Apfeltaschen Rezept | Blätterteig oder Plunderteig

Apfeltaschen Rezept | Blätterteig oder Plunderteig

Apfeltaschen kennen viele noch aus Jugendzeiten — besonders von Besuchen bei McDonald’s. Außen knusprig, innen heiß und fruchtig-süß — und oft so heiß, dass man sich beim ersten Biss prompt den Mund verbrannt hat. Genau dieser Duft nach warmem Apfel, Zimt und frisch gebackenem Teig weckt bis heute bei vielen sofort Erinnerungen.

Mit diesem Rezept lassen sich Apfeltaschen ganz einfach zu Hause selbst zubereiten — ohne Fritteuse, ohne lange Wartezeiten und mit einer Füllung, die nach echten Äpfeln schmeckt. So kommt das beliebte Snack-Gefühl direkt aus dem eigenen Ofen auf den Teller, egal ob als süße Kleinigkeit am Nachmittag, Dessert oder Highlight für Gäste.

Der Vorteil: Die Zutaten sind überschaubar, die Zubereitung unkompliziert und das Ergebnis steht den bekannten Vorbildern in nichts nach — nur frischer, aromatischer und genau so, wie man es selbst am liebsten mag.

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich euch die wichtigsten Zutaten des Rezepts. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Blätterteig Apfeltaschen Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Plunderteig oder Blätterteig aus dem Kühlregal: Sorgt für die typische lockere, blättrige Hülle und bildet die Grundlage der Taschen. Alternative mit Blätterteig ergibt eine etwas knusprigere Variante.
  • Äpfel: Liefern die fruchtige Füllung und bringen natürliche Süße sowie leichte Säure ins Gebäck. Beim Garen entstehen saftige Stücke, die dem Inneren Struktur geben.
  • Butter: Unterstützt das Anschwitzen der Apfelstücke und rundet den Geschmack ab. Gleichzeitig entsteht ein sanfter, vollerer Eindruck in der Füllung.
  • Vanillezucker und Zimt: Verleihen der Apfelfüllung das klassische, warme Aroma, das viele mit Apfelgebäck verbinden. Beide Gewürze ergänzen die Fruchtnote ohne sie zu überdecken.
  • Zitronensaft: Bringt eine frische, leicht säuerliche Komponente ein und hebt das Apfelaroma deutlich an.
  • Apfelsaft: Dient als Flüssigkeit zum Garen der Äpfel und verstärkt den fruchtigen Geschmack der Füllung.
  • Maisstärke: Sorgt dafür, dass die Apfelmasse eine angenehme, nicht zu flüssige Konsistenz erhält und sich gut in den Teig einfüllen lässt.
  • Ei: Wird zum Bestreichen verwendet und sorgt für eine gleichmäßige Bräune sowie eine appetitliche Oberfläche nach dem Backen.

Und was ich zum Verzehr dann immer noch zu diesen Leckereien brauche: ein Glas Milch….

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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Apfelfüllung kochen und abkühlen lassen

Zur Vorbereitung die Apfelwürfel kommen zusammen mit Butter, Zucker, Zimt, Zitronensaft und einem Teil des Apfelsaftes in einen Topf und köcheln bei mittlerer Hitze weich. Danach die im restlichen Apfelsaft angerührte Stärke einrühren, alles kurz aufkochen und die Masse vollständig abkühlen lassen.

2. Teig vorbereiten und füllen

Während der Backofen vorheizt, den Teig in gleich große Stücke schneiden und eine Seite mehrfach einschneiden. Anschließend die Ränder mit einem Backpinsel mit verquirltem Ei bestreichen, etwas Apfel Füllung auf die ungeschnittene Seite geben und die Teigstücke zusammenklappen — so entsteht die typische Taschenform, die du später beim Backen wiedererkennst.

3. Apfeltaschen backen und servieren

Zum Schluss die gefüllten Taschen nochmals mit Ei bestreichen und im Ofen auf dem Backblech auf mittlerer Schiene goldbraun backen. Nach der Backzeit können sie warm oder kalt serviert werden.

