Eclairs selber machen | Französisches Original Rezept

Eclairs selber machen | Französisches Original Rezept

Für mich gehören Eclairs zu den Gebäcken, bei denen man sofort an klassische Konditoreien denkt. Vielleicht kennt sie der eine oder andere auch unter dem Begriff Hasenpfote oder Liebesknochen. Typisch ist die längliche Form, oben mit Schokolade überzogen und innen cremig gefüllt.

Selbstgemachte Schoko Eclairs sind kein schneller Snack für nebenbei, sondern etwas, das man bewusst genießt. Genau deshalb haben Eclairs für mich immer etwas Besonderes, auch wenn die Zutaten auf den ersten Blick ganz bodenständig sind.

Was viele überrascht: Eclairs lassen sich auch zu Hause sehr gut umsetzen. Mit einem sauber gearbeiteten Brandteig, etwas Geduld beim Backen und einer luftigen Crème entsteht ein Gebäck, das dem aus der Konditorei erstaunlich nahekommt.

Und genau dieser Moment, wenn die fertigen Eclairs vor einem liegen, macht die Arbeit mehr als lohnenswert. Und man verzehrt zum Kaffee am Nachmittag mit mehr Bedacht, als wie wenn man sich so ein Teil nur schnell vom Bäcker holt…

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten dieses Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie im Eclairs Rezept spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Butter: sorgt für Geschmack und liefert die nötige Grundlage für einen geschmeidigen Brandteig. Unterstützt das gleichmäßige Aufgehen beim Backen.
  • Wasser: bringt die benötigte Feuchtigkeit in den Teig. Ermöglicht das Zusammenspiel mit Fett und Mehl.
  • Weizenmehl: gibt dem Teig Struktur und Halt. Trägt dazu bei, dass die Eclairs Form beim Backen erhalten bleibt.
  • Eier: verbinden die Teigmasse und geben Stabilität. Unterstützen Volumen und gleichmäßiges Aufgehen.
  • Kuvertüre: bildet die klassische Schokoschicht auf der Oberseite. Sorgt für Geschmack und Kontrast zur Füllung.
  • Öl: verleiht der Glasur einen gleichmäßigen Glanz. Unterstützt eine glatte Oberfläche.
  • Schlagsahne: bildet die Basis der Cremefüllung. Bringt Leichtigkeit und Frische hinein.
  • Sahnesteif: hilft der Sahne, ihre Form zu halten. Sichert Standfestigkeit bei gefüllten Eclairs.
  • Mascarpone: ergänzt die Sahne mit Cremigkeit. Verleiht der Füllung Substanz.
  • Puderzucker: süßt die Creme gleichmäßig. Löst sich ohne Körnung ein.
  • Vanillezucker, Vanillepaste oder Vanilleextrakt: rundet den Geschmack der Eclairs Füllung ab. Bringt eine dezente Aromatik in die Crème ein.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Eclairs Rezept gliedert sich in drei einfache Hauptschritte.

1. Brandteig herstellen und backen

Zunächst entsteht der Brandteig aus Butter, Wasser, Mehl, Salz und Eiern, der zu einer glatten Masse verarbeitet wird. Anschließend wird der Teig in einen Spritzbeutel gefüllt.

Nach dem Aufspritzen auf das Blech gehen die Teigstreifen im Ofen gleichmäßig auf. Wichtig bleibt ein ruhiger Backvorgang ohne Unterbrechung, damit das Volumen erhalten bleibt.

2. Glasur vorbereiten und Oberteile fertigstellen

Nach dem vollständigen Auskühlen teilt man die Gebäckstücke waagerecht. Die Oberseiten erhalten eine Schicht aus geschmolzener Kuvertüre mit Öl, die anschließend fest werden darf. Du legst damit die Grundlage für den typischen Abschluss der Eclairs.

3. Crème anrühren und Eclairs füllen

Parallel entsteht eine feine Vanillecreme aus Sahne, Mascarpone, Puderzucker und Vanille. Nach dem Aufspritzen auf die Unterseiten setzt man die glasierten Deckel auf. Ein kurzer Aufenthalt im Kühlschrank sorgt für Stabilität. Und die Eclairs à la Vanille können serviert werden.

