Wer hat Lust auf Fladenbrot? Gefüllt mit Hackfleisch? Alle? Dann knöpfen wir uns hier und jetzt mal Türkische Pide vor. Feines würziges Fingerfood aus dem Orient. Das Pide Grundrezept gelingt sehr einfach und schnell. Diese gefüllten Teigschiffchen sind auf alle Fälle etwas für die nächste Party. Vielleicht seid ihr beim Dönermann oder im Urlaub in der Türkei schon mal drüber gestolpert…

Zutaten – im Überblick
In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Pide selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.
- Mehl, Hefe, Wasser, Olivenöl, Joghurt, Zucker: Grundlage für den Hefeteig und sorgen zusammen für eine weiche, geschmeidige Konsistenz mit leichter Lockerung. Joghurt und Olivenöl geben dem Teig zusätzlich Aroma und machen ihn angenehm formbar.
- Rinderhackfleisch: Hauptbestandteil der Füllung und liefert die herzhafte Basis. Beim Anbraten entsteht der typische würzige Geschmack.
- Zwiebeln und Knoblauch: Bringen Tiefe und eine aromatische Grundlage in die Hackfleischmasse. Fein gehackt verteilen sie sich gleichmäßig und sorgen für ein rundes Gesamtbild.
- Spitzpaprika: Ergänzt die Füllung mit frischer Süße und etwas Biss. Kleine Würfel lassen sich gut unter die Hackmasse mischen.
- Tomatenmark und passierte Tomaten: Verbinden die Zutaten zu einer saftigen Füllung und bringen eine fruchtige Note hinein. Gleichzeitig sorgt das Einkochen für die richtige Konsistenz.
- Kreuzkümmel, Paprikapulver, Chili: Geben der Pide den typischen orientalischen Charakter und eine angenehme Würze. Die Mischung sorgt für Tiefe ohne zu dominant zu wirken.
- Petersilie oder Koriander: Frische Komponente zum Abschluss, die das fertige Gericht optisch und geschmacklich abrundet.
Zubereitung – kompakt erklärt
Dieses Pide Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Ich bereite solche gefüllten Fladen gern vor, wenn mehrere Personen am Tisch sitzen.
Teig herstellen und gehen lassen
Alle Zutaten für den Teig zu einer geschmeidigen Kugel verkneten, anschließend abdecken und an einem warmen Ort ruhen lassen, damit der Hefeteig an Volumen gewinnt. Während dieser Zeit kann die Füllung vorbereitet werden.
Füllung anbraten und vorbereiten
Hackfleisch in einer Pfanne krümelig braten, danach Zwiebeln, Paprika und Knoblauch hinzufügen und mitrösten. Tomatenmark, Gewürze und passierte Tomaten einarbeiten, die Mischung kurz einkochen lassen und anschließend vollständig abkühlen lassen.
Pide formen und backen
Den aufgegangenen Teig in mehrere Portionen teilen, oval ausrollen und mit der Hackfleischfüllung bestreichen. Die Ränder einschlagen, die Enden eindrehen, sodass die typische Schiffchenform entsteht, und die geformten Fladen im vorgeheizten Ofen backen, bis sie goldbraun sind.
Pide gehören auf den Tisch wenn Türkische Rezepte gefragt sind – am besten neben Döner, dem klassischen Lahmacun oder den berühmten Köfte auf den Tisch stellen.
Pide Rezept Video
Woher stammt Pide?
Pide stammt ursprünglich aus der Türkei und gehört dort zu den traditionellen Backwaren der anatolischen Küche. Besonders verbreitet ist sie in Regionen wie dem Schwarzen Meergebiet, wo die länglich geformten, gefüllten Fladenbrote seit Generationen in Bäckereien und kleinen Lokalen zubereitet werden.