Wenn du wider Erwarten keine Lust auf Apfeltaschen im Plunderteig hast, dann besuche gern bei anderen Gebäck Rezepte auf meinem Blog:

die Zimtschnecken – immer fluffig und süß. Oder mein Waffeln Rezept – wenn’s blitzschnell gehen muss. Alternativ bietet sich auch ein kulinarischer Ausflug in den Orient an: Baklava!

Auf was muss man bei Apfeltaschen achten?

Damit Apfeltaschen außen knusprig und innen saftig gelingen, kommt es vor allem auf die richtige Konsistenz der Füllung an. Die Apfelmasse darf nicht zu flüssig sein, sonst weicht der Teig auf und die Taschen können beim Backen aufplatzen.

Deshalb ist es wichtig, die Äpfel weich zu köcheln und die Masse mit Stärke leicht zu binden sowie vollständig abkühlen zu lassen, bevor sie in den Teig kommt. Ebenso sollte der Teig gut verschlossen sein, damit nichts ausläuft.

Ein weiterer Punkt ist die Backzeit: Zu kurz gebacken bleiben die Taschen blass und weich, zu lange gebacken werden sie schnell trocken. Die Oberfläche erhält durch das Bestreichen mit Ei eine schöne goldbraune Farbe und sorgt zusätzlich für Knusprigkeit.

Welche Äpfel eignen sich für Apfeltaschen?

Für Apfeltaschen eignen sich am besten feste, aromatische Apfelsorten, die beim Garen nicht sofort zerfallen und noch leichte Stücke behalten.

Besonders bewährt haben sich leicht säuerliche Sorten wie Boskoop, Elstar, Braeburn oder Jonagold. Sie sorgen dafür, dass die Füllung nicht zu süß wird und ein angenehmes, fruchtiges Aroma behält.

Sehr weiche oder mehlige Äpfel zerkochen dagegen schnell zu Brei und können die Füllung wässrig machen, was den Teig aufweicht. Wer es milder mag, kann auch süßere Sorten verwenden oder verschiedene Äpfel mischen, um Geschmack und Konsistenz auszubalancieren.

Wichtig ist vor allem, dass die Apfelstücke nach dem Dünsten noch etwas Struktur haben und nicht komplett zerfallen.

Welche Varianten gibt es für dieses Apfeltaschen-Rezept?

Apfeltaschen lassen sich sehr vielseitig abwandeln, je nachdem, was gerade im Vorratsschrank liegt oder worauf man Lust hat. Statt Plunder- oder Blätterteig kann beispielsweise auch fertiger Hefeteig verwendet werden, der eine weichere, eher brötchenartige Hülle ergibt. Wer es besonders knusprig mag, bleibt beim Blätterteig, während Plunderteig etwas buttriger und saftiger wird.

Auch bei der Füllung sind zahlreiche Varianten möglich. Sehr gut passen Rosinen, gehackte Nüsse wie Mandeln oder Walnüsse oder ein Löffel Apfelmus zusätzlich zu den frischen Apfelstücken. Für mehr Frische kann etwas Zitronenabrieb ergänzt werden, für eine winterliche Note zusätzlich Nelken, Zimt oder Kardamom. Wer es süßer mag, mischt braunen Zucker unter oder gibt nach dem Backen Puderzucker darüber.

Eine besonders beliebte Variante ist die Kombination mit Vanille — entweder durch Vanillepudding in der Füllung oder durch das Servieren mit Vanillesoße oder Eis. Ebenso lassen sich die Apfeltaschen nach dem Backen mit Zuckerguss überziehen, was sie optisch und geschmacklich noch näher an klassische Bäckerei-Teilchen bringt.

Tipp: ein wenig geschlagene Sahne, in welche man die Stückchen dippen kann ist auch ein Highlight. Ich hoffe ihr habt jetzt Hunger auf meine Apfeltaschen bekommen.

