der Grill draußen keine Option ist steht seitdem Currywurst im Backofen an.

Die Würste garen entspannt im Ofen, während nebenbei die Soße köchelt – und am Ende kommt trotzdem eine Currywurst auf den Tisch, die geschmacklich locker mit der vom Imbiss mithält.

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Currywurst im Backofen Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Bratwürste: Feines Brät sorgt für saftige Stücke und passt geschmacklich gut zur würzigen Soße.
  • Sonnenblumenöl oder Rapsöl: Neutrales Öl unterstützt das gleichmäßige Garen im Ofen und bildet die Basis für den Ansatz der Soße.
  • Zwiebeln: Bringen eine herzhafte Grundnote in die Soße und geben ihr mehr Tiefe.
  • Knoblauch: Liefert eine würzige Note, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
  • Cola: Gibt der Soße eine leichte Süße und eine runde, dunklere Note.
  • Passierte Tomaten: Sorgen für Volumen und eine tomatige Grundlage.
  • Ketchup: Verstärkt die fruchtige Süße und macht die Soße insgesamt runder.
  • Currypulver: Prägt den typischen Geschmack und gibt der Soße ihren Charakter.
  • Worcestersauce: Bringt Würze und eine leicht herzhafte Tiefe in den Geschmack.
  • Gewürzessig: Setzt einen frischen Gegenpol zur Süße der Soße.
  • Tomatenmark: Sorgt für mehr Intensität und eine kräftigere Tomatennote.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rezept für Currywurst im Backofen gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Würste vorbereiten und im Backofen garen

Die Currywürste erhalten durch die schrägen Einschnitte ihre typische Optik – wobei das egal ist, weil wir sie später eh klein schneiden (was aber kein Muss ist).

Nach dem Einpinseln mit Öl garen sie in der Auflaufform im Ofen. Zuerst auf einer Seite, dann nach dem Wenden gleichmäßig auf der andere fertig, bis sie eine schöne Bräune entwickelt haben.

2. Currywurstsoße kochen und abschmecken

Zwiebeln und Knoblauch bilden die aromatische Grundlage von meinem leckeren und schnellen Currywurst Soße Rezept. Tomatenmark, Cola, passierte Tomaten und Ketchup bringen Fülle und Geschmack.

Mit Worcestersauce, Essig und Currypulver bekommt die Soße ihre typische Würze, nach dem Pürieren und Einkochen passt die Konsistenz und der Geschmack.

3. Alles zusammenführen und servieren

Die gegarten Würste lassen sich in Scheiben schneiden und zurück in die Form geben. Die Soße kommt darüber, alles verbindet sich gleichmäßig und zum Schluss rundet etwas Currypulver die Currywurst aus dem Backofen ab. Funktioniert analog dazu auch als Airfryer Currywurst sowie als Currywurst im Dutch Ofen.

Welche Wurst für die Currywurst aus dem Backofen?

Für eine klassische Currywurst aus dem Backofen passt am besten eine feine Brühwurst ohne grobe Stücke, so wie man sie auch vom Imbiss kennt. Das Brät ist sehr fein, die Wurst bleibt dadurch saftig und bekommt nach dem Einschneiden im Ofen trotzdem schöne Röstaromen.

Typisch sind Currywürste ohne Darm oder fein gebrühte Bratwürste mit dünner Hülle. Grobe Bratwürste mit sichtbaren Fleischstücken verändern den Charakter des Gerichts deutlich und erinnern eher an Grillwurst mit Soße als an eine klassische Currywurst.

Welche Beilagen passen zur Currywurst im Backofen?

Zur Currywurst aus dem Backofen passen am besten klassische, unkomplizierte Beilagen, die die Soße gut aufnehmen und den würzigen Geschmack nicht überdecken. Ganz vorne stehen natürlich Pommes frites – außen knusprig, innen weich, perfekt zur sämigen Currysoße.

Ebenfalls typisch ist ein frisches Brötchen oder eine Scheibe Baguette, um die Soße aufzutunken. Wer es etwas leichter mag, serviert die Currywurst mit einem einfachen grünen Salat, Krautsalat oder Gurkensalat.

Auch Ofenkartoffeln oder Kartoffelecken funktionieren gut, wenn ohnehin der Backofen läuft und man keine zusätzliche Pfanne nutzen möchte.

Welche Fehler dürfen nicht passieren?

Bei Currywurst im Backofen entscheiden ein paar Details über das Ergebnis. Zu wenig Hitze sorgt dafür, dass die Würste blass bleiben und kaum Röstaromen entwickeln. Zu hohe Hitze trocknet sie dagegen schnell aus. Das leichte Einschneiden vor dem Garen gehört dazu, denn nur so öffnen sich die Schnitte im Ofen und nehmen später die Soße besser auf.

Bei der Soße liegt die häufigste Schwachstelle im Würzen. Zu viel Currypulver überlädt sie, zu wenig lässt den typischen Geschmack vermissen. Auch das Einkochen spielt eine Rolle: Bleibt die Soße zu dünn, haftet sie schlecht an der Wurst.

Und zuletzt: Die Wurst erst nach dem Garen schneiden und erst dann mit der Soße vermengen.

FAQs

Kann ich die Currywurst im Backofen vorbereiten?

