Eine Ramen-Suppe zuzubereiten ist für mich fast schon ein kleines Ritual. Man nimmt sich ein bisschen Zeit, schnippelt in Ruhe die Zutaten und nach und nach füllt sich die Küche mit einem sagenhaften Duft. Genau das mag ich an diesem Gericht besonders gerne.
Überhaupt ist Ramen für mich eine ganz tolle Art der Zubereitung. Am Ende kommt alles in einer Schüssel zusammen und trotzdem lässt sich jede einzelne Zutat noch herausschmecken. Dazu die heiße, würzige Brühe – gerade an kühleren Tagen ist das für mich echtes Wohlfühlessen.
Meine Ramen-Suppe mit Hähnchen ist dabei bewusst unkompliziert gehalten. Ihr braucht keine ausgefallenen Zutaten und bekommt trotzdem eine wunderbar aromatische Suppe, die nicht nur satt macht, sondern schon bei der Zubereitung richtig Freude bereitet.
Warum überzeugt diese Ramen Suppe?
Bei Ramen treffen gleich mehrere Dinge aufeinander: eine kräftige und aromatische Brühe, zartes Hähnchen, Nudeln und knackiges Gemüse. Dadurch wird aus der Suppe eine vollständige Mahlzeit, die ordentlich sättigt, ohne dabei schwer zu wirken.
Besonders schön finde ich außerdem, dass sich die einzelnen Zutaten in der Schüssel getrennt anrichten lassen. Das sieht nicht nur appetitlich aus, sondern jeder kann sich beim Essen genau das herauspicken, worauf er gerade Lust hat. Dazu kommen Ei, Sesam und frische Kräuter – fertig ist eine richtig schöne Ramen-Schüssel.
Zutaten für Ramen Suppe im Überblick
Für diese Ramen-Suppe braucht ihr einige Zutaten, die zusammen für den typischen würzigen und zugleich frischen Geschmack sorgen.
- Hühnerbrühe: Sie bildet die Grundlage der Ramen-Suppe und sollte deshalb schön kräftig schmecken.
- Helle Sojasauce: Sorgt für die typische salzig-würzige Note und bringt zusätzlich Umami in die Brühe.
- Ingwer und Knoblauch: Die Knoblauchzehen und ein Stück Ingwer sorgen für ordentlich Aroma. Die Kombination passt hervorragend zu den asiatischen Aromen der Suppe.
- Reisessig und Honig: Reisessig bringt eine feine Säure ins Spiel, während der Honig einen kleinen süßen Gegenpol setzt.
- Sesamöl: Sein nussiges Aroma gibt sowohl der Brühe als auch dem Hähnchen zusätzlichen Geschmack.
- Hähnchenbrustfilet: Macht die Ramen-Suppe schön herzhaft und sorgt zusammen mit Nudeln und Ei dafür, dass sie auch als Hauptgericht satt macht.
- Ramen-Nudeln: Sie gehören natürlich unbedingt in die Schüssel und nehmen beim Essen wunderbar die würzige Brühe auf.
- Pak Choi, Karotte und Lauch: Das Gemüse bringt Farbe, Frische und etwas Biss in die Ramen-Suppe.
- Eier: Ein halbiertes Ei gehört für mich bei dieser Variante einfach dazu und macht die Schüssel noch etwas gehaltvoller.
- Sesam und Koriander: Beide eignen sich optional zum Garnieren. Wer keinen Koriander mag, verwendet stattdessen Petersilie oder Frühlingszwiebeln.
- Chiliflocken: Sind optional und genau richtig für alle, die ihre Ramen-Suppe gerne etwas schärfer mögen.
Ramen Suppe zubereiten – kompakt zusammengefasst
Die ausführliche Anleitung findet ihr wie immer unten in der Rezeptkarte. Hier gibt es die Zubereitung zunächst in drei Schritten zusammengefasst.
Brühe vorbereiten:
Die Hühnerbrühe mit Ingwer, Knoblauch, heller Sojasoße, Reisessig, Honig und Sesamöl aromatisieren und einige Minuten köcheln lassen.
Einlagen zubereiten:
Hähnchen anbraten und in Scheiben schneiden. Eier und Ramen-Nudeln separat garen. Lauch, Karotte und Pak Choi vorbereiten und kurz in der heißen Brühe garen.
Ramen anrichten:
Nudeln und Gemüse auf die Schüsseln verteilen, mit der heißen Brühe auffüllen und Hähnchen sowie Ei darauf anrichten. Mit Sesam, Kräutern und nach Belieben Chiliflocken garnieren.
Wenn ihr würzige Nudelsuppen genauso gerne mögt wie ich, solltet ihr unbedingt auch meine Udon Suppe mit Nudeln und Hähnchenfleisch probieren. Die dicken Udon-Nudeln machen sie zu einem wunderbar sättigenden Wohlfühlgericht. Ebenfalls einen Blick wert ist meine Asiatische Suppe mit Hühnchen und Kokosmilch, die mit viel Gemüse und frischen Kräutern auf den Tisch kommt.