FAQs

Was ist eine Apfeltasche?

Eine Apfeltasche ist ein süßes Gebäck aus Teig — meist Blätterteig, Plunderteig oder Hefeteig — das mit einer Apfelfüllung gefüllt und anschließend gebacken wird. Typisch ist die Kombination aus knuspriger Hülle und saftiger, leicht zimtiger Apfelmasse im Inneren. Apfeltaschen gibt es sowohl aus der Bäckerei als auch als bekanntes Snack-Gebäck aus dem Ofen zu Hause.

Welcher Teig eignet sich am besten für Apfeltaschen?

Am häufigsten kommen Blätterteig oder Plunderteig zum Einsatz. Blätterteig wird besonders luftig und knusprig, während Plunderteig durch den höheren Butteranteil etwas saftiger und aromatischer ist. Hefeteig ist ebenfalls möglich, ergibt aber eine weichere, eher brötchenartige Variante. Welche Version am besten ist, hängt davon ab, ob man es eher knusprig oder weich bevorzugt.

Welche Äpfel eignen sich für Apfeltaschen?

Ideal sind feste, leicht säuerliche Apfelsorten wie Boskoop, Elstar, Braeburn oder Jonagold. Sie behalten beim Garen Struktur und sorgen für ein ausgewogenes Aroma. Sehr mehlige Äpfel zerfallen schnell und können die Füllung breiig und wässrig machen.

Kann man Apfeltaschen vorbereiten?

Ja, Apfeltaschen lassen sich gut vorbereiten. Die Füllung kann bereits am Vortag gekocht und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Auch die fertig gefüllten, ungebackenen Taschen können einige Stunden gekühlt gelagert werden, bevor sie frisch gebacken werden.

Kann man Apfeltaschen kalt essen?

Apfeltaschen schmecken sowohl warm als auch kalt. Warm sind sie besonders aromatisch und saftig, kalt eignen sie sich gut als Snack für unterwegs, zum Kaffee oder als süßes Mitbringsel.

Kann man Apfeltaschen am nächsten Tag noch essen?

Ja, selbstgemachte Apfeltaschen können problemlos am nächsten Tag verzehrt werden. Sie verlieren zwar etwas von ihrer Knusprigkeit, bleiben aber weiterhin genießbar. Kurz im Ofen aufgebacken, werden sie wieder deutlich frischer.

Wie bewahre ich Apfeltaschen auf?

Am besten lagert man Apfeltaschen luftdicht verpackt bei Raumtemperatur, wenn sie innerhalb von ein bis zwei Tagen gegessen werden. Im Kühlschrank halten sie länger, werden dort aber schneller weich. Zum Aufknuspern eignet sich ein kurzer Aufenthalt im Backofen besser als die Mikrowelle.

Wie lange halten sich selbstgemachte Apfeltaschen?

Bei Zimmertemperatur halten sie etwa ein bis zwei Tage, im Kühlschrank bis zu drei Tage. Danach lässt die Qualität deutlich nach, vor allem die Konsistenz des Teigs.

Kann man Apfeltaschen aus Blätterteig einfrieren?

Ja, Apfeltaschen lassen sich gut einfrieren — sowohl fertig gebacken als auch ungebacken. Zum Aufbacken kommen gefrorene, ungebackene Taschen direkt in den Ofen und benötigen lediglich etwas mehr Backzeit. Bereits gebackene Apfeltaschen sollten vor dem Servieren im Ofen aufgebacken werden, damit sie wieder knusprig werden.

Fazit

Apfeltaschen mit Blätterteig oder Plunderteig backe ich besonders gern, wenn ich Lust auf warmes Apfelgebäck habe, ohne lange in der Küche zu stehen. Auch wenn besuch von Kindern ansteht – weil denen gefällt dieser Genuss immer und es gibt große Augen!

