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Tolle Beilagen zum BBQ zaubern: So vielseitig ist die Friteuse

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Zu einem leckeren BBQ gehört nicht nur ein gutes Stück Fleisch, sondern auch ein paar raffinierte Beilagen. Selbst gemachte Salate und Baguette sind der Klassiker, aber damit sind die Rezeptmöglichkeiten noch längst nicht ausgeschöpft. Mit einer Friteuse lassen sich köstliche Beilagen für das BBQ ganz einfach selber zubereiten. Die Vielfalt, die sich mit diesem kleinen Gerät zaubern lässt, mag überraschen.

Zum Stichwort Beilagen aus der Friteuse fallen uns wahrscheinlich sofort Pommes Frites ein. Tatsächlich lassen sich die knusprigen Kartoffelstreifen in der Friteuse ganz einfach selber machen und schmecken auch noch viel leckerer als aus der Tiefkühltruhe im Supermarkt. Die Friteuse kann allerdings noch viel mehr als nur Pommes und wird damit zum echten Must-have für Grillfans.

Mit oder ohne Fett: Ganz nach Geschmack

Friteuse ist nicht gleich Friteuse. Heute sind zahlreiche Varianten im Handel, die für jeden Geschmack die richtige Zubereitungsform anbieten. Der wichtigste Unterschied liegt darin, ob Speisen in der Friteuse mit oder ohne Fett zubereitet werden. Friteusen, die ganz ohne Fett auskommen, sind sehr beliebt, denn sie ermöglichen köstlichen Genuss ohne zu viele Kalorien. In einer fettfreien Friteuse können viele klassische Speisen in einer angenehm leichten Variante zubereitet werden.

Die Heißluftfriteuse als neuer Star beim BBQ

Heißluftfriteusen sind derzeit der absolute Verkaufsschlager, weil sie ein perfektes Garergebnis mit höchstens einem Teelöffel Öl hinbekommen. Viele Speisen lassen sich sogar ganz ohne die Zugabe von Fett zubereiten, ohne an Geschmack einzubüßen. Speisen werden nicht in heißem Fett, sondern in einem heißen Luftstrom gegart, der in der Friteuse während des gesamten Garvorgangs rotiert und dadurch ein besonders gleichmäßige Garergebnis garantiert. Die Temperatur lässt sich bei den meisten Heißluftfriteusen von Hand einstellen. Ein großer Vorteil: bei einer Heißluftfriteuse entfällt das Vorheizen, da die gewünschte Temperatur der Garluft sofort zur Verfügung steht. So können die Beilagen ohne Zeitverzögerung auf den Punkt zubereitet werden.

Neben einer schonenden und kalorienarmen Zubereitung haben Heißluftfriteusen noch einen weiteren großen Pluspunkt im Gepäck: sie sind hygienischer. Nach der Zubereitung entfällt ist die Friteuse nämlich nicht mit größeren Mengen an altem Fett verklebt, das sich nur schwer entfernen lässt. Da kaum oder gar kein Öl für die Zubereitung erforderlich ist, kann die Heißluftfriteuse oft sogar einfach mit einem feuchten Tuch ausgewischt werden. Außerdem entfällt der unangenehme Frittiergeruch, der bei Frittieren mit Fett oft noch tagelang in der Luft hängt.

Heißluftfriteusen eignen sich übrigens auch hervorragend, um köstliche, frische Beilagen direkt am Tisch zuzubereiten. Das Gerät benötigt nur einen Stromanschluss. Da in der Friteuse keine große Menge Fett erhitzt wird, ist die Zubereitung am Tisch auch ungefährlich. Selbst, wenn das Gerät einmal umkippt oder vom Tisch gestoßen wird, besteht keine Verbrennungsgefahr durch heißes Fett, wie bei einer herkömmlichen Friteuse.

Die Ölfriteuse: Der Klassiker in neuem Glanz

Auch im Bereich Ölfriteusen hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Fans der klassischen Friteuse können zwischen zwei Varianten wählen: Unterbodenfriteusen und Kaltzonenfriteusen. Der Unterschied liegt in der Position des Heizelementes. Bei Unterbodenfriteusen liegt das Heizelement unter dem Garbehälter oder direkt in dessen Boden. Das Öl im Garbehälter wird also von unten erhitzt. Bei einer Kaltzonenfriteuse ragt das Heizelement in den Garbehälter hinein und erhitzt das Öl so von innen heraus.

Unterbodenfriteusen haben den Vorteil, dass das Heizelement keinen direkten Kontakt mit dem Öl hat und deshalb nicht mühsam gereinigt werden muss. Allerdings ist das Öl in Bodennähe, wo das Heizelement sitzt, besonders heiß. Das kann dazu führen, dass herabsinkende Essensreste schnell am Boden der Friteuse anbacken und nur schwer wieder zu entfernen sind.