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Tipps und Tricks für eine gelungene Ramen Suppe
Mit ein paar Kleinigkeiten schmeckt die Ramen-Suppe besonders gut und die einzelnen Einlagen kommen schön zur Geltung.
- Nudeln separat garen: Bereitet die Ramen-Nudeln nicht direkt in der Brühe zu. So geben sie keine unnötige Stärke ab und die Brühe bleibt schön klar.
- Gemüse nur kurz garen: Karotte, Lauch und Pak Choi brauchen nicht lange. Gerade der Pak Choi darf ruhig noch etwas Biss haben.
- Hähnchen kurz ruhen lassen: Gebt dem Fleisch nach dem Braten ein paar Minuten Zeit, bevor ihr es aufschneidet. So bleibt es schön saftig.
- Brühe zum Schluss abschmecken: Sojasoße, Reisessig und Honig lassen sich ganz nach dem eigenen Geschmack noch etwas anpassen. Dabei lieber zunächst vorsichtig dosieren.
- Schüsseln schön anrichten: Bei Ramen isst das Auge definitiv mit. Verteilt Hähnchen, Ei und Gemüse so auf den Nudeln, dass die einzelnen Zutaten noch gut zu erkennen sind.
Häufige Fehler bei Ramen Suppe
Auch bei diesem unkomplizierten Ramen-Rezept gibt es ein paar Dinge, die das Ergebnis beeinflussen. Besonders bei Brühe und Einlagen lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen.
- Die Eier zu lange kochen: Nach etwa 6 bis 7 Minuten ist das Eigelb je nach Größe noch schön weich bis leicht cremig und nicht trocken.
- Die Brühe zu stark würzen: Sojasoße bringt bereits ordentlich Salz mit. Gebt deshalb lieber zunächst etwas weniger davon hinein und schmeckt die Brühe am Ende nochmals ab.
- Die Ramen-Nudeln zu lange garen: Sie werden schnell zu weich. Haltet euch an die Packungsangabe und gebt die Nudeln erst beim Anrichten in die Schüsseln.
Ramen Suppe variieren
Gerade die Vielfalt der verschiedenen Einlagen macht Ramen für mich so spannend. Statt Hähnchenbrustfilet könnt ihr beispielsweise Rindfleisch oder Garnelen verwenden. Für eine vegetarische Variante lasst ihr das Fleisch weg und verwendet eine kräftige Gemüsebrühe. Tofu passt ebenfalls sehr gut dazu.
Auch beim Gemüse seid ihr flexibel und könnt für ordentlich Abwechslung sorgen. Statt Lauch eignen sich Frühlingszwiebeln, außerdem passen Shiitake-Pilze, Champignons, Edamame, Mais, Spinat oder Brokkoli hervorragend in die Suppe. Shiitake bringen dabei noch eine besonders herzhafte, würzige Note mit.
Eine weitere Variante ist Miso Ramen. Dafür könnt ihr 1 bis 2 EL Miso-Paste mit etwas heißer Brühe glatt rühren und anschließend unter die Suppe rühren. Die Miso-Paste sorgt für noch mehr Würze und Umami. Da sie bereits recht salzig ist, solltet ihr anschließend mit Sojasoße und zusätzlichem Salz etwas vorsichtiger sein.
Wer es gerne schärfer mag, gibt Chiliflocken oder etwas Chiliöl dazu.
Beim Topping könnt ihr ebenfalls variieren. Neben Koriander schmecken Frühlingszwiebeln sehr gut. Wer Koriander nicht mag, greift einfach zu etwas Petersilie. So lässt sich die Ramen-Suppe immer wieder anders zusammenstellen und ganz nach dem eigenen Geschmack genießen.
Wozu passt Ramen Suppe?
Die Ramen-Suppe ist durch Nudeln, Hähnchen, Ei und Gemüse bereits ein vollwertiges Hauptgericht. Eine zusätzliche Beilage braucht es deshalb eigentlich nicht.
Wenn ihr Lust auf noch mehr asiatisch inspirierte Gerichte habt, passen beispielsweise mein Pak-Choi-Salat oder meine Yakitori-Spieße wunderbar in diese Richtung. Auch meine Udon-Suppe ist eine schöne Alternative, wenn euch nach einer wärmenden Nudelsuppe ist.
Häufige Fragen zur Ramen Suppe
Was ist Ramen Suppe?
Ramen ist eine japanische Nudelsuppe, bei der eine würzige Brühe mit Ramen-Nudeln und verschiedenen Einlagen kombiniert wird. Je nach Rezept und Region gibt es zahlreiche unterschiedliche Varianten.
Welche Nudeln verwendet man für ein Ramen Suppe Rezept ?
Am besten verwendet ihr spezielle Ramen-Nudeln. Sie bestehen meist aus Weizenmehl und sind in gut sortierten Supermärkten oder Asia-Läden erhältlich. Achtet bei der Zubereitung auf die jeweilige Packungsanleitung.
Welche Sojasauce eignet sich für diese Ramen Suppe?
Für dieses Rezept verwende ich helle Sojasoße. Sie bringt Würze und Umami in die Brühe, ohne sie unnötig dunkel zu färben.
Kann ich Ramen Suppe vorbereiten?
Ja. Besonders die Brühe lässt sich sehr gut vorbereiten und anschließend wieder erhitzen. Hähnchen und Gemüse könnt ihr ebenfalls vorbereiten. Die Ramen-Nudeln würde ich jedoch möglichst frisch kochen und erst beim Servieren in die Schüsseln geben.
Wie lange hält sich Ramen Suppe?
Brühe, Gemüse und Hähnchen halten sich gut verschlossen ungefähr zwei Tage im Kühlschrank. Bewahrt die gekochten Ramen-Nudeln am besten separat auf, damit sie sich nicht mit Brühe vollsaugen und zu weich werden.
Kann ich statt Lauch Frühlingszwiebeln verwenden?
Ja. Frühlingszwiebeln passen sogar besonders gut zu Ramen. Schneidet sie in feine Ringe und gebt sie kurz vor dem Servieren als Topping über die Suppe.
Muss Pak Choi vorgekocht werden?
Nein. Pak Choi braucht nur wenige Minuten in der heißen Brühe. So wird er gar, behält aber noch etwas Biss.
Kann ich die Ramen Suppe scharf zubereiten?
Natürlich. Chiliflocken, frische Chili oder etwas Chiliöl eignen sich dafür besonders gut. Die Schärfe lässt sich direkt in der Schüssel individuell dosieren.
Fazit
Eine Ramen-Suppe ist für mich nicht nur ein richtig schönes Wohlfühlessen, sondern schon die Zubereitung macht Spaß. Wenn der Duft von Ingwer, Knoblauch, Sesamöl und der würzigen Brühe durch die Küche zieht, steigt die Vorfreude auf die fertige Schüssel gleich noch ein bisschen mehr.
Mit Hähnchen, Ramen-Nudeln, Ei und knackigem Gemüse wird daraus ein sättigendes Hauptgericht, das sich trotzdem unkompliziert zubereiten lässt. Und weil sich die Einlagen so einfach verändern lassen, könnt ihr eure Ramen-Schüssel immer wieder ein bisschen anders zusammenstellen.
Ramen Suppe | einfaches Rezept mit Hähnchen
Zutaten
Für die Suppe:
- 1,2 l Hühnerbrühe
- 2 Knoblauchzehen
- 20 g frischer Ingwer
- 4 EL helle Sojasoße
- 2 EL Reisessig
- 1 EL Sesamöl
- 1 TL Honig
- ½ TL Salz
- ¼ TL schwarzer Pfeffer
Für die Einlage:
- 300 g Hähnchenbrustfilet
- 250 g Ramen-Nudeln
- 2 Eier
- 2 kleine Pak Choi
- 1 große Karotte
- 0,5 Stange Lauch
- 1 EL Sesam
- 1 EL Sesamöl
- 1 EL helle Sojasoße
- 1 Bund Koriander (optional zum Garnieren, Altern. Petersilie oder Frühlingszwiebeln)
- Chiliflocken (optional und nach Belieben)
Anleitung
- Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Sesamöl in einem Topf erhitzen und beides kurz darin anschwitzen. Hühnerbrühe, 4 EL helle Sojasoße, Reisessig und Honig dazugeben. Die Brühe etwa 15 Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen und anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Währenddessen das Hähnchenbrustfilet trocken tupfen. Sesamöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch von beiden Seiten anbraten. 1 EL helle Sojasoße dazugeben und das Hähnchen bei niedriger Hitze fertig garen. Anschließend kurz ruhen lassen und in dünne Scheiben schneiden.
- Die Eier in kochendem Wasser etwa 6 bis 7 Minuten garen, kalt abschrecken, schälen und halbieren. Die Ramen-Nudeln nach Packungsanleitung separat zubereiten und anschließend abgießen.
- Pak Choi waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Karotte schälen und in feine Streifen schneiden. Den Lauch in ganz feine Rine schneiden, gut über einem Sieb waschen und abtropfen lassen.
- Die Lauchringe in die heiße Brühe geben und 2 Minuten garen, gefolgt von den Karottenstreifen, diese etwa 2 Minuten mit garen. Dann den Pak Choi hinzufügen und weitere 2 bis 3 Minuten mit garen. Die Brühe nochmals mit Soßesoße, Reisessig und Honig abschmecken.
- Ramen-Nudeln auf vier Schüsseln verteilen. Gemüse und heiße Brühe darüber geben und anschließend Hähnchen sowie jeweils ein halbes Ei darauf anrichten.
- Optional mit Frühlingszwiebeln und Sesam bestreuen und nach Belieben mit frischem Koriander und einigen Chiliflocken garnieren und die Ramen-Suppe sofort heiß servieren.
Nährwerte (pro Portion)