Der Duft von Apfel und Zimt, der dabei aus dem Ofen zieht, erinnert mich jedes Mal an klassisches Gebäck vom Bäcker oder aus der Kindheit — nur eben frisch zu Hause gemacht.

Wer auf Blätterteig Rezepte steht findet auf meiner Seite auch viele weitere „süße“ Ideen wie Apfelstrudel mit Blätterteig oder den beliebten Blätterteig mit Nutella. Nicht vorenthalten mag ich euch natürlich den Oberknaller mit dem berühmten Teig: Würstchen im Schlafrock! Und jetzt ran an den Herd…

Zutaten und Zubereitung

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Apfeltaschen Rezept | Blätterteig oder Plunderteig

Mit diesem Apfeltaschen Rezept erhältst du in gut 30 Minuten ein mega-leckeres Gebäck. Egal ob du zu Blätterteig oder Plunderteig greifst.
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit20 Minuten
Gesamtzeit35 Minuten
Gericht: Fingerfood, Gebäck
Küche: Deutsch
Stichwort: einfach, erprobt, fluffig, fruchtig, gelingsicher, knusprig, lecker, schnell, süß
Portionen: 8 Portionen
Kalorien: 324 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 400 g Plunderteig ( aus dem Kühlregal, altern. Blätterteig)
  • 2 Äpfel (geschält, entkernt und gewürfelt)
  • 1 TL Butter
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Zitronensaft
  • 125 ml Apfelsaft
  • 1 EL Maisstärke
  • 1 Ei

Anleitung

  • Die gewürfelten Äpfel mit Butter, Zucker, Zimt, Zitronensaft und einem großen Teil des Apfelsaftes in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze weich köcheln lassen.
  • Die Maisstärke im restlichen Apfelsaft glattrühren. Diesen dann unter Rühren in die heiße Apfelmassegeben, kurz aufkochen lassen und die Mischung vollständig abkühlen lassen.
  • Den Backofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen, den Blätterteig auf der Arbeitsfläche in acht gleich große Stücke schneiden und jede Teigplatte auf einer Seite fünf- bis sechsmal einschneiden.
  • Das Ei verquirlen und die Ränder der Teigstücke leicht damit bepinseln, das restliche verquirlte Ei für später aufheben.
  • Etwas Apfelfüllung auf die ungeschnittene Seite setzen und die Teigstücke zusammenklappen. Die Ränder mit einer Gabel andrücken.
  • Mit dem restlichen Ei bestreichen und 18–20 Minuten auf dem Backblech (Backpapier verwenden!) backen.
  • Die Apfeltaschen warm oder kalt servieren, gerne auch mit Vanilleeis. Optional mit Puderzucker bestäuben.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 324 kcal | Kohlenhydrate: 32 g | Protein: 4 g | Fett: 20 g | Gesättigte Fettsäuren: 5 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 3 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 11 g | Transfette: 0.02 g | Cholesterin: 22 mg | Natrium: 138 mg | Kalium: 104 mg | Fasern: 2 g | Zucker: 7 g | Vitamin A: 71 IU | Vitamin C: 2 mg | Kalzium: 13 mg | Eisen: 1 mg

2 Kommentare

  1. Avatar
    Rosi

    5 Sterne
    Hallo liebe Anja! Ich würde gerne mal deine Apfeltaschen nachmachen. Aber nicht mit Blätterteig sondern Plunderteig.
    Leider konnte ich bisher im Supermarkt nur Blätterteig finden, weder TK noch Kühltheke ist bei uns Plunderteig auffindbar. Jetzt meine Frage, wo besorgst du deinen Teig? Gibt es ein spezielles Geschäft?
    Danke für deine Hilfe
    Rosi

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Rosi,
      Plunderteig ist im Supermarkt tatsächlich nur selten zu finden. Alternativ kannst du auch fertigen Hefeblätterteig verwenden, der kommt dem Plunderteig recht nahe und klappt für Apfeltaschen sehr gut.
      Liebe Grüße, Anja

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