Tomatenpesto (auch Pesto Rosso genannt) bringt mediterranes Flair in die Küche. Die Kombination aus getrockneten Tomaten, Knoblauch, Parmesan und Basilikum sorgt für intensive Aromen.
Das Pesto Rosso schmeckt nach Sommer, Sonne und unkompliziertem Genuss. Die Zutaten harmonieren perfekt und bringen Tiefe auf den Teller – egal ob zu Pasta, als Brotaufstrich oder zum Verfeinern von Saucen. Und rotes Pesto selber machen gelingt einfach!
Aber das wissen wir ja von allen Pesto Rezepten – vom Pesto Verde bis zum Brokkoli Pesto: sie sind schnell gemacht und immer von der leckeren Sorte…
Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Tomaten Pesto Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Getrocknete Tomaten in Öl bilden die Grundlage und bestimmen den intensiven Geschmack vom Pesto Rosso. Durch das Einlegen in Öl bringen sie bereits eine gewisse Tiefe mit.
- Knoblauch setzt einen deutlichen, würzigen Akzent. Schon kleine Mengen verändern das Gesamtbild spürbar.
- Pinienkerne ergänzen eine leicht nussige Komponente und geben dem Pesto Struktur. Beim Anrösten entfalten sie ihr Aroma deutlich stärker.
- Parmesan sorgt für Würze und eine leicht salzige Note. Frisch gerieben wirkt er aromatischer als fertige Produkte.
- Basilikum ergänzt eine frische, grüne Note als Gegenpol zu den Tomaten. Dadurch wirkt das Pesto weniger schwer.
- Olivenöl verbindet alle Zutaten zu einer geschmeidigen Masse.
- Tomatenöl aus dem Glas intensiviert das Aroma zusätzlich.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Pesto Rosso Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Vorbereitung
Knoblauch schälen und grob zerkleinern. Getrocknete Tomaten in Stücke schneiden. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten.
2. Vermengen
Alle Zutaten zusammen mit Basilikum, Parmesan, Olivenöl und Tomatenöl in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer gleichmäßigen Masse pürieren.
3. Abschmecken und Abfüllen
Mit Salz und Pfeffer würzen und die Konsistenz prüfen. Anschließend in ein Glas füllen und die Oberfläche vollständig mit Öl bedecken.
Mein Pesto Rosso Rezept ergänzt meine Pesto Rezepte Liste – dort findet man neben dem berühmten Basilikum Pesto auch das leckere Rucola Pesto oder auch ein nicht minder feines und frühlingshaftes Bärlauch Pesto…
Woher stammt Pesto Rosso?
Pesto Rosso stammt aus Süditalien, genauer aus Sizilien. Dort entwickelte sich diese Variante als Gegenstück zum klassischen grünen Pesto aus Ligurien (auch Italien). Statt Basilikum stehen getrocknete Tomaten im Mittelpunkt, die durch das warme Klima der Region eine wichtige Rolle in der Küche spielen.
Die Kombination aus Tomaten, Öl, Käse und oft auch Nüssen spiegelt typische Zutaten der sizilianischen Küche wider. Dadurch entsteht ein kräftigeres, intensiveres Pesto, das sich deutlich vom bekannten Pesto alla Genovese unterscheidet.
Der Begriff „Pesto“ leitet sich vom italienischen Wort „pestare“ ab und bedeutet „zerstoßen“ oder „zerreiben“. Gemeint ist damit die ursprüngliche Zubereitungsart im Mörser. „Rosso“ bedeutet „rot“ und beschreibt die Farbe des Pestos, die durch die getrockneten Tomaten entsteht.
Verwendungsmöglichkeiten für Tomatenpesto
Tomatenpesto passt zu Spaghetti (besonders zu einem Nudelsalat mit Pesto), Gnocchi oder als Füllung für Blätterteig. Auch auf geröstetem Brot schmeckt es hervorragend. In Bowls, Dressings oder zu Grillgemüse liefert es ein kräftiges Aroma.
Als Dip für Rohkost oder als Basis für Sandwiches bringt es Abwechslung auf den Teller. Wer möchte, nutzt es als Sauce für Nudeln oder als Aufstrich in Kombination mit Käse und Walnüssen.
