Quarkbällchen | besser als vom Bäcker

Quarkbällchen | besser als vom Bäcker

Meine soften Quarkbällchen gehören zu den Gebäcken, die sofort Kindheitserinnerungen wecken. Ob vom Bäcker in der Tüte oder frisch aus der heimischen Küche – der Duft nach Zimt und Zucker ist unverwechselbar.

Ich erinnere mich noch an Volksfeste, wo warme Quarkbällchen fast direkt aus dem heißen Öl heraus verkauft wurden. Heute backe ich sie gerne selbst, weil ich dann weiß, was im Quarkbällchen Teig steckt.

Zutaten – im Überblick

In diesem Abschnitt führe ich die wichtigsten Zutaten des Rezepts auf. Und erläutere kurz, welche Rolle sie beim Quarkbällchen selber machen spielen. Die genauen Mengenangaben findest du in der Rezeptkarte unterhalb.

  • Mehl: Bildet die Basis für den Teig und sorgt dafür, dass die Bällchen beim Ausbacken ihre Form behalten.
  • Speisestärke: Macht den Teig etwas feiner und trägt zu einer lockeren und angenehmen Konsistenz bei.
  • Backpulver: Bringt Luft in die Masse und hilft den Quarkbällchen, im heißen Fett schön aufzugehen.
  • Magerquark: Sorgt für Saftigkeit und den typisch milden Geschmack, der dieses Gebäck ausmacht.
  • Eier: Verbinden alle Zutaten miteinander und geben dem Teig die nötige Stabilität.
  • Zucker und Vanillezucker: Verleihen eine angenehme Süße und das vertraute, leicht vanillige Aroma.
  • Butter: Macht den Teig geschmeidiger und rundet den Geschmack harmonisch ab.
  • Butterschmalz oder neutrales Speiseöl: Dient als Frittierfett und ermöglicht eine gleichmäßige Bräunung der Bällchen.
  • Zimtzucker: Gibt den fertig gebackenen Quarkbällchen den klassischen süßen Abschluss.
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Zubereitung – kompakt erklärt

Dieses Rezept für Quarkbällchen gliedert sich in drei einfache Hauptschritte. Mit wenigen Handgriffen steht der Teig bereit und die Bällchen können direkt ausgebacken werden.

1. Teig vorbereiten

Zuerst kommen Mehl und Backpulver sowie Speisestärke in eine Schüssel und vermischen sich gründlich miteinander. Danach folgen Quark, Eier, Zucker, Vanillezucker, Salz und die zerlassene Butter. Mit den Knethaken vom Handrührgerät entsteht daraus ein glatter, gleichmäßiger Teig ohne Klümpchen.

2. Fett erhitzen und Quarkbällchen formen

Im nächsten Schritt erhitzt ein Topf oder eine Fritteuse das Frittierfett auf die passende Temperatur (wenn sich bei einem eingetauchten Holzlöffel Bläschen bilden ist das Fett bereit zum Frittieren).

Ein Teelöffel taucht kurz ins heiße Fett, damit der Teig später nicht kleben bleibt. Mit Hilfe eines zweiten Löffels lassen sich nun kleine Portionen abstechen und zu runden Bällchen formen – und somit super einfach portionieren.

3. Quarkbällchen ausbacken und vollenden

Die geformten Teigkugeln wandern portionsweise in das heiße Fett und backen dort goldbraun aus. Regelmäßiges Wenden der Kugeln sorgt für eine gleichmäßige Farbe von allen Seiten. Kinder sollten bei diesen Vorgang ein wenig Abstand vom Herd halten.

Nach dem Ausbacken kommen die Quarkbällchen auf Küchenpapier zum Abtropfen und anschließend direkt in den Zimtzucker. Also flott durch den Zucker wälzen.

Und schon liegt ein weiterer deutscher Gebäck Rezepte Klassiker vor euch, der zum Siedegebäck (im Fett ausgebacken zählt). Super lecker mit seiner Zuckerkruste neben den Krapfen oder auch Berliner sowie den Ausgezogenen.

Warum du das Rezept nachmachen solltest

Quarkbällchen sind schnell gemacht, da der Quarkbällchen Teig ohne Gehzeit auskommt. Im Gegensatz zu Rührteig musst du nicht warten, bis etwas aufgeht. Dadurch eignen sie sich perfekt, wenn spontan Besuch kommt.