Falls du an dieser Stelle schon abwinkst und dich doch einem anderen meiner Gebäck Rezepte zuwenden magst – da bin ich dir nicht beleidigt und verweise auf das schnelle und fluffige Waffeln Rezept, die berühmten Zimtschnecken oder die französischen Croissants – die eigentlich gar nicht französisch sind…

Woher stammen Eclairs à la Vanille?

Eclairs stammen ursprünglich aus Frankreich und gehören dort seit dem 19. Jahrhundert zur klassischen Pâtisserie. Grundlage der feinen Kaffeestange ist ein Brandteig, der bereits zuvor für verschiedene Backwerke genutzt wurde.

Die längliche Form und die Kombination aus Füllung und Glasur entwickelten sich jedoch erst später und machten Eclairs zu einem eigenständigen Rezept.

Was heißt Eclairs?

Der Name leitet sich vom französischen Wort éclair ab, was so viel wie „Blitz“ bedeutet. Gemeint ist damit nicht die Herstellung, sondern der schnelle Genuss: Eclairs lassen sich leicht abbeißen und waren früher dafür bekannt, ebenso schnell wieder verschwunden zu sein, wie sie serviert wurden.

Bis heute gilt das Rezept als fester Bestandteil französischer Konditoreikunst und finden sich in klassischen wie modernen Varianten weltweit in Bäckereien und Cafés.

Tipps und typische Fehler bei Eclairs

Eclairs stehen und fallen mit einem korrekt zubereiteten Brandteig. Wichtig bei diesem Rezept ist, das Mehl zügig in die kochende Flüssigkeit rühren und den Teig lange genug abbrennen.

Die helle Schicht am Topfboden zeigt, dass genügend Feuchtigkeit verdampft ist. Wird dieser Schritt zu früh beendet, bleibt der Teig zu weich und geht im Ofen nicht stabil auf.

Auch beim Einarbeiten der Eier ist Geduld gefragt. Jedes Ei muss vollständig untergerührt sein, bevor das nächste folgt. Eine zu flüssige Masse lässt sich nicht sauber aufspritzen und verliert beim Backen ihre Form. Umgekehrt wird der Teig zu fest, wenn die Eier zu kalt oder ungleichmäßig untergearbeitet sind.

Ein häufiger Fehler passiert beim Backen. Die Ofentür sollte während der Backzeit geschlossen bleiben, damit der Dampf im Backofen wirken kann. Wird zu früh geöffnet, fallen die Eclairs zusammen und verlieren ihre Form.

Nach dem Backen müssen sie vollständig auskühlen, bevor sie gefüllt werden, sonst verflüssigt sich die Creme und der Brandteig weicht auf.

Abwandlungsmöglichkeiten

Wer möchte, der kann den Eclairs auch eine andere Füllung verpassen. Beim Konditor sieht man auch oft eine Variante mit einer Füllung auf Basis von Pudding. Dazu einfach Milch nach Packungsanleitung im Topf kochen, Zucker dazugeben und das Puddingpulver hinein rühren. Anschließend mit Folie bedecken, sodass sich beim Erkalten keine Haut bildet. Und anschließend mit geschlagener Sahne verfeinern.

Wer Lust auf eine schokoladige Füllung bevorzugt, der kann auch auch einen Pudding aus Milch und Kakao kochen und diesen mit Maisstärke und Eigelb andicken. So entstehen leckere Varianten für jeden Geschmack.

Statt mit Schokolade lassen sich die Eclairs auch nach Belieben mit Fondant überziehen. Bei Fondant handelt es sich um eine formbare Masse auf Basis von Zucker zum Bedecken von Torten. Probiert diesen „Belag“ ruhig mal aus.

Und zu guter letzte die Größe: auch Mini Eclairs sind gefragt! Dazu gerne mal nur ein halb so großes Stück Gebäck produzieren…

FAQs

Wie nennt man Eclairs à la Vanille in Deutschland?

Eclairs heißen in Deutschland ebenfalls Eclairs. Sie haben aber noch weitere viele sogar recht lustige Bezeichnungen. Hasenpfoten zum Beispiel oder Liebensknochen oder Mauserl.

