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Der Hefezopf – mit diesem einfachen Rezept gelingt er garantiert

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Wenn ein Hefezopf, frisch duftend und noch warm, auf dem Tisch steht, dann kann man sich dieser Leckerei wahrlich nur schwer entziehen. Ich kenne kaum ein Hefegebäck, welches ähnliche Begeisterung hervorruft. Egal ob groß oder klein, Hefezopf mag wirklich jeder. Vielleicht liegt es daran, dass man ihn sich, ganz nach seinen Vorlieben, verfeinern kann, mit frischer Marmelade, mit Nuss-Nougat-Creme, mit Honig, nur mit Butter oder auch einfach nur pur. Ihr habt noch nie einen goldbraunen Hefezopf auf einem Stein und im Grill selbst gebacken? Dann probiert dieses Hefezopf Rezept unbedingt einmal aus, es ist einfacher als man denkt und es lohnt sich auf jeden Fall!!

Den Hefezopf lieber selber machen oder kaufen?

Keine Frage, kaufen ist definitiv die schnellere Alternative. Aber sind wir doch mal ehrlich: wo bleibt denn da der Spaß? Davon abgesehen, steigert der Duft, den der Zopf beim Backen verbreitet, immens die Vorfreude. Und Vorfreude ist, nach alter Weisheit, immer noch die schönste Freude. Besonders wenn der Hefezopf dann noch im Grill entsteht (er klappt natürlich auch im Ofen), dann kann man mit Stolz erwähnen, dass man sogar Gebäck grillen kann…OK, Spaß bei Seite. Letzten Endes muss das jeder für sich selbst entscheiden, ob kaufen oder backen. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass man das selber backen ruhig einmal versuchen sollte. Es ist gar nicht so aufwändig und man braucht auch keinen Abschluss im Bäckereihandwerk.

Die Zutaten

Was ist denn nun alles in einem Hefezopf drin? Als erste natürlich Mehl, dann Milch, Zucker, Butter, Eier und natürlich Hefe. Bei den Zutaten und Mengenverhältnissen gibt es wahrscheinlich ähnlich viele Varianten und Kombinationen wie bei der Kombination von 6 aus 49. Was Ihr für mein Hefezopf Rezept benötigt, damit er auch auf dem Stein gelingt, seht ihr unten im Rezeptteil.

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Die Zuataten beim Hefezopf Rezept. (Foto: Jan-Nicholas Wrede)

Die größte Herausforderung

Wie schon oben beschrieben, ist das Backen eines Hefezopfes keine große Wissenschaft. Natürlich gibt es auch Personen, zu denen ich einige aus meinem näheren Umfeld zähle, die generell mit Hefe und Hefegebäck auf Kriegsfuß stehen. Aber es will einfach nicht gelingen! Es ist vielleicht ähnlich wie bei Pflanzen, entweder hat man den grünen Daumen, oder nicht… braucht man beim Backen vielleicht einen „kleinen“ Hefe Daumen?

Wie flechte ich den Hefezopf am besten?

Wie generell beim Flechten, sollten auch die drei Teigstränge, welche zum Zopf geflochten werden sollen, möglichst gleich dick und auch gleich lang sein. Dann wird der Zopf schön gleichmäßig und macht fertig gebacken eine gute Figur.

Teigstränge-lowland-die frau am grill
Drei gleich große und gleich lange Teigstränge sollen es sein. (Foto: Jan-Nicholas Wrede)

Darauf kommt es beim Teig an…

Alles in allem sind es drei Punkte, die es zu beachten gilt:

Die Raumtemperatur

Als erstes ist es wichtig, dass alle Zutaten, die zu dem Hefezopf Teig verarbeitet werden, Raumtemperatur haben sollten. Speziell betrifft das natürlich verarbeitungstechnisch die Butter, die ließe sich sonst schwer im Teig verarbeiten. Weiterhin arbeitet die Hefe gerne bei Temperaturen über 30°C. Wenn die restlichen Zutaten wie Milch und Eier aus dem Kühlschrank kommen, dann kommt die Hefe nicht so richtig in Schwung…

Das Kneten

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass man dem Teig ordentlich und lange durchknetet. Das kann man entweder von Hand machen oder auch mit einer Küchenmaschine mit entsprechenden Knethaken. Weiterhin ist es wichtig, dass man nach dem Kneten dem fertigen Teig genug Zeit zum Gehen gibt, damit die Hefe Ihre Arbeit verrichten kann und am Ende ein schön lockerer Hefezopf entsteht. Ich lasse den Teig bei ca. 35°C einmal zwischen 90 und 120 min gehen und ein weiteres Mal noch etwa weitere 30 min. Diese Zeit, zzgl. Vorbereitungs-, Zubereitungs- und Backzeit muss man einplanen.

Hefeteig in Küchenmaschine-lowland-die frau am grill
Wer sich nicht komplett verausgaben möchte überlässt das Kneten einer Küchenmaschine. (Foto: Jan-Nicholas Wrede).
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Die Konsistenz vom Hefezopf

Der dritte Punkt ist, und das betrifft speziell den Teig für den Zopf vom Stein, dass der Teig etwas fester ist, als bei den klassischen Hefezopf Rezepten. Der Grund ist nahe liegend: der Teig muss nach dem zweiten Gehen, im geflochtenen Zustand noch „transportfähig“ bleiben. Bei klassischen Hefezopf Rezepten bleibt der Zopf in dieser Phase nach dem zweiten Gehen auf seinem Blech, beim Backen direkt auf dem Stein gibt es dieses aber nicht…

Das Hefezopf Rezept mit oder ohne Rosinen umsetzen?

Ob Rosinen in den Teig kommen oder nicht, das ist reine Geschmackssache. Fakt ist, das es dem Teig nichts ausmacht, ein paar Rosinen mit aufzunehmen. Eine gute Hand voll verträgt der Hefezopf Teig ohne Probleme. Wer es gerne schokoladig mag, der kann auch Schokoladenraspeln oder -tropfen mit in den Teig einarbeiten (ist bei den Kids der Renner…)

Welches Topping passt auf den Hefezopf?

Klassisch passen meiner Ansicht nach drei Toppings:

Die Variante „natur“:

Zum einen natürlich die einfachste Variante – pur, nur mit etwas gequirltem Ei und Milch bepinselt, erhält der Zopf beim Backen einen schönen Glanz.

Ei Milch Mischung Pinsel-lowland-die frau am grill
Die gängigste Variante: Nur mit der Ei-Milch-Mischung bepinseln. (Foto: Jan-Nicholas Wrede)

Die Variante „nussig“:

Wer es gerne nussig mag, dem empfehle ich gehobelte Mandeln oder Mandelstifte. Einfach nach der Eier-Milch-Kur über den Zopf streuen.

Mandelsplitter Topping-lowland-die frau am grill
Sehr bekannt und beliebt sind Mandelstifte / Mandelsplitter auf dem Hefezopf. (Foto: Jan-Nicolas Wrede)

Die Variante „Zuckerguss“:

Wer es gerne noch etwas süßer mag, für den empfiehlt sich etwas Hagelzucker.

Welcher Belag bietet sich für den geschnittenen Hefezopf an?

Hier ist erlaubt, was gefällt. Nur mit Butter, mit Marmelade, mit Honig oder Nugataufstrich. Absolutes Suchtpotenzial hat die Kombination mit frischer, selbstgekochter Erdbeermarmelade.

Hefezopf mit Erdbeermarmelade-lowland-die frau am grill
Suchtpotential hat für den Autoren und Fotografen die Variante mit Erdbeermarmelade. (Foto: Jan-Nicholas Wrede)

Wie bewahre ich den Hefezopf am besten auf?

Die Frage stellt sich meistens nicht, weil in der Regel nichts übrig bleibt. Sollte das doch einmal der Fall sein, dann sollte der Zopf möglichst luftdicht (Gefrierbeutel) verpackt werden, damit er nicht so schnell austrocknet. Wenn er dann später mit etwas Wasser befeuchtet wird und noch einmal ein paar Minuten im Ofen (150 °C) aufgewärmt wird, schmeckt er wieder wie frisch gebacken.

Kann man den Hefezopf auch einfrieren?

Klar! Geht problemlos. Aber frisch schmeckt er einfach am besten…

Funktioniert das Hefezopf Rezept auch ohne Stein und ohne Grill?

Den Zopf kann man auch klassisch auf dem Backblech im Ofen backen. 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober- Unterhitze, ca. 35-45 min.

Wie schafft man es, dass der Hefezopf innen schön fluffig wird und am Boden eine schöne Kruste bekommt?

Die besten Ergebnisse für einen fluffigen Hefeteig erziele ich, in dem der Teig zum einen lange geknetet wird und außerdem genügend Zeit zum Gehen bekommt. Für eine schöne Kruste am Boden ist der Stein ideal, da die Temperatur am Stein höher „einstellen“ kann, als die Temperatur unter dem Grilldeckel. So bekommen der Boden und der restliche Zopf ihre idealen Backtemperaturen. Und wird innen fluffig und außen ein bisschen „kross“. Beim Rezept zum Hefezopf sehr ähnlich wie beim Fladenbrot Rezept.

Dieser Beitrag wurde von Jan-Nikolas Wrede verfasst. Besucht ihn doch mal auf seinem Instagram-Account lowland_grilling.

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Der Hefezopf - mit diesem Rezept gelingt er garantiert

Vorbereitungszeit15 Min.
Zubereitungszeit1 Std. 10 Min.
Arbeitszeit3 Stdn. 25 Min.
Gericht: Dessert, Nachspeise
Land & Region: Deutsch
Portionen: 7 Portionen

Zutaten

Hefezopf Teig

  • 300 g Mehl (Typ 405)
  • 300 g Mehl (Typ 505 oder 1050)
  • 250 ml Milch
  • 75 g Zucker
  • 50 g Butter (weich)
  • 1 Ei
  • 40 g Hefe
  • 1 TL Salz

Hefezopf Topping

  • 1 Ei
  • 40 ml Milch
  • Mandelstifte, Hagelzucker (je nach Belieben)

Anleitungen

  • Die beiden Mehlsorten in einer großen Schüssel vermischen und in die Mitte eine Mulde formen. Sie sollte so groß sein, dass sie die übrigen Zutaten aufnehmen kann.
  • Milch etwas erwärmen (lauwarm) und die Hefe (zerbröselt) sowie einen EL Zucker darin auflösen.
  • Milch-Hefe-Mischung langsam in die Mehlmulde gießen. Dann nach und nach mit zwei Fingern oder einer Gabel etwas Mehl von Muldenrand in die Milchmischung rühren, bis in der Mulde ein dicklicher Brei entsteht.
  • Weiche Butter (ggf. etw. erwärmen), restlichen Zucker, das Ei und das Salz hinzugeben.
  • Alle Zutaten, am besten mit Hilfe einer kräftigen Küchenmaschine, ca. 8-10 min zu einem geschmeidigen Teig kneten.
  • Teig zugedeckt ca. 90-120 min bei ca. 35°C gehen lassen.
  • Teig aus der Schüssel nehmen und auf einer leicht bemehlten Fläche noch einmal gut durchkneten.
  • Den Teig in drei gleich dicke, ca. 45-50cm lange Stränge rollen.
  • Teigstränge an einem Ende etwas zusammendrücken und dann zu einem Zopf flechten.
  • Zopf auf eine gut bemehlte (Pizza-)Schaufel legen und noch einmal ca. 30 min zugedeckt an einem Warmen Ort gehen lassen. Hier nicht am Mehl sparen, damit der Zopf auch problemlos von der Schaufel auf den heißen Stein rutschen kann.
  • Pizzastein in den Grill legen und den Grill auf 180-190°C einregeln. Je nach Grill muss die Temperatur des Steins so eingeregelt werden (direkt befeuert), dass er zu etwas höher ist als die Grillraumtemperatur.
  • Während der Grill auf Temperatur kommt, für das Topping das Ei und die Milch verquirlen.
  • Den Zopf vorsichtig mit einem Pinsel mit der Ei-Milch-Mischung bestreichen. Wahlweise Mandelstifte o.Ä. aufstreuen.
  • Den Zopf vorsichtig mit der (Pizza-)Schaufel auf den heißen Stein schieben. Den Grill so einregeln, dass die Garraumtemperatur bei ca. 180-190°C bleibt. Aufpassen, dass der Stein nicht zu heiß wird! Ggf. die Befeuerung unter dem Stein zurückdrehen. Der Deckel bleibt während des Backens natürlich geschlossen. Backzeit, je nach Temperatur im Grill ca. 35-45 Minuten. Wer den Zopf etwas dunkler mag, kann die letzten 5-10 min die Temperatur auf ca. 210°C einregeln. Wer das Rezept im Backofen umsetzt verwendet 160 Grad Umluft oder 180 Grad Ober- Unterhitze bei ca. 35-45 Minuten.
  • Hefezopf aus dem Grill nehmen, etwas abkühlen lassen und am besten noch warm genießen.

Notizen

Alle Zutaten sollten zu Beginn der Verarbeitung Zimmertemperatur haben.

2 Kommentare

  1. Es sieht wirklich toll aus. Vielen Dank.

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