Tomatenpesto aus frischen Tomaten
Nicht nur getrocknete Tomaten sorgen für Geschmack. Auch frische Tomaten lassen sich dafür verwenden. Die Sorte beeinflusst das Aroma deutlich. Kirschtomaten oder aromatische Sorten eignen sich am besten.
Vor dem Pürieren mit dem Mixer empfiehlt sich das Rösten. Dabei verlieren die Tomaten Wasser und gewinnen an Tiefe. Auch ein kurzes Trocknen im Ofen sehen manche Pesto Rezepte vor – meines nicht. Kombiniert mit Parmesan, Basilikum und Pinienkernen entsteht eine frische Version dieses Klassikers.
Wichtig: Pesto mit frischen Tomaten ist nicht so lange haltbar. Durch den Wasseranteil im Gemüse verkürzt sich die Zeit im Kühlschrank.
Im Glas wirkt Tomatenpesto farblich kräftig und aromatisch. Es bleibt im Kühlschrank mehrere Tage frisch. Die Zubereitung benötigt wenig Zeit und nur wenige Zutaten. Das Pesto Rosso Rezept gehört zu den Klassikern unter den Pesto-Varianten.
FAQ & Hinweise & Tipps
Was ist Pesto Rosso?
Pesto Rosso ist eine rote Pesto-Variante aus Süditalien, bei der getrocknete Tomaten die Basis bilden. Ergänzt wird das Ganze durch Öl, Käse, Knoblauch und oft Nüsse, wodurch ein kräftiger, intensiver Geschmack entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen Pesto und Pesto Rosso?
Klassisches Pesto, meist als Pesto alla Genovese bekannt, basiert auf Basilikum und hat eine grüne Farbe. Pesto Rosso verwendet hingegen getrocknete Tomaten als Hauptzutat und fällt dadurch deutlich kräftiger und würziger aus.
Was ist der Unterschied zwischen Pesto Rosso und Pesto Calabrese?
Pesto Rosso setzt auf getrocknete Tomaten als Basis und bleibt meist etwas öliger in der Konsistenz. Pesto Calabrese enthält zusätzlich Paprika und Ricotta, wodurch es cremiger wirkt und eine leicht andere Geschmacksrichtung bekommt.
Was ist in Pesto Rosso enthalten?
Typische Zutaten sind getrocknete Tomaten, Olivenöl, Käse wie Parmesan, Knoblauch und häufig Nüsse oder Kerne. Je nach Variante können einzelne Zutaten leicht variieren.
Wie schmeckt Pesto Rosso?
Der Geschmack fällt kräftig, würzig und leicht intensiv aus. Die Tomaten sorgen für eine angenehme Tiefe, während Käse und Öl das Gesamtbild abrunden.
Für was kann man Pesto Rosso verwenden?
Pesto Rosso passt klassisch zu Pasta, eignet sich aber auch als Brotaufstrich oder als Ergänzung zu Gemüse und Fleisch. Auch in Sandwiches oder als Basis für Dressings lässt es sich gut einsetzen.
Kann man Pesto Rosso warm machen?
Pesto Rosso lässt sich leicht erwärmen, sollte aber nicht stark erhitzt werden. Zu hohe Temperaturen verändern die Konsistenz und den Geschmack.
Sollte man Pesto Rosso warm oder kalt verwenden?
Beides ist möglich. Häufig kommt es kalt zum Einsatz, etwa als Aufstrich oder unter frisch gekochte Pasta gemischt. Leichtes Erwärmen funktioniert ebenfalls.
Ist Pesto Rosso vegan?
Klassisches Pesto Rosso enthält Käse und ist daher nicht vegan. Mit pflanzlichen Alternativen lässt sich jedoch eine vegane Variante herstellen.
Ist Pesto Rosso gesund?
Pesto Rosso enthält hochwertige Fette aus Öl und bringt durch Tomaten zusätzliche Nährstoffe mit. Gleichzeitig ist es energiereich, daher passt es am besten in moderaten Mengen in den Speiseplan.
Wie viel Pesto Rosso pro Person?
Als Orientierung reichen etwa ein bis zwei Esslöffel pro Portion Pasta. Die genaue Menge hängt davon ab, wie intensiv der Geschmack gewünscht ist.
