Direktes und indirektes Grillen

BBQ-Basics – Direktes und indirektes Grillen

Heute möchte ich die Grundlagen bezüglich dem direkten und indirekten Grillen in einem kurzen Video erklären. Mit diesen Kenntnissen lässt sich fast jedes erdenkliche Gericht am Grill zubereiten. Wer also bisher noch Hemmungen oder Bedenken hatte sich ans Grillen zu wagen, der kann diese nun getrost ablegen. Direktes und indirektes Grillen bezieht sich ganz einfach auf die Hitze, dem das Grillgut ausgesetzt wird und wo man dieses auf dem Grill platziert.

Direktes und indirektes Grillen und der grundsätzliche Unterschied

  • Beim direkten Grillen wird das Grillgut, wie der Name schon sagt, der direkten Hitze ausgesetzt. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Stück Fleisch direkt auf dem Rost über den Kohlen beim Kohlegrill oder den Brennern eines Gasgrills liegt. Es wird also durch die Hitze, die von den Kohlen oder Brennern erzeugt wird und von der Wärmeleitung über den Rost, gegart.
  • Beim indirekten Grillen liegt das Grillgut natürlich auch auf dem Rost aber nicht direkt über sondern neben der Hitzequelle. Außerdem ist fürs indirekte Grillen eine Garhaube notwendig. So kann die Hitze unter der Garhaube um das Grillgut strömen, ähnlich wie in einem Backofen.

Für welches Grillgut eignet sich direktes und indirektes Grillen?

  • Für das direkte Grillen eignen sich besonders feine Fleischstücke wie Steaks oder Hähnchenbrust, aber auch Gemüse. Also alles was keine lange Garzeit benötigt.
  • Wenn man große Fleischstücke oder beispielsweise ganze Hähnchen zubereiten möchte nutzt man die indirekte Hitze. Dies verhindert ein Verbrennen des Grillgutes. Die indirekte Wärmeströmung macht somit ein langsames Garen möglich. Größere Fleischstücke werden allerdings vorher, um Röstaromen zu erzeugen, auf der direkten Hitze scharf angegrillt und anschließend auf indirekter Hitze langsam fertig gegart.

Die Temperaturen für direktes und indirektes Grillen

Sowohl beim direkten als auch indirekten Grillen gibt es verschiedene Temperaturen. Nämlich niedrige, mittlere und hohe Temperaturen. Diese lassen sich über die Menge der Holzkohle oder Briketts oder die Temperaturregler eines Gasgrills steuern. Von niedrigen Temperaturen spricht man im Bereich von 110 bis 170 Grad, mittlere bewegen sich im Bereich von 170 bis 230 Grad und ab 230 bis 300 Grad ist von hohen Temperaturen die Rede. Bei Temperaturen von unter 100 Grad spricht man übrigens von einer Niedergarmethode.

Indirektes und direktes Grillen am Kohle- und Gasgrill

Beim Kohlegrill gibt es verschiedene Anordnungen für die Kohle um so genannte direkte und indirekte Zonen zu schaffen. Für eine Zwei-Zonen-Glut beispielsweise legt man die Kohlen nur auf eine Seite und hat somit eine direkte und eine indirekte Zone. Um in der Mitte des Grills eine indirekte Zone zu schaffen kann man die Kohlen auch ringförmig anordnen. Dies ist besonders für Braten oder ganze Hähnchen geeignet. Hier strömt die Hitze von allen Seiten gleichmäßig um das Grillgut. Je nach benötigter Temperatur werden die Kohlen übereinander geschichtet.
Beim Gasgrill wird die Hitzezufuhr über Knöpfe reguliert, die man niedrig bis hoch einstellen kann. Hier werden ebenfalls direkte und indirekte Zonen geschaffen indem man beispielsweise – bei einem Grill mit drei Brennern – nur die äußeren beiden Brenner entzündet.

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