Außerdem lassen sie sich direkt frittieren, was für eine goldbraune Kruste sorgt. Praktisch ist auch, dass die Zutaten in fast jeder Küche vorrätig sind. Mehl, Quark, Eier, Salz, Zucker und Backpulver genügen, um Teigkugeln zu formen.

Besonders praktisch ist auch, dass sich die Menge mit einem Eisportionierer abgemessen lässt. So erhältst du gleichmäßige Bällchen.

Was ist das Besondere an Quarkbällchen?

Das Besondere ist der Teig auf Quarkbasis. Der Magerquark sorgt für Saftigkeit, während Mehl und Eier Struktur geben. Außerdem behalten die Bällchen auch nach dem Abkühlen noch eine angenehme Konsistenz.

Durch das Frittieren im Fettbad entstehen eine gleichmäßige Bräunung und ein feines Aroma. Wer möchte, wälzt die Teigbällchen in Zimtzucker und bekommt ein besonders stimmiges Ergebnis.

Manche geben auch einen Hauch Zitrone in den Teig, um dem Gebäck eine leichte Frische zu verleihen.

Woher stammen Quarkbällchen?

Die Herkunft liegt in den bäuerlichen Küchen, wo Quark als günstige Zutat geschätzt wurde. Schon früh nutzte man ihn für süßes Gebäck. So entstanden neben Käsekuchen auch kleine Teigkugeln, die in heißem Fett ausgebacken wurden.

Besonders in Bayern und beim Fasching oder Karneval gehören Quarkbällchen bis heute zum festen Programm. Dort sind sie ein beliebtes Thema in vielen Rezeptkategorien, da sie sowohl im Haushalt als auch beim Bäcker Tradition haben.

Tipps und Tricks

Am besten schmecken Quarkbällchen frisch. Trotzdem lassen sie sich einige Stunden lang problemlos aufbewahren. Besonders praktisch ist es, die Bällchen auf Küchenpapier abtropfen zu lassen, um überschüssiges Öl loszuwerden.

Wer einen gleichmäßigen Schnitt möchte, taucht den Löffel regelmäßig ins heiße Fett. Dadurch bleibt der Teig nicht kleben. Auch die Backzeit sollte beachtet werden: Zu kurze Frittierzeit führt zu rohem Inneren, zu langes Backen zu trockenem Gebäck.

Eine Alternative für weniger Fett ist die Heißluftfritteuse, auch wenn das Ergebnis etwas anders aussieht.

Die drei Kardinalfehler beim Quarkbällchen

Der erste Fehler ist eine zu niedrige Temperatur. Dann saugen sich die Bällchen mit Frittieröl voll und schmecken schwer. Der zweite Fehler liegt bei zu hoher Temperatur. In diesem Fall sind sie außen dunkel, innen jedoch teigig.

Der dritte Fehler ist eine falsche Teigkonsistenz. Ist der Teig zu flüssig, zerfallen die Teigkugeln im Fettbad. Ist er zu fest, gehen sie nicht richtig auf und bleiben hart.

FAQs

Welche Zutaten brauche ich für Quarkbällchen?

Mehl, Quark, Eier, Zucker, Vanillezucker, Butter, Backpulver und Fett zum Ausbacken.

Was macht Quarkbällchen fluffig?

Backpulver und Eier sorgen zusammen für luftige Teigbällchen.

Wie lange muss man Quarkbällchen frittieren?

Je nach Größe 4 bis 6 Minuten, bis sie goldbraun sind.

Wie heiß muss das Öl für Quarkbällchen sein?

Die Temperatur sollte etwa 180 Grad betragen. Ein Küchenthermometer ist hier die beste Hilfe.

Warum sind meine Quarkbällchen zu flüssig?

Meist liegt es am zu feuchten Quark. Vorher etwas abtropfen lassen.

Kann man Quarkbällchen am nächsten Tag noch essen?

Ja, frisch sind sie am besten. Am nächsten Tag sind sie weicher.

Was kostet ein Quarkbällchen beim Bäcker?

Meist zwischen 50 und 80 Cent pro Stück.

Wie heißen Quarkbällchen in Bayern?