Fazit
Tomatenpesto bringt Geschmack mit wenig Aufwand. Es ergänzt bei mir in der Küche Pasta, Sandwiches und Antipasti. Die übersichtlichen Zutaten und die einfache Zubereitung machen es zu einem beliebten Rezept.
Besonders die Mischung aus getrockneten Tomaten, Knoblauch und Käse sorgt für Tiefe. Wer auf hochwertige Kräuter, Öl und Nüsse achtet, erhält beste Ergebnisse. Tomatenpesto passt in jede Küche und bereichert viele Gerichte.
Für Pesto Freunde habe ich übrigens unter anderem noch das Pesto Calabrese oder auch ein herbstliches Walnuss Pesto auf Lager.
Jetzt hoffe ich, das euch der Artikel auf meiner Seite gefallen hat. Und ihr Lust habt das Tomatenpesto nachzumachen. Vielleicht zu einem der nächsten Pastagerichte? Würde mich über paar Sternchen unterhalb und einen Kommentar freuen. Werde auf jeden Fall immer antworten!
Zutaten und Zubereitung
Tomatenpesto Rezept | Perfektes Pesto Rosso
Zutaten
- 100 g getrocknete Tomaten (eingelegt in Öl aus dem Glas)
- 2 Knoblauchzehen
- 50 g Pinienkerne
- 50 g Parmesan (gerieben, alternativ Hartkäse wie Pecorino, Grana Padano oder Parmigiano Reggiano aus Bella Italia)
- 1 Handvoll Basilikumblätter (5–6 Stück)
- 100 ml Olivenöl
- 50 ml Öl (von den eingelegen getrockneten Tomaten)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Pfeffer
Anleitung
- Die Knoblauchzehen schälen und mit dem Messer grob zerkleinern.
- Die getrockneten Tomaten grob in Stücken schneiden.
- Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten.
- Alle Zutaten – inklusive Basilikum, Parmesan, Olivenöl und Tomatenöl – in ein hohes Mixgefäß geben und mit dem Stabmixer pürieren.
- Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen.
- Für eine längere Lagerung in ein Schraubglas oder Einweckglas geben und mit Öl auffüllen, bis alles bedeckt ist.
Die Rezepte sind prima, alles gelungen bis jetzt 👍🏽👍🏽
Hallo Martin, das ist schön wenn immer alles klappt! Liebe Grüße, Anja
Guten Morgen Anja!
Ich glaube ich werde uns heute Tomatenpesto auf Vorrat produzieren.
Diese dann in kleine Eiswürfel Behälter füllen und ab in den Frost, müsste doch klappen?
Schöne Grüße
Sabine
Guten Morgen Sabine, eine sehr gute Idee! Danke dafür, viel Spaß und liebe Grüße, Anja
Das hört sich lecker an, werden wir testen
Freu mich, lasst sie euch schmecken, vielen Dank und liebe Grüße, Anja
sehr, sehr lecker😊
Freu mich sehr, Tanja! 🙂 Danke und liebe Grüße, Anja
Super Rezept liebe Anja!
Tomatenpesto geht im Sommer immer, am besten man produziert direkt auf Vorrat 🙂
Auf alle Fälle liebe Lena-Marie…da hat man dann später was davon! Liebe Grüße, Anja
Hört sich super easy und lecker an!
Wird ganz bald getestet!
Geht super einfach Ira…viel Spaß beim nachmachen! Liebe Grüße, Anja
Hab das erste mal Pesto selber gemacht. Die Herstellung ist super einfach und das Glas war ruck zuck leer. Beim Grillen auf selbst gemachten Ciabatta ein Traum.
Super, Tobi, freu mich sehr und danke Dir! 🙂 Liebe Grüße, Anja
Hätte gar nicht gemeint dass Tomaten Pesto so schnell und so einfach selbst gemacht ist.
Da lasse ich doch das nächste Mal die fertig gemischten Gläser im Supermarkt zurück und lege doch lieber selbst Hand an!
Schönen Abend liebe Anja!
Moni
Hey Moni, auf alle Fälle! Lass‘ wissen wie es dir geschmeckt hat! Liebe Grüße, Anja