Der französische Name hat sich im Bäckerei- und Konditoreibereich dennoch etabliert und wird auch im deutschen Sprachraum so verwendet. Teilweise taucht ergänzend die Bezeichnung Schokoladen Eclairs auf.

Warum heißt es Eclair?

Der Name Eclair stammt aus dem Französischen und leitet sich vom Wort „éclair“ ab, was „Blitz“ bedeutet. Gemeint ist damit der schnelle Genuss, da sich die leckeren Stangen leicht essen lassen und oft ebenso schnell aufgegessen sind.

Was ist der Unterschied zwischen Windbeuteln und Eclairs?

Windbeutel und Eclairs bestehen beide aus Brandteig, unterscheiden sich jedoch deutlich in Form und Ausführung. Windbeutel sind rund und meist ungeglasiert, während Eclairs länglich geformt und klassisch mit Schokolade überzogen sind.

Kann man Eclairs einen Tag vorher machen?

Ungefüllte Eclairs lassen sich gut am Vortag vorbereiten und luftdicht lagern. Gefüllt sollten sie möglichst frisch serviert werden, da die Creme den Brandteig mit der Zeit weich macht.

Warum gehen meine Éclairs nicht auf?

Gehen Eclairs nicht auf, liegt die Ursache meist im Brandteig oder im Backvorgang. Häufige Gründe sind zu viel Restfeuchtigkeit im Teig, das Öffnen der Ofentür während des Backens oder eine zu kurze Backzeit.

Fazit: Warum Éclairs zeitlose Klassiker sind

Eclairs sind für mich ein gutes Beispiel dafür, wie vielseitig ein Brandteig Rezept sein kann. Mit wenigen Grundzutaten entsteht eine Leckerei, die sowohl schlicht als auch elegant wirkt und sich je nach Füllung immer wieder neu interpretieren lässt. Genau das macht ihren Reiz aus und erklärt, warum sie bis heute in Konditoreien ihren festen Platz haben.

Wer Eclairs mag, findet oft auch Gefallen an anderen klassischen Gebäckrezepten aus dem Brandteig- und Cremesegment. Himbeer Windbeutel bringen eine fruchtige Leichtigkeit mit, während Cremeschnitten mit mehreren Schichten eher opulent wirken. Auch fein: Schillerlocken!

Alle drei verbindet die Kombination aus luftiger Hülle und cremiger Füllung. Eclairs stehen dabei irgendwo dazwischen – nicht zu verspielt, nicht zu schwer, sondern angenehm ausgewogen.

Zutaten und Zubereitung

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Eclairs selber machen | Französisches Original Rezept

Mit diesem Französischen Original Rezept kannst du Eclairs selber machen. Einfach. Locker. Fluffig und cremig. Perfekt für den Kaffeeklatsch!
Vorbereitungszeit45 Minuten
Zubereitungszeit45 Minuten
Gesamtzeit1 Stunde 30 Minuten
Gericht: Dessert, Gebäck
Küche: Französisch
Stichwort: erprobt, fluffig, gelingsicher, lecker, original, süß
Portionen: 12 Portionen
Kalorien: 394 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

Eclairs Brandteig:

  • 100 g Butter (ungesalzene und in 1-cm-Würfel geschnitten)
  • 150 ml Wasser
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 120 g Weizenmehl (Type 405 / Allzweckmehl)
  • 4 Eier (zimmerwarm und Größe M)

Eclairs Schokoglasur:

  • 100 g dunkle Kuvertüre
  • 2 EL Öl

Eclairs Vanillecreme:

  • 400 g Schlagsahne (mind. 35 % Fett)
  • 2 Pck. Sahnesteif
  • 250 g Mascarpone
  • 200 g Puderzucker (gesiebt)
  • 2 TL Vanillezucker (oder Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote)

Außerdem:

  • Etwas Butter für das Backlbech

Anleitung

  • Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Das Backblech leicht mit Butter einfetten und mit Backpapier auslegen.
  • Die Butter in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze schmelzen. Kurz bevor sie komplett geschmolzen ist, Wasser, Salz und Zucker zufügen.
  • Sobald das Wasser mit der Prise Salz und dem Zucker kochen, das Mehl auf einmal zufügen und mit dem Kochlöffel einrühren und kräftig weiterrühren, bis sich die Masse zu einem klebrigen Teigball formt, es ist erwünscht, wenn sich eine weiße Schicht am Topfboden bildet.
  • Den Topf vom Ofen nehmen, den Teig in eine Schüssel geben und 10 Minuten abkühlen lassen.
  • Die Eier einzeln zum Teig geben und jedes Ei vollständig einrühren, bevor das nächste hinzukommt. Und keine Sorge, die Masse wirkt zunächst getrennt, verbindet sich aber beim Rühren zu einer homogenen, formstabilen Paste.
  • Den Teig in einen Spritzbeutel mit einer 15-mm-Sterntülle füllen und etwa 12–14 cm lange Streifen mit etwas Abstand zueinander aufspritzen.
  • Die Éclairs zirka 30 Minuten goldgelb backen. Man kann selbstverständlich auch mit zwei oder drei Backbleche backen. Die Brandteiggebäckstücke im Anschluss vollständig auf Backpapier abkühlen lassen.
  • Für den Schokoguss die Kuvertüre langsam und bei geringer Hitze im Wasserbad schmelzen.
  • Vom Wasserbad entfernen und das Öl unter ständigem Rühren zugeben, so bekommt sie einen besonders schönen Glanz. Anschließend in eine flache Schale füllen.
  • Die Gebäckstücke waagerecht halbieren und die obere Seite der Eclairs mit dem Guss bestreichen, auf ein Blech legen und etwa 30 Minuten kühl stellen, bis der Guss fest ist.
  • Währenddessen für die Vanillecreme die Sahne mit Sahnesteif in eine Schüssel geben und mit dem Mixer oder mit Hilfe der Küchenmaschine oder dem Schneebesen steifschlagen.
  • Dann Mascarpone, Puderzucker und Vanillezucker oder das Mark einer Vanilleschote in eine Rührschüssel geben und mit dem Handmixer auf mittelhoher Stufe rühren, bis feste Spitzen entstehen.
  • Danach zuerst ein Drittel der Sahne unterrühren und dann die restlichen zwei Drittel vorsichtig unterheben. So bleibt die Vanillecreme schön luftig.
  • Die Creme in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (auch Lochtülle genannt) füllen und großzügig auf die Unterseiten spritzen.
  • Die glasierten Deckel aufsetzen und vor dem Servieren 30 Minuten in den Kühlschrank geben, so bleiben sie beim Anschneiden oder Abbeißen stabiler.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 394 kcal | Kohlenhydrate: 31 g | Protein: 6 g | Fett: 36 g | Gesättigte Fettsäuren: 21 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 2 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 8 g | Transfette: 0.3 g | Cholesterin: 131 mg | Natrium: 99 mg | Kalium: 65 mg | Fasern: 1 g | Zucker: 5 g | Vitamin A: 1069 IU | Vitamin C: 0.2 mg | Kalzium: 63 mg | Eisen: 1 mg

4 Kommentare

  1. Avatar
    Katja

    5 Sterne
    Hi Anja als ich jetzt deinen Beitrag so gelesen habe und der Begriff Liebesknochen fiel, ist mir sofort die Idee in den Kopf geschossen das für meine liebsten am Samstag (Valentinstag) zu backen 🥰
    Ich finde das passt irgendwie 😉
    Danke und viele Grüße aus Mainburg
    Katja

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Katja,
      das ist ja eine richtig schöne Idee für den Valentinstag 🥰 Da werden sich deine Liebsten bestimmt freuen. Und ja – Liebesknochen passen perfekt zu diesem Anlass 😉 Viel Spaß beim Backen!
      Liebe Grüße, Anja

  2. Avatar
    Grad Tamara

    5 Sterne
    Guten Morgen liebe Anja!
    Witzig als Liebesknochen habe ich die leckeren Stangerl noch nie betitelt 😉 aber das passt dann perfekt 😍 für den Valentinstag 💝
    Danke für dein Rezept und einen tollen Faschingsmontag.
    Tamara

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Grüß dich Tamara,
      stimmt, der Name „Liebesknochen“ hat wirklich Charme 😄 Freut mich, dass dir das Rezept gefällt. Ich wünsche dir auch eine schöne Faschingszeit!
      Liebe Grüße, Anja

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