Sie heißen in Bayern ebenfalls Quarkbällchen.

Lassen sich Quarkbällchen auch im Backofen backen?

Ja, dafür ein Backblech mit Backpapier nutzen und die Bällchen bei 180 Grad rund 20 Minuten backen. Das Ergebnis aus dem Ofen unterscheidet sich vom Frittieren, spart aber Fett.

Fazit

Quarkbällchen sind ein unkompliziertes Gebäck, das in kurzer Zeit gelingt. Der Teig ist schnell zusammengerührt und erfordert keine lange Vorbereitung. Mit etwas Erfahrung beim Frittieren erhältst du gleichmäßige, goldbraune Bällchen.

Wer auf Siedegebäck Rezepte steht findet bei mir auch internationale Klassiker – wie die spanischen Churros oder die berühmten amerikanischen Donuts.

Und ein letzter Satz zu diesem vorliegenden Rezept: Ob für den Kaffeetisch, an Fasching, Silvester oder für ein schnelles Gebäck zwischendurch – Quarkbällchen sind immer ein Genuss. Jetzt freue ich mich auf eine positive Rezept Bewertung und wünsche viel Spaß bei der Quarkbällchen Zubereitung zu hause für eure Familie.

Zutaten und Zubereitung

5 von 1 Bewertung
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Quarkbällchen | besser als vom Bäcker

Mit meinem feinen und schnellen Quarkbällchen Rezept kannst du Groß und Klein begeistern. Und das nicht nur zu Karneval bzw. Fasching.
Vorbereitungszeit15 Minuten
Zubereitungszeit15 Minuten
Gesamtzeit30 Minuten
Gericht: Dessert, Gebäck
Küche: Deutsch
Stichwort: einfach, gelingsicher, lecker, schnell, süß
Portionen: 20 Portionen
Kalorien: 98 kcal
Autor: Anja Würfl

Zutaten

  • 200 g Mehl (Weizenmehl Type 405)
  • 60 g Speisestärke
  • 2 TL Backpulver
  • 375 g Magerquark
  • 2 Eier
  • 2 EL Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Butter (zerlassen)
  • reichlich Butterschmalz oder neutrales Speiseöl zum Frittieren
  • 20 TL Zimtzucker (zum Wenden)

Anleitung

  • Mehl, Speisestärke und Backpulver in eine Schüssel sieben und gründlich vermischen.
  • Quark, Eier, Zucker, Vanillezucker, die Prise Salz und die zerlassene Butter zugeben.
  • Mit den Knethaken des Handrührgeräts zunächst auf niedriger, dann auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten.
  • In einem Topf oder einer Fritteuse das Backfett auf zirka 180 Grad erhitzen und anschließend den Teig abstechen: dazu zuerst einen Teelöffel ins heiße Fett tauchen und mit Hilfe eines zweiten Löffels kleine Bällchen formen.
  • Die Bällchen portionsweise im heißen Fett goldbraun ausbacken, dabei regelmäßig wenden.
  • Die fertigen Quarkbällchen mit einem Schaumlöffel herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Die Quarkbällchen in Zimtzucker wälzen.
  • Gerne noch warm servieren.

Nährwerte (pro Portion)

Kalorien: 98 kcal | Kohlenhydrate: 17 g | Protein: 4 g | Fett: 2 g | Gesättigte Fettsäuren: 1 g | Mehrfach ungesättigte Fettsäuren: 0.1 g | Einfach ungesättigte Fettsäuren: 0.3 g | Transfette: 0.02 g | Cholesterin: 18 mg | Natrium: 80 mg | Kalium: 17 mg | Fasern: 0.3 g | Zucker: 6 g | Vitamin A: 41 IU | Kalzium: 28 mg | Eisen: 1 mg

2 Kommentare

  1. Avatar
    Karin Pfeiffer

    5 Sterne
    Die Quarkbällchen sind lecker und lassen sich auch am nächsten Tag noch gut essen, wenn man sie kurz in der Mikrowelle erwärmt.

    • Anja Würfl
      Anja Würfl

      Hallo Karin,
      das ist ein super Tipp! Kurz aufgewärmt schmecken die Quarkbällchen tatsächlich nochmal richtig gut. Vielen Dank fürs Teilen deiner Erfahrung 😊
      Liebe Grüße, Anja

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