Die Soße lässt sich problemlos am Vortag kochen und im Kühlschrank aufbewahren. Die Würste sollten frisch im Ofen gegart werden, weil sie sonst an Saftigkeit verlieren. Beides lässt sich aber gut kombinieren, indem die Soße vorbereitet und die Wurst erst kurz vor dem Essen gemacht wird.

Kann ich die Currywurst auch einfrieren?

Die Soße eignet sich sehr gut zum Einfrieren. Die fertige Currywurst mit Soße kann ebenfalls eingefroren werden, sie verliert beim Auftauen asuch nicht an Konsistenz.

Geht das Rezept auch ohne Cola?

Ja, die Soße funktioniert auch ohne Cola. Der typische Geschmack verändert sich dann allerdings leicht, weil die Süße und Karamellnote fehlen. Wer möchte, kann stattdessen mit etwas mehr Ketchup und einer kleinen Prise Zucker ausgleichen.

Kann ich die Currywurst auch schärfer machen?

Die Schärfe lässt sich leicht anpassen. Etwas mehr Currypulver, eine Prise Cayennepfeffer oder Chiliflocken reichen aus, um der Soße mehr Wucht zu geben, ohne den Grundgeschmack zu verändern.

Warum sollten die Würste eingeschnitten werden?

Die Schnitte sorgen dafür, dass die Wurst im Ofen besser bräunt und sich leicht öffnet. So vermeidet man "wildes" Platzen der Currywurst.

Fazit

Geschmacklich muss sich die Currywurst im Backofen weder vor der Variante aus der Pfanne noch vor der vom Grill verstecken. Die Würste bekommen durch die Hitze genug Röstaromen, bleiben saftig und verbinden sich am Ende perfekt mit der Soße.

Gleichzeitig ist die Methode deutlich entspannter in der Küche, weil kein Fett spritzt und kein intensiver Bratgeruch zurückbleibt.

Wer keine Heißluftfritteuse nutzen möchte oder gerade keinen Dutch Oven parat hat, bekommt mit dem Backofen eine unkomplizierte und vollwertige Alternative, die geschmacklich absolut überzeugt. Weitere Currywurst Rezepte? Klar, habe ich auch: Die Currywurst Suppe oder den berühmten und partytauglichen Currywurst Topf.

Zutaten und Zubereitung

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Currywurst im Backofen | mit Klassiker Soße!

Currywurst im Backofen ist ein einfaches und schnelles Rezept. Steht dem Klassiker vom Grill in Nichts nach. Imbiss Food für zuhause!
Vorbereitungszeit10 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Gesamtzeit30 Minuten
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen, Snack
Küche: Deutsch
Keyword: aschnell, einfach, erprobt, gelingsicher, lecker, original
Portionen: 5 Portionen
Kalorien: 917 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

Für die Currywurst

  • 8 Currywürste
  • 4 EL Sonnenblumenöl (oder Rapsöl zum Einpinseln)
  • 2 Zwiebeln (alt. 6 Schalotten)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 0,5 L Cola
  • 0,5 L passierte Tomaten
  • 0,5 L Ketchup
  • 2 EL Currypulver
  • 4 EL Worcestersauce
  • 4 EL Gewürzessig (kein Balsamico)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Prise Pfeffer
  • 2 EL Sonnenblumenöl (oder Pflanzenöl wie Rapsöl, aber kein Olivenöl)

Anleitung

  • Currywürste von einer Seite leicht einschneiden.
  • Würste mit etwas Sonnenblumen- oder Rapsöl einpinseln.
  • Und in eine Auflaufform legen. Mit der aufgeschnittenen Seite nach unten.
  • Auflaufform auf dem Backblech in den auf 200 Grad Ober Unterhitze vorgeheizten Backofen schieben und die Würste 15 Minuten garen.
  • Würste nach 15 Minuten wenden und weitere 15 Minuten im Backofen lassen.
  • Zwiebeln schälen, fein würfeln und den Knoblauch schälen sowie klein hacken.
  • Öl in einem Topf erhitzen und Zwiebeln mit Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig braten.
  • Tomatenmark einrühren und kurz Farbe nehmen lassen.
  • Mit Cola ablöschen und den Bratensatz lösen.
  • Passierte Tomaten einrühren.
  • Ketchup unterrühren.
  • Worcestersauce zugeben.
  • Essig einrühren.
  • Currypulver in die Soße geben und gut vermengen.
  • Die Soße einmal aufkochen lassen.
  • Anschließend die Currysauce mit dem Pürierstab fein mixen, bis eine glatte Konsistenz entsteht. Bei mittlerer Hitze weiter köcheln lassen, bis die gewünschte Dicke erreicht ist, und zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Currywürste aus dem Ofen nehmen und auf einem Brett in Scheiben schneiden. Wurstscheiben zurück in die Auflaufform geben.
  • Die Currysauce darüber verteilen und alles gründlich vermengen. Optional mit etwas Currypulver bestreuen und direkt servieren.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 917 kcal | Kohlenhydrate: 55 g | Protein: 31 g | Fett: 66 g | Gesättigte Fettsäuren: 18 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 7 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 36 g | Transfette: 0.4 g | Cholesterin: 130 mg | Natrium: 2448 mg | Kalium: 1325 mg | Fasern: 4 g | Zucker: 39 g | Vitamin A: 1009 IU | Vitamin C: 22 mg | Kalzium: 112 mg | Eisen: 6 mg

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