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Pommes oder Zwiebelringe sind nur zwei Beispiel dafür, für was man die Friteuse verwenden kann. (Foto: Deposit)

Bei Kaltzonenfriteusen ist das Öl am Boden des Garbehälters um einiges kühler. Dort wird nur eine Temperatur von etwa 85 Grad erreicht, während das Öl bei Unterbodenfriteusen am Boden des Garbehälters bis auf 190 Grad erhitzt wird. Deshalb birgt die Kaltzonenfriteuse nicht die Gefahr, dass herabsinkende Speisenreste schnell am Boden des Garbehälters anbrennen. Allerdings muss bei dieser Variante das Heizelement nach jeder Benutzung separat gereinigt werden.

Trotzdem geht die Empfehlung klar in Richtung Kaltzonenfriteuse, denn das Heizelement im Garbehälter sorgt dafür, dass das Öl schneller und energieeffizienter erhitzt wird. Außerdem muss das Öl seltener erneuert werden, weil die Verunreinigung durch angebrannte Speisenreste und die damit verbundenen Freisetzung von gesundheitsschädlichem Acrylamid deutlich reduziert ist. Wer also den klassischen Geschmack frittierter Speisen schätzt, ist mit einer Ölfriteuse mit Kaltzonenprinzip gut beraten.

Echt vielseitig: Köstliche BBQ-Rezepte aus der Friteuse

Wir haben ja schon versprochen, dass die Friteuse weitaus mehr kann, als nur frische, selbst gemachte Pommes Frites zum BBQ beizusteuern. Hier kommen ein paar wirklich raffinierte und köstliche Beilagenrezepte direkt aus der Friteuse:

Bakahöba: Die scharf-süße Verführung im Bierteig

Bakahöba ist eine scharf gewürzte Banane, die im Bierteig ausgebacken wird. Durch ihre würzige und zugleich scharfe Note ist Bakahöba längst nicht nur als Dessert geeignet.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 reife Bananen
  • 250 ml Bier, am besten eignet sich würziges Dunkelbier
  • 250 g Mehl
  • 100 g Butter
  • 4 Eier
  • 300 g sehr würziger Käse in Scheiben
  • 1 Prise Salz
  • Scharfer Senf

Zubereitung des Bierteigs:

Das Mehl mit einem Schneebesen im Bier glattrühren und mit Salz würzen. Eier trennen und das Eigelb mit dem Schneebesen unter den Bierteig ziehen. Anschließend sollte der Teig an einem kühlen Ort mindestens 15 Minuten gehen.

Die Butter zerlassen, das Eiweiß steif schlagen und beides vorsichtig unter den Bierteig ziehen.

Vorbereitung der Bananen:

Die Bananen in Scheiben schneiden. Aus den Käsescheiben mit einem Schnapsglas runde Scheiben in Bananengröße ausstechen. Jeweils zwei Käsescheiben mit scharfem Senf bestreichen und eine Bananenscheibe dazwischen legen. Anschließend werden die Bananen-Käse-Scheiben im Bierteig gewendet und in der Friteuse goldbraun ausgebacken.

Bakahöba eignet sich hervorragend als Beilage zum BBQ oder als Nachtisch mit etwas Vanillesoße oder zu Eis.

Würzig-knusprige Zwiebelringe

Zwiebelringe sind ein Klassiker bei jedem echten BBQ. Wie wäre es, wenn der köstliche Snack einmal im würzig-knusprigen Teigmantel daherkäme?

Zutaten für 4 Portionen:

  • 4 mittelgroße Zwiebeln
  • 4 gehäufte Esslöffel Mehl
  • 4 Teelöffel Kräuteröl nach Geschmack

Zubereitung:

Die Zwiebeln schälen und in Scheiben schneiden. Die einzelnen Zwiebelringe herausdrücken. Die Zwiebelringe mit dem Kräuteröl bestreichen und anschließend im Mehl wenden. Die panierten Zwiebelringe in der Friteuse goldbraun und knusprig ausbacken.

Diese Rezepte sind nur ein kleiner Vorgeschmack auf viele köstliche Beilagenideen aus der Friteuse. Es gibt eine Vielzahl von kreativen Rezeptbüchern für die Friteuse, die das nächste BBQ garantiert um ein paar knusprige Köstlichkeiten bereichern.

Saskia Baumers (freie Autorin, Sous Chefin in einem Steakhaus im schönen Franken und begeisterte Amerika-Reisende, immer auf der Suche nach neuen kulinarischen Ideen für den Grill)

Titelbild: Pixabay

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