Saltimbocca bestelle ich im Restaurant nur noch selten, weil ich festgestellt habe, wie unkompliziert und schnell sich dieses Gericht zu Hause zubereiten lässt. Entscheidend sind gute Zutaten und sehr dünn geschnittenes Kalbfleisch.
Dann entsteht ganz automatisch dieser typische Duft aus Salbei, Butter und Schinken, der sofort Appetit macht. Beim ersten Mal war ich ehrlich überrascht, wie nah das Ergebnis an dem lag, was man sonst nur beim guten Italiener serviert bekommt.
Gerade für ein spontanes Abendessen oder wenn Besuch kommt, ist das Saltimbocca Rezept ideal, weil es edel rüberkommt, aber kaum Vorbereitungszeit braucht. Dazu eine einfache Beilage und ein Glas Weißwein — mehr braucht es nicht für ein rundes Essen, das nach Urlaub in Italien schmeckt.
Saltimbocca Original Rezept Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Saltimbocca alla Romana Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Kalbsschnitzel: Dünn geschnittenes Kalbfleisch bildet die Basis des Gerichts und sorgt durch die kurze Garzeit für eine zarte Konsistenz. Besonders mageres Fleisch aus Oberschale oder Nuss eignet sich, weil es feinfasrig ist und schnell gart.
- Parmaschinken: Luftgetrockneter Schinken bringt Würze und eine leicht salzige Note ins Gericht. Beim Anbraten entwickelt er zusätzlich Aroma und schützt das Fleisch vor dem Austrocknen.
- Salbeiblätter: Frischer Salbei liefert den typischen Geschmack von Saltimbocca und passt hervorragend zu Kalbfleisch. Beim Braten entfalten die Blätter ihr intensives, leicht herbes Aroma.
- Mehl: Eine dünne Mehlschicht auf der Fleischseite sorgt dafür, dass die Oberfläche beim Braten leicht Farbe annimmt und der Bratensatz später eine feine Sauce ergibt.
- Butter und Olivenöl: Diese Kombination sorgt für die Bratflüssigkeit und bringt gleichzeitig Geschmack in die Pfanne. So entsteht eine aromatische Grundlage für Fleisch und Sauce.
- Weißwein: Trockener Weißwein löst den Bratensatz und sorgt für eine leichte, feine Sauce mit frischer Säure. Dadurch bekommt das Gericht seine klassische römische Note.
- Zahnstocher oder Küchengarn: Kleine Hilfsmittel halten Schinken und Salbei sicher auf dem Fleisch, damit beim Braten vom Saltimbocca alla Romana nichts verrutscht.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Saltimbocca Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.
1. Fleisch vorbereiten und belegen
Die Kalbsschnitzel zwischen Folie sehr dünn klopfen und anschließend leicht würzen. Auf jedes Stück kommt eine Scheibe Prosciutto di Parma und ein Salbeiblatt, das mit einem Zahnstocher fixiert wird, damit beim Braten alles an Ort und Stelle bleibt.
2. Fleischseite bemehlen und Saltimbocca braten
Die Unterseite der Schnitzel dünn mit Mehl bestäuben und überschüssiges Mehl abklopfen. In einer heißen Pfanne mit Butter und Olivenöl werden die Stücke zuerst auf der Schinkenseite kurz angebraten, danach gewendet und auf der Fleischseite nur noch kurz gegart, damit sie zart bleiben.
3. Saltimbocca Sauce herstellen und fertigstellen
Nach dem Herausnehmen der Schnitzel löst Weißwein den Bratensatz in der Pfanne und bildet eine leichte Soße. Die fertigen Stücke kommen anschließend noch einmal kurz zurück in die Pfanne, sodass sie die Sauce aufnehmen und sofort serviert werden können. Bitte individuell am Tisch mit Salz und Pfeffer würzen.
Weitere feine Italienische Rezepte Klassiker wären der perfekte Pizzateig, die cremige und exzellente Lasagne sowie nicht zu vergessen Spaghetti Carbonara.

Woher stammt Saltimbocca?
Saltimbocca stammt aus Italien, genauer gesagt aus der Region Latium rund um Rom. Dort gehört „Saltimbocca alla Romana“ seit Generationen zur traditionellen Küche und gilt als typisches Gericht der römischen Trattorien.
Von dieser Region aus hat sich der Klassiker im Laufe der Zeit in ganz Italien und schließlich auch international verbreitet.

Was heißt Saltimbocca?
Der Begriff „Saltimbocca“ setzt sich aus den italienischen Wörtern „saltare“ (springen) und „in bocca“ (in den Mund) zusammen. Saltimbocca bedeutet wörtlich übersetzt „Spring in den Mund“.
Der Name beschreibt sehr treffend, wie zart und aromatisch dieses Gericht ist, denn das dünne Kalbfleisch in Kombination mit würzigem Schinken, frischem Salbei und einer feinen Butter-Weißwein-Sauce ergibt einen besonders intensiven Geschmack.
Schon beim ersten Bissen versteht man, warum dieses Gericht so heißt: Es wirkt leicht, saftig und gleichzeitig sehr würzig, sodass man automatisch weiteressen möchte. Genau diese unmittelbare Genusswirkung hat dem römischen Klassiker seinen einprägsamen Namen eingebracht.
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Welches Fleisch für Saltimbocca?
Für klassisches Saltimbocca verwendet man sehr dünn geschnittenes Kalbfleisch, am besten aus der Oberschale, der Nuss oder der Hüfte. Diese Stücke sind besonders mager, feinfasrig und bleiben bei kurzer Bratzeit zart, was für dieses Gericht entscheidend ist. Wichtig ist, dass die Schnitzel wirklich dünn sind, da Saltimbocca nur sehr kurz in der Pfanne gart und sonst schnell trocken werden kann.
Alternativ findet man außerhalb Italiens auch Varianten mit Schweinefleisch oder Hähnchen, doch das Original Rezept „Saltimbocca alla Romana“ basiert eindeutig auf Kalb. Wenn du also ein Ergebnis wie beim guten Italiener anstrebst, solltest du unbedingt zu Kalb greifen und es gegebenenfalls noch vorsichtig flach klopfen lassen oder selbst dünner klopfen.
Welche Beilage gibt es traditionell zu Saltimbocca?
Traditionell wird Saltimbocca in Italien eher schlicht begleitet, damit das zarte Kalbfleisch mit Schinken und Salbei im Mittelpunkt steht. Besonders typisch für „Saltimbocca alla Romana“ sind einfache Beilagen wie in Butter geschwenkter Spinat oder anderes mildes Gemüse. Auch Kartoffeln in schlichter Form, etwa Salzkartoffeln oder leicht gebratene Kartoffeln, sind verbreitet.
In vielen römischen Trattorien kommt Saltimbocca sogar ganz ohne sättigende Beilage auf den Teller und wird stattdessen nur mit Brot serviert, um die aromatische Sauce aufzunehmen. Außerhalb Italiens haben sich zusätzlich Beilagen wie Pasta oder Risotto eingebürgert, wobei Risotto alla Milanese eine besonders bekannte Kombination ist.
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Tipps und Tricks für ein gelungenes Saltimbocca
Erstens: Die Kalbsschnitzel sollten wirklich sehr dünn sein, damit sie in der kurzen Bratzeit gleichmäßig garen und zart bleiben. Zu dicke Stücke brauchen länger Hitze und können dadurch schnell trocken werden.
Zweitens: Eine ausreichend heiße Pfanne ist entscheidend, damit der Schinken leicht knusprig wird und das Fleisch schnell Farbe bekommt, ohne Saft zu verlieren. Wird bei zu niedriger Hitze gebraten, tritt Flüssigkeit aus und das Fleisch kocht eher, statt zu braten.
Drittens: Verwende nur wenig Mehl und klopfe überschüssiges sorgfältig ab, da sonst eine mehlige Oberfläche entsteht und der Bratensatz schneller anbrennen kann. Gleichzeitig sollte beim Würzen Zurückhaltung gelten, weil der Parmaschinken bereits deutlich salzig ist.
Viertens: Die Sauce nach dem Ablöschen mit Weißwein nur kurz einkochen lassen. So bleibt sie aromatisch und leicht, statt zu stark zu reduzieren oder bitter zu werden.
FAQ zu Saltimbocca
Was heißt Saltimbocca auf Deutsch?
Saltimbocca bedeutet wörtlich übersetzt „Spring in den Mund“. Der italienische Name beschreibt damit sehr anschaulich, wie zart und aromatisch dieses Gericht ist. Gemeint ist, dass es so gut schmeckt, dass man am liebsten sofort den nächsten Bissen nimmt.
Was ist Saltimbocca?
Saltimbocca ist ein klassisches italienisches Fleischgericht aus dünnem Kalbfleisch, das mit Parmaschinken und frischem Salbei belegt und kurz in Butter gebraten wird. Anschließend entsteht aus dem Bratensatz meist eine feine Weißwein-Butter-Sauce. Die bekannteste Variante heißt „Saltimbocca alla Romana“ und stammt aus der Region um Rom.
Was isst man zu Saltimbocca?
Traditionell werden eher schlichte Beilagen serviert, damit das Fleisch im Mittelpunkt steht. Typisch sind in Butter geschwenkter Spinat, anderes mildes Gemüse oder einfache Kartoffelbeilagen wie etwa Gnocchi oder Rosmarinkartoffeln. In Italien kommt häufig auch nur Brot dazu, um die Sauce aufzunehmen. Außerhalb Italiens sind zusätzlich Pasta oder Risotto verbreitet.
Wie brät man Saltimbocca?
Saltimbocca wird sehr kurz und bei relativ hoher Hitze in Butter und etwas Olivenöl gebraten. Zuerst kommt die Schinkenseite in die Pfanne, damit sie leicht knusprig wird, danach wird das Fleisch nur noch kurz gewendet. Wichtig ist die kurze Garzeit, denn die dünnen Kalbsschnitzel sollen zart bleiben und nicht austrocknen.
Wie wird Saltimbocca zart?
Entscheidend ist sehr dünn geschnittenes Kalbfleisch und eine kurze Bratzeit. Das Fleisch sollte vor dem Braten vorsichtig flach geklopft werden, damit es gleichmäßig gart. Zu langes Braten macht die Schnitzel schnell trocken, während eine kurze, heiße Zubereitung für Saftigkeit sorgt.
Was ist Saltimbocca vom Hähnchen?
Dabei handelt es sich um eine moderne Variante, bei der Kalbfleisch durch Hähnchenbrust ersetzt wird. Die Zubereitung bleibt ähnlich: dünn geschnittenes Fleisch, Schinken, Salbei und kurze Bratzeit. Geschmacklich ist diese Version milder und etwas weniger saftig als das Original mit Kalb.
Warum heißt es Saltimbocca?
Der Name spielt auf den intensiven Geschmack und die zarte Konsistenz an. Die Kombination aus Fleisch, Schinken, Salbei und Sauce wirkt so aromatisch, dass das Gericht bildlich gesprochen „direkt in den Mund springt“. Daher hat sich dieser einprägsame Name für den römischen Klassiker etabliert.
Fazit
Dieses original Rezept für Saltimbocca zeigt, wie wenig es braucht, um ein richtig gutes Kalbsgericht auf den Teller zu bringen. Dünnes Fleisch, aromatischer Schinken, frischer Salbei und eine schnelle Zubereitung in der Pfanne ergeben ein Gericht, das gleichzeitig elegant und alltagstauglich ist.
Gerade weil alles so schnell geht, eignet es sich sowohl für ein spontanes Abendessen als auch für Gäste, bei denen man etwas Besonderes servieren möchte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Wenn dir dieses Rezept der römischen Köche gefällt, lohnt sich auch ein Blick auf weitere Gerichte mit Kalbfleisch. Besonders empfehlenswert sind Vitello tonnato als kalte Vorspeise, ein geschmortes Ossobuco mit viel Sauce oder natürlich ein original Wiener Schnitzel aus Kalb. Wer eine italienische Schnitzel Variante bevorzugt dem sei Piccata Milanese empfohlen.
So lässt sich das vielseitige Fleisch immer wieder anders genießen, von leicht und sommerlich bis herzhaft und festlich.
Zutaten und Zubereitung
Saltimbocca | besser als beim Italiener
Kochutensilien
- 4 Zahnstocher
Zutaten
- 200 g Kalbschnitzel (aus Oberschale oder Nuss, sollten 2 Scheiben á ca. 100 g sein)
- 4 Scheiben Parmaschinken (Prosciutto crudo)
- 4 Salbeiblätter (frische)
- 1 EL Mehl
- 1,5 EL Butter
- 1 EL Olivenöl
- 50 ml Weißwein (trockener)
- 1 Prise Salz
- 1 Prise Schwarzer Pfeffer
- 1 Schuss Sahne (optional)
Anleitung
- Die zwei Kalbsschnitzel auf dem Schneidebrett halbieren, so dass vier kleine Schnitzel entstehen. Diese zwischen Frischhaltefolie vorsichtig mit dem Fleischklopfer flach klopfen bzw. plattieren, bis sie sehr dünn sind. Anschließend leicht salzen und pfeffern.
- Auf jedes Schnitzelchen eine Scheibe Parmaschinken legen. Darauf jeweils ein Salbeiblatt setzen und mit einem Zahnstocher fixieren.
- Die Unterseite der Schnitzel, also die Seite ohne Schinken, dünn mit Mehl bestäuben und überschüssiges Mehl abklopfen.
- Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Schnitzel mit der Schinkenseite nach unten hineinlegen und bei mittlerer bis hoher Hitze etwa 1 bis 2 Minuten braten.
- Die Schnitzel wenden und auf der Fleischseite nochmals ungefähr 1 Minute braten. Das Fleisch soll zart bleiben und nicht austrocknen.
- Die Schnitzel aus der Pfanne nehmen und warm stellen. Den Bratensatz mit Weißwein ablöschen und kurz aufkochen lassen, bis eine leicht sämige Sauce entsteht.
- Wer will darf noch mit einem Schuss Sahne angießen.
- Dann die Schnitzel sofort servieren.