Heute gilt Pide als fester Bestandteil der türkischen Esskultur und wird sowohl als Snack als auch als vollwertige Mahlzeit serviert. Je nach Region und Belag existieren zahlreiche Varianten, von der klassischen Hackfleischfüllung bis hin zu Käse, Gemüse oder Ei.

Welche Pide Füllungen gibt es?
Es gibt unzählige Varianten: Neben der klassischen Hackfleischfüllung kann man auch mit Spinat, Schafskäse oder Käse experimentieren. Zwiebel, Paprika, Peperoni und sogar Schwarzkümmel sind häufige Zutaten. Weitere Füllungen sind z. B. Ei, Gemüse oder Kartoffeln und Kräuter.
Eine weitere Idee wäre es, Pide mit Sucuk zu belegen. Mit Mozzarella überbacken. Oder Feta in kleinen Würfeln drüber zu geben. Ihr steht schon: Man kann die Fladen nach Belieben zubereiten. Auch Veggie-Freunde können hier auf ihre Kosten kommen – es muss nicht immer eine Hackmasse sein…

Zu was passt Pide?
Pide passt wunderbar als Snack oder Hauptgericht und lässt sich vielseitig kombinieren. Man kann es mit Käse, Joghurt oder einem frischen Salat servieren.
Fragen und Antworten zu Pide
Woher stammt Pide?
Pide kommt ursprünglich aus der Türkei, wo es in verschiedenen Regionen traditionelle Pide Rezepte gibt. Dieses Fladenbrot ist ein beliebter Klassiker in der türkischen Küche, oft als Snack oder Beilage serviert.
Was heißt Pide?
Das Wort "Pide" bezieht sich auf ein flaches Brot, das wie ein kleines Schiffchen geformt ist. Diese Form hat eine typische Bedeutung in der türkischen Küche und ist ein Symbol für traditionelles, herzhaftes Gebäck.
Was ist der Pide-Teig?
Der Pide Teig wird traditionell mit Weizenmehl, Hefe, Wasser, Olivenöl und etwas Joghurt hergestellt, was ihm eine weiche Konsistenz und einen tollen Geschmack verleiht. Die Teigränder werden meist leicht eingeklappt, um die Füllung zu halten.
Was ist der Unterschied zwischen Pide und Pizza?
Der Unterschied liegt oft in der Form und der Art des Belags. Pide formt man länglich und klappt die Teigränder ein, um die Füllung zu halten, während Pizza normalerweise rund ist. Der Pide Teig wird meist mit Olivenöl gemacht, während Pizzateig oft mit minimalem Fett auskommt.
Was ist der Unterschied zwischen Pide und Lahmacun?
Pide ist dicker und hat meist eine umgeschlagene Form mit reichlich Belag. Im Gegensatz dazu ist Lahmacun eine dünne sowie flache Variante, die häufig mit Hackfleisch, Zwiebel und Kräutern belegt und dann gerollt wird.
Wie lange hält sich Pide?
Frisch gebackene Pide kann man bis zu 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.
Kann man fertige Pide einfrieren?
Ja, Pide lässt sich sehr gut einfrieren! Am besten die Form und den Belag zuerst auskühlen lassen, dann gut in Frischhaltefolie einwickeln und ins Gefrierfach legen. Wer sodann mal Lust auf Pide hat kann diese später im Ofen aufbacken.
Fazit
Pide mit Hackfleisch ist für mich eines dieser Gerichte, das unkompliziert zuzubereiten ist und gleichzeitig nach etwas Besonderem schmeckt. Der weiche Hefeteig und die würzige Füllung ergeben zusammen ein richtig rundes Ofengericht, das sich gut vorbereiten und warm servieren lässt.
Gerade wenn Besuch kommt oder mehrere Personen mitessen, stehen diese Teigschiffchen meist schneller auf dem Tisch, als man denkt.
Wer Gefallen an der türkischen Küche gefunden hat, kann das Menü wunderbar erweitern: Adana Kebab bringt eine kräftige, grilltypische Würze ins Spiel, während ein frischer Bulgur Salat einen leichten Ausgleich schafft und perfekt dazu passt.
So entsteht ohne großen Aufwand eine abwechslungsreiche Auswahl, die an Urlaubstage oder den Lieblings-Dönermann erinnert.
Zutaten und Zubereitung
Pide mit Hackfleisch | Türkisches Rezept
Zutaten
Für den Pide Teig:
- 500 g Mehl
- 7 g Trockenhefe
- 200 ml Wasser (lauwarm)
- 4 EL Olivenöl
- 5 EL Joghurt
- 1 TL Salz
- 1 Prise Zucker
- 2 EL Olivenöl (zum Einpinseln)
Für die Pide Füllung:
- 250 g Rinderhackfleisch (alt. Lamm Hack)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehe
- 1 rote Spitzpaprika
- 2 EL Tomatenmark
- 200 ml passierte Tomaten
- 1 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
- 1 Prise Chilipulver
- 1 TL Salz
- 1 Prise Pfeffer
- 2 EL Olivenöl zum Anbraten
Außerdem zum Servieren vom Pide:
- 1 Bund Petersilie (alt. Koriander)
Anleitung
- Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und zu einer Kugel verkneten. Wer will benutzt eine Küchenmaschine.
- Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und an einen warmen Ort zirka 1 Stunde gehen lassen.
- Während der Gehzeit vom Teig nun für die Füllung Zwiebeln und Knoblauch abziehen und fein hacken.
- Die Paprika von Strunk und Kernen befreien und fein würfeln.
- Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und zuerst das Hackfleisch krümelig anbraten.
- Jetzt die Zwiebeln zugeben und ebenfalls anbraten.
- Gefolgt von den Paprikawürfel und dem Knoblauch.
- Jetzt das Tomatenmark unterrühren und ein wenig anrösten.
- Die Gewürze zugeben.
- Die passierten Tomaten unterrühren und ein wenig einköcheln lassen bis sich die Flüssigkeit reduziert hat, anschließend abkühlen lassen.
- Den Backofen auf 200 Grad Ober Unterhitze vorheizen und den Hefeteig in etwa 7 bis 8 Stück gleichgroße Teigbälle formen und diese auf der Arbeitsfläche oval-länglich zu Teigfladen ausrollen.
- Etwas von der Hackfleischfüllung darüberstreichen und die Seiten des Teiges etwas über die Füllung schlagen und einrollen.
- Die Teigenden eindrehen sodass die typische Schiffchenform entsteht und die Ränder sowie die Enden mit etwas Öl einpinseln.
- Die Pide zirka 15 bis 20 Min. backen (auf Backpapier auf dem Backblech) und mit Koriander oder Petersilie dekorieren und servieren.
Bin gerade wie jeden Abend auf der Suche nach neuen Inspirationen und liebe Anja wie immer ist eben auf deiner Webseite Verlass. Lecker Pide dass muss probiert werden-Schönen Abend und ich schicke Grüße aus NRW, Ottmar
Das freut mich sehr! Vielen Dank, lieber Ottmar, einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Anja
Anja eine Frage, wir hatten letztes Mal in unserer geselligen Runde die Diskussion, ob Pide kalorienärmer als Pizza ist, bzw. das bessere health food 😉
Ich sage „ja“ meine Freundinnen meinten „nein“?!?!? Vielleicht kannst du, als Expertin aufklären???
Vielen Dank für dein Rückantwort. Außerdem machst du wirklich tolle Arbeit deine Rezepte sind immer große Klasse, wir sind FANS!
Hallo Melissa, ja, interessante Frage. 🙂 Ich denke es kommt auf die Pizza an und wie sparsam man mit dem Käse ist. Aber im direkten Vergleich zu einer klassischen Pizza ist Pide sicher die kalorienärmere Variante. Danke für das tolle Lob, freue mich und sende liebe Grüße in die